Freitag, 15. Januar 2016

Schulwahl - das Grauen

Weiterführende Schule. Welche nehmen? Das hatten wir doch erst letztes Jahr! Tja, Pech gehabt. Wenn man seine Kinder entsprechend zur Welt bringt, darf man im nächsten Jahr gleich noch einmal.

Neues Kind, neues Glück. Leider klappt es nicht so, wie in der Wunschvorstellung: Alle Kinder auf dieselbe Schule, alle Termine (Sommerfest! Weihnachtsfeiern! Tag der offenen Tür!) in einem Aufwasch, wär das nicht schön?

Aber nein, ausnahmsweise zeigt sich, dass unterschiedliche Kinder doch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Zum Glück habe ich mich in einem mehrjährigen Lernprozess von der Idee verabschieden können, dass es nur eine bestimmte Schule gibt, die mein Kind zum Lebensglück führen wird. Oder dass man vorhersehen könnte, welche Schule ein Kind kreuzunglücklich machen könnte. Das können nämlich höchstens die Lehrer und eventuell noch die Mitschüler bewirken und darauf hat man vorher mal genau überhaupt keinen Einfluss.

Von daher: okay. Das Kind darf so sein, wie es ist. Und wir hoffen das beste und dass es vielleicht doch noch einen gewissen schulischen Ehrgeiz entwickeln wird. Aber wenn nicht, kann man ihm den leider als Eltern nicht hinterhertragen - so sehr es einen auch in den Fingern juckt, es zu versuchen.

So ist zumindest die Theorie, in der ich die Zen-Mutter bin, die alles ganz gelassen betrachten kann. In der realen Realität sitze ich natürlich hier und würde am liebsten mit dem Nägelkauen anfangen, weil ich mir so viele Gedanken über diese Entscheidung mache. Und was man dann noch dazulernt! Zweite Fremdsprache - wie viele Jahre braucht man die überhaupt fürs Abitur? (Antwort: Von der sechsten bis zur zehnten reicht hier in Hamburg völlig aus) Völlig irrsinnig. Als ob ich wüsste, ob mein Kind in fünf Jahren noch Lust auf Französisch hat. Oder ob es Abitur machen wird.

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