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Montag, 10. Februar 2025

Wunderbare Bücher in letzter Zeit: Robin Hobb

 Wunderbare Bücher vermutlich sogar aus dem letzten Jahr.

Irgendwann in dieser Zeit habe ich aktiv nach "Booktok" gesucht. Die üblichen Bücher gefunden und ganz gern gelesen. Allerdings auch deutlich gemerkt, welche Schwächen sie hatten. Schreibstil und so.

Und dann über immer mehr Schätze gestolpert. So dass ich Bücher zum Teil gleich nach dem ersten Mal noch ein zweites Mal gelesen habe. Das ist mir lange nicht mehr passiert.

Fing an mit:

Robin Hobb.

Zunächst über ihre Regenwildnis-Chroniken reingekommen. Auf der Suche nach älteren Protagonistinnen, glaube ich. Dann festgestellt, dass die ein Teil eines sehr großen Kosmos' mit diversen Reihen sind. Weitseher, Seelenschiffe - alle zauberhaft. Zum ersten Mal seit Langem wieder ernsthaft geweint bei einem Buchtod (Nachtauge!). 

Die Trilogie "Das Kind des Weitsehers" fehlt mir noch. Leider nur 2 von 3 Büchern sind in der Bücherei (online) verfügbar. Wer macht so was? Ich glaube, es ist nicht mal der letzte Band, der fehlt!

Samstag, 30. Januar 2016

Die rote Zora

Weil es mit Ronja Räubertochter so gut geklappt hat, probieren wir es mit dem Vorlesen abends mit der Roten Zora von Kurt Held. Puh, das ist aber eine andere Hausnummer. Auf den ersten 20 Seiten werde ich ganz müde von vielen langatmigen Beschreibungen und versuche immer mal wieder abzukürzen. Es dauert, bis irgendetwas passiert - und dann ist es Tod und Beerdigung der Mutter des Hauptdarstellers, die sehr, sehr lang dargestellt werden. Es scheint, das Ganze ist sowohl älter als auch für ältere Kinder geschrieben als Ronja Räubertochter - vielleicht für junge Jugendliche?

Das Kind findet das Buch erst mal "traurig, aber gut".

Aber dann, nach dem Bücherhallen-Besuch, bringen die Kinder den Film mit. Puh, den ertrag ich nur mit halbem Ohr, "holzschnittartig" ist das Wort, das mir dazu einfällt. Die dummen, häßlichen Bösen, die Slapstick-artigen Einlagen (ja, meine Kinder lachen über so was, natürlich). Ich bin wenig begeistert. Und abends soll ich dann nicht mehr weiterlesen, die Geschichte kennt man ja jetzt. Ich bin allerdings ein bisschen neugierig, wie sie denn im Buch weitergeht. Gibt es da wirklich einen Riesenkraken und eine Abstimmung, was man mit den Straßenkindern tun soll? Vielleicht lese ich noch allein ein wenig weiter - geht ja dann schneller, kann man auch mal ein bisschen drüberhuschen, das geht beim Vorlesen natürlich eher weniger.

Für mein zehnjähriges Kind ist das Buch noch nichts. Vielleicht später, wenn es schneller liest und immer noch Lust drauf hat, kann es noch einen Versuch machen. Aber das große Lesekind ist es  bisher noch nicht, ich habe da nicht so viel Hoffnung. Ist ja auch nicht schlimm, man muss nicht jeden Kinderbuchklassiker gelesen haben.

Nur dass ich jetzt "Ostwind 2" vorlesen muss und dass mir da nach den ersten Seiten (irgendwo mitten drin) ebenfalls der Gedanke "holzschnittartig" kam - und dass bei einem Buch - das ist ein bisschen weniger schön.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Verblendung

Das Buch. Ich bekam es schon mit der Warnung: "Hab ich drei Mal angefangen zu lesen und hab dann aufgegeben, ist nichts für mich." Nun gut, hat ja nichts zu sagen, bin ja nicht meine Freundin und kann mich auch mal durch einen etwas langatmigeren Anfang quälen. Wenn es danach gut wird. Da besteht ja Hoffnung, ist doch ein MEGA-Bestseller. Das muss doch seinen Grund haben.

Bin mir jetzt aber noch nicht so sicher, ob das wirklich einen für mich gut nachvollziehbaren Grund hat. Der Anfang zieht sich tatsächlich. Weshalb ein Industrieller, der alles Geld der Welt hat, gerade einen Journalisten einstellen sollte, der ihm einen Kriminalfall löst. Und weshalb er zu so abstrusen Schlussfolgerungen kommt ("sie muss ermordet worden sein, denn ... meine ganze ungeliebte Familie war anwesend und sie war nachher weg" - ich gebe das mal verkürzt wider, was im Buch etliche Seiten braucht, aber auch nicht überzeugender klingt).

Hauptsächlich lese ich momentan weiter, weil ich danach den Film mit Daniel Craig und der gutaussehenden Goth-Frau anschauen will. Da hat man wenigstens optisch was von.

Freitag, 12. April 2013

Bogdan und Buddenbohm lesen vor - und ich war dabei

Vor genau einer Woche um diese Zeit kam ich gerade zurück von einer Lesung von Isabel Bogdan und Maximilian Buddenbohm. Schön war's. Und da ich nicht einen ganz so hohen Schriftausstoß wie Maximilian habe (bin sehr beeindruckt, seit der mein Facebook-Bekannter ist, was der so alles raushaut), dauert es eine Woche bis zur Kurzbesprechung.

Wir waren so 15, 20 Leute. Isabel Bogdan hatte ein schönes Kleid an (und hat im Schrank bestimmt noch eine größere Auswahl davon). Maximilian Buddenbohm hatte die guten Schuhe angezogen. Wir Zuhörerinnen und Zuhörer kamen zu 90% in Jeans (Notiz an selbst: Kleidungswahl überdenken. Jeans können nicht die einzigen Hosen sein!). Wir kamen zu 90% in Zweiergruppen.

Ich leider nicht, das habe ich kurz bedauert. Aber dann doch die anfängliche Schüchternheit überwunden und zumindest mal den ein oder anderen angesprochen. Und das war klasse. Wenn das Internet zum Leben erwacht - also so in echten Menschen, die man meint, schon ein bisschen zu kennen und die einen dann doch immer mal wieder überraschen.

Und irgendwann überhörte ich zwei Frauen, die ich für enge Freundinnen gehalten hatte: "Ach, Du hast ein Kind, wie alt ist das denn?" Ah ja, genau die Art Frage, die man seiner zweitbesten Freundin so stellt, was? Die kannten sich noch gar nicht! Zweite Notiz an selbst: Nächstes Mal noch offensiver auf die Anwesenden zugehen - man kann eigentlich nur gewinnen.

Maximilian las aus seiner Travemünder Zeit (Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein) von den Liebhabern seiner Mutter und einen Text über die Müdigkeit, den ich als Mutter von drei Kindern nur voll unterschreiben kann. MÜDE? Haltet die Kinder von mir fern, dann kann ich einfach immer schlafen. Acht Uhr morgens, siebzehn Uhr nachmittags, gib mir eine Stunde, und ich liege im Bett! Isabel las von Wacken und von der chinesischen Massage aus "Sachen machen".

Isabel ist voll die Profi-Leserin. Ich wette, sie hat sogar Pausenzeichen in ihren Text gemalt, so eindrucksvoll, wie sie uns bisweilen Zeit gab, unsere Gedanken wieder zu sortieren. Die Geschichten kamen alle ungefähr gleich gut an und das Lachniveau war bei den beiden jeweils ähnlich hoch. Ich hab mich selbst ohne jeglichen Alkohol (wir waren ja im Weinkontor) sehr gut amüsiert, dritte Nachricht an mein künftiges Selbst: Nie mehr mit dem Auto zu einem Weinkontor fahren!

Mein Fazit: Ich würd wieder hingehen. Zum 18. April hab ich leider keine Zeit. Aber vielleicht dräng ich mich  am 12. Mai mal wieder dazwischen.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Super Sad True Love Story - Pflichtlektüre für alle "mit Medien"

Also, alle, die Ihr etwas "mit Medien" macht. Oder Social Media, Online Media:
Lesen! Super Sad True Love Story. Nicht ablenken lassen von der (Liebes-) Geschichte oder den Ideen zur politischen Weiterentwicklung der Welt, wenn die USA zu einem Satelliten Chinas abgesunken sind. - Obwohl, das ist auch nicht schlecht.

Aber aufmerksam lesen, wie der Autor die aktuellen Trends der sozialen Medien weiterspinnt. In der Kneipe verbinden sich alle Besucher online und es wird z.B. der "heißeste" Typ ermittelt, mit Ranking aller folgenden? In Zeiten von Latitude, Foursquare etc. nicht unvorstellbar. Sehr spannend!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Buchempfehlung "Working Mum"

von Allison Pearson. Klingt fast nach einem Sachbuch, ist es aber so gar nicht. Eines der wenigen Bücher, die ich mindestens schon drei Mal gelesen habe. Beste Kurzzusammenfassung auf Amazon kommt von der Brigitte: “Working Mum liest sich, als hätte Bridget Jones jetzt eine Familie.” (Brigitte)

Bitte nicht von der Verfilmung mit Sarah Jessica Parker abschrecken lassen - die ich nicht gesehen habe, die aber anscheinend nicht so großartig war, als dass sie in aller Munde gewesen wäre. Das Buch ist großartig. Habe es schon mindest einer berufstätigen Mitmutter geschenkt, die höchst zufrieden damit war. Kleine Spaßbremse: Man muss damit umgehen können, dass die Frau im Buch Fondsmanagerin ist. Ja, sie kann sich ein Kindermädchen leisten. Aber ich hab Tränen gelacht.

Und dann an das Buch gedacht, das ich mal geschenkt bekam, und das wohl wie die deutsche Entsprechung dazu gedacht war: Susanne Fröhlichs Buch "Frisch gemacht". Hier mein Tipp: Eher nicht kaufen. Laut Rezensionen war zumindest der Vorgänger "Frisch gepresst" noch halbwegs lustig. Aber dieses Buch war eine einzige Aneinanderreihung von Mütterklischees auf "sei witzig, oder ich fress Dich" getrimmt.

So ähnlich wie jede deutsche Arztserie sich gegen Emergency Room ausnimmt, würde ich mal sagen.

Und was sagt der scheinbar unbestechliche Amazon-Verkaufsrang dazu? Susanne Fröhlich Rang 4639, Allison Pearson irgendwo unter 53.000. Ach, die Welt. Perlen. Säue. Sie wissen, was ich meine.

Donnerstag, 11. November 2010

Buchempfehlung: Shirin Ebadi - Mein Iran

Ja, ich geb es zu. Die letzten politischen Unruhen im Iran habe ich nur äußerst oberflächlich verfolgt. Da demonstrieren junge Leute gegen das Regime. Gut. Und werden dafür fies unterdrückt. Schlecht.

Vielleicht hat der ein oder andere ähnlich wenig Ahnung von diesem Land und seiner Geschichte wie ich. Dem kann ich "Mein Iran" von Shirin Ebadi sehr empfehlen. Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi erzählt von ihrem Leben, zunächst als Jurastudentin und wichtiger Richterin im Iran des Schah. Von der islamischen Revolution und wie diese sich auf ihr Leben auswirkte (natürlich durfte sie dann keine Richterin mehr sein). Ich lerne, wie viel Bezug zur islamischen Revolution die aktuelle hat - z.B. dass sie nachts auf den Dächern "Allahu Akbar" rufen, das hat früher Khomeini empfohlen, bevor er an der Macht war - sehr clever, würde ich sagen, als Protestmittel.

Die Sichtweise von Frau Ebadi ist einfach gut nachzuvollziehen. Nicht dass man selber unbedingt eine Top-Juristin sein muss - aber wie es für ganz normal arbeitende Frauen war, plötzlich von ihrem Job und vielem anderen ausgeschlossen zu sein, kann man sich vorstellen. Und nur hoffen, dass man in ähnlicher Lage  zumindest einen Teil der Energie und des Mutes aufbringen würde, wie sie es tut, indem sie sich als Anwältin für ihre Mitmenschen einsetzt, die unter den Missständen im Iran leiden.

P.S. Wer sich jetzt berufen fühlt: Hier gibt's Informationen zur aktuellen Lage und die Möglichkeit, aktiv zu werden.