Samstag, 30. Januar 2016

Die rote Zora

Weil es mit Ronja Räubertochter so gut geklappt hat, probieren wir es mit dem Vorlesen abends mit der Roten Zora von Kurt Held. Puh, das ist aber eine andere Hausnummer. Auf den ersten 20 Seiten werde ich ganz müde von vielen langatmigen Beschreibungen und versuche immer mal wieder abzukürzen. Es dauert, bis irgendetwas passiert - und dann ist es Tod und Beerdigung der Mutter des Hauptdarstellers, die sehr, sehr lang dargestellt werden. Es scheint, das Ganze ist sowohl älter als auch für ältere Kinder geschrieben als Ronja Räubertochter - vielleicht für junge Jugendliche?

Das Kind findet das Buch erst mal "traurig, aber gut".

Aber dann, nach dem Bücherhallen-Besuch, bringen die Kinder den Film mit. Puh, den ertrag ich nur mit halbem Ohr, "holzschnittartig" ist das Wort, das mir dazu einfällt. Die dummen, häßlichen Bösen, die Slapstick-artigen Einlagen (ja, meine Kinder lachen über so was, natürlich). Ich bin wenig begeistert. Und abends soll ich dann nicht mehr weiterlesen, die Geschichte kennt man ja jetzt. Ich bin allerdings ein bisschen neugierig, wie sie denn im Buch weitergeht. Gibt es da wirklich einen Riesenkraken und eine Abstimmung, was man mit den Straßenkindern tun soll? Vielleicht lese ich noch allein ein wenig weiter - geht ja dann schneller, kann man auch mal ein bisschen drüberhuschen, das geht beim Vorlesen natürlich eher weniger.

Für mein zehnjähriges Kind ist das Buch noch nichts. Vielleicht später, wenn es schneller liest und immer noch Lust drauf hat, kann es noch einen Versuch machen. Aber das große Lesekind ist es  bisher noch nicht, ich habe da nicht so viel Hoffnung. Ist ja auch nicht schlimm, man muss nicht jeden Kinderbuchklassiker gelesen haben.

Nur dass ich jetzt "Ostwind 2" vorlesen muss und dass mir da nach den ersten Seiten (irgendwo mitten drin) ebenfalls der Gedanke "holzschnittartig" kam - und dass bei einem Buch - das ist ein bisschen weniger schön.

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