Eine Pressemeldung geisterte gestern durch die Zeitungen (Abendblatt und Welt hinter ihrer Bezahlschranke, aber auch Morgenpost): Der Betreuungsschlüssel in Hamburger Kindertagesstätten (also wie viele Kinder gibt es in der Kita je ErzieherIn) ist schlecht. Man kann eher von Beaufsichtigung als von Betreuung und Erziehung sprechen.
Hat die Berliner Alice Solomon Hochschule im Auftrag der Wohlfahrtsverbände herausgefunden. Während ich total gut finde, dass mal darüber gesprochen wird, frage ich mich, was jetzt passiert? Und was die Neuigkeit daran war? Den Betreuungsschlüssel gibt die Hamburger Politik vor, der ist nicht geheim.
JedeR mit Kindern in einer Hamburger Kita kennt das Problem zudem aus eigener Anschauung. Krippengruppen in offenen Systemen mit über 30 Kindern von 0 bis 3 Jahre - nicht ideal, vor allem, wenn sich eine Erzieherin um durchschnittlich 5,7 Kinder kümmern soll. Einerseits Gebührenfreiheit für alle Kita-Kinder ab August für fünf Stunden täglich, andererseits das Gefühl, dass man sein Kind vielleicht doch nicht ganz so guten Gewissens dorthin geben kann, wie man das gern hätte.
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Montag, 30. Juni 2014
Donnerstag, 31. Januar 2013
Tatsächlich trocken?
Die letzten Tage dachte ich ja, der Kindergarten sei der Meinung, wir seien nicht genügend ausgelastet und bräuchten deshalb in regelmäßigen Abständen noch ein paar mehr Ladungen dringend waschbedürftige Kinderkleidung.
Zumindest interpretierte ich die Aussage, dass das kleinste Kind jetzt nach dem Mittagsschlaf in der Kita keine Windel mehr trage und dass wir das Experiment zu Hause gern fortsetzen sollten, in diesem Sinne. Da uns jedes Mal ein Beutel feuchter Wäsche mitgegeben wurde und wir zu Hause auch spätestens nach der zweiten unangekündigten Überflutung wieder zur Windel griffen, schien mir das plausibel.
Hinzu kommen Gedanken an unser armes überlastetes Kinderbetreuungssystem, bei dem die Kinder möglichst lange vor dem dritten Geburtstag möglichst windelfrei in die Gruppe für die großen Kinder übergeben werden. Ich glaube, nur so haben Kindergärten momentan überhaupt eine winzige Personalreserve, um unverhergesehene Notfälle auszugleichen, durch diese kleinen Kinder, die das (viele) Kleinkindgeld) bringen, aber wegen größerer Gruppengröße bei den größeren Kindern nicht ganz so viel kosten.
Wollte schon sauer werden, dass so etwas wieder auf dem Rücken (so ein Korb voll feuchter Wäsche trägt sich ja nicht allein auf den Trockenboden!) der berufstätigen Eltern ausgetragen wird. Da hatten wir heute, ehrlich gesagt erst am vierten Tag des Experiments, die Erfahrung der dritten Art: Erkennen der zappeligen Anzeichen, gelungener Klogang, keine Überschwemmung bis zur Bettgehzeit.
Ich nehm alles zurück. Ihr lieben, guten, meinem Kind wohlgesonnenen Erzieherinnen!
Zumindest interpretierte ich die Aussage, dass das kleinste Kind jetzt nach dem Mittagsschlaf in der Kita keine Windel mehr trage und dass wir das Experiment zu Hause gern fortsetzen sollten, in diesem Sinne. Da uns jedes Mal ein Beutel feuchter Wäsche mitgegeben wurde und wir zu Hause auch spätestens nach der zweiten unangekündigten Überflutung wieder zur Windel griffen, schien mir das plausibel.
Hinzu kommen Gedanken an unser armes überlastetes Kinderbetreuungssystem, bei dem die Kinder möglichst lange vor dem dritten Geburtstag möglichst windelfrei in die Gruppe für die großen Kinder übergeben werden. Ich glaube, nur so haben Kindergärten momentan überhaupt eine winzige Personalreserve, um unverhergesehene Notfälle auszugleichen, durch diese kleinen Kinder, die das (viele) Kleinkindgeld) bringen, aber wegen größerer Gruppengröße bei den größeren Kindern nicht ganz so viel kosten.
Wollte schon sauer werden, dass so etwas wieder auf dem Rücken (so ein Korb voll feuchter Wäsche trägt sich ja nicht allein auf den Trockenboden!) der berufstätigen Eltern ausgetragen wird. Da hatten wir heute, ehrlich gesagt erst am vierten Tag des Experiments, die Erfahrung der dritten Art: Erkennen der zappeligen Anzeichen, gelungener Klogang, keine Überschwemmung bis zur Bettgehzeit.
Ich nehm alles zurück. Ihr lieben, guten, meinem Kind wohlgesonnenen Erzieherinnen!
Samstag, 18. Februar 2012
Was für eine gute Idee : Friseur im Kindergarten
Und auch die Zahnarzttermine werden dort abgehandelt:
http://www.ngz-online.de/kaarst/nachrichten/kindergarten-als-geschaeftsidee-1.2162199
Betriebswirtschaftler halt - man muss sie irgendwie im Zaum halten, aber prinzipiell macht es schon Sinn, nicht nur die "Sozialen" in Leitungsfunktionen zu haben
http://www.ngz-online.de/kaarst/nachrichten/kindergarten-als-geschaeftsidee-1.2162199
Betriebswirtschaftler halt - man muss sie irgendwie im Zaum halten, aber prinzipiell macht es schon Sinn, nicht nur die "Sozialen" in Leitungsfunktionen zu haben
Montag, 19. September 2011
Elternarbeit
Meine Herren, das war jetzt der vierte Elternabend in Folge. Vom fünften habe ich heut abend erst gehört. Da bin ich aber nicht da - hat doch mal sein Gutes. Jetzt müssen die alle ihre Elternvertreter wählen und den Rest des Jahres hört man nix mehr von ihnen, von wegen wie die Klasse steht usw., das teilt einem keiner mehr freiwillig mit.
Und ich seh mich schon Weihnachten. Weihnachtsfeier eine Klasse, Weihnachtsfeier andere Klasse, Weihnachtsfeier Hort, Weihnachtsfeier Kindergarten - denken die denn, die Leute haben alle nur ein Kind?
Und ich seh mich schon Weihnachten. Weihnachtsfeier eine Klasse, Weihnachtsfeier andere Klasse, Weihnachtsfeier Hort, Weihnachtsfeier Kindergarten - denken die denn, die Leute haben alle nur ein Kind?
Donnerstag, 7. Juli 2011
Rituale? Hier nicht!
"Haben Sie denn ein Ritual beim Schlafenlegen?" fragt die Erzieherin. Muss sie fragen, sie muss das Kind ja demnächst (nächste Woche?) zum Schlafen bringen. Stell ich mir nicht so einfach vor. Aber wir haben keine Rituale. Ich hasse diese Pädagogensprache. Ein Ritual, das ist für mich was mit In-einer-Höhle-ums-Feuer-sitzen, sich den Körper bemalen, Gesänge anstimmen und dann vielleicht Blut trinken oder so. Aber mein Kind bring ich ins Bett abends. Klar gibt es da Routinen, Dinge, die sich wiederholen (Zähneputzen, Schlafsack an, Licht aus etc.). Aber ein Ritual?
Na ja, vielleicht hätten wir besser eins. Und vielleicht würd ich mich sogar anmalen, wenn es dafür mit dem Schlafenlegen besser klappen würde. Ist im Moment nämlich nicht so toll, da wir von "Beim Trinken einschlafen" irgendwie wegkommen und stattdessen noch nichts Neues haben. Deshalb eher ein Hinlegen, bisschen meckern lassen, Zurückkommen, wenn das Gebrüll tatsächlich bedrohlich wird, noch mal auf den Arm, Wieder hinlegen, warten, bis das Geschrei wieder ernsthaft wird. Und dann irgendwann geschlafen wird. Hmpf. Oder Blut trinken?
Na ja, vielleicht hätten wir besser eins. Und vielleicht würd ich mich sogar anmalen, wenn es dafür mit dem Schlafenlegen besser klappen würde. Ist im Moment nämlich nicht so toll, da wir von "Beim Trinken einschlafen" irgendwie wegkommen und stattdessen noch nichts Neues haben. Deshalb eher ein Hinlegen, bisschen meckern lassen, Zurückkommen, wenn das Gebrüll tatsächlich bedrohlich wird, noch mal auf den Arm, Wieder hinlegen, warten, bis das Geschrei wieder ernsthaft wird. Und dann irgendwann geschlafen wird. Hmpf. Oder Blut trinken?
Dienstag, 5. Juli 2011
Bauchpinseln
Lernen das die Erzieherinnen eigentlich? Wie oft sie denn noch krabbelt, fragte die Erzieherin, die sich nun um mein Kind kümmern soll. "Gar nicht mehr", war natürlich meine Antwort. Wer will krabbeln, wenn er (sie) laufen kann? Mein Kind zumindest nicht.
"Das ist ja toll".
Ja. Also, lernen sie das? Ich will's hoffen. Sollte ich jemals so eine Einrichtung leiten, würde ich es verpflichtend machen: Am Anfang immer etwas nettes über das Kind sagen. Öffnet den Weg zum Herzen jeder Mutter.
"Das ist ja toll".
Ja. Also, lernen sie das? Ich will's hoffen. Sollte ich jemals so eine Einrichtung leiten, würde ich es verpflichtend machen: Am Anfang immer etwas nettes über das Kind sagen. Öffnet den Weg zum Herzen jeder Mutter.
Dienstag, 24. August 2010
Zahnarzt im Kindergarten
Als ich im Kindergarten war, gabs dort noch keine Zahnarzttermine, wenn ich mich richtig erinnere, erst in der Schule musste sich jeder einmal im Jahr in den Mund schauen lassen. Dann gab's schön den Zettel. Aber nur für die, die Löcher hatten. Konnte man also gut sehen, wer hat ein Papier (ich glaub, das war sogar rosa, damit es auch garantiert kein Mitschüler übersieht), wer hat die zerfressenen Zähne. Waren natürlich immer die üblichen Kandidaten.
Gefühlt kommen die Zahnärzte inzwischen alle naselang in der KiTa meiner Kinder vorbei - dafür ist in der Schule im ganzen ersten Schuljahr keiner aufgetaucht.
Und: Jedes Kind kriegt einen Zettel mit dem Untersuchungsergebnis. Das Blatt ist so zusammengetackert, dass neugierige Miteltern schon sehr dreist sein müssten, um zu sehen, ob ein Kind Karies hat oder nicht.
Zähne, das soziale Unterscheidungsmerkmal, heute wie gestern (oder wer kann und will sich eine teure Zahnspange leisten?) - aber schön zu sehen, das sich zumindest kleine Dinge bessern.
Gefühlt kommen die Zahnärzte inzwischen alle naselang in der KiTa meiner Kinder vorbei - dafür ist in der Schule im ganzen ersten Schuljahr keiner aufgetaucht.
Und: Jedes Kind kriegt einen Zettel mit dem Untersuchungsergebnis. Das Blatt ist so zusammengetackert, dass neugierige Miteltern schon sehr dreist sein müssten, um zu sehen, ob ein Kind Karies hat oder nicht.
Zähne, das soziale Unterscheidungsmerkmal, heute wie gestern (oder wer kann und will sich eine teure Zahnspange leisten?) - aber schön zu sehen, das sich zumindest kleine Dinge bessern.
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