Der eine oder die andere hat eventuell mitgekriegt: Ein Kind in diesem Haushalt lernt gerade schwimmen. Hin und wieder schrieb ich darüber und meist war es kritisch. Wie viel das kostet, Unterricht und Schwimmbadeintritt, und wer sich das alles nicht leisten kann oder will zum Beispiel.
Egal. Wir bringen es dem Kind nicht selbst bei. Wir investieren das Geld ganz schnöde in den städtischen Schwimmkurs. Und während ich natürlich gern spöttisch kommentieren würde, wie albern das neue System ist, das sich vom üblichen "Seepferdchen, dann Freischwimmer" verabschiedet hat und stattdessen diverse Pinguin-Abzeichen eingeführt hat, so komme ich doch nicht umhin zu sehen, dass sich da jemand durchaus nachvollziehbare Gedanken zu gemacht hat.
Konkret: Wir hatten jetzt vier Schwimmstunden. Die Kinder sollen ganz offensichtlich lernen, die Angst vor dem Wasser überm Kopf zu verlieren. Das heißt, es gibt Spiele, bei denen man mal kurz ganz untertauchen soll. Und sie springen vom Beckenrand und VOM STARTBLOCK ins Wasser. Das betone ich, weil ich meinen ersten Seepferdchenkurs nicht bestand, weil ich mich nicht traute, vom Beckenrand ins Wasser zu springen. Und hier springen sie alle vom Startblock. Freiwillig. Keiner wird gestoßen oder so, falls Sie das denken. Wer sich nicht ganz allein traut, darf erst mal auf seine Poolnudel springen. Wer dann soweit ist, darf die Nudel mit großer Geste zur Seite werfen. Herrlich, dieser Stolz!
Und wie wichtig ist das, was in dieser Pressemitteilung etwas blumig als Konzept von Pinguin beschrieben wird . Denn darum geht es ja zunächst mal. Das Kind vorm Ertrinken beschützen. So dass es nicht in Panik gerät, wenn es ins Wasser springt/fällt, egal aus welcher Höhe, sondern sich erst mal nach oben arbeitet und dann eben zum nächsten Rand schwimmt. Und nicht unbedingt mit einer ausgefeilten Technik - das kann später noch kommen -, sondern mit einer Mischung aus Kraulbeinen und Brustschwimm-Armtechnik. Ein fortgeschrittenes Hundepaddeln, könnte man auch sagen. Wie gesagt, ich bin doch sehr beeindruckt, vier Schwimmstunden und schon legt das Kind bestimmt fünf Schwimmzüge eigenständig bis zum Beckenrand zurück. Und sieht dabei noch nicht mal so aus, als ob es beim sechsten untergehen würde.
Aber vielleicht war das auch schon immer so und mit halbwegs mitfühlenden Schwimmlehrern auch in früheren Jahrzehnten so schnell erlernbar. Und auf das Freischwimmer-Abzeichen (auch "Bronze" genannt) lasse ich weiterhin nichts kommen, da es offensichtlich immer noch die einzige Währung ist, die später bei Wassersportarten zählt - kein Rudern ohne Bronze, von Pinguin hat auf dem Elternabend in der Mittelstufe zumindest niemand was gesagt.
Posts mit dem Label schwimmbad werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label schwimmbad werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 23. September 2016
Samstag, 13. August 2016
Schwimmen gehen mit Nichtschwimmer-Kind: ein paar Empfehlungen
Wir sind ja so mittelmäßig experimentierfreudig. Aber bei drei Kindern, die alle mal schwimmen lernen müssen, kommt doch so einiges an Schwimmbaderfahrungen zusammen.
Gehen wir mal von dem Fall aus, dass Ihr Kind noch nicht schwimmen kann, es aber lernen soll und deshalb Interesse an gewissen Vorübungen oder ein bisschen paddeln mit Schwimmflügeln besteht. Dafür sollten im Schwimmbad ein paar Voraussetzungen gegeben sein:
Wassertiefe: Das Kind sollte problemlos stehen können, aber auch schon mal die Beine vom Beckenboden heben können, Baby-Planschbecken ist dafür nicht ideal. Besser sowas wie 0,80 bis 1,30 m Wassertiefe
Wassertemperatur: Wenn das Kind sich erst mal eingewöhnt und noch nicht gleich wie wild rumplanscht, sind Badewannentemperaturen angesagt. Das ist eher 32 Grad und ganz sicher nicht 28 Grad - ja, die vier Grad machen da einen Riesenunterschied. Als ich das nicht wusste, bin ich gleich zu Beginn mit dem Kind ins 28-Grad-Wasser - tja, nach original zwei Minuten setzte das Zähneklappern ein, das nur noch im Super-Heiß-Becken gelindert werden konnte.
Alle andere Kinderbecken (niedriger, mit Dinos, was weiß ich) sind spaßig, nützen zum Schwimmenlernen nicht so viel.
Glücklicherweise bieten die Bäderland-Seiten (das ist unsere städtische Bäderkette in Hamburg) diese wichtigen Informationen auf ihrer Webseite, man kann sich also vorher gut informieren.
Unsere Entdeckung in dieser Hinsicht lag letztes Wochenende allerdings außerhalb der Stadtgrenzen: Das "Arriba" in Norderstedt. Und nein, ich krieg das hier nicht bezahlt, ich bin einfach ehrlich begeistert und möchte das deshalb teilen. ES GIBT DORT ALLES. Rutschen in allen Variationen (mit Reifen, ohne, schnell, lang, mit Glasdach, für mehrere nebeneinander). Wellenbad! 50m-Außenbecken, quasi leer! Und nicht zuletzt das Kinderbecken mit guter Temperatur und Tiefe, wo das Kind nun immerhin mit Schwimmflügeln von einem Ende zum anderen paddelte. Und das alles bei einem Preis, zu dem man in Hamburger Schwimmbädern meist ein ganzes Teil weniger geboten kriegt, nämlich 21,50 EUR für eine fünfköpfige Familie.
Gut, von uns aus nicht direkt um die Ecke, aber am Sonntag hatte es die A7 gut mit uns gemeint und auf dem Rückweg sind wir nur noch ein ganz kleines bisschen in den Wacken-Rückreiseverkehr geraten - da gab es wenigstens was zu gucken im Stau.
Gehen wir mal von dem Fall aus, dass Ihr Kind noch nicht schwimmen kann, es aber lernen soll und deshalb Interesse an gewissen Vorübungen oder ein bisschen paddeln mit Schwimmflügeln besteht. Dafür sollten im Schwimmbad ein paar Voraussetzungen gegeben sein:
Wassertiefe: Das Kind sollte problemlos stehen können, aber auch schon mal die Beine vom Beckenboden heben können, Baby-Planschbecken ist dafür nicht ideal. Besser sowas wie 0,80 bis 1,30 m Wassertiefe
Wassertemperatur: Wenn das Kind sich erst mal eingewöhnt und noch nicht gleich wie wild rumplanscht, sind Badewannentemperaturen angesagt. Das ist eher 32 Grad und ganz sicher nicht 28 Grad - ja, die vier Grad machen da einen Riesenunterschied. Als ich das nicht wusste, bin ich gleich zu Beginn mit dem Kind ins 28-Grad-Wasser - tja, nach original zwei Minuten setzte das Zähneklappern ein, das nur noch im Super-Heiß-Becken gelindert werden konnte.
Alle andere Kinderbecken (niedriger, mit Dinos, was weiß ich) sind spaßig, nützen zum Schwimmenlernen nicht so viel.
Glücklicherweise bieten die Bäderland-Seiten (das ist unsere städtische Bäderkette in Hamburg) diese wichtigen Informationen auf ihrer Webseite, man kann sich also vorher gut informieren.
Unsere Entdeckung in dieser Hinsicht lag letztes Wochenende allerdings außerhalb der Stadtgrenzen: Das "Arriba" in Norderstedt. Und nein, ich krieg das hier nicht bezahlt, ich bin einfach ehrlich begeistert und möchte das deshalb teilen. ES GIBT DORT ALLES. Rutschen in allen Variationen (mit Reifen, ohne, schnell, lang, mit Glasdach, für mehrere nebeneinander). Wellenbad! 50m-Außenbecken, quasi leer! Und nicht zuletzt das Kinderbecken mit guter Temperatur und Tiefe, wo das Kind nun immerhin mit Schwimmflügeln von einem Ende zum anderen paddelte. Und das alles bei einem Preis, zu dem man in Hamburger Schwimmbädern meist ein ganzes Teil weniger geboten kriegt, nämlich 21,50 EUR für eine fünfköpfige Familie.
Gut, von uns aus nicht direkt um die Ecke, aber am Sonntag hatte es die A7 gut mit uns gemeint und auf dem Rückweg sind wir nur noch ein ganz kleines bisschen in den Wacken-Rückreiseverkehr geraten - da gab es wenigstens was zu gucken im Stau.
Montag, 11. Juli 2016
Schwimmen lernen - vielleicht nicht für jede/n?
Ich hatte es ein wenig verdrängt. Zwei Kinder habe ich schon durch Schwimmschule und Schwimmvereine bis zum Bronzeabzeichen und damit verlässlicher Schwimmfähigkeit gebracht. In meiner Erinnerung war es etwas mühsam, teuer und mit vielen sehr frühen Vormittagsterminen am Wochenende verbunden gewesen.
Jetzt ist das dritte Kind dran. Und alle meine Erinnerungen stimmen - leider.
Es braucht drei Module, bis das Kind eventuell das Seepferdchen macht (neben der Hamburger Bäder-Spezialität "Junior-Pinguin"). Seepferdchen, auch bekannt als "Lizenz zum Ertrinken". Jedes Modul kostet 45 Euro. Kurz angesprochen wurde von der freundlichen Schwimmlehrerin, dass es für Hartz4-Empfänger evt. Ermäßigungen gibt. So etwas wird aber wohl besser auf der Bäderland-Homepage auffindbar kommuniziert - ich hab es zumindest nicht gefunden.
3x45 Euro, also 135 Euro für eventell Seepferdchen. Sicher schwimmen kann das Kind aber erst etwa ab Stufe "Bronze". Was, wenn ich versuche, die Hamburger Pinguin-Währung in allgemein verständliche Schwimmprüfungen umzurechnen, noch ungefähr 1 bis 2 Kurse à 3 Module braucht. Ja. Das sind mindestens 270 Euro.
Oder man wartet, bis das Kind Schulschwimmen hat. Immerhin das gibt es hier in Hamburg inzwischen sogar zwei Schulhalbjahre lang. Ab der 3. Klasse. Da ist das Kind 8 oder 9 Jahre alt.
Waren Sie in letzter Zeit mal mit einem oder gar mehreren Kindern, die nicht sicher schwimmen können, im Schwimmbad? Da ist nichts mit gemütlich auf der Wiese liegen und ab und an einen Blick auf die Kinder werfen. Da ist permanente Aufmerksamkeit gefragt. Von alleine mit Freunden ins Bad schicken gar nicht zu reden.
Aber wer beiden 270 Euro fürs Schwimmenlernen ernsthaft schlucken muss, der hat ja vielleicht sowieso nicht die nötige Kohle, um allzu oft ins Schwimmbad zu gehen. Bei uns hier für eine Erwachsene und das kleine Kind der günstigste Tarif (heute für Sie getestet): 9,90 Euro. Muss ja auch nicht der ganze Pöbel ständig ins Schwimmbad rennen, nicht wahr? Bleibt man doch lieber unter sich.
Jetzt ist das dritte Kind dran. Und alle meine Erinnerungen stimmen - leider.
Es braucht drei Module, bis das Kind eventuell das Seepferdchen macht (neben der Hamburger Bäder-Spezialität "Junior-Pinguin"). Seepferdchen, auch bekannt als "Lizenz zum Ertrinken". Jedes Modul kostet 45 Euro. Kurz angesprochen wurde von der freundlichen Schwimmlehrerin, dass es für Hartz4-Empfänger evt. Ermäßigungen gibt. So etwas wird aber wohl besser auf der Bäderland-Homepage auffindbar kommuniziert - ich hab es zumindest nicht gefunden.
3x45 Euro, also 135 Euro für eventell Seepferdchen. Sicher schwimmen kann das Kind aber erst etwa ab Stufe "Bronze". Was, wenn ich versuche, die Hamburger Pinguin-Währung in allgemein verständliche Schwimmprüfungen umzurechnen, noch ungefähr 1 bis 2 Kurse à 3 Module braucht. Ja. Das sind mindestens 270 Euro.
Oder man wartet, bis das Kind Schulschwimmen hat. Immerhin das gibt es hier in Hamburg inzwischen sogar zwei Schulhalbjahre lang. Ab der 3. Klasse. Da ist das Kind 8 oder 9 Jahre alt.
Waren Sie in letzter Zeit mal mit einem oder gar mehreren Kindern, die nicht sicher schwimmen können, im Schwimmbad? Da ist nichts mit gemütlich auf der Wiese liegen und ab und an einen Blick auf die Kinder werfen. Da ist permanente Aufmerksamkeit gefragt. Von alleine mit Freunden ins Bad schicken gar nicht zu reden.
Aber wer beiden 270 Euro fürs Schwimmenlernen ernsthaft schlucken muss, der hat ja vielleicht sowieso nicht die nötige Kohle, um allzu oft ins Schwimmbad zu gehen. Bei uns hier für eine Erwachsene und das kleine Kind der günstigste Tarif (heute für Sie getestet): 9,90 Euro. Muss ja auch nicht der ganze Pöbel ständig ins Schwimmbad rennen, nicht wahr? Bleibt man doch lieber unter sich.
Montag, 25. Mai 2015
Schwimmbadnachmittag
Heute nachmittag hatten wir, wie ungefähr 50% aller Eltern kleiner Kinder in Hamburg, die glorreiche Idee, ins Schwimmbad zu gehen. Klar, Feiertag, nicht ganz ideales Wetter, aber man will trotzdem mal was nicht ganz alltägliches machen (jaha, so ist das mit kleinen Kinder, ein Schwimmbadbesuch ist "nicht ganz alltäglich" - jedenfalls bei uns nicht!).
Wir bemerkten also schon in der schwimmbadeigenen Tiefgarage, dass es voll werden dürfte, fanden irgendwo zwischen Ebene -3 und -4 aber doch noch einen Parkplatz. Im Schwimmbad war es voll, aber wir sind nicht verwöhnt und machten es uns so nett wie möglich. Ab 18.00 Uhr war dann aber plötzlich himmlischer Friede! Platz, wohin das Auge schaute. Und das bei einem Bad, das großstädtische Öffnungszeiten bis 22.00 Uhr hat!
Fester Plan für nächstes Mal: Endlich mal ein Ausflug, der unserem natürlichen Wochenendrhythmus entgegenkommt! Kein Museum, das mit Schließzeit 17.00 Uhr drängelt und deshalb leider nie in die engere Wahl kommt ("Nee, ist schon nach drei. Bis wir da sind, ist es vier. Und dann fangen sie ab halb fünf schon wieder an, einen rauszuschmeißen. Das lohnt nicht."). Nein, gemütlich Kaffee-Trinken, irgendwann gegen 17.00 losfahren, das leere Bad genießen (schaffe ich es da etwa sogar, ein paar Bahnen zu schwimmen?!) und mit anständig müden Kindern pünktlich zur Bettgehzeit nach Hause.
Pläne. Träume. Sie kennen das. Schaun wir mal.
Wir bemerkten also schon in der schwimmbadeigenen Tiefgarage, dass es voll werden dürfte, fanden irgendwo zwischen Ebene -3 und -4 aber doch noch einen Parkplatz. Im Schwimmbad war es voll, aber wir sind nicht verwöhnt und machten es uns so nett wie möglich. Ab 18.00 Uhr war dann aber plötzlich himmlischer Friede! Platz, wohin das Auge schaute. Und das bei einem Bad, das großstädtische Öffnungszeiten bis 22.00 Uhr hat!
Fester Plan für nächstes Mal: Endlich mal ein Ausflug, der unserem natürlichen Wochenendrhythmus entgegenkommt! Kein Museum, das mit Schließzeit 17.00 Uhr drängelt und deshalb leider nie in die engere Wahl kommt ("Nee, ist schon nach drei. Bis wir da sind, ist es vier. Und dann fangen sie ab halb fünf schon wieder an, einen rauszuschmeißen. Das lohnt nicht."). Nein, gemütlich Kaffee-Trinken, irgendwann gegen 17.00 losfahren, das leere Bad genießen (schaffe ich es da etwa sogar, ein paar Bahnen zu schwimmen?!) und mit anständig müden Kindern pünktlich zur Bettgehzeit nach Hause.
Pläne. Träume. Sie kennen das. Schaun wir mal.
Abonnieren
Kommentare (Atom)