Das inoffizielle Oberthema dieses Blogs lautet seit einiger Zeit: Ehrliches Elternblog. Weil ich diese ganzen super-gelungenen Kindergeburtstage, nicht mehr sehen konnte, zumindest im Vergleich zu unseren eigenen. Oder die ganzen anderen tollen Veranstaltungen, vollgefüllten und erfüllten Tage, die so wenig mit meinem Elternalltag zu tun haben.
Aber heute tue ich es doch (also, wer das nicht ab kann, bitte schnell woanders hinklicken).
Letzter Sonntag war ein Geschenk. Ein Tag, der mich über die Woche trägt (und wahrscheinlich noch weiter), wenn alles gar nicht so läuft.
Als allererstes der Trost an alle Kleinkindeltern mit chronischem Schlafmangel: Es wird besser! Es wird sogar so gut, dass man vielleicht am Sonntag gegen halb zehn oder zehn geweckt wird. Der Frühstückstisch ist gedeckt. Die Brötchen sind aufgebacken. Ja, das dauert ein bisschen, ist mir bewusst. Meine Kinder sind derzeit 14, 12 und sieben, und von der Siebenjährigen könnte ich das nicht erwarten. Außer, dass sie mich länger schlafen lässt, als die Durchschnittssiebenjährige, aber das ist ein reiner Glücksgriff, ich bin mir dessen bewusst.
Also dieses traumhafte Frühstück, zu dem wir Erwachsenen nur noch Kaffee beisteuern musste, selbst den Tee hatten die Kinder sich selber gemacht. Ich weiß nicht mehr, wer den Tisch abräumte, in meiner verklärten Erinnerung war ich es nicht, aber da mag ich mich täuschen (wollen).
Wie es sich für den Traumsonntag gehört, war das Wetter, sogar entgegen dem Wetterbericht, wunderbar. Wir warteten eigentlich auf Regen gegen Abend, aber nichts da! Ich bin mir nicht sicher, wie ich den Tag verbrachte, im Traum halt. Vermutlich habe ich gekocht, superlecker natürlich und allen hat's geschmeckt. Ach nee, ich glaub, es gab was Aufgewärmtes von Samstag. Noch viel besser, nicht kochen! Außerdem haben wir ein bisschen im Garten herumgepuzzelt, leichtere Arbeiten, ist ja Sonntag, kann man eh keinen Lärm mit schwerem Gerät machen. Nach Tagen des Wartens und Bangens, ob ich es dieses Jahr schaffen werde, haben wir nämlich diverse Gemüsepflanzen auf dem Fensterbrett und ich habe es geschafft, diese in neuen Töpfen zu vereinzeln ("pikieren" in der Fachsprache, glaube ich). Und es war alles nötige dafür vorhanden, weil mein Mann es in der Woche geschafft hatte, beim Recyclinghof vorbeizufahren und einige Säcke Kompost mitzubringen. Auch das wahres Glück, nicht am Sonntag feststellen zu müssen, was einem alles fehlt, um spontan die Pflanzen zu pikieren, ein Lieblingsessen zu kochen etc.
Angenehm körperlich .. erschöpft wäre zu viel gesagt ... angenehm gefordert also, nach dem Mittagessen gab es ein Mittagsschläfchen für mich.
Die unpädagogische Medienzeit für die Kinder, damit wir Erwachsenen unsere Ruhe haben, gibt es hier sonntags schon so lange, dass ich mich darüber gar nicht mehr aufrege. Das ist so und das muss so.
Danach bereiten wir alles fürs Grillen im Garten vor! Und ja, auch da, nach dem üblichen Genöle der Kinder, das ich aber gut ignorieren konnte, da sie draußen nölten und ich drinnen Salat und Kuchen vorbereitete, kam ich raus und auch der Gartentisch war gedeckt, Bänke standen an ihrem Platz, Kissen lagen aus und sogar eine Tischdecke*.
*eine ausrangierte Gardine
Der neue Grill war wunderbar (gebraucht erworbenes Wunderwerk mit Deckel), Fleisch, Würstchen und Kartoffeln gelangen und schmeckten. Alle halfen mit beim wieder ins Haus bringen. Alle waren friedlich und unterhielten sich miteinander. Alle gingen dem sonntäglichen Badetag nach, vielleicht etwas später als sonst, aber ich glaube, alle waren ein wenig glücklicher als sonst.
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Donnerstag, 26. April 2018
Mittwoch, 17. Mai 2017
Was, wann wo und überhaupt?
Mit was man sich so herumschlagen muss. Mit Kindern und Garten. Da nehmen die Wünsche ja kein Ende. Weder der Kinder, noch, wenn man ehrlich ist, der Eltern.
So ein Stellplatz wäre nett. Aber bei Hanglage auch echt aufwändig, da geht nicht mal eben eine Fertig-Garage.
Und die Kinder nun ein, na was wohl: Trampolin. Und die Eltern (zumindest die Mutter) insgeheim natürlich auch. Aber auch das: Bei Hanglage gar nicht mal so einfach. Und wie viele Dinge hat man angeschafft, die dann nicht so viel genutzt wurden? Andererseits: die Schaukel zum Beispiel wurde schon ordentlich durchgespielt.
Was fehlt: Ein bisschen mehr "Ach sch.. drauf, wir machen jetzt einfach mal." Und damit hätten wir wohl ein Grundproblem, auch ganz abseits der Gartengestaltung umrissen.
So ein Stellplatz wäre nett. Aber bei Hanglage auch echt aufwändig, da geht nicht mal eben eine Fertig-Garage.
Und die Kinder nun ein, na was wohl: Trampolin. Und die Eltern (zumindest die Mutter) insgeheim natürlich auch. Aber auch das: Bei Hanglage gar nicht mal so einfach. Und wie viele Dinge hat man angeschafft, die dann nicht so viel genutzt wurden? Andererseits: die Schaukel zum Beispiel wurde schon ordentlich durchgespielt.
Was fehlt: Ein bisschen mehr "Ach sch.. drauf, wir machen jetzt einfach mal." Und damit hätten wir wohl ein Grundproblem, auch ganz abseits der Gartengestaltung umrissen.
Dienstag, 21. März 2017
Start in die Gartensaison
Ich weiß. Sie haben vielleicht einen Balkon. Vielleicht nicht mal das. Und im Sommer seufzen Sie, dass es jetzt doch schön wäre, im Liegestuhl im Garten zu sitzen. Oder auch mal ein paar Erdbeeren zu pflanzen und zu pflücken.
Tja. Wir haben das. Und es ist, unbenommen, auch wirklich sehr schön. Außer dass die Erdbeeren bei uns letztes Jahr sehr wenige und dazu noch sehr sauer waren. Aber im Garten haben wir wirklich ein paar Mal gesessen. Gegrillt nicht so oft, weil am Wochenende ständig Regen war, Hamburg halt.
Aber bitte, vergessen Sie nicht: Jetzt ist die Zeit, wenn all die Gärtner wieder in ihre Gärtner kriechen. Ja, jetzt. Bei Wind und Kälte. Bei Kompost-Geruch und feuchter, kalter Erde, die sich bis durch die Gartenhandschuhe schiebt. Bei beginnender Nierenbeckenentzündung, weil Pulli und Jacke ständig über den gebeugten Rücken nach oben kriechen wollen. Genau, gebeugter Rücken, gebeugte Knie, immer so lange, wie sie gerade so bis zum Zittern durchhalten.
So. Danke fürs Zuhören beim ersten Gärtnerinnen-Mimimi des Jahres
Tja. Wir haben das. Und es ist, unbenommen, auch wirklich sehr schön. Außer dass die Erdbeeren bei uns letztes Jahr sehr wenige und dazu noch sehr sauer waren. Aber im Garten haben wir wirklich ein paar Mal gesessen. Gegrillt nicht so oft, weil am Wochenende ständig Regen war, Hamburg halt.
Aber bitte, vergessen Sie nicht: Jetzt ist die Zeit, wenn all die Gärtner wieder in ihre Gärtner kriechen. Ja, jetzt. Bei Wind und Kälte. Bei Kompost-Geruch und feuchter, kalter Erde, die sich bis durch die Gartenhandschuhe schiebt. Bei beginnender Nierenbeckenentzündung, weil Pulli und Jacke ständig über den gebeugten Rücken nach oben kriechen wollen. Genau, gebeugter Rücken, gebeugte Knie, immer so lange, wie sie gerade so bis zum Zittern durchhalten.
So. Danke fürs Zuhören beim ersten Gärtnerinnen-Mimimi des Jahres
Donnerstag, 19. Mai 2016
Der unromantische Garten-Blog
Einige Gartenblogs erwähnen zumindest hin und wieder, dass nicht alles glatt läuft. Dass die Tomatenernte zum Beispiel mal ins Wasser fiel (hier ja eher so: immer). Schnecken werden mal erwähnt. Trotzdem fehlt mir meist das Gefühl, das ich aus unserem eigenen Garten kenne.
Versteht mich nicht falsch, natürlich liebe ich unseren Garten (oh mein Gott, das ist ja genauso schlimm wie das Elternbloggen hier: Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Kinder, aber manchmal .... egal, weiter im Text). Im Sommer ist es herrlich, nach Schule und Arbeit erst mal draußen abzuhängen. Aber insgesamt gibt es doch Momente, wo man sich fragt, weshalb man sich nicht mit einem Balkon zufrieden gegeben hat.
Es ist eben keineswegs so, dass man glücklich lächelnd den Boden bereitet, um Sämereien auszubringen, Sonnenhut auf dem Kopf, Rosenschere in der Hand (ach klar, die braucht man auch nicht zum Säen). Immer im sanften Sonnenschein natürlich. In den meisten Fällen läuft es eher so: "Die Grüne Tonne wird morgen abgeholt! Wie voll ist die? Noch Platz? Alles klar." Und zack, hockt man da in der drückenden Vor-Gewitter-Schwüle, in der man sonst freiwillig keinen Fuß nach draußen setzen würde, und hackt Unkraut unter den Hecken hervor.
Überhaupt ist die meiste Arbeit ja nicht gestaltend, sondern rein den Status erhaltend. Wer Staubsaugen kann, kann auch Rasenmähen. Und wer Staub wischt, kann Unkraut jäten. Und selbst wer niemals Staub wischt, wird um das Unkraut nicht herumkommen, da es sich um einiges deutlicher bemerkbar macht als die Staubmäuse auf dem Regal.
Zur Versöhnung fühlt man sich hinterher zumindest immer, als habe man grade ein fieses Box-Workout hinter sich (ich so heute abend auf dem Sofa). Keiner macht so gute Squats wie Gärtner, ha! Denn niemand sonst bleibt in der Hocke, bis die Beine brennen, kurz hoch und weiter geht's, hilft ja nichts, die Hecke ist noch 30 Meter länger.
Versteht mich nicht falsch, natürlich liebe ich unseren Garten (oh mein Gott, das ist ja genauso schlimm wie das Elternbloggen hier: Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Kinder, aber manchmal .... egal, weiter im Text). Im Sommer ist es herrlich, nach Schule und Arbeit erst mal draußen abzuhängen. Aber insgesamt gibt es doch Momente, wo man sich fragt, weshalb man sich nicht mit einem Balkon zufrieden gegeben hat.
Es ist eben keineswegs so, dass man glücklich lächelnd den Boden bereitet, um Sämereien auszubringen, Sonnenhut auf dem Kopf, Rosenschere in der Hand (ach klar, die braucht man auch nicht zum Säen). Immer im sanften Sonnenschein natürlich. In den meisten Fällen läuft es eher so: "Die Grüne Tonne wird morgen abgeholt! Wie voll ist die? Noch Platz? Alles klar." Und zack, hockt man da in der drückenden Vor-Gewitter-Schwüle, in der man sonst freiwillig keinen Fuß nach draußen setzen würde, und hackt Unkraut unter den Hecken hervor.
Überhaupt ist die meiste Arbeit ja nicht gestaltend, sondern rein den Status erhaltend. Wer Staubsaugen kann, kann auch Rasenmähen. Und wer Staub wischt, kann Unkraut jäten. Und selbst wer niemals Staub wischt, wird um das Unkraut nicht herumkommen, da es sich um einiges deutlicher bemerkbar macht als die Staubmäuse auf dem Regal.
Zur Versöhnung fühlt man sich hinterher zumindest immer, als habe man grade ein fieses Box-Workout hinter sich (ich so heute abend auf dem Sofa). Keiner macht so gute Squats wie Gärtner, ha! Denn niemand sonst bleibt in der Hocke, bis die Beine brennen, kurz hoch und weiter geht's, hilft ja nichts, die Hecke ist noch 30 Meter länger.
Montag, 18. April 2016
Gärtnern durch Vernachlässigen
Da!
Der Winter war hier so mild, dass fast alle Priemeln vom letzten Jahr überlebt haben. Weil wir sie nicht weggemacht haben. Als ob wir wüssten, was wir tun und nicht einfach faul gewesen wären.
Der Winter war hier so mild, dass fast alle Priemeln vom letzten Jahr überlebt haben. Weil wir sie nicht weggemacht haben. Als ob wir wüssten, was wir tun und nicht einfach faul gewesen wären.
Samstag, 11. April 2015
Osternachlese
- Der erste Korb mit Ostersüßigkeiten leer. Jedes Kind hat einen, das kleinste war am schnellsten. Wobei ich den Startschuss zum großen Hasenvernichten gegeben habe, selber schuld, könnte man also sagen. Vielleicht lernt sie das mit dem Einteilen noch. Oder auch nicht, schließlich ist jeder anders veranlagt, haben mich meine Kinder gelehrt
- Frühjahrsputz. Ein bisschen juckt es mich in den Fingern. Aber nur ein bisschen. Ich hoffe, mit einmaligem Abtauen des Gefrierschranks habe ich das im Griff und kann mich wieder problemlos auf dem Sofa zurücklehnen.
- Der Garten geht los. Rasen möchte zum Beispiel gemäht werden, damit diese merkwürdigen dunkel-blütigen Unkräuter sich nicht weiter ausbreiten. Aber was soll man machen? Heute vormittag ist es sonnig, aber wir haben andere wichtige Dinge zu tun. Am Nachmittag soll es regnen. Und morgen ist ja Sonntag mit einzuhaltender Sonntagsruhe. Kann man nix machen, ne?
Montag, 10. September 2012
Draußen
Rasenmähen ist NOCH MEHR wie Staubsaugen, wenn der Rasen an einigen Stellen schon kniehoch ist und man mehrmals drüber fahren muss, bis alles weg ist - eben wie auf Teppichschmutz. Nicht, dass der sich bei uns ansammeln würde, versteht sich!
Fortgeschrittenes Elternsein im Garten geht übrigens so: Wenn nur zwei Himbeeren reif sind, es aber drei Kinder gibt - dann muss die vorausschauende Mutter diese natürlich so verschwinden lassen, dass sie niemals wieder aufzufinden sind. Mmmh, lecker!
Fortgeschrittenes Elternsein im Garten geht übrigens so: Wenn nur zwei Himbeeren reif sind, es aber drei Kinder gibt - dann muss die vorausschauende Mutter diese natürlich so verschwinden lassen, dass sie niemals wieder aufzufinden sind. Mmmh, lecker!
Dienstag, 27. März 2012
Die Grüne Seite
So heißt bei meiner Lokalzeitung der Teil, in dem es um "Jagd und Natur" geht, glaub ich. Gut, ich jag eher nix, außer vielleicht Ameisen aus meinem Himbeerstock (vergeblich). Aber Natur, die gab's heut wieder. Oder besser gesagt die Zähmung der Natur.
JA, ich spreche von der Eröffnung der Gartensaison. Leider nicht durch Grillen (das wär mal schön), nein, durch Rasenmähen. Wie nennt man das? Die erste Mahd? Ja, ich komm vom Land, ich kenn so Worte. Allerdings nur die Hälfte des Gartens. Und zwar die kleinere Hälfte (bitte keine Korrektur, das gibt's!). Immer in der Hoffnung, dass morgen vielleicht jemand anders dran ist mit der anderen Hälfte.
Was ist das eigentlich für ein Jahr? Gibt es eine Vollmast auch bei Ahorn-Bäumen? Die Eicheln in unserer Umgebung waren jedenfalls sehr zahlreich und ungewöhnlich dick. Und der Ahorn-Schößling-Besatz auf unserem Rasen, unseren Beeten, ja sogar im Sandkasten, war ungewöhnlich dicht, soweit wir das im zweiten Gartenjahr schon beurteilen können. Mal sehen, ob einfaches Abmähen reicht, um den Großteil davon zu vernichten. Ahornschößlinge, Pest in meinen Hecken Dickichten.
JA, ich spreche von der Eröffnung der Gartensaison. Leider nicht durch Grillen (das wär mal schön), nein, durch Rasenmähen. Wie nennt man das? Die erste Mahd? Ja, ich komm vom Land, ich kenn so Worte. Allerdings nur die Hälfte des Gartens. Und zwar die kleinere Hälfte (bitte keine Korrektur, das gibt's!). Immer in der Hoffnung, dass morgen vielleicht jemand anders dran ist mit der anderen Hälfte.
Was ist das eigentlich für ein Jahr? Gibt es eine Vollmast auch bei Ahorn-Bäumen? Die Eicheln in unserer Umgebung waren jedenfalls sehr zahlreich und ungewöhnlich dick. Und der Ahorn-Schößling-Besatz auf unserem Rasen, unseren Beeten, ja sogar im Sandkasten, war ungewöhnlich dicht, soweit wir das im zweiten Gartenjahr schon beurteilen können. Mal sehen, ob einfaches Abmähen reicht, um den Großteil davon zu vernichten. Ahornschößlinge, Pest in meinen Hecken Dickichten.
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