Kinder machen Müde. Jede Säuglingsmama wird Euch das bestätigen, die meisten Babyväter vermutlich auch.
Das wird ein wenig besser, auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie ich damals bei den ersten Kindern einen normalen Arbeitstag gewuppt habe nach einer Nacht mit zwei, drei, wenn es schlecht lief, vier Mal aufwachen, um irgendwelche Babysachen zu machen.
Gut, gehen wir vom Idealfall aus, irgendwann schlafen sie alle durch, und man selbst auch.
Dann fängt das an mit dem später ins Bett gehen. Auch da sind die Kinder, wie immer, unterschiedlich, aber meine Kinder sind eher so Langschläfer mit spät-ins-Bett-geh-Tendenzen. Was meine Eltern in den Wahnsinn treibt, rein das Mitanzuschauen, aber das nur nebenbei.
Und plötzlich hat man so Teenager, die irgendwie gar nicht mehr schlafen gehen. Die vielleicht aber noch zu jung sind, um Fernsehsendungen ab 16 zu sehen. Oder mit denen man nicht unbedingt zusammensitzen möchte, wenn es bei "Masters of Sex" explizit wird. Ja, nennt mich altmodisch, genant, was auch immer, aber nein heißt nein und keiner muss, was er nicht will, auch als Eltern nicht!
Tja, und dann kommt es zur Entscheidung: Gehe ich um 22.00 Uhr schlafen und habe eben einfach kein Erwachsenenleben mehr, sehe meinen Mann nie mehr alleine (wie machen das die anderen? Haben die Schlafzimmer in anderen Stockwerken? Jobs, bei denen beide Ehepartner auch mal tagsüber gemeinsam zu Hause sind, wenn alle Kinder in der Schule sind?). Oder ich schlafe halt nie wieder genug, denn von 1 Uhr nachts bis 6.30 Uhr morgendliches Weckerklingeln ist einfach nicht genug Zeit, um danach wirklich wach zu sein. Wo noch hinzukommt, dass ich älter werde und immer schlechter mit zu wenig Schlaf auskomme.
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Mittwoch, 29. August 2018
Montag, 27. August 2018
Hausarbeit und Kinder - Hausarbeit für Kinder
Via Little Years wurden mir einige Artikel zu Hausarbeit für Kinder in die Leseliste gespült.
Dass Mädchen im Durchschnitt weniger Taschengeld als Jungen kriegen, hatte ich schon gelesen. Dass sie auch mehr Hausarbeit leisten müssen (und wir reden jetzt von den USA, nicht von Ländern Kinder auf dem Feld mitarbeiten müssen oder so), hatte ich so genau noch nicht gefunden, wundern tut es mich natürlich nicht.
Bei uns ist das natürlich auch gerade (und immer wieder) Thema. Also nicht die Unterschiede im Taschengeld (da sind wir halbwegs gerecht) oder die Unterschiede in der Menge der zu erledigenden Aufgaben (da achten wir drauf, und müssen tatsächlich oft nachjustieren, weil es sich tatsächlich oft einschleicht, dass das weniger lautstark meckernde Kind das Mädchen ist und man dazu neigt, ihm schneller mal eine Aufgabe "zwischendurch" zu verpassen).
Hausarbeit für Kinder:
Erstens will ich, dass meine Kinder sich irgendwann als vollwertige Mitglieder dieses Haushalts fühlen - und sich das auch in der Arbeit niederschlägt, die sie übernehmen. Neulich merkte ich wieder, dass das in vielerlei Hinsicht schwierig wird. Nicht nur, weil sie dazu keine Lust haben. Irgendwie neigt man als Kind auch dazu, sämtliche Verantwortung aus der Hand zu geben, sobald ein Elternteil anwesend ist. Vor wenigen Tagen wollten wir zum Arzt und das Kind, das gar kein so kleines Kind mehr ist, ließ plötzlich alle normalerweise notwendigen Gegenstände, um das Haus zu verlassen (Schlüssel, Handy) zu Hause. Von der Krankenkassenkarte reden wir gar nicht erst. Weil ich es ja nicht daran erinnert hatte, die Sachen mitzunehmen. Entschuldigung? Sage ich jeden morgen jedem Kind: "Nimm Geld, Schlüsselbund und Handy mit"? Nein, das machen die Kinder schon aus Eigeninteresse.
Also nun die Herkules-Aufgabe: Eigeninteresse an der Hausarbeit wecken. Nunja.
Eventuell geht es mir auch eher zweitens darum, meinen großen und allumfassenden Hass auf die meisten Hausarbeiten (bis auf Kochen, und auch das nur, wenn ich ausreichend Zeit habe und das nicht noch abends nach einem langen Arbeitstag einschieben muss) gerecht unter meinem Nachwuchs aufzuteilen. Bisher scheint dieser Ansatz am besten zu funktionieren.
In einer dritten, besseren Version meiner selbst bin ich natürlich außerdem hinterher, dass die Kinder später ohne allzu große Übergangsschmerzen allein leben können, ohne von Dingen wie "was, unter dem Bett entstehen Wollmäuse, wenn man da nicht 1x im Jahr (äh, Monat, ich wollte Monat schreiben) staubsaugt" überrascht zu werden.
Den weniger schönen Artikel zu Haushaltsaufgaben von Kindern (über Little Years) findet Ihr übrigens hier und ich hasse ihn. Denn da wird über Haushaltsaufgaben geschrieben, als sei das ein Selbstläufer. Als müsse man als Eltern nur mal beschließen, dass jetzt folgende Dinge erledigt werden müssen, und dann läuft das halt so. Wo ist der Hinweis auf das konstante Jammern? Auf die täglichen Ausweichmanöver? Auf das "Aber Geschwister X musste in meinem Alter noch gar nicht"?
Dass Mädchen im Durchschnitt weniger Taschengeld als Jungen kriegen, hatte ich schon gelesen. Dass sie auch mehr Hausarbeit leisten müssen (und wir reden jetzt von den USA, nicht von Ländern Kinder auf dem Feld mitarbeiten müssen oder so), hatte ich so genau noch nicht gefunden, wundern tut es mich natürlich nicht.
Bei uns ist das natürlich auch gerade (und immer wieder) Thema. Also nicht die Unterschiede im Taschengeld (da sind wir halbwegs gerecht) oder die Unterschiede in der Menge der zu erledigenden Aufgaben (da achten wir drauf, und müssen tatsächlich oft nachjustieren, weil es sich tatsächlich oft einschleicht, dass das weniger lautstark meckernde Kind das Mädchen ist und man dazu neigt, ihm schneller mal eine Aufgabe "zwischendurch" zu verpassen).
Hausarbeit für Kinder:
Erstens will ich, dass meine Kinder sich irgendwann als vollwertige Mitglieder dieses Haushalts fühlen - und sich das auch in der Arbeit niederschlägt, die sie übernehmen. Neulich merkte ich wieder, dass das in vielerlei Hinsicht schwierig wird. Nicht nur, weil sie dazu keine Lust haben. Irgendwie neigt man als Kind auch dazu, sämtliche Verantwortung aus der Hand zu geben, sobald ein Elternteil anwesend ist. Vor wenigen Tagen wollten wir zum Arzt und das Kind, das gar kein so kleines Kind mehr ist, ließ plötzlich alle normalerweise notwendigen Gegenstände, um das Haus zu verlassen (Schlüssel, Handy) zu Hause. Von der Krankenkassenkarte reden wir gar nicht erst. Weil ich es ja nicht daran erinnert hatte, die Sachen mitzunehmen. Entschuldigung? Sage ich jeden morgen jedem Kind: "Nimm Geld, Schlüsselbund und Handy mit"? Nein, das machen die Kinder schon aus Eigeninteresse.
Also nun die Herkules-Aufgabe: Eigeninteresse an der Hausarbeit wecken. Nunja.
Eventuell geht es mir auch eher zweitens darum, meinen großen und allumfassenden Hass auf die meisten Hausarbeiten (bis auf Kochen, und auch das nur, wenn ich ausreichend Zeit habe und das nicht noch abends nach einem langen Arbeitstag einschieben muss) gerecht unter meinem Nachwuchs aufzuteilen. Bisher scheint dieser Ansatz am besten zu funktionieren.
In einer dritten, besseren Version meiner selbst bin ich natürlich außerdem hinterher, dass die Kinder später ohne allzu große Übergangsschmerzen allein leben können, ohne von Dingen wie "was, unter dem Bett entstehen Wollmäuse, wenn man da nicht 1x im Jahr (äh, Monat, ich wollte Monat schreiben) staubsaugt" überrascht zu werden.
Den weniger schönen Artikel zu Haushaltsaufgaben von Kindern (über Little Years) findet Ihr übrigens hier und ich hasse ihn. Denn da wird über Haushaltsaufgaben geschrieben, als sei das ein Selbstläufer. Als müsse man als Eltern nur mal beschließen, dass jetzt folgende Dinge erledigt werden müssen, und dann läuft das halt so. Wo ist der Hinweis auf das konstante Jammern? Auf die täglichen Ausweichmanöver? Auf das "Aber Geschwister X musste in meinem Alter noch gar nicht"?
Donnerstag, 26. April 2018
Es war ein goldener Sonntag
Das inoffizielle Oberthema dieses Blogs lautet seit einiger Zeit: Ehrliches Elternblog. Weil ich diese ganzen super-gelungenen Kindergeburtstage, nicht mehr sehen konnte, zumindest im Vergleich zu unseren eigenen. Oder die ganzen anderen tollen Veranstaltungen, vollgefüllten und erfüllten Tage, die so wenig mit meinem Elternalltag zu tun haben.
Aber heute tue ich es doch (also, wer das nicht ab kann, bitte schnell woanders hinklicken).
Letzter Sonntag war ein Geschenk. Ein Tag, der mich über die Woche trägt (und wahrscheinlich noch weiter), wenn alles gar nicht so läuft.
Als allererstes der Trost an alle Kleinkindeltern mit chronischem Schlafmangel: Es wird besser! Es wird sogar so gut, dass man vielleicht am Sonntag gegen halb zehn oder zehn geweckt wird. Der Frühstückstisch ist gedeckt. Die Brötchen sind aufgebacken. Ja, das dauert ein bisschen, ist mir bewusst. Meine Kinder sind derzeit 14, 12 und sieben, und von der Siebenjährigen könnte ich das nicht erwarten. Außer, dass sie mich länger schlafen lässt, als die Durchschnittssiebenjährige, aber das ist ein reiner Glücksgriff, ich bin mir dessen bewusst.
Also dieses traumhafte Frühstück, zu dem wir Erwachsenen nur noch Kaffee beisteuern musste, selbst den Tee hatten die Kinder sich selber gemacht. Ich weiß nicht mehr, wer den Tisch abräumte, in meiner verklärten Erinnerung war ich es nicht, aber da mag ich mich täuschen (wollen).
Wie es sich für den Traumsonntag gehört, war das Wetter, sogar entgegen dem Wetterbericht, wunderbar. Wir warteten eigentlich auf Regen gegen Abend, aber nichts da! Ich bin mir nicht sicher, wie ich den Tag verbrachte, im Traum halt. Vermutlich habe ich gekocht, superlecker natürlich und allen hat's geschmeckt. Ach nee, ich glaub, es gab was Aufgewärmtes von Samstag. Noch viel besser, nicht kochen! Außerdem haben wir ein bisschen im Garten herumgepuzzelt, leichtere Arbeiten, ist ja Sonntag, kann man eh keinen Lärm mit schwerem Gerät machen. Nach Tagen des Wartens und Bangens, ob ich es dieses Jahr schaffen werde, haben wir nämlich diverse Gemüsepflanzen auf dem Fensterbrett und ich habe es geschafft, diese in neuen Töpfen zu vereinzeln ("pikieren" in der Fachsprache, glaube ich). Und es war alles nötige dafür vorhanden, weil mein Mann es in der Woche geschafft hatte, beim Recyclinghof vorbeizufahren und einige Säcke Kompost mitzubringen. Auch das wahres Glück, nicht am Sonntag feststellen zu müssen, was einem alles fehlt, um spontan die Pflanzen zu pikieren, ein Lieblingsessen zu kochen etc.
Angenehm körperlich .. erschöpft wäre zu viel gesagt ... angenehm gefordert also, nach dem Mittagessen gab es ein Mittagsschläfchen für mich.
Die unpädagogische Medienzeit für die Kinder, damit wir Erwachsenen unsere Ruhe haben, gibt es hier sonntags schon so lange, dass ich mich darüber gar nicht mehr aufrege. Das ist so und das muss so.
Danach bereiten wir alles fürs Grillen im Garten vor! Und ja, auch da, nach dem üblichen Genöle der Kinder, das ich aber gut ignorieren konnte, da sie draußen nölten und ich drinnen Salat und Kuchen vorbereitete, kam ich raus und auch der Gartentisch war gedeckt, Bänke standen an ihrem Platz, Kissen lagen aus und sogar eine Tischdecke*.
*eine ausrangierte Gardine
Der neue Grill war wunderbar (gebraucht erworbenes Wunderwerk mit Deckel), Fleisch, Würstchen und Kartoffeln gelangen und schmeckten. Alle halfen mit beim wieder ins Haus bringen. Alle waren friedlich und unterhielten sich miteinander. Alle gingen dem sonntäglichen Badetag nach, vielleicht etwas später als sonst, aber ich glaube, alle waren ein wenig glücklicher als sonst.
Aber heute tue ich es doch (also, wer das nicht ab kann, bitte schnell woanders hinklicken).
Letzter Sonntag war ein Geschenk. Ein Tag, der mich über die Woche trägt (und wahrscheinlich noch weiter), wenn alles gar nicht so läuft.
Als allererstes der Trost an alle Kleinkindeltern mit chronischem Schlafmangel: Es wird besser! Es wird sogar so gut, dass man vielleicht am Sonntag gegen halb zehn oder zehn geweckt wird. Der Frühstückstisch ist gedeckt. Die Brötchen sind aufgebacken. Ja, das dauert ein bisschen, ist mir bewusst. Meine Kinder sind derzeit 14, 12 und sieben, und von der Siebenjährigen könnte ich das nicht erwarten. Außer, dass sie mich länger schlafen lässt, als die Durchschnittssiebenjährige, aber das ist ein reiner Glücksgriff, ich bin mir dessen bewusst.
Also dieses traumhafte Frühstück, zu dem wir Erwachsenen nur noch Kaffee beisteuern musste, selbst den Tee hatten die Kinder sich selber gemacht. Ich weiß nicht mehr, wer den Tisch abräumte, in meiner verklärten Erinnerung war ich es nicht, aber da mag ich mich täuschen (wollen).
Wie es sich für den Traumsonntag gehört, war das Wetter, sogar entgegen dem Wetterbericht, wunderbar. Wir warteten eigentlich auf Regen gegen Abend, aber nichts da! Ich bin mir nicht sicher, wie ich den Tag verbrachte, im Traum halt. Vermutlich habe ich gekocht, superlecker natürlich und allen hat's geschmeckt. Ach nee, ich glaub, es gab was Aufgewärmtes von Samstag. Noch viel besser, nicht kochen! Außerdem haben wir ein bisschen im Garten herumgepuzzelt, leichtere Arbeiten, ist ja Sonntag, kann man eh keinen Lärm mit schwerem Gerät machen. Nach Tagen des Wartens und Bangens, ob ich es dieses Jahr schaffen werde, haben wir nämlich diverse Gemüsepflanzen auf dem Fensterbrett und ich habe es geschafft, diese in neuen Töpfen zu vereinzeln ("pikieren" in der Fachsprache, glaube ich). Und es war alles nötige dafür vorhanden, weil mein Mann es in der Woche geschafft hatte, beim Recyclinghof vorbeizufahren und einige Säcke Kompost mitzubringen. Auch das wahres Glück, nicht am Sonntag feststellen zu müssen, was einem alles fehlt, um spontan die Pflanzen zu pikieren, ein Lieblingsessen zu kochen etc.
Angenehm körperlich .. erschöpft wäre zu viel gesagt ... angenehm gefordert also, nach dem Mittagessen gab es ein Mittagsschläfchen für mich.
Die unpädagogische Medienzeit für die Kinder, damit wir Erwachsenen unsere Ruhe haben, gibt es hier sonntags schon so lange, dass ich mich darüber gar nicht mehr aufrege. Das ist so und das muss so.
Danach bereiten wir alles fürs Grillen im Garten vor! Und ja, auch da, nach dem üblichen Genöle der Kinder, das ich aber gut ignorieren konnte, da sie draußen nölten und ich drinnen Salat und Kuchen vorbereitete, kam ich raus und auch der Gartentisch war gedeckt, Bänke standen an ihrem Platz, Kissen lagen aus und sogar eine Tischdecke*.
*eine ausrangierte Gardine
Der neue Grill war wunderbar (gebraucht erworbenes Wunderwerk mit Deckel), Fleisch, Würstchen und Kartoffeln gelangen und schmeckten. Alle halfen mit beim wieder ins Haus bringen. Alle waren friedlich und unterhielten sich miteinander. Alle gingen dem sonntäglichen Badetag nach, vielleicht etwas später als sonst, aber ich glaube, alle waren ein wenig glücklicher als sonst.
Samstag, 30. Januar 2016
Die rote Zora
Weil es mit Ronja Räubertochter so gut geklappt hat, probieren wir es mit dem Vorlesen abends mit der Roten Zora von Kurt Held. Puh, das ist aber eine andere Hausnummer. Auf den ersten 20 Seiten werde ich ganz müde von vielen langatmigen Beschreibungen und versuche immer mal wieder abzukürzen. Es dauert, bis irgendetwas passiert - und dann ist es Tod und Beerdigung der Mutter des Hauptdarstellers, die sehr, sehr lang dargestellt werden. Es scheint, das Ganze ist sowohl älter als auch für ältere Kinder geschrieben als Ronja Räubertochter - vielleicht für junge Jugendliche?
Das Kind findet das Buch erst mal "traurig, aber gut".
Aber dann, nach dem Bücherhallen-Besuch, bringen die Kinder den Film mit. Puh, den ertrag ich nur mit halbem Ohr, "holzschnittartig" ist das Wort, das mir dazu einfällt. Die dummen, häßlichen Bösen, die Slapstick-artigen Einlagen (ja, meine Kinder lachen über so was, natürlich). Ich bin wenig begeistert. Und abends soll ich dann nicht mehr weiterlesen, die Geschichte kennt man ja jetzt. Ich bin allerdings ein bisschen neugierig, wie sie denn im Buch weitergeht. Gibt es da wirklich einen Riesenkraken und eine Abstimmung, was man mit den Straßenkindern tun soll? Vielleicht lese ich noch allein ein wenig weiter - geht ja dann schneller, kann man auch mal ein bisschen drüberhuschen, das geht beim Vorlesen natürlich eher weniger.
Für mein zehnjähriges Kind ist das Buch noch nichts. Vielleicht später, wenn es schneller liest und immer noch Lust drauf hat, kann es noch einen Versuch machen. Aber das große Lesekind ist es bisher noch nicht, ich habe da nicht so viel Hoffnung. Ist ja auch nicht schlimm, man muss nicht jeden Kinderbuchklassiker gelesen haben.
Nur dass ich jetzt "Ostwind 2" vorlesen muss und dass mir da nach den ersten Seiten (irgendwo mitten drin) ebenfalls der Gedanke "holzschnittartig" kam - und dass bei einem Buch - das ist ein bisschen weniger schön.
Das Kind findet das Buch erst mal "traurig, aber gut".
Aber dann, nach dem Bücherhallen-Besuch, bringen die Kinder den Film mit. Puh, den ertrag ich nur mit halbem Ohr, "holzschnittartig" ist das Wort, das mir dazu einfällt. Die dummen, häßlichen Bösen, die Slapstick-artigen Einlagen (ja, meine Kinder lachen über so was, natürlich). Ich bin wenig begeistert. Und abends soll ich dann nicht mehr weiterlesen, die Geschichte kennt man ja jetzt. Ich bin allerdings ein bisschen neugierig, wie sie denn im Buch weitergeht. Gibt es da wirklich einen Riesenkraken und eine Abstimmung, was man mit den Straßenkindern tun soll? Vielleicht lese ich noch allein ein wenig weiter - geht ja dann schneller, kann man auch mal ein bisschen drüberhuschen, das geht beim Vorlesen natürlich eher weniger.
Für mein zehnjähriges Kind ist das Buch noch nichts. Vielleicht später, wenn es schneller liest und immer noch Lust drauf hat, kann es noch einen Versuch machen. Aber das große Lesekind ist es bisher noch nicht, ich habe da nicht so viel Hoffnung. Ist ja auch nicht schlimm, man muss nicht jeden Kinderbuchklassiker gelesen haben.
Nur dass ich jetzt "Ostwind 2" vorlesen muss und dass mir da nach den ersten Seiten (irgendwo mitten drin) ebenfalls der Gedanke "holzschnittartig" kam - und dass bei einem Buch - das ist ein bisschen weniger schön.
Freitag, 29. Januar 2016
Hin und wieder wird man belohnt
Da ist dem einen Kind an seinem Ferientag (ein Tag frei für das Halbjahreszeugnis) so langweilig, dass es - ohne dazu aufgefordert zu werden - Wäsche zusammenlegt, Küche aufräumt, fegt, Waffelteig vorbereitet. Bevor dann nachmittags die Freunde kommen. Ein Segen, sonst hätte ich es vielleicht noch mit der richtigen Technik fürs Fensterputzen vertraut machen müssen - wo ich das doch selber nur in Grundzügen beherrsche!
Ja, hin und wieder, natürlich immer viel zu selten. Und fragen Sie nicht nach Erziehungstipps. Ich halte mich auch hier an mein Müttermantra: "Ich hatte ganz viel Glück".
Ja, hin und wieder, natürlich immer viel zu selten. Und fragen Sie nicht nach Erziehungstipps. Ich halte mich auch hier an mein Müttermantra: "Ich hatte ganz viel Glück".
Montag, 18. Januar 2016
Diese Ausgeh-Sache
Dieses Ausgehen. Hier wäre ich gestern abend hingegangen, so theoretisch. Mit meinem Mann, immer noch theoretisch. Worum es da geht? Nach der Beschreibung hab ich keine Ahnung, aber man hätte sich ja mal überraschen lassen können, so kulturell.
Erst wollten wir einfallslos ins Kino aber es lief schlicht überhaupt nichts, was wir gucken wollten. Und das in der Großstadt! Dann eben Theater, aber da ist dann vieles so kurzfristig tatsächlich ausverkauft!
Aber egal, denn: Da ich nachmittags mit den Kindern und einem Kinderbesuch in der Eishalle war (ich und 24.348 andere mit dem gleichen genialen Einfall), saß ich abends nur noch in der Sofa-Ecke, in die Decke gemummelt und murmelte ab und an: "Die Füüüße". Oder dieser Muskel da, der das Bein an seinem Platz hält. Wenig genutzt, offensichtlich, da er jetzt plärrt nach knapp einer Stunde Beanspruchung. Vorher dachte ich noch: "Das ist aber eine kurze Hallenöffnungszeit, 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr, da muss man ja voll hetzen." Hinterher war ich froh, dass ich nicht nach einer Entschuldigung suchen musste, um schon gehen zu können. Ein "Kinder, die machen gleich zu, lasst uns schon mal los", reichte völlig aus. Immerhin, die Kinder waren auch ziemlich kaputt.
Erst wollten wir einfallslos ins Kino aber es lief schlicht überhaupt nichts, was wir gucken wollten. Und das in der Großstadt! Dann eben Theater, aber da ist dann vieles so kurzfristig tatsächlich ausverkauft!
Aber egal, denn: Da ich nachmittags mit den Kindern und einem Kinderbesuch in der Eishalle war (ich und 24.348 andere mit dem gleichen genialen Einfall), saß ich abends nur noch in der Sofa-Ecke, in die Decke gemummelt und murmelte ab und an: "Die Füüüße". Oder dieser Muskel da, der das Bein an seinem Platz hält. Wenig genutzt, offensichtlich, da er jetzt plärrt nach knapp einer Stunde Beanspruchung. Vorher dachte ich noch: "Das ist aber eine kurze Hallenöffnungszeit, 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr, da muss man ja voll hetzen." Hinterher war ich froh, dass ich nicht nach einer Entschuldigung suchen musste, um schon gehen zu können. Ein "Kinder, die machen gleich zu, lasst uns schon mal los", reichte völlig aus. Immerhin, die Kinder waren auch ziemlich kaputt.
Montag, 11. Januar 2016
Aufstehen im Allgemeinen
Das Aufstehprogramm für die gesamte Familie ist hier eigentlich selten stressfrei.
1. klingelt der Wecker (meiner) natürlich immer zu früh. 6.10 Uhr, da bin ich einfach nicht wach. Vor Mitternacht ins Bett gehen wäre natürlich eine Maßnahme, aber dann ist meine kinderfreie Zeit am Abend doch so kurz (jammer, jammer), klappt eigentlich so gut wie nie. Versacke immer vor diesem Internet. Wenn das nicht, dann vorm Fernsehprogramm. Von Vorbildfunktion für die Kinder wollen wir mal gar nicht reden. Ich versteh jede Art von Bildschirmsucht, versuche aber trotzdem, das bei den Kleinen im Rahmen zu halten.
2. gibt es kleine Langschläfer unter den zu Weckenden. Also genau einen. Die anderen Kinder brauchen kurzes Antippen oder maximal zwei bis drei Klopfer ans Bettgestellt und schon stehen sie wie kleine Automaten auf, tappsen in Bad und dann Küche, schaufeln sich das Frühstück rein und machen sich dann fertig zum Rausgehen. Das Langschläferkind benötig 5 bis 15 Minuten 1:1-Betreuung mit langsamem Wecken - und dann ist noch nicht garantiert, dass die Laune gut ist oder es lückenlos weitergeht mit Waschen, Essen, Zähneputzen
3. wenn es dann noch gegen Ende im Bad und beim Jacke und Schuhe Anziehen knapp mit der Zeit wird, dann ist mein Stresspegel kurz vor Anschlag. Wenn dann alle glücklich auf dem Weg zu ihrer Tagesbeschäftigung sind, ich mich von den Kindern (oder dem Kind, je nachdem, wie knapp es war, manchmal gehen einzelne schon vor, weil sie keine Lust auf Hektik und Zuspätkommen haben. Richtig, das sind tendenziell die Automaten-Aufsteh-Kinder.) an der Ecke trenne und mich alleine auf dem Weg zur S-Bahn mache - dann atme ich einmal tief durch und denke an meine kinderlosen Kollegen, die gar nicht nachvollziehen können, wie viel Programm man vor Arbeitsbeginn schon durchgezogen haben kann. Klar, bisschen Stolz ist auch dabei, an irgendwas muss man sich ja aufrichten.
Früher - also vor bestimmt fünf Monaten oder einem ähnlich langem Zeitraum, war es allerdings noch schlimmer. Da musste am Morgen regelmäßig rumgeschrien werden (leider von mir) und beinah ausgetickt werden (leider unter anderem auch von mir)
Ausnahmsweise half tatsächlich mal ein Erziehungstipp aus dem Internet. Oder ganz viele Tipps, aus einem Blog mit sehr langem und sehr süßlichen Namen, aber mit vielen guten Ideen:
Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten. Dass mans dem Kind beim Anziehen angenehm kuschlig machen kann, weil Kälte doof ist, vor allem im Winter. Dass es kein Gesetz gibt, dass die Reihenfolge "Waschen, Anziehen, Frühstücken" festlegt, sondern man da durchaus mal flexibel rangehen kann.
Und natürlich der Dauerbrenner-Tipp: Ab und an Zurücktreten und sich fragen, wer hier eigentlich der Erwachsene ist. Und ob man sich wirklich von einem noch nicht mal schulpflichtigen Kind an seine Grenzen bringen lassen will. Außerdem hilfreich: Hin und wieder kleine Pausen. Einfach mal aus dem Zimmer gehen ("Ich mach jetzt erst das und das, dann komm ich zurück und wir machen weiter"). Ehrlich, bei uns hat sich dann mancher Bock einfach in Luft aufgelöst!
1. klingelt der Wecker (meiner) natürlich immer zu früh. 6.10 Uhr, da bin ich einfach nicht wach. Vor Mitternacht ins Bett gehen wäre natürlich eine Maßnahme, aber dann ist meine kinderfreie Zeit am Abend doch so kurz (jammer, jammer), klappt eigentlich so gut wie nie. Versacke immer vor diesem Internet. Wenn das nicht, dann vorm Fernsehprogramm. Von Vorbildfunktion für die Kinder wollen wir mal gar nicht reden. Ich versteh jede Art von Bildschirmsucht, versuche aber trotzdem, das bei den Kleinen im Rahmen zu halten.
2. gibt es kleine Langschläfer unter den zu Weckenden. Also genau einen. Die anderen Kinder brauchen kurzes Antippen oder maximal zwei bis drei Klopfer ans Bettgestellt und schon stehen sie wie kleine Automaten auf, tappsen in Bad und dann Küche, schaufeln sich das Frühstück rein und machen sich dann fertig zum Rausgehen. Das Langschläferkind benötig 5 bis 15 Minuten 1:1-Betreuung mit langsamem Wecken - und dann ist noch nicht garantiert, dass die Laune gut ist oder es lückenlos weitergeht mit Waschen, Essen, Zähneputzen
3. wenn es dann noch gegen Ende im Bad und beim Jacke und Schuhe Anziehen knapp mit der Zeit wird, dann ist mein Stresspegel kurz vor Anschlag. Wenn dann alle glücklich auf dem Weg zu ihrer Tagesbeschäftigung sind, ich mich von den Kindern (oder dem Kind, je nachdem, wie knapp es war, manchmal gehen einzelne schon vor, weil sie keine Lust auf Hektik und Zuspätkommen haben. Richtig, das sind tendenziell die Automaten-Aufsteh-Kinder.) an der Ecke trenne und mich alleine auf dem Weg zur S-Bahn mache - dann atme ich einmal tief durch und denke an meine kinderlosen Kollegen, die gar nicht nachvollziehen können, wie viel Programm man vor Arbeitsbeginn schon durchgezogen haben kann. Klar, bisschen Stolz ist auch dabei, an irgendwas muss man sich ja aufrichten.
Früher - also vor bestimmt fünf Monaten oder einem ähnlich langem Zeitraum, war es allerdings noch schlimmer. Da musste am Morgen regelmäßig rumgeschrien werden (leider von mir) und beinah ausgetickt werden (leider unter anderem auch von mir)
Ausnahmsweise half tatsächlich mal ein Erziehungstipp aus dem Internet. Oder ganz viele Tipps, aus einem Blog mit sehr langem und sehr süßlichen Namen, aber mit vielen guten Ideen:
Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten. Dass mans dem Kind beim Anziehen angenehm kuschlig machen kann, weil Kälte doof ist, vor allem im Winter. Dass es kein Gesetz gibt, dass die Reihenfolge "Waschen, Anziehen, Frühstücken" festlegt, sondern man da durchaus mal flexibel rangehen kann.
Und natürlich der Dauerbrenner-Tipp: Ab und an Zurücktreten und sich fragen, wer hier eigentlich der Erwachsene ist. Und ob man sich wirklich von einem noch nicht mal schulpflichtigen Kind an seine Grenzen bringen lassen will. Außerdem hilfreich: Hin und wieder kleine Pausen. Einfach mal aus dem Zimmer gehen ("Ich mach jetzt erst das und das, dann komm ich zurück und wir machen weiter"). Ehrlich, bei uns hat sich dann mancher Bock einfach in Luft aufgelöst!
Samstag, 31. Oktober 2015
Medienerziehung - gelungen?
Nach einer ersten Woche komplett "Das perfekte Dinner" auf Vox treten die Kinder offensichtlich in die Ära der Kochshows ein. "Das große Backen" will geschaut werden (mmh, das sieht aber auch lecker aus), auch diverse Restaurant-Verbesserungs-Sendungen kommen gut an.
Und der Clou: Der Plan des Kindes: "An Mamas Geburtstag kochen wir für sie auch ein perfektes Dinner." Ja, ja, ja!
Und der Clou: Der Plan des Kindes: "An Mamas Geburtstag kochen wir für sie auch ein perfektes Dinner." Ja, ja, ja!
Sonntag, 28. Juni 2015
Strafe
Das Kind ist echt sauer auf mich. Und denkt sich die passende Strafe aus. "Jetzt musst Du wirklich alles für mich machen. Meine Jacke aufhängen, mein Zimmer aufräumen, das Geschirr wegräumen."
Und ich tagträume kurz, auf dieses Angebot einzugehen. Denn die meisten dieser Dinge mache ich sowieso. Und könnte mir dann wenigstens die damit einhergehenden Diskussionen ersparen, in denen ich Mithilfe einfordere. Fast hätte ich noch einen Wahnsinnsdeal abgeschlossen, als ich versucht habe, das Ganze auf einen Tag zu begrenzen - also den Tag, an dem ich alles machen muss.
Und ich tagträume kurz, auf dieses Angebot einzugehen. Denn die meisten dieser Dinge mache ich sowieso. Und könnte mir dann wenigstens die damit einhergehenden Diskussionen ersparen, in denen ich Mithilfe einfordere. Fast hätte ich noch einen Wahnsinnsdeal abgeschlossen, als ich versucht habe, das Ganze auf einen Tag zu begrenzen - also den Tag, an dem ich alles machen muss.
Dienstag, 13. Januar 2015
Kinder, Internet - Aufklärung und so
Ja, ja, ich weiß, Herlocken unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. DIE Aufklärung geht auch langsam los bzw. wird intensiviert fortgesetzt - dieses Jahr zu Weihnachten gab es einen Rundumschlag kindergerechte Aufklärungsliteratur.
Aber die Aufklärung, worauf man im Internet so achten sollte, die geht grad auch verstärkt los. Also welche Dinge man bewusst oder unbewusst von sich preisgibt - und bei welchen man das lieber lassen sollte.
Erstes Beispiel: Spielernamen wählen. Kinder sind zum Teil schwer quizduell-abhängig. Ja, auch schon die Kleine, die gar nicht lesen kann, die versaut dann gern mal der Mama den Spieleschnitt (weil sie natürlich noch keinen eigenen Account hat). Ja, Quizduell. Falls Sie's nicht kennen: Man spielt gegen bekannte oder unbekannte Menschen im Internet Günter-Jauch-mäßig jeweils drei Fragen je Wissensgebiet. Mal fängt der eine an mit Antworten und mal der andere. Und am Ende sieht man, wer mehr richtig hatte.
Aber ich schweife ab. Spielername wählen. Macht der Große durchaus schon hin und wieder. Und dann als erstes der Hinweis, dass man aus dem Namen am besten weder den echten Namen, noch das Geschlecht, noch das Alter oder den Wohnort ablesen können sollte. Also besser nicht "RudolfHH2002" (dies ist ein Beispiel, ist hoffentlich klar). Und warum nicht, das sind dann die interessanteren Gespräche. Oder schauen, welche Spiele denn dann unverhofft mit einer Chat-Möglicheit verknüpft sind (unerwarteterweise nämlich: genau: Quizduell) und was da alles schiefgehen kann.
Wir sind also gerade mitten drin im Großwerden im digitalen Zeitalter.
Aber die Aufklärung, worauf man im Internet so achten sollte, die geht grad auch verstärkt los. Also welche Dinge man bewusst oder unbewusst von sich preisgibt - und bei welchen man das lieber lassen sollte.
Erstes Beispiel: Spielernamen wählen. Kinder sind zum Teil schwer quizduell-abhängig. Ja, auch schon die Kleine, die gar nicht lesen kann, die versaut dann gern mal der Mama den Spieleschnitt (weil sie natürlich noch keinen eigenen Account hat). Ja, Quizduell. Falls Sie's nicht kennen: Man spielt gegen bekannte oder unbekannte Menschen im Internet Günter-Jauch-mäßig jeweils drei Fragen je Wissensgebiet. Mal fängt der eine an mit Antworten und mal der andere. Und am Ende sieht man, wer mehr richtig hatte.
Aber ich schweife ab. Spielername wählen. Macht der Große durchaus schon hin und wieder. Und dann als erstes der Hinweis, dass man aus dem Namen am besten weder den echten Namen, noch das Geschlecht, noch das Alter oder den Wohnort ablesen können sollte. Also besser nicht "RudolfHH2002" (dies ist ein Beispiel, ist hoffentlich klar). Und warum nicht, das sind dann die interessanteren Gespräche. Oder schauen, welche Spiele denn dann unverhofft mit einer Chat-Möglicheit verknüpft sind (unerwarteterweise nämlich: genau: Quizduell) und was da alles schiefgehen kann.
Wir sind also gerade mitten drin im Großwerden im digitalen Zeitalter.
Freitag, 17. Oktober 2014
Die Geschichte mit den logischen oder natürlichen Konsequenzen
Es klingt so schön logisch: Wenn das Kind etwas macht, was es nicht soll, dann überlegt man sich die "natürliche" Konsequenz" dieses Verhaltens und lässt das Kind sie spüren. Will es sich nicht die warme Jacke anziehen: Im dünnen Pulli raus und frieren. Natürlich nimmt der gute Elternteil die warme Jacke mit und verkneift sich evt. ein anklagendes "Siehst Du".
Dann wird noch unterschieden zur logischen Konsequenz in den Fällen, in denen es von den Eltern unverantwortlich wäre, auf die natürliche Konsequenz zu warten.
Beispiel Zähneputzen: Man sollte als Eltern eher nicht auf die Löcher in den Zähnen warten, wenn das Kind die Zähne nicht putzen will. Wie man das dann umsetzt, ob mit Süßigkeitenverbot oder ähnlichem, wird dann schon weniger ausführlich beschrieben.
Oder bei Kindern, die das mit den Regeln noch nicht so drauf haben, also alle unter drei. Man hört selten von den Zahnputzdramen, die sich, da bin ich sicher, in so gut wie jeder Familie zu bestimmten Zeiten abgespielt haben. Denn was kann man tun? Das Kind macht partout den Mund nicht auf, damit die Eltern putzen. Putzt auch nicht kurz alibi-mäßig selber, was man ja hin und wieder durchgehen lassen könnte. Und da es sowieso gleich ins Bett geht, bleibt höchstens noch "dann gibt es keine Geschichte" als zeitlich halbwegs erinnerbare Konsequenz und mal ehrlich, wenn das Kind sich so richtig in seine Abwehr reingesteigert hat, ist das nicht unbedingt ein Punkt, wo es nachgibt.
Nein, eine Lösung hab ich nicht. Nur die Ermutigung, dass es sich alles wieder gibt. Im Moment sind Zahnputzdramen nur eine ferne Erinnerung, auch wenn die sich über Tage und vielleicht sogar Wochen (wer weiß das im Nachhinein schon noch so genau) hingezogen haben. Am Morgen schon planen, dass man es abends gemeinsam besser machen will, ohne Streit, hilft manchmal - aber auch dafür muss das Kind ein bestimmtes Alter haben, ich weiß. Oder wenn die Zahnärztin in den Kindergarten kommt oder die Erzieherin das noch mal bestätigt, wie wichtig es ist. Aber in dem Moment? NICHTS. Fatalistisches Ende und ab.
Dann wird noch unterschieden zur logischen Konsequenz in den Fällen, in denen es von den Eltern unverantwortlich wäre, auf die natürliche Konsequenz zu warten.
Beispiel Zähneputzen: Man sollte als Eltern eher nicht auf die Löcher in den Zähnen warten, wenn das Kind die Zähne nicht putzen will. Wie man das dann umsetzt, ob mit Süßigkeitenverbot oder ähnlichem, wird dann schon weniger ausführlich beschrieben.
Oder bei Kindern, die das mit den Regeln noch nicht so drauf haben, also alle unter drei. Man hört selten von den Zahnputzdramen, die sich, da bin ich sicher, in so gut wie jeder Familie zu bestimmten Zeiten abgespielt haben. Denn was kann man tun? Das Kind macht partout den Mund nicht auf, damit die Eltern putzen. Putzt auch nicht kurz alibi-mäßig selber, was man ja hin und wieder durchgehen lassen könnte. Und da es sowieso gleich ins Bett geht, bleibt höchstens noch "dann gibt es keine Geschichte" als zeitlich halbwegs erinnerbare Konsequenz und mal ehrlich, wenn das Kind sich so richtig in seine Abwehr reingesteigert hat, ist das nicht unbedingt ein Punkt, wo es nachgibt.
Nein, eine Lösung hab ich nicht. Nur die Ermutigung, dass es sich alles wieder gibt. Im Moment sind Zahnputzdramen nur eine ferne Erinnerung, auch wenn die sich über Tage und vielleicht sogar Wochen (wer weiß das im Nachhinein schon noch so genau) hingezogen haben. Am Morgen schon planen, dass man es abends gemeinsam besser machen will, ohne Streit, hilft manchmal - aber auch dafür muss das Kind ein bestimmtes Alter haben, ich weiß. Oder wenn die Zahnärztin in den Kindergarten kommt oder die Erzieherin das noch mal bestätigt, wie wichtig es ist. Aber in dem Moment? NICHTS. Fatalistisches Ende und ab.
Samstag, 23. Februar 2013
Ein Blick in die Zukunft
Das Taschengeld. Die ewigen Diskussionen. Ich glaube, alle Eltern kennen das. Wie schnell man alle Freunde des Kindes mit genauer Taschengeldhöhe und Medienbesitz (Nintendo, iPhone, MP3-Player, ...) aus Gesprächen kennt - natürlich nur die, die in den Augen des Kindes besser dastehen.
Ich gebe zu, wir sind eher zurückhaltend mit Taschengeld und halten uns momentan noch an die 10-Cent je Lebenjahr pro Woche Regel. Und wie wir mit Anfragen nach Zugriff auf die Spardose für besondere Anschaffungen umgehen sollen, haben wir für uns selber noch nicht endgültig geklärt.
Aber Spaß gemacht hat mir die Vorstellung schon, die mir mein Sohn heute morgen beim Frühstück vorgerechnet hat: "Mama, dann muss ich ja 30 Jahre werden, damit Du mir 3 Euro Taschengeld in der Woche gibst!" Tja, das klingt wirklich ungerecht und wir haben erst mal diskutiert, ob es in so ferner Zukunft nicht eigentlich umgekehrt laufen müsste und der große Sohn dem alten Muttchen regelmäßig ein paar Euro zusteckt. Aber da mir auch Vergleichstabellen zeigen, dass wir am unteren Ende der Taschengeldskala stehen, habe ich mich tatsächlich zu einer Erhöhung hinreißen lassen. Diskussion gewinnt, sieht man mal.
Ich gebe zu, wir sind eher zurückhaltend mit Taschengeld und halten uns momentan noch an die 10-Cent je Lebenjahr pro Woche Regel. Und wie wir mit Anfragen nach Zugriff auf die Spardose für besondere Anschaffungen umgehen sollen, haben wir für uns selber noch nicht endgültig geklärt.
Aber Spaß gemacht hat mir die Vorstellung schon, die mir mein Sohn heute morgen beim Frühstück vorgerechnet hat: "Mama, dann muss ich ja 30 Jahre werden, damit Du mir 3 Euro Taschengeld in der Woche gibst!" Tja, das klingt wirklich ungerecht und wir haben erst mal diskutiert, ob es in so ferner Zukunft nicht eigentlich umgekehrt laufen müsste und der große Sohn dem alten Muttchen regelmäßig ein paar Euro zusteckt. Aber da mir auch Vergleichstabellen zeigen, dass wir am unteren Ende der Taschengeldskala stehen, habe ich mich tatsächlich zu einer Erhöhung hinreißen lassen. Diskussion gewinnt, sieht man mal.
Freitag, 21. September 2012
Wo ist der Fotoapparat?
Genau, wo ist das dumme Ding, wenn man es mal braucht? Nicht aufzufinden. Und so muss ich mich damit begnügen, mir ganz fest einzuprägen, wie die drei da um den Kindertisch sitzen, den sie ins Wohnzimmer geschleppt haben, ganz vertieft in ihr Spiel mit Knete. 8, 6, 2, so gut kann das gehen.
Dass mich das so beeindruckt zeigt natürlich, wie selten solche Momente sind. Eben deshalb wär ein Foto schön gewesen. So bleiben gerade nur die trocknenden Knete-Reste auf Sofa und Fußboden (überlege: Selbst in sentimentalen Anwandlungen sollten Kinder vielleicht lieber nur im Kinderzimmer spielen?).
Dass mich das so beeindruckt zeigt natürlich, wie selten solche Momente sind. Eben deshalb wär ein Foto schön gewesen. So bleiben gerade nur die trocknenden Knete-Reste auf Sofa und Fußboden (überlege: Selbst in sentimentalen Anwandlungen sollten Kinder vielleicht lieber nur im Kinderzimmer spielen?).
Donnerstag, 6. September 2012
Glück oder Unglück junger Eltern
So viele Studien dazu, dass Elternsein doch gar nicht so glücklich macht. Dass texanische Mütter angeben, sie machten zum Teil lieber Hausarbeit, als sich um die Kinder zu kümmern (schreibt die Nido, schreibt aber auch die Zeit)
Also Glück oder nicht, wie gut ist das in Fragebögen darstellbar? Meine Meinung: Man muss gar nicht so tief graben, bis nach dem "Tiefen Glück" (Nido), das sich über alles drüber legt - oder unter allem darunter.
Nein, ich finde, der Faktor Körperkontakt kommt dabei viel zu kurz. Menschen sind soziale Tiere, sie brauchen körperliche Nähe zu anderen Menschen. Wer den nicht (mehr) kriegt, versucht es z.B. mit Haustieren zu kompensieren - oder warum haben so viele ältere Menschen einen Hund? Macht auch total Sinn. Und nie wieder kuschelt und knuddelt man einfach mal so, wie mit Kindern vor der Pubertät. Das muss doch glücklich machen, auf einem bestimmten Level, das sich vielleicht in Glücks-Fragebögen schlecht darstellen lässt.
Also Glück oder nicht, wie gut ist das in Fragebögen darstellbar? Meine Meinung: Man muss gar nicht so tief graben, bis nach dem "Tiefen Glück" (Nido), das sich über alles drüber legt - oder unter allem darunter.
Nein, ich finde, der Faktor Körperkontakt kommt dabei viel zu kurz. Menschen sind soziale Tiere, sie brauchen körperliche Nähe zu anderen Menschen. Wer den nicht (mehr) kriegt, versucht es z.B. mit Haustieren zu kompensieren - oder warum haben so viele ältere Menschen einen Hund? Macht auch total Sinn. Und nie wieder kuschelt und knuddelt man einfach mal so, wie mit Kindern vor der Pubertät. Das muss doch glücklich machen, auf einem bestimmten Level, das sich vielleicht in Glücks-Fragebögen schlecht darstellen lässt.
Donnerstag, 12. Juli 2012
Ohne Kinder - oder ohne Kindsvater - alles nicht das Wahre - oder?
Habe es genossen. Eine Woche komplett kinderfrei. Vier Abende war ich unterwegs, einen hab ich rumgeschlumpft und einen zu Hause richtig viel gemacht. Ich stelle fest: Vermutlich wäre ich gar keine so schlechte Hausfrau. Bloß das Mutter UND Hausfrau bringt mich an meine Grenzen. Ach so, UND berufstätig sein, sollte ich vielleicht auch noch erwähnen.
Ja, es war schön. Wie letztes Jahr war die erste Rückkehr in die leere Wohnung etwas blöd. Aber danach gar nicht mehr, keine komischen Knackgeräusche in leeren Zimmern oder so. Fühl ich mich also schon ganz zu Hause hier. Und was hab ich die Abende genossen, an denen ich unterwegs war. So war das also früher. So könnte es wieder sein. Ich glaub, Oma-Sein könnte toll werden (klopf auf Holz, dass das klappt), Kinder für begrenzte Zeit und dann wieder die Annehmlichkeiten des Ohne-Kinder-Lebens.
Nächste Erkenntnis: Mein Mann kommt mit den drei Kindern wunderbar klar. Das finden alle toll ("Was, die Kleine hat er auch mitgenommen?"), ich eingeschlossen. War nur ein kleines bisschen neidisch auf das viele Lob, ich arbeite noch an meinem Karma. Ich selber hatte wieder einige Erfahrungen mit allein mit drei Kindern unterwegs (erster Großeinkauf nach dem Urlaub, sag ich nur), bei denen ich feststellen konnte, dass ich, wäre ich alleinerziehend, mir hoffentlich deutlich weniger als drei Kinder angeschafft hätte.
Samstag, 14. April 2012
Marschgepäck
Heute schmerzlich gemerkt, wo mir inzwischen überall Muskeln fehlen - das war doch früher mal anders, oder? Aber der Reihe nach:
Der Mann ist mit dem Kind früh aufgestanden, um pünktlich beim Wochenendtermin zu sein. Ich durfte mit den anderen beiden ausschlafen, in Ruhe frühstücken, dann noch die Bücher in die Bücherei zurückbringen und dann den beiden folgen. Das Auto durfte der Mann nehmen, quasi im Gegenzug zum früh aufstehen. Soweit, so gut.
ABER: Der Kinderwagen war leider im Auto geblieben. Normalerweise bin ich diejenige, die sowas nicht merkt und vergisst, deshalb hatte ich mich felsenfest darauf verlassen, dass mein an alles denkender Mann das Ding rausräumen und ins Treppenhaus stellen wird. Hat er aber nicht. Scheint, am Wochenende vor der üblichen Aufstehzeit funktioniert auch die absolute Zuverlässigkeit noch etwas stotternd.
Da stand ich also, die schwere Büchertasche, das schwere Kind, das andere Kind, die Handtasche. Himmel, wie soll ich das alles nur in den Bus und dann zur S-Bahn balancieren? Zum Glück den Baby Carrier gefunden. Funktioniert tatsächlich mit fast zweijährigem Kind. Baby findet das auch total toll. Nur ich. Ich schnaufe so vor mich hin, verfluche nicht-mehr-existierende Muskeln in den Oberschenkeln und denke darüber nach, mit wie viel Kilo im Rucksack die Bundis früher noch mal ihre Gewaltmärsche machen musste. Aber Himmel, die waren üblicherweise ... ja, gib es ruhig zu ... HALB SO ALT, wie ich jetzt bin! Mit 18 bin ich auch mal von meinem Dorf in die Stadt marschiert und das war eine willkommene sportliche Leistung, nichts, was mich völlig erschöpft hätte. Und im übrigen ist das übliche Marschgepäck gar nicht so schwer, wie mein kleines dickes Kind!
Nur zunehmen sollte ich nicht, das hab ich auf jeden Fall gemerkt. 12 (oder 15, wer weiß das schon so genau) Kilo mehr, das würde mich auf Dauer fertigmachen, damit würde ich keinen Bus mehr kriegen.
Der Mann ist mit dem Kind früh aufgestanden, um pünktlich beim Wochenendtermin zu sein. Ich durfte mit den anderen beiden ausschlafen, in Ruhe frühstücken, dann noch die Bücher in die Bücherei zurückbringen und dann den beiden folgen. Das Auto durfte der Mann nehmen, quasi im Gegenzug zum früh aufstehen. Soweit, so gut.
ABER: Der Kinderwagen war leider im Auto geblieben. Normalerweise bin ich diejenige, die sowas nicht merkt und vergisst, deshalb hatte ich mich felsenfest darauf verlassen, dass mein an alles denkender Mann das Ding rausräumen und ins Treppenhaus stellen wird. Hat er aber nicht. Scheint, am Wochenende vor der üblichen Aufstehzeit funktioniert auch die absolute Zuverlässigkeit noch etwas stotternd.
Da stand ich also, die schwere Büchertasche, das schwere Kind, das andere Kind, die Handtasche. Himmel, wie soll ich das alles nur in den Bus und dann zur S-Bahn balancieren? Zum Glück den Baby Carrier gefunden. Funktioniert tatsächlich mit fast zweijährigem Kind. Baby findet das auch total toll. Nur ich. Ich schnaufe so vor mich hin, verfluche nicht-mehr-existierende Muskeln in den Oberschenkeln und denke darüber nach, mit wie viel Kilo im Rucksack die Bundis früher noch mal ihre Gewaltmärsche machen musste. Aber Himmel, die waren üblicherweise ... ja, gib es ruhig zu ... HALB SO ALT, wie ich jetzt bin! Mit 18 bin ich auch mal von meinem Dorf in die Stadt marschiert und das war eine willkommene sportliche Leistung, nichts, was mich völlig erschöpft hätte. Und im übrigen ist das übliche Marschgepäck gar nicht so schwer, wie mein kleines dickes Kind!
Nur zunehmen sollte ich nicht, das hab ich auf jeden Fall gemerkt. 12 (oder 15, wer weiß das schon so genau) Kilo mehr, das würde mich auf Dauer fertigmachen, damit würde ich keinen Bus mehr kriegen.
Samstag, 10. Dezember 2011
Erkältungszeit!
Damit erzähle ich sicherlich niemandem etwas Neues. Dass es mich diesen Herbst/Winter schon zum zweiten Mal erwischte, überraschte mich aber schon ein wenig.
Nun lese ich aber, dass ich genau im Trend liege. Nido weiß es (Ausgabe 12/2011, 01/2012), S. 58. Ein Artikel, wie man sich vor Erkältungen halbwegs schützen kann. Nämlich durch Hygiene. Und die schöne Aussage: "Eigentlich bekommen Erwachsene nur etwa zwei Erkältungen pro Jahr - außer, sie haben kleine Kinder. Dann sind sie leicht doppelt so oft krank wie Kinderlose."
So. Weiß ich das also auch. Ist ja auch klar, eine neue Kita, ein Kind neu in der Schule - also drei potenzielle Virenschleudern plus Hort nachmittags, wo noch mal neue Klassenerreger aufeinander treffen. Da muss ja das ein oder andere zu Hause ankommen.
Nun lese ich aber, dass ich genau im Trend liege. Nido weiß es (Ausgabe 12/2011, 01/2012), S. 58. Ein Artikel, wie man sich vor Erkältungen halbwegs schützen kann. Nämlich durch Hygiene. Und die schöne Aussage: "Eigentlich bekommen Erwachsene nur etwa zwei Erkältungen pro Jahr - außer, sie haben kleine Kinder. Dann sind sie leicht doppelt so oft krank wie Kinderlose."
So. Weiß ich das also auch. Ist ja auch klar, eine neue Kita, ein Kind neu in der Schule - also drei potenzielle Virenschleudern plus Hort nachmittags, wo noch mal neue Klassenerreger aufeinander treffen. Da muss ja das ein oder andere zu Hause ankommen.
Sonntag, 4. September 2011
Zehntelgrade
So geringe Temperaturunterschiede machen einen großen Unterschied. 40 Grad: Schlimmes Fieber, aber noch ganz knapp im Rahmen. Und nur wenig drüber und schon lebensbedrohlich. Und wie viel Zehntelgrade im Zwischenbereich kann man eigentlich tolerieren, bevor man ins Krankenhaus fährt, weil Paracetamol in der kleinkindverträglichen Dosierung anscheinend überhaupt keine Wirkung hat?
Das liegt zum Glück schon wieder zwei Tage hinter uns. Und beim dritten Kind ist man vielleicht etwas gelassener - vor allem wenn man weiß, dass in der Familie anscheinend alle zum hohen Fiebern neigen.
Erschreckend: Das Kind ist einmal so, wie man sich das wohl als Laie (also Kinderloser) vorstellt: Ruhig, anhänglich, schläft viel. Der Zustand, den unsere Gesellschaft für ein Kind für tolerabel hält, ist also einer der schweren Krankheit.
Das liegt zum Glück schon wieder zwei Tage hinter uns. Und beim dritten Kind ist man vielleicht etwas gelassener - vor allem wenn man weiß, dass in der Familie anscheinend alle zum hohen Fiebern neigen.
Erschreckend: Das Kind ist einmal so, wie man sich das wohl als Laie (also Kinderloser) vorstellt: Ruhig, anhänglich, schläft viel. Der Zustand, den unsere Gesellschaft für ein Kind für tolerabel hält, ist also einer der schweren Krankheit.
Montag, 18. Juli 2011
Reden
Meine Kinder sind ja eher still. Das eine ganz doll, das andere taut etwas schneller auf. Klar kommt das nicht von allein, sondern liegt vermutlich auch am Vorbild der Eltern (gegen die Gene sind sie eh machtlos, falls wenig reden irgendwie vererbbar ist).
Also rede ich so viel wie möglich mit diesem Baby. Viel mehr, als mit den anderen, bilde ich mir ein. Aber trotzdem gibt es diese Zeiten der Stille, grad wenn wir zwei allein zu Hause sind. Sobald es mir auffällt, reiß ich mich wieder am Riemen. Dann sag ich eben laut "Oh, sind ja gar keine Schälchen mehr da". Hoffe, ich gewöhn mir das wieder ab, wenn das Kind außer Haus ist, sonst werd ich eine brabbelnde Alte. Bin gespannt, ob sich am Ende, wenn sie größer ist, das irgendwie zeigt.
Und warum ist mir das so wichtig? Nein, die Sprachentwicklung meiner Kinder lief bisher sehr gut, da hab ich keine Bedenken. Aber wir wissen doch alle, dass man es im Leben leichter hat, wenn man nicht so schüchtern ist. Da kann noch so sehr das Loblied auf zurückhaltenden Menschen gesungen werden (selten, aber ich hab schon mal ein Editorial in der "Eltern" zu dem Thema gelesen), wer nicht ordentlich auf sich aufmerksam macht, der steht im Chor halt in der letzten Reihe, an dem zieht Mensch auf Mensch in der Bäckerschlange vorbei etc. - und das sind nur die Kinderbeispiele, wie es später im Beruf vor sich geht, wissen wir ja, oder?
Also rede ich so viel wie möglich mit diesem Baby. Viel mehr, als mit den anderen, bilde ich mir ein. Aber trotzdem gibt es diese Zeiten der Stille, grad wenn wir zwei allein zu Hause sind. Sobald es mir auffällt, reiß ich mich wieder am Riemen. Dann sag ich eben laut "Oh, sind ja gar keine Schälchen mehr da". Hoffe, ich gewöhn mir das wieder ab, wenn das Kind außer Haus ist, sonst werd ich eine brabbelnde Alte. Bin gespannt, ob sich am Ende, wenn sie größer ist, das irgendwie zeigt.
Und warum ist mir das so wichtig? Nein, die Sprachentwicklung meiner Kinder lief bisher sehr gut, da hab ich keine Bedenken. Aber wir wissen doch alle, dass man es im Leben leichter hat, wenn man nicht so schüchtern ist. Da kann noch so sehr das Loblied auf zurückhaltenden Menschen gesungen werden (selten, aber ich hab schon mal ein Editorial in der "Eltern" zu dem Thema gelesen), wer nicht ordentlich auf sich aufmerksam macht, der steht im Chor halt in der letzten Reihe, an dem zieht Mensch auf Mensch in der Bäckerschlange vorbei etc. - und das sind nur die Kinderbeispiele, wie es später im Beruf vor sich geht, wissen wir ja, oder?
Samstag, 21. Mai 2011
Mit Kinder rausgehen - kein Problem
Selbst mit allen dreien ist eigentlich keine besonders große Herausforderung. Als das zweite klein war, war das anders, die Umstellung machte mir reichlich zu schaffen. Aber jetzt: Die beiden Großen sind schon ziemlich vernünftig und das Baby ist friedlich. Meine Kinder fahren relativ gerne Auto (natürlich nicht übermäßig lange, aber für Stadtfahrten reicht es allemal). Sie gehen gern einkaufen. Sie fahren gern Bus oder S-Bahn. Sie gehen gern in Cafés oder Restaurants. Alles spannend. Auch das Baby macht alles mit.
Vormittags zuhause: Schreikrämpfe, denn Baby wird müde, will oder kann aber nicht schlafen.
Vormittags auswärts unterwegs: Baby macht ebenfalls kein Auge zu, ist aber ganz Auge und Ohr, was es alles Neues zu sehen gibt (und für eine Einjährige ist ja jede Menge neu) und absolut zufrieden.
Die große Herausforderung ist: Ausgehen, ohne Geld auszugeben! Nicht mal eben was zu essen oder zu trinken holen. Nichts einkaufen, weil die Kinder im Geschäft immer so schön beschäftigt sind. Spaziergänge mit Spielplatzbesuch oder die Bücherhalle sind dann die gängigen Ziele. Zusätzliche Ideen werden gerne angenommen. Bekommt meinem Bankkonto besser, das bald einen Monat ohne Elterngeld auskommen muss.
Vormittags zuhause: Schreikrämpfe, denn Baby wird müde, will oder kann aber nicht schlafen.
Vormittags auswärts unterwegs: Baby macht ebenfalls kein Auge zu, ist aber ganz Auge und Ohr, was es alles Neues zu sehen gibt (und für eine Einjährige ist ja jede Menge neu) und absolut zufrieden.
Die große Herausforderung ist: Ausgehen, ohne Geld auszugeben! Nicht mal eben was zu essen oder zu trinken holen. Nichts einkaufen, weil die Kinder im Geschäft immer so schön beschäftigt sind. Spaziergänge mit Spielplatzbesuch oder die Bücherhalle sind dann die gängigen Ziele. Zusätzliche Ideen werden gerne angenommen. Bekommt meinem Bankkonto besser, das bald einen Monat ohne Elterngeld auskommen muss.
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