So hat es zumindest das statistische Bundesamt erhoben. Gut, eigentlich wird dort nur gesagt, dass Eltern (egal ob zu zweit oder allein erziehend) durchschnittlich 58 Stunden pro Woche mit Haushalt, Kindern und Erwerbstätigkeit beschäftigt sind. Da gehe ich mal von einer 40-Stunden-Woche aus und komme so auf meine 18 Stunden. Ob das stimmt? Kommt immer drauf an, was man unter Arbeit versteht, zur Definition von Freizeit habe ich ja schon mal geschrieben.
Heute zum Beispiel hatten wir einen arbeitsreichen Vormittag, die Wäsche quasi der gesamten Woche wollte abgenommen, zusammengelegt und weggeräumt werden und weil ich grad so gut dabei war, habe ich sogar gebügelt. Eine Hilfe waren hier die großen Kinder. Von daher habe ich Hoffnung, dass die 18 Stunden ein Mittelwert sind, dessen größter Ausschlag sich in der Baby- und Kleinkindzeit befindet und ich so langsam auf paradiesische Zustände zusteuere, je größer die Kinder werden und je mehr sie mithelfen können. Ja, ich weiß, manchmal träume ich mitten am Tag, lasst mich doch!
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Samstag, 12. September 2015
Montag, 24. November 2014
Anti-Süßstoff
Nur damit Ihr nicht den Zucker-Overkill bekommt in diesem Blog: Wusstet Ihr schon, wieviel Energie einem eben jenes zuckersüße beschriebene Kind abzieht? Ich merke es meistens nicht, aber als wir neulich einen Abend hatten, wo sie beim Einkauf nicht dabei war (dafür aber die anderen Kinder), da war das soooo entspannt. Da fiel es mir dann eben mal auf, wie sehr man sonst damit beschäftigt ist, das jüngste Familienmitglied zu beobachten, mit allem zu versorgen, was es braucht und bei Laune zu halten. Und das für eine relativ pflegeleichte Vierjährige, da gibt es ja ganz andere Kaliber.
Sonntag, 23. November 2014
Gott, ist die süß!
Zwei Jahre ist das süßeste Alter für ein Kind. So. Da steht es. Und für mich ist es wahr. Und wie ich aus einigen Sätzen anderer Menschen raushöre, sehen sie es genauso.
Diese Reste von Babyspeck. Die leichte Tapsigkeit, die aber schon so viel kann. Sprechenlernen. "Affi" für Apfel. Ist sie nicht niiieedlich? Doch, ist sie! Und Babysprache ist für jeden langweilig, der das Kind nicht kennt. Deshalb für mich und alle, die sie schon mal gehört haben: "Wassa!" "Heffen" (=helfen). "Dake" (=danke), "Esse" (essen), hamham. Heiaheia, miaumiau, wauwau, pieppiep, ühühü (Pferd), Tuta (Tatü-Tata). Batich (=fertig).
Und so freundlich, gut gelaunt, und ein unmäkeliger Esser. Manches mag sie natürlich nicht, probiert aber tapfer alles und isst auf jeden Fall viel mehr Dinge mit viel weniger Protest als meine anderen Kinder derzeit. Hilfsbereit ("Sag den beiden Großen Bescheid, es gibt Essen". Rennt sie doch los und macht es ihnen unmissverständlich klar, mit ihrem bescheidenen Wortschatz).
Immer mal gut, wenn man sich im Nachhinein klarmacht, was für tolle Kinder man hat. Hilft durch manche folgende Trotzphase hindurch.
Diese Reste von Babyspeck. Die leichte Tapsigkeit, die aber schon so viel kann. Sprechenlernen. "Affi" für Apfel. Ist sie nicht niiieedlich? Doch, ist sie! Und Babysprache ist für jeden langweilig, der das Kind nicht kennt. Deshalb für mich und alle, die sie schon mal gehört haben: "Wassa!" "Heffen" (=helfen). "Dake" (=danke), "Esse" (essen), hamham. Heiaheia, miaumiau, wauwau, pieppiep, ühühü (Pferd), Tuta (Tatü-Tata). Batich (=fertig).
Und so freundlich, gut gelaunt, und ein unmäkeliger Esser. Manches mag sie natürlich nicht, probiert aber tapfer alles und isst auf jeden Fall viel mehr Dinge mit viel weniger Protest als meine anderen Kinder derzeit. Hilfsbereit ("Sag den beiden Großen Bescheid, es gibt Essen". Rennt sie doch los und macht es ihnen unmissverständlich klar, mit ihrem bescheidenen Wortschatz).
Immer mal gut, wenn man sich im Nachhinein klarmacht, was für tolle Kinder man hat. Hilft durch manche folgende Trotzphase hindurch.
Sonntag, 17. August 2014
Der Weg zum Eltern-Sein ist mit guten Vorsätzen gepflastert
Ja. Kaum ahnte ich, dass ich schwanger war, schon wuchsen die guten Vorsätze. Und anfangs lassen die sich noch gut umsetzen: Kaum Kaffee, kein Alkohol, soo schwer ist das normalerweise nicht. Gesünder essen? Schon etwas komplizierter, nach kurzer Zeit führt der Weg zurück zum Stamm-Menü in der Kantine. Aber noch ist das Kind ja nicht geboren, noch ist ja alles gut.
Ha. Als ob. Auf der US-Seite Jezebel sind einige der guten Vorsätze und wie man sie im elterlichen Alltag dann sehr schnell über Bord wirft, beschrieben. Plus Tipps, wie man sich öffentlich selbst geißelt, weil man den Weg zur perfekten Elternschaft verlassen hat. Das geht auch auf Deutsch!
Je nach Weltanschauung variieren die guten Vorsätze natürlich (Familienbett oder "das Kind schläft im eigenen Zimmer"?) - aber ein Scheitern ist interessanterweise TROTZDEM vorprogrammiert! Warum? Weil unsere Ideen von guter Elternschaft einfach lächerlich perfektionistisch sind. Als ob in 10 Jahren auch nur etwas auf die Hälfte der heute gültigen Eltern-Dogmen noch nicht wissenschaftlich oder weltanschaulich widerlegt wären!
Aber hier ein paar Beispiele von Jezebel angereichert um eigene Erfahrungen:
Gewichtszunahme in der Schwangerschaft und danach
Ideal: 7 bis 12 Kilo. Die durch Stillen nach der Schwangerschaft natürlich auf magische Weise und ohne Hungergefühle wieder verschwinden. Wenn das Kind neun Monate alt ist, hat die Mutter ihr Vorschwangerengewicht zurück (Heidi Klum ist das Extrembeispiel, dass man das auch in vier Wochen schaffen kann, also ehrlich!)
Realität: Wer mich kennt, schaue mich an. Keine weiteren Details, bitte.
Windeln
Ideal: Stoffwindeln, was für eine Frage. Viel umweltfreundlicher. Kinder werden schneller trocken in Stoffwindeln, weiß doch jeder.
Realität: Örghs, wie wäscht man das Zeug noch mal? Und wie oft!? Netter Versuch, aber Pampers, Fixies und Konsorten machen einen wunderbaren Job und als Feigenblatt gibt es die "umweltfreundliche" Variante, wo zumindest der Plastikbeutel der Windelumverpackung ökologisch abbaubar ist.
Säuglingsernährung
Ideal: "Breast is best", Stillen natürlich. Macht Kinder schlau und gesund und Mütter schlank und schön. Oder so.
Realität: Ach, das Kind hungern zu lassen ist also NICHT besser als Fertigmilchnahrung? Lebe und lerne. Und was passiert da noch mal genau mit den Brustwarzen? Himmel und Hölle!
Babynahrung
Ideal: Natürlich koche ich das alles selber mit Zutaten vom Ökohof.
Realität: Das Kind isst auch ein kaltes Fertiggläschen, wenn wir unterwegs sind? Wie praktisch!
Babyschlaf
Ideal: Das Kind wird liebevoll hingelegt (vorher vielleicht noch eine Geschichte oder ein Lied) und schläft dann ein - und durch bis zum nächsten Morgen.
Realität: Muss ich da wirklich in die Details gehen?
Kinderschlaf
Ideal: Das Kind wird liebevoll hingelegt (vorher vielleicht noch eine Geschichte oder ein Lied) und schläft dann ein.
Realität: Schon unsere Eltern kannten alle gängigen Kinder-Ausreden ("miristzuwarm/zukalt", "ich hab Durst", "da ist was unter meinem Bett"), weshalb Kinder immer und immer wieder aus ihrem Bett kommen müssen. Als ob sich da etwas geändert hätte in den letzten ... 40.000 Jahren.
Fernsehen und andere Medien
Ideal: Wenn das Kind mit, na, sagen wir 12 oder so, soweit ist, dann führen wir es mit altersgerechten Programmen an das jeweilige Medium heran
Realität: Wir haben jetzt eine ganz aufgeklärte Haltung: "Wenn wir nicht selbst unter einem Stein leben, können wir das auch unserem Kind nicht zumuten". Sprich: Wer selber Fernsehen sieht, wird sich schwer tun, eine Null-TV-Haltung beim Kind durchzusetzen
Süßigkeiten
Ideal: Natürlich nur in Maßen und frühestens ab .. ja, am besten ab Schulbeginn, oder?
Realität: Auch hier gilt die Haltung zu TV und Co.: Wer selber gern Schokolade isst, muss einen Weg finden, dem Kind Süßes zu erlauben und irgendwo ein Maß zu finden. Wo das liegt? Nur der liebe Gott ist mein Richter!
Ha. Als ob. Auf der US-Seite Jezebel sind einige der guten Vorsätze und wie man sie im elterlichen Alltag dann sehr schnell über Bord wirft, beschrieben. Plus Tipps, wie man sich öffentlich selbst geißelt, weil man den Weg zur perfekten Elternschaft verlassen hat. Das geht auch auf Deutsch!
Je nach Weltanschauung variieren die guten Vorsätze natürlich (Familienbett oder "das Kind schläft im eigenen Zimmer"?) - aber ein Scheitern ist interessanterweise TROTZDEM vorprogrammiert! Warum? Weil unsere Ideen von guter Elternschaft einfach lächerlich perfektionistisch sind. Als ob in 10 Jahren auch nur etwas auf die Hälfte der heute gültigen Eltern-Dogmen noch nicht wissenschaftlich oder weltanschaulich widerlegt wären!
Aber hier ein paar Beispiele von Jezebel angereichert um eigene Erfahrungen:
Gewichtszunahme in der Schwangerschaft und danach
Ideal: 7 bis 12 Kilo. Die durch Stillen nach der Schwangerschaft natürlich auf magische Weise und ohne Hungergefühle wieder verschwinden. Wenn das Kind neun Monate alt ist, hat die Mutter ihr Vorschwangerengewicht zurück (Heidi Klum ist das Extrembeispiel, dass man das auch in vier Wochen schaffen kann, also ehrlich!)
Realität: Wer mich kennt, schaue mich an. Keine weiteren Details, bitte.
Windeln
Ideal: Stoffwindeln, was für eine Frage. Viel umweltfreundlicher. Kinder werden schneller trocken in Stoffwindeln, weiß doch jeder.
Realität: Örghs, wie wäscht man das Zeug noch mal? Und wie oft!? Netter Versuch, aber Pampers, Fixies und Konsorten machen einen wunderbaren Job und als Feigenblatt gibt es die "umweltfreundliche" Variante, wo zumindest der Plastikbeutel der Windelumverpackung ökologisch abbaubar ist.
Säuglingsernährung
Ideal: "Breast is best", Stillen natürlich. Macht Kinder schlau und gesund und Mütter schlank und schön. Oder so.
Realität: Ach, das Kind hungern zu lassen ist also NICHT besser als Fertigmilchnahrung? Lebe und lerne. Und was passiert da noch mal genau mit den Brustwarzen? Himmel und Hölle!
Babynahrung
Ideal: Natürlich koche ich das alles selber mit Zutaten vom Ökohof.
Realität: Das Kind isst auch ein kaltes Fertiggläschen, wenn wir unterwegs sind? Wie praktisch!
Babyschlaf
Ideal: Das Kind wird liebevoll hingelegt (vorher vielleicht noch eine Geschichte oder ein Lied) und schläft dann ein - und durch bis zum nächsten Morgen.
Realität: Muss ich da wirklich in die Details gehen?
Kinderschlaf
Ideal: Das Kind wird liebevoll hingelegt (vorher vielleicht noch eine Geschichte oder ein Lied) und schläft dann ein.
Realität: Schon unsere Eltern kannten alle gängigen Kinder-Ausreden ("miristzuwarm/zukalt", "ich hab Durst", "da ist was unter meinem Bett"), weshalb Kinder immer und immer wieder aus ihrem Bett kommen müssen. Als ob sich da etwas geändert hätte in den letzten ... 40.000 Jahren.
Fernsehen und andere Medien
Ideal: Wenn das Kind mit, na, sagen wir 12 oder so, soweit ist, dann führen wir es mit altersgerechten Programmen an das jeweilige Medium heran
Realität: Wir haben jetzt eine ganz aufgeklärte Haltung: "Wenn wir nicht selbst unter einem Stein leben, können wir das auch unserem Kind nicht zumuten". Sprich: Wer selber Fernsehen sieht, wird sich schwer tun, eine Null-TV-Haltung beim Kind durchzusetzen
Süßigkeiten
Ideal: Natürlich nur in Maßen und frühestens ab .. ja, am besten ab Schulbeginn, oder?
Realität: Auch hier gilt die Haltung zu TV und Co.: Wer selber gern Schokolade isst, muss einen Weg finden, dem Kind Süßes zu erlauben und irgendwo ein Maß zu finden. Wo das liegt? Nur der liebe Gott ist mein Richter!
Mittwoch, 4. Juni 2014
Nach dem Brüten
Ab wann setzt das ein?
Sehr schön beschreibt das die Schweizerin Rita Angelone auf dem WirElternBlog - aber auch sie lässt offen, wann diese Phase einsetzt. Angelone zufolge wohl schon sehr früh, da bei ihr nur die klassische Baby-Phase als Zeit der mangelnden Bewegungsfreiheit beschrieben wird.
Für viele Kleinkindmütter ist es damit aber noch nicht vorbei. Auch mit einem zwei- oder dreijährigem Kind ist ein Wocheneinkauf möglich, aber erheblich zeitaufwändiger und weniger flexibel möglich, als wenn den ein Erwachsener alleine erledigt. Natürlich unterscheiden sich da die Lebensmodelle: Manche/r lebt intensiv mit den Kindern und gönnt sich so gut wie keine kinderfreie Zeit (durch Großeltern, Au Pairs, Babysitter und ähnliche Möglichkeiten). Andere folgen den guten Ratschlägen zur Pärchenzeit oder nutzen die Kinderbetreuung nicht nur, um zur Arbeit und zurück zu hetzen, sondern um hin und wieder eine oder mehrere Stunden für sich selber herauszuschlagen.
Vielleicht hilft ja der Blick zu Wikipedia: Kleinkindphase heißt dort: Bis zum sechsten Lebensjahr. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres "Kleinstkindphase". Die würde ich mal als besonders "angebunden beschreiben.
Hier scheint es so, dass sich ab dem 3. Lebensjahr des kleinsten Kindes etwas änderte. Natürlich kann man das Kind immer noch nicht länger alleine lassen. Aber zu einen folgen wir nun endlich den guten Ratschlägen mit dem Babysitter (mangels Großeltern und ähnlichem in der Nähe) und zum anderen hat das Kind natürlich viel zu schauen und zu lernen von den älteren Geschwistern. Und bei mir wächst die Lust (und Energie!), wieder etwas anderes zu machen. Wie wäre es also mit dem Volkshochschulkurs in Serviettenmalerei? Ach Gott, wie unbelesen ich bin: Das heißt natürlich "Serviettentechnik" und bringt sogar ganz hübsche Resultate, also erst mal Kopf einschalten vorm Vorurteile verbreiten. Aber im Ernst: Ein wenig Energie für all die Dinge, die jetzt so um die zehn Jahre lang zu kurz gekommen sind. Die eigenen Hobbys und Interessen. Das tut schon gut!
Sehr schön beschreibt das die Schweizerin Rita Angelone auf dem WirElternBlog - aber auch sie lässt offen, wann diese Phase einsetzt. Angelone zufolge wohl schon sehr früh, da bei ihr nur die klassische Baby-Phase als Zeit der mangelnden Bewegungsfreiheit beschrieben wird.
Für viele Kleinkindmütter ist es damit aber noch nicht vorbei. Auch mit einem zwei- oder dreijährigem Kind ist ein Wocheneinkauf möglich, aber erheblich zeitaufwändiger und weniger flexibel möglich, als wenn den ein Erwachsener alleine erledigt. Natürlich unterscheiden sich da die Lebensmodelle: Manche/r lebt intensiv mit den Kindern und gönnt sich so gut wie keine kinderfreie Zeit (durch Großeltern, Au Pairs, Babysitter und ähnliche Möglichkeiten). Andere folgen den guten Ratschlägen zur Pärchenzeit oder nutzen die Kinderbetreuung nicht nur, um zur Arbeit und zurück zu hetzen, sondern um hin und wieder eine oder mehrere Stunden für sich selber herauszuschlagen.
Vielleicht hilft ja der Blick zu Wikipedia: Kleinkindphase heißt dort: Bis zum sechsten Lebensjahr. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres "Kleinstkindphase". Die würde ich mal als besonders "angebunden beschreiben.
Hier scheint es so, dass sich ab dem 3. Lebensjahr des kleinsten Kindes etwas änderte. Natürlich kann man das Kind immer noch nicht länger alleine lassen. Aber zu einen folgen wir nun endlich den guten Ratschlägen mit dem Babysitter (mangels Großeltern und ähnlichem in der Nähe) und zum anderen hat das Kind natürlich viel zu schauen und zu lernen von den älteren Geschwistern. Und bei mir wächst die Lust (und Energie!), wieder etwas anderes zu machen. Wie wäre es also mit dem Volkshochschulkurs in Serviettenmalerei? Ach Gott, wie unbelesen ich bin: Das heißt natürlich "Serviettentechnik" und bringt sogar ganz hübsche Resultate, also erst mal Kopf einschalten vorm Vorurteile verbreiten. Aber im Ernst: Ein wenig Energie für all die Dinge, die jetzt so um die zehn Jahre lang zu kurz gekommen sind. Die eigenen Hobbys und Interessen. Das tut schon gut!
Samstag, 27. Juli 2013
Zeitempfinden
Ein Kind hat wahnsinnig viel Zeit und keine Eile. Philosophisch betrachtet sind das sehr lobens- und nachahmenswerte Eigenschaften. Im täglichen Leben, in dem man hin und wieder etwas schaffen will, wird es zur Herausforderung, zwischen den verschiedenen Zeiterfahrungs-Ebenen hin- und herzuspringen, die zwischen den Zeiten ohne Kind und im Beruf und in den Zeiten mit Kind herrschen
Beispiel: Ein stinknormaler Tag
An der Arbeit erledigt man alles so schnell wie möglich, denn es ist immer mehr zu tun, als man schafft. Auf dem Weg zur S-Bahn ist Stechschritt angesagt, weil man zwar eigentlich drei S-Bahnen zur Auswahl hat, mit denen man pünktlich zum Kindergarten kommt. Uneigentlich nimmt man aber fast immer die letzte, mit der man es gerade so noch schafft.
16.20 Uhr Ankunft im in der Kita. Im Sommer der große Vorteil, dass man sich selber nicht erst mal aus den Wintersachen pellen muss, um im warmen Gruppenraum nicht in Winterjacke vor Hitze zu vergehen und dadurch ungeduldig(er als nötig) zu werden.
16.25 Uhr: Kind begrüßen. Erzieherin begrüßen. Manchmal ist es gut, wenn man Zeit hat, um sich hinzusetzen, dem Kind ein paar Minuten zuzuschauen, bevor es mitkommt. Wenn man es an solchen Tagen eilig hat, geht es nämlich nur mit Geschrei, das Kind aus seinem Versteck zu holen. Aber wenn man Zeit hat, kommt es irgendwann meist von alleine mit. Und manchmal läuft es auch einfach auf Dich zu, springt Dir in die Arme und will sofort los. Planen lässt sich das aber nicht.
16.30 Uhr: Beginn des Anziehens. Kind ist alt und geschickt genug, um sich selber anzuziehen. Die Erzieherinnen haben auf dem Elternabend extra noch mal darum gebeten, den Kindern die notwendige Zeit dafür zu geben, damit sie es üben. Kann man irgendwie einsehen. Zehrt aber trotzdem an den Nerven. Rechnen Sie im Winter mindestens 10 Minuten mehr, wenn Handschuhe, Mütze und Schal im Spiel sind, eventuell noch ein Schneeanzug.
16.40 Uhr: Heimweg. Oh, eine tote Ameise. Balancieren - drei Mal im Kreis um die Blumenrabatte, bis der Mutter kleine Rauchwölkchen aus den Ohren kommen, weil sie wirklich, wirklich nach Hause möchte. Da saß doch sonst immer die Katze. Das Auto ist blau. Das Auto ist grau. Das Auto ist dunkelgrün
16.50 Uhr: Ankunft zu Hause
Zusammengefasst: 30 Minuten zum Abholen und nach Hause kommen. Allein hätte ich von der S-Bahn 10 Minuten gebraucht. Wenn ich einen erwachsenen Freund abgeholt hätte, vielleicht 20. Manchmal kann ich es genießen und mich darauf einlassen. Manchmal regnet es und ich habe keinen Schirm und möchte wirklich, wirklich nach Hause.
Beispiel: Ein stinknormaler Tag
An der Arbeit erledigt man alles so schnell wie möglich, denn es ist immer mehr zu tun, als man schafft. Auf dem Weg zur S-Bahn ist Stechschritt angesagt, weil man zwar eigentlich drei S-Bahnen zur Auswahl hat, mit denen man pünktlich zum Kindergarten kommt. Uneigentlich nimmt man aber fast immer die letzte, mit der man es gerade so noch schafft.
16.20 Uhr Ankunft im in der Kita. Im Sommer der große Vorteil, dass man sich selber nicht erst mal aus den Wintersachen pellen muss, um im warmen Gruppenraum nicht in Winterjacke vor Hitze zu vergehen und dadurch ungeduldig(er als nötig) zu werden.
16.25 Uhr: Kind begrüßen. Erzieherin begrüßen. Manchmal ist es gut, wenn man Zeit hat, um sich hinzusetzen, dem Kind ein paar Minuten zuzuschauen, bevor es mitkommt. Wenn man es an solchen Tagen eilig hat, geht es nämlich nur mit Geschrei, das Kind aus seinem Versteck zu holen. Aber wenn man Zeit hat, kommt es irgendwann meist von alleine mit. Und manchmal läuft es auch einfach auf Dich zu, springt Dir in die Arme und will sofort los. Planen lässt sich das aber nicht.
16.30 Uhr: Beginn des Anziehens. Kind ist alt und geschickt genug, um sich selber anzuziehen. Die Erzieherinnen haben auf dem Elternabend extra noch mal darum gebeten, den Kindern die notwendige Zeit dafür zu geben, damit sie es üben. Kann man irgendwie einsehen. Zehrt aber trotzdem an den Nerven. Rechnen Sie im Winter mindestens 10 Minuten mehr, wenn Handschuhe, Mütze und Schal im Spiel sind, eventuell noch ein Schneeanzug.
16.40 Uhr: Heimweg. Oh, eine tote Ameise. Balancieren - drei Mal im Kreis um die Blumenrabatte, bis der Mutter kleine Rauchwölkchen aus den Ohren kommen, weil sie wirklich, wirklich nach Hause möchte. Da saß doch sonst immer die Katze. Das Auto ist blau. Das Auto ist grau. Das Auto ist dunkelgrün
16.50 Uhr: Ankunft zu Hause
Zusammengefasst: 30 Minuten zum Abholen und nach Hause kommen. Allein hätte ich von der S-Bahn 10 Minuten gebraucht. Wenn ich einen erwachsenen Freund abgeholt hätte, vielleicht 20. Manchmal kann ich es genießen und mich darauf einlassen. Manchmal regnet es und ich habe keinen Schirm und möchte wirklich, wirklich nach Hause.
Samstag, 2. Februar 2013
Selbstlosigkeit?
Ist das die Eigenschaft, die Elternsein am meisten hervorbringt? Oder sollte ich sagen: Fremdbestimmtheit? Was bedeutet es, dass mein bevorzugter Zustand bei mir selber mit einem Buch oder einer Zeitung ist, der am häufigsten durch die Kinder angeforderte aber ein "beschäftige Dich mit mir"-Zustand ist? Die wollen mit mir spielen, malen, rausgehen. Gut, rausgehen schlage ich vor, von alleine würden die das niemals wollen, auch wenn es allen (mir eingeschlossen) guttut, wenn wir uns dazu durchgerungen haben.
Ist es also der Normalzustand, nach dem wir alle streben, selbstbestimmt, im eigenen Tempo Dinge tun statt im verlangsamten Kindermodus inklusive Erklären der Welt zum Beispiel den Wocheneinkauf in einer (mit Kindern) statt in einer halben Stunde (allein) zu absolvieren? Oder ist es der Sonderfall, zu dem sich Deutschland/die westliche Welt/welcher Teil der Welt auch immer entwickelt hat? Und ist es eher unnormal, während früher und in anderen Ländern das "Sich um andere kümmern, immer, ständig" sozusagen der "Naturzustand" ist? Was heißt in diesem Zusammenhang "natürlich"? Wobei Kümmern nicht allein auf Kinder bezogen ist, sondern auf alle, die auf Hilfe angewiesen sind?
Auf jeden Fall ist es so für mich der schwierige und nur manchmal von selbst erwünschte Modus. Ich käm ganz gut klar mit so einer Elternschaft à la gehobenes Bürgertum um die Jahrhundertwende mit: Kinder werden ab und an mal von der Kinderfrau vorbeigebracht, um ein Gedicht vorzutragen oder ein Küsschen zu geben. Glaub ich. Andererseits ist es natürlich nett, dass wir grad so schöne Bilder zusammen malen, wir sind ja selten genug gemeinsam kreativ.
Aber vermissen tue ich es, die Zeit, in der ich machen konnte, was ich wollte, wann ich es wollte. Klar, arbeiten "musste" man auch damals. Aber arbeiten "muss" ich auch jetzt, die Zeit drumrum hab ich aber nur noch in abgezirkeltem Maße zur freien Verfügung. Kommt ja alles wieder. Aber so lang noch, so lang hin, seufz.
Ist es also der Normalzustand, nach dem wir alle streben, selbstbestimmt, im eigenen Tempo Dinge tun statt im verlangsamten Kindermodus inklusive Erklären der Welt zum Beispiel den Wocheneinkauf in einer (mit Kindern) statt in einer halben Stunde (allein) zu absolvieren? Oder ist es der Sonderfall, zu dem sich Deutschland/die westliche Welt/welcher Teil der Welt auch immer entwickelt hat? Und ist es eher unnormal, während früher und in anderen Ländern das "Sich um andere kümmern, immer, ständig" sozusagen der "Naturzustand" ist? Was heißt in diesem Zusammenhang "natürlich"? Wobei Kümmern nicht allein auf Kinder bezogen ist, sondern auf alle, die auf Hilfe angewiesen sind?
Auf jeden Fall ist es so für mich der schwierige und nur manchmal von selbst erwünschte Modus. Ich käm ganz gut klar mit so einer Elternschaft à la gehobenes Bürgertum um die Jahrhundertwende mit: Kinder werden ab und an mal von der Kinderfrau vorbeigebracht, um ein Gedicht vorzutragen oder ein Küsschen zu geben. Glaub ich. Andererseits ist es natürlich nett, dass wir grad so schöne Bilder zusammen malen, wir sind ja selten genug gemeinsam kreativ.
Aber vermissen tue ich es, die Zeit, in der ich machen konnte, was ich wollte, wann ich es wollte. Klar, arbeiten "musste" man auch damals. Aber arbeiten "muss" ich auch jetzt, die Zeit drumrum hab ich aber nur noch in abgezirkeltem Maße zur freien Verfügung. Kommt ja alles wieder. Aber so lang noch, so lang hin, seufz.
Freitag, 30. März 2012
Maria Montessori - hast Du das so gemeint?
"Hilf mir, es selbst zu tun", my a..
In der Theorie natürlich toll und richtig und pädagogisch und was weiß ich nicht noch alles. Im Kindergarten legen sie darauf auch besonderen Wert: Kinder bei den Dingen, die sie selbst entscheiden können, mitentscheiden lassen. Und natürlich finden sie es gut, wenn die Kinder schnell lernen, sich selber an- oder auszuziehen, muss ja bei einer Gruppe 0-3-Jähriger, die man nach Draußen zum Spielen verfrachten will.
Und dann sitzt man in der Praxis. Das kleine Kind mit seinen kleinen dicken Fingern versucht sich die Strumpfhose über seine kleinen dicken Füße zu ziehen. Natürlich mit Po-Teil nach vorn. Jeder Versuch, zu helfen wird mit wütendem Schreien beantwortet. Selbst Umdrehen der Strumpfhose ist nicht erlaubt. Och menno. Na ja, noch ein, zwei Jahre maximal, oder was meint Ihr?
Donnerstag, 23. Februar 2012
Belohnung
"Ist ja nur Ausgleich", schrieb sie und würde natürlich prompt für ihre Hochmut bestraft - mit zwei unstillbaren, unerhört lauten Schreianfällen nach dem Mittagsschlaf, na herzlichen Dank.
Immerhin war keine Eile, kein Stress, also konnte ich das gemütlich aussitzen und mir anschauen, wie das kleine Rumpelstilzchen da heulend, kreischend und um sich schlagend auf dem Boden lag. Tun konnte man nichts. Nicht trösten, nicht in den Arm nehmen, nicht ablenken. Also blieb nur warten. Und dann war es auch wieder gut. Wahrscheinlich nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommt ...
Immerhin war keine Eile, kein Stress, also konnte ich das gemütlich aussitzen und mir anschauen, wie das kleine Rumpelstilzchen da heulend, kreischend und um sich schlagend auf dem Boden lag. Tun konnte man nichts. Nicht trösten, nicht in den Arm nehmen, nicht ablenken. Also blieb nur warten. Und dann war es auch wieder gut. Wahrscheinlich nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommt ...
Dienstag, 21. Februar 2012
Ist ja nur Ausgleich, das dritte Kind
Drei Kinder. Tja. Ist natürlich viel Arbeit. Die Waschmaschine läuft zwar noch nicht täglich, aber bestimmt drei Mal die Woche. Beim Essen kommen wir mit den Standard-Fertiggerichten nicht mehr hin. EINE Packung Pizzateig reicht nicht, zwei sind etwas zu viel (ich WEISS, dass man Hefeteig auch selber machen kann, danke für die Info).
Zwei Kinder. So viele Familien kenn ich mit zwei Kindern in kurzen Abständen (= innerhalb von zwei, drei Jahren). So wie meine ersten beiden. Und wenn ich jetzt eine Frau sehe, das kleine Kind kann noch nicht alleine laufen, der Bauch ist schon dick und rund vom nächsten, dann beschleicht mich meist der Gedanke: "Die Arme". Denn der Stress! Zwei Wickelkinder. Hm, was hab ich mich gewundert, als meine Mutter das gesagt hat, denn das Wickeln ist nun wirklich eine der unstressigsten Tätigkeiten. Erst später merkte ich, das steht eher als Platzhalter für: Zwei Kinder, die beide zu klein sind, um irgendwas alleine geregelt zu kriegen und um die man den ganzen Tag herumscharwenzeln muss.
Aber wo war ich? Richtig, ein leichter Schauder läuft mir also über den Rücken, wenn ich das sehe - sicherlich Mitgefühlt, nicht wahr? Obwohl ich es natürlich selbst nicht anders gemacht habe. Irgendwie ist man nach einem Jahr wohl so in der Stimmung: " Oh, ich hab letzte Nacht fünf Stunden am Stück geschlafen, das Kind hat seinen Brei fast alleine gegessen, komm Schatz, lass uns noch eins machen."
Aber das Dritte. Das ist der Luxus. Klar ist das auch anstrengend, sich noch mal drauf einzulassen, so wenig zu schlafen, noch mal so abhängig und ans Baby gebunden zu sein. Aber es ist auch ein Ausgleich. Zumindest so ab einem Jahr. So ein süßes Kind, das an mir vorbeihoppelt, mich angrinst, sobald es mich sieht. Mich nicht unmotiviert anmeckert, sondern prinzipiell die Welt gut und lustig findet. Bis die Trotzphase kommt, vermutlich, aber gut, da haben wir noch ein bisschen Zeit.
Zwei Kinder. So viele Familien kenn ich mit zwei Kindern in kurzen Abständen (= innerhalb von zwei, drei Jahren). So wie meine ersten beiden. Und wenn ich jetzt eine Frau sehe, das kleine Kind kann noch nicht alleine laufen, der Bauch ist schon dick und rund vom nächsten, dann beschleicht mich meist der Gedanke: "Die Arme". Denn der Stress! Zwei Wickelkinder. Hm, was hab ich mich gewundert, als meine Mutter das gesagt hat, denn das Wickeln ist nun wirklich eine der unstressigsten Tätigkeiten. Erst später merkte ich, das steht eher als Platzhalter für: Zwei Kinder, die beide zu klein sind, um irgendwas alleine geregelt zu kriegen und um die man den ganzen Tag herumscharwenzeln muss.
Aber wo war ich? Richtig, ein leichter Schauder läuft mir also über den Rücken, wenn ich das sehe - sicherlich Mitgefühlt, nicht wahr? Obwohl ich es natürlich selbst nicht anders gemacht habe. Irgendwie ist man nach einem Jahr wohl so in der Stimmung: " Oh, ich hab letzte Nacht fünf Stunden am Stück geschlafen, das Kind hat seinen Brei fast alleine gegessen, komm Schatz, lass uns noch eins machen."
Aber das Dritte. Das ist der Luxus. Klar ist das auch anstrengend, sich noch mal drauf einzulassen, so wenig zu schlafen, noch mal so abhängig und ans Baby gebunden zu sein. Aber es ist auch ein Ausgleich. Zumindest so ab einem Jahr. So ein süßes Kind, das an mir vorbeihoppelt, mich angrinst, sobald es mich sieht. Mich nicht unmotiviert anmeckert, sondern prinzipiell die Welt gut und lustig findet. Bis die Trotzphase kommt, vermutlich, aber gut, da haben wir noch ein bisschen Zeit.
Sonntag, 13. November 2011
Womit hab ich das verdient?
Schrieb ja schon, wie gut Zähneputzen klappt. Gut, ein paar Wochen lang dachte ich dann eher: "Kein Wunder, hast es ja beschrien" - denn da klappte es überhaupt nicht mehr.
Ganz normal vermutlich, Fieber mit empfindlichen Schleimhäuten, Zähne, die durchbrechen - keine guten Voraussetzungen. Aber dann, plötzlich, ging es wieder. Sie macht selber, lässt mich gutwillig nachputzen. Alles wunderbar.
Und jetzt, seit die Kälte eingesetzt hat? Da streckt sie mir die Hände hin für Handschuhe! Ich meine, ich hab schon Kinder, ich WEISS, was die normalerweise in dem Alter (anderthalb) von Handschuhen halten, die sie anziehen sollen. Fäustlinge am besten noch. Und dann das. Hält mir die Hand hin. Dann die andere. Lässt sich geduldig den Daumen in den Däumling friemeln.
Ich brauch ganz dringend einen Stoß Holz zum Draufklopfen. Ganz dringend.
Ganz normal vermutlich, Fieber mit empfindlichen Schleimhäuten, Zähne, die durchbrechen - keine guten Voraussetzungen. Aber dann, plötzlich, ging es wieder. Sie macht selber, lässt mich gutwillig nachputzen. Alles wunderbar.
Und jetzt, seit die Kälte eingesetzt hat? Da streckt sie mir die Hände hin für Handschuhe! Ich meine, ich hab schon Kinder, ich WEISS, was die normalerweise in dem Alter (anderthalb) von Handschuhen halten, die sie anziehen sollen. Fäustlinge am besten noch. Und dann das. Hält mir die Hand hin. Dann die andere. Lässt sich geduldig den Daumen in den Däumling friemeln.
Ich brauch ganz dringend einen Stoß Holz zum Draufklopfen. Ganz dringend.
Sonntag, 6. November 2011
Furchtlos
Dieses Mal ein Kind mit ohne Angst. Sehr angenehm. Bisher kein Zurückzucken, sondern freundliche Neugier bei Hunden, Ziegen, vielen anderen Tieren. Und wie wir heute feststellten, bei Feuerwerk!
Samstag, 5. November 2011
Zum Glück sind sie so süß, die Kleinen
"Schnell, lass uns was spielen, was wir sonst nicht können, wenn S. (die ganz Kleine) da ist". Also fast jedes Spiel. Denn wenn die Kleinste da ist, können wir nur oben auf dem Esszimmertisch spielen (noch ist das babyfreie Zone - außer wenn sie in ihren Stuhl aufsteht und sich fast auf die komplette Tischplatte legt, natürlich) und/oder müssen damit leben können, dass ein Kleinkind rumgrölt, weil sie auch dahin will, wo die Action ist.
Und danach, himmlisch (jetzt bin ich wirklich Mutter, wenn ich das himmlisch finde!), ungestört die Spülmaschine ausräumen. Mit Kindern reden, die schon recht vernünftig antworten können.
Die Erkenntnis: Es wäre alles so viel einfacher ohne Baby! Und dann kommt sie mit dem Papa zurück. Und schon im Treppenhaus muss ich sie anlachen. So süß, wie sie rumgluckst und mich angrinst. Und wie sie dann mit ihren O-Beinen rummarschiert. Haben die ein Glück, die Kleinen, dass es das Kindchenschema und die Hormone gibt.
Und danach, himmlisch (jetzt bin ich wirklich Mutter, wenn ich das himmlisch finde!), ungestört die Spülmaschine ausräumen. Mit Kindern reden, die schon recht vernünftig antworten können.
Die Erkenntnis: Es wäre alles so viel einfacher ohne Baby! Und dann kommt sie mit dem Papa zurück. Und schon im Treppenhaus muss ich sie anlachen. So süß, wie sie rumgluckst und mich angrinst. Und wie sie dann mit ihren O-Beinen rummarschiert. Haben die ein Glück, die Kleinen, dass es das Kindchenschema und die Hormone gibt.
Donnerstag, 3. November 2011
Das erste Wort - und die ersten schnellen Schritte
Das erste Wort des kleinsten Kindes ist "Wauwau". Zählt das überhaupt als Wort? Wenn es zumindest jedes Mal mit VIEL Emphase vorgetragen wird? Überhaupt, wenn Hunde gesichtet werden. Oder andere Tiere. Oder andere interessante Dinge: Dieser gerundete Mund, ein Bild des Staunens über diese Welt, der ausgestreckte Finger, damit wir auch ja an diesem Wunder teilhaben können, dessen sie da gewahr wird.
Wauwau nun also. Mama kam früher, wird aber absolut unspezifisch angewendet. Alles kann Mama sein, Dinge, gewünschte Aktionen - und manchmal eben auch die Mama. Ich sage ja, das ist eine Abkürzung für "MAch MAl". Zum Beispiel als sie ihre große Schwester aufforderte, genau DA rum zu laufen, damit die zwei einen Wettlauf machen können. Ohne Wanken mit ausgestrecktem Arm zeigen und Mama rufen, das MUSS doch jeder verstehen, oder? Ging ja dann auch.
Womit wir beim Thema Laufen wären. Ich bilde mir ein, ich hätte hin und wieder eine winzig kleine Flugphase zwischen "ein Fuß hoch - und jetzt der andere" erblickt. Sprich: Das Kind übt wirklich Rennen. Bin ganz begeistert. Sie ist auf jeden Fall viel schneller geworden. Nicht so gut, wenn man mal unbemerkt ins Bad huschen will und normalerweise auf einem Flur von fünf Metern Länge einen bequemen Vorsprung rausarbeiten konnte, ohne sich besonders anstrengen zu müssen. Muss man sich jetzt ein bisschen beeilen.
Oh, aber ganz schnell muss ich von dem bemerkenswerten Kind erzählen, das ich neulich auf dem Trampolin in der Spielscheune sah. Das hüpfte. So richtig auf und ab. Mit Boden verlassen und allem. Sogar im Stand wieder runterkommen. Und war körperlich nicht größer als meine Kleine. Also entweder sehr klein gewachsen - oder motorisch sehr, sehr weit für ihr Alter. Beeindruckend.
Wauwau nun also. Mama kam früher, wird aber absolut unspezifisch angewendet. Alles kann Mama sein, Dinge, gewünschte Aktionen - und manchmal eben auch die Mama. Ich sage ja, das ist eine Abkürzung für "MAch MAl". Zum Beispiel als sie ihre große Schwester aufforderte, genau DA rum zu laufen, damit die zwei einen Wettlauf machen können. Ohne Wanken mit ausgestrecktem Arm zeigen und Mama rufen, das MUSS doch jeder verstehen, oder? Ging ja dann auch.
Womit wir beim Thema Laufen wären. Ich bilde mir ein, ich hätte hin und wieder eine winzig kleine Flugphase zwischen "ein Fuß hoch - und jetzt der andere" erblickt. Sprich: Das Kind übt wirklich Rennen. Bin ganz begeistert. Sie ist auf jeden Fall viel schneller geworden. Nicht so gut, wenn man mal unbemerkt ins Bad huschen will und normalerweise auf einem Flur von fünf Metern Länge einen bequemen Vorsprung rausarbeiten konnte, ohne sich besonders anstrengen zu müssen. Muss man sich jetzt ein bisschen beeilen.
Oh, aber ganz schnell muss ich von dem bemerkenswerten Kind erzählen, das ich neulich auf dem Trampolin in der Spielscheune sah. Das hüpfte. So richtig auf und ab. Mit Boden verlassen und allem. Sogar im Stand wieder runterkommen. Und war körperlich nicht größer als meine Kleine. Also entweder sehr klein gewachsen - oder motorisch sehr, sehr weit für ihr Alter. Beeindruckend.
Dienstag, 1. November 2011
Trinken
Nachdem wir das Essen behandelt haben, gibt es auch zum Trinken neue Erkenntnisse. Mein Kind war nie die große Trinkerin und hat mir ob fehlender schwerer, nasser Windeln zu Stillzeiten durchaus hin und wieder Sorgen gemacht. Kann das reichen? Kann das genug sein? Nachdem auch die Wasserflasche keine große Änderung der täglichen (geringen) Trinkmenge brachte - nun die Erkenntnis: Es hat ihr einfach nicht geschmeckt.
Seit vor wenigen Wochen zum ersten Mal Apfelschorle ins Spiel kam, ist kein Halten mehr, wenn sie die großen Geschwister so etwas leckeres trinken sieht. Und da darf es ruhig mal ein bisschen mehr sein. Und da muss Mama sich ganz schön umgewöhnen, doch das ein oder andere Mal zusätzlich ans Wickeln zu denken.
Die Gewissensfrage fürs Wochenende also (Einsendungen werden gerne entgegen genommen): Hart und bei Wasser bleiben? Wenn die Nieren eh an dauerhafte Trockenheit gewöhnt sind? Oder sagen: "Zähne werden sowieso überbewertet" und auf Schorle und ihre noch süßeren Schwestern umsteigen?
Seit vor wenigen Wochen zum ersten Mal Apfelschorle ins Spiel kam, ist kein Halten mehr, wenn sie die großen Geschwister so etwas leckeres trinken sieht. Und da darf es ruhig mal ein bisschen mehr sein. Und da muss Mama sich ganz schön umgewöhnen, doch das ein oder andere Mal zusätzlich ans Wickeln zu denken.
Die Gewissensfrage fürs Wochenende also (Einsendungen werden gerne entgegen genommen): Hart und bei Wasser bleiben? Wenn die Nieren eh an dauerhafte Trockenheit gewöhnt sind? Oder sagen: "Zähne werden sowieso überbewertet" und auf Schorle und ihre noch süßeren Schwestern umsteigen?
Montag, 31. Oktober 2011
Vollwertige Kost?
Gilt es eigentlich als vollständiges und in irgendeiner Weise ausgewogenes Abendessen, wenn das Kleinkind zu sich nimmt:
- eine Banane minus zwei Häppchen (halt, minus eins, das andere hat sie sich gerade doch noch reingedreht
- diverse kleine Apfelstückchen
- zwei dicke Scheiben Gurke
- und zur Krönung des Ganzen einen Sahnejoghurt mit einigen Mini-Stückchen Toastbrot verfeinert.
Gut, der Joghurt hatte, moment, 207 Kalorien. Minus ca. 50 Kalorien, die gegen Ende mitsamt Joghurtbecher auf dem Fußboden gelandet sind. Wie überlebt man mit Kleinkindern ohne Küchenrolle? Ich meine, da gibt es einige Dinge, die ich meinem Wischtuch in Reinform so nicht zumuten würde. Also wie läuft das? "Wasch ich das Ding halt öfter" und ab mitsamt Joghurt in die Waschmaschine gefeuert? Meine Waschmaschine steht vier Treppen entfernt, ich bin froh, wenn der Lappen überhaupt ab und an mal den Weg dorthin findet!
Für wen außer für sehr hungrige Kleinkinder könnte Sahnejoghurt denn überhaupt gedacht sein? Ich meine, ich brauche wirklich keinen Magerjoghurt, aber 10% Fett im Milchanteil???
Schauen wir doch mal, was andere dazu sagen, zum Beispiel die Eltern: "Mit einem Jahr kommt ein Kind täglich mit etwa 850 Kalorien aus, wobei es eine Bandbreite zwischen 550 und 1100 gibt" . Aha. Schon klar, an welchem Ende der Bandbreite mein Kind so steht.
- eine Banane minus zwei Häppchen (halt, minus eins, das andere hat sie sich gerade doch noch reingedreht
- diverse kleine Apfelstückchen
- zwei dicke Scheiben Gurke
- und zur Krönung des Ganzen einen Sahnejoghurt mit einigen Mini-Stückchen Toastbrot verfeinert.
Gut, der Joghurt hatte, moment, 207 Kalorien. Minus ca. 50 Kalorien, die gegen Ende mitsamt Joghurtbecher auf dem Fußboden gelandet sind. Wie überlebt man mit Kleinkindern ohne Küchenrolle? Ich meine, da gibt es einige Dinge, die ich meinem Wischtuch in Reinform so nicht zumuten würde. Also wie läuft das? "Wasch ich das Ding halt öfter" und ab mitsamt Joghurt in die Waschmaschine gefeuert? Meine Waschmaschine steht vier Treppen entfernt, ich bin froh, wenn der Lappen überhaupt ab und an mal den Weg dorthin findet!
Für wen außer für sehr hungrige Kleinkinder könnte Sahnejoghurt denn überhaupt gedacht sein? Ich meine, ich brauche wirklich keinen Magerjoghurt, aber 10% Fett im Milchanteil???
Schauen wir doch mal, was andere dazu sagen, zum Beispiel die Eltern: "Mit einem Jahr kommt ein Kind täglich mit etwa 850 Kalorien aus, wobei es eine Bandbreite zwischen 550 und 1100 gibt" . Aha. Schon klar, an welchem Ende der Bandbreite mein Kind so steht.
Samstag, 24. September 2011
Kleine Könnerin
Was die Kleine so alles inzwischen drauf hat:
- Laufen
- Klettern - zumindest den Hochstuhl hoch. Ja, auch den, der noch dieses Baby-Gitterding vorn dran hat, damit das Kind nicht so leicht rauskommt
- Türen öffnen (ganz gefährlich, weil neu und ich noch nicht einschätzen kann, wo das hinführt - muss ich die Tür zum Treppenhaus jetzt abschließen, damit sie nicht abhaut, oder macht sie das eh nicht?)
- Treppen hoch- und zum Glück inzwischen auch sicher runterkommen. Sollte sie zwar immer noch nicht unbeobachtet machen, aber wenn, dann passiert zum Glück normalerweise nichts
- immer noch wunderbare O-Beine, mit denen sie sehr zielbewusst durch die Gegend stapft
- an Sachen rankommen, die am Rand des Tisches stehen
Was erst so langsam kommt:
- Sprachverständnis. Wahrscheinlich hätten wir ein biiischen mehr tun können Richtung Vorlesen. Aber ich merke, dass auch auf ihrer Seite das Interesse und Verständnis jetzt erst los geht und Zeichensprache immer noch besser verstanden wird ("komm her", "bring das her", alles mit irgendwelchen Wink-Greif-Gesten), als Worte
Alles in allem: Wunderbar und ich freu mich jeden Tag, was Neues kommt. Im Moment bedeutet es alles: Es wird einfacher.
- Laufen
- Klettern - zumindest den Hochstuhl hoch. Ja, auch den, der noch dieses Baby-Gitterding vorn dran hat, damit das Kind nicht so leicht rauskommt
- Türen öffnen (ganz gefährlich, weil neu und ich noch nicht einschätzen kann, wo das hinführt - muss ich die Tür zum Treppenhaus jetzt abschließen, damit sie nicht abhaut, oder macht sie das eh nicht?)
- Treppen hoch- und zum Glück inzwischen auch sicher runterkommen. Sollte sie zwar immer noch nicht unbeobachtet machen, aber wenn, dann passiert zum Glück normalerweise nichts
- immer noch wunderbare O-Beine, mit denen sie sehr zielbewusst durch die Gegend stapft
- an Sachen rankommen, die am Rand des Tisches stehen
Was erst so langsam kommt:
- Sprachverständnis. Wahrscheinlich hätten wir ein biiischen mehr tun können Richtung Vorlesen. Aber ich merke, dass auch auf ihrer Seite das Interesse und Verständnis jetzt erst los geht und Zeichensprache immer noch besser verstanden wird ("komm her", "bring das her", alles mit irgendwelchen Wink-Greif-Gesten), als Worte
Alles in allem: Wunderbar und ich freu mich jeden Tag, was Neues kommt. Im Moment bedeutet es alles: Es wird einfacher.
Freitag, 8. Juli 2011
Déjà Vu
So viele Situationen, die sich ähneln. Grad, wenn es das letzte Kind ist (soweit man weiß), eine gewisse Wehmut: Man erinnert sich nicht genau an die vorigen Kinder, als die noch so klein waren, wird man sich an an dieses Kind als Baby erinnern können? Die kleine Krabbe auf dem Schoß, den winzigen Kopf mit den großen Augen? Das wackelige Hin- und Herschwanken (wie schwer ist es, einfach nur zu stehen). Das Laufen mit den nach außen zeigenden Ellbogen, um das Gleichgewicht zu halten? Seufz.
Andere Situationen, auf die man eher verzichten würde, sie in Endlosschleife zu erleben: Rumgefuchtel beim Brei-Essen. Birne-Geben als wirkungslose Abführhilfe. Das einmalige Geräusch, dass jede Mutter aus dem Tiefschlaf schrecken lässt, wenn das Kind gerade das erste Mal würgt ...
Andere Situationen, auf die man eher verzichten würde, sie in Endlosschleife zu erleben: Rumgefuchtel beim Brei-Essen. Birne-Geben als wirkungslose Abführhilfe. Das einmalige Geräusch, dass jede Mutter aus dem Tiefschlaf schrecken lässt, wenn das Kind gerade das erste Mal würgt ...
Freitag, 1. Juli 2011
Eine Ebene
Das Baby bevorzugt es, wenn sich alles auf seiner Ebene abspielt. Oder wenn es selber auf der Ebene sein darf, auf der die Musik spielt.
Da das aber zu gefährlich, zu anstrengend oder schlicht unmöglich ist (Baby auf dem Sofa halten, damit es nicht runterfällt, beim Kochen auf dem Arm haben, damit es was sehen kann), begebe ich mich nun also oft auf Bodenniveau. Meist ist dann gut. Das Gekreische lässt nach. Das Kind kann in Ruhe weiter forschen und muss gar nicht unbedingt auf mir rumturnen. Muss auch blöd sein, wenn einen immer alle wie Türme überragen.
Da das aber zu gefährlich, zu anstrengend oder schlicht unmöglich ist (Baby auf dem Sofa halten, damit es nicht runterfällt, beim Kochen auf dem Arm haben, damit es was sehen kann), begebe ich mich nun also oft auf Bodenniveau. Meist ist dann gut. Das Gekreische lässt nach. Das Kind kann in Ruhe weiter forschen und muss gar nicht unbedingt auf mir rumturnen. Muss auch blöd sein, wenn einen immer alle wie Türme überragen.
Dienstag, 28. Juni 2011
Heute und gestern
Wow. Dieses Tempo. Sehe Frauen mit Babys im Kinderwagen. Also echten Babys, so sechs Wochen alt. Oder drei Monate. Oder ein halbes Jahr. Und denke: "Ach, die auch." Und dann: "Ach nee, meins ist ja gar kein richtiges Baby mehr". Und dann:"Was für ein Glück wir alle haben, dass das so schnell geht."
Vor einem Jahr jedes Mal die Zitterpartie, wenn ich die Große zum Kindergarten brachte und das Baby dabei hatte. Schläft es dieses Mal den ganzen Weg durch? Wacht es mitten auf dem Hin- oder Rückweg auf und ist nur durch Tragen und/oder Füttern wieder zur Ruhe zu bringen? Kinderwagen fahren war damals nicht gerade ihre Lieblingsbeschäftigung. Seh mich sitzen auf dem Stein, auf der Treppe, auf eigentlich so ziemlich allen Plätzen auf dem Weg, die sich zum Sitzen eignen. Verschwitzt, weil Jahrhundertsommer und weil aufgeregt, ob das Baby sich beruhigen lässt und vermutlich auch noch hormonell aufgeschwemmt.
Und jetzt? Parke den Wagen vorbildlich relativ weit weg vom Kindergarten, weil die einzigen freien Plätze davor die Feuerwehrzufahrt sind. Und wer mir jetzt kommt, Auto, bla bla, von wegen vorbildlich: Das neue Haus liegt MINDESTENS einen Kilometer weiter von der Kita entfernt. Und überhaupt, man hat doch noch so viele andere Wege, die sich kombinieren lassen. Und das Kind mag auch nicht und überhaupt. Na gut, ist nicht so 100% vorbildlich, aber die neue Kita für das Baby ist dafür wieder fußläufig erreichbar, ohne Diskussion.
Wo war ich? Ah ja, parke also ca. 140 Schritte von der Kita entfernt (das weiß ich so genau, weil meine Tochter mich auf dem Weg zum Auto gern mal zählen lässt). Puh, ist das Baby schwer. Mit seinen 12 Kilo auch nicht gerade ein Leichtgewicht für sein Alter. Dann lass ich sie einfach mal laufen. Genau. Geht bisschen langsam, aber geht und gibt den Armen die benötigte Auszeit, damit ich sie wieder unter nicht ganz so würdelosem Gestöhne die Treppen bis in den zweiten Stock hochtragen kann.
Großartige Zeit. Das Spazierenstehen fängt erst noch an, im Moment ist das "ich kann ja Laufen"-Gefühl einfach noch zu großartig. Außerdem bleibt sie noch an der Hand, weil es so doch ein bisschen sicherer und schneller geht. Alles Dinge, die sich in ein bis zwei Wochen vermutlich erledigt haben, und das für eine ganze Weile, wie ich schon weiß. Aber man muss den Moment einfach genießen.
Vor einem Jahr jedes Mal die Zitterpartie, wenn ich die Große zum Kindergarten brachte und das Baby dabei hatte. Schläft es dieses Mal den ganzen Weg durch? Wacht es mitten auf dem Hin- oder Rückweg auf und ist nur durch Tragen und/oder Füttern wieder zur Ruhe zu bringen? Kinderwagen fahren war damals nicht gerade ihre Lieblingsbeschäftigung. Seh mich sitzen auf dem Stein, auf der Treppe, auf eigentlich so ziemlich allen Plätzen auf dem Weg, die sich zum Sitzen eignen. Verschwitzt, weil Jahrhundertsommer und weil aufgeregt, ob das Baby sich beruhigen lässt und vermutlich auch noch hormonell aufgeschwemmt.
Und jetzt? Parke den Wagen vorbildlich relativ weit weg vom Kindergarten, weil die einzigen freien Plätze davor die Feuerwehrzufahrt sind. Und wer mir jetzt kommt, Auto, bla bla, von wegen vorbildlich: Das neue Haus liegt MINDESTENS einen Kilometer weiter von der Kita entfernt. Und überhaupt, man hat doch noch so viele andere Wege, die sich kombinieren lassen. Und das Kind mag auch nicht und überhaupt. Na gut, ist nicht so 100% vorbildlich, aber die neue Kita für das Baby ist dafür wieder fußläufig erreichbar, ohne Diskussion.
Wo war ich? Ah ja, parke also ca. 140 Schritte von der Kita entfernt (das weiß ich so genau, weil meine Tochter mich auf dem Weg zum Auto gern mal zählen lässt). Puh, ist das Baby schwer. Mit seinen 12 Kilo auch nicht gerade ein Leichtgewicht für sein Alter. Dann lass ich sie einfach mal laufen. Genau. Geht bisschen langsam, aber geht und gibt den Armen die benötigte Auszeit, damit ich sie wieder unter nicht ganz so würdelosem Gestöhne die Treppen bis in den zweiten Stock hochtragen kann.
Großartige Zeit. Das Spazierenstehen fängt erst noch an, im Moment ist das "ich kann ja Laufen"-Gefühl einfach noch zu großartig. Außerdem bleibt sie noch an der Hand, weil es so doch ein bisschen sicherer und schneller geht. Alles Dinge, die sich in ein bis zwei Wochen vermutlich erledigt haben, und das für eine ganze Weile, wie ich schon weiß. Aber man muss den Moment einfach genießen.
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