Das lief nicht ganz so wie geplant. Zumindest von mir im Geiste geplant.
Irgendjemand fragt am Vortag, ob die Brownies schon gebacken werden sollen oder doch erst am Muttertag selber. Selbstlos wie ich bin (und es ist noch Kuchen vom Vortag da), sage ich, die können ruhig erst am Sonntag gemacht werden.
Das Kind, das Sonntag gar nicht da ist, weil es in die Ferien gefahren ist, fahre ich am Samstag noch an, weil es in letzter Minute an einer selbstgemachten Muttertagskarte rumbastelt. Dafür schäme ich mich am Folgetag, denn
es ist die einzige, die ich bekommen werde. Liegt irgendwo zusammengefaltet auf dem Tisch, gut, dass ich wenigstens weiß, wo sie zu finden ist.
Dem Rest der Familie ist es ungefähr entfallen, was für ein Tag ist. Und das liegt nicht daran, dass ich ihn als Konsumterror oder albernes Ablassritual ("einmal im Jahr macht Ihr, aber sonst ..") geißeln würde. Tue ich nicht. Ich mag Muttertag total gerne. Natürlich bin ich immer Last-Minute-gestresst, meiner eigenen Mutter, die zum Glück noch lebt, rechtzeitig ein Geschenk, einen Blumenstrauß, eine Karte zu besorgen.
Und das war die Mutter, die schon sagte, dass sie das albern findet. Aber wenn ich dann am Telefon höre, wie freudig ihre Stimme klingt, wenn sie abwehrt und sich ein bisschen lustig macht, dann weiß ich, es freut sie halt doch.
Und mich? Mich erfreut anscheinend keiner. Weder freiwillig noch durch einen Anlass gezwungen.
Warum schreibe ich das auf? Will ich meine Familie öffentlich beschämen? Nein, das ist ein Gegengewicht zu den vielen Fotos von mehr oder minder liebevoll gedeckten Muttertagstischen etc., die natürlich gern geteilt werden (und auch geteilt werden sollen!). Oder zu den sehr schweren Gegenentwürfen von enttäuschter Liebe, misslungenen Mutter-Kind-Beziehungen, die anderen den Tag so schwer machen.
Nein, es kann auch einfach ganz durchschnittlich enttäuschend ablaufen, die Beziehung in der Familie ist "normal", aber irgendwie nimmt mich und meine Wünsche keiner so richtig wichtig und ich weiß nicht, ob durch den ganzen emotionalen Stress, den ich nun allen verursachen musste, etwas davon angekommen ist. Hab ja noch ein paar Monate bis zum Geburtstag um zu sehen, ob es hängen geblieben ist.
Wie passend dann noch der Artikel von Pia Ziefle, der mir in die Timeline gespült wurde (über die Vorspeisenplatte?): Es ist auch andernorts schwer und vielleicht hat es tatsächlich was damit zu tun, dass man (ich!) sich selbst so lange immer hintenangestellt hat mit seinen Bedürfnissen.
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Freitag, 17. Mai 2019
Montag, 25. Januar 2016
Un-pädagogisch kochen
Habe hier ja schon groß getönt (find es grad nicht wieder), wie pädagogisch wertvoll ich das doch mit dem Backen oft hinkriege. Also, in nicht geschwollen ausgedrückt: Die Kinder dürfen mitmachen. Und lernen manchmal sogar etwas dabei, so was wie "Abwiegen" oder "Eier zerschlagen" - wenn man Glück hat, landet das Ei dann auch in der Schüssel.
Unpädagogisch geht aber auch ganz großartig. Wenn das Kind beim Kochen den Stuhl ranschiebt (natürlich MITTEN in den Weg, so dass man weder an Herd noch Arbeitsplatte rankommt und mitmachen will ... dann kann man auch einfach mal kurz fauchen: "Nein, lass das, mach was anderes, das stört mich gerade!" War halt ein langer Arbeitstag. Und wenn man Glück hat, lässt sich das Kind danach mit dem Suchlauf des Radios ablenken. Und keiner ist gestorben an Unpädagogik, das Kind war nicht mal eine Minute unglücklich und hatte dann andere Beschäftigung gefunden.
Unpädagogisch geht aber auch ganz großartig. Wenn das Kind beim Kochen den Stuhl ranschiebt (natürlich MITTEN in den Weg, so dass man weder an Herd noch Arbeitsplatte rankommt und mitmachen will ... dann kann man auch einfach mal kurz fauchen: "Nein, lass das, mach was anderes, das stört mich gerade!" War halt ein langer Arbeitstag. Und wenn man Glück hat, lässt sich das Kind danach mit dem Suchlauf des Radios ablenken. Und keiner ist gestorben an Unpädagogik, das Kind war nicht mal eine Minute unglücklich und hatte dann andere Beschäftigung gefunden.
Donnerstag, 23. April 2015
Glück und Unglück der Hausfrau
Glück der Hausfrau: Den Boden des Wäschekorbs zu sehen. Yeah, langes Wochenende, maschinenweise Dreckwäsche gesäubert, strike.
Unglück der Hausfrau: Eine halbe Stunde nach dem Glücksgefühl setzt die wochenendliche Badezeit ein und sämtliche Familienmitglieder hinterlassen riesige Haufen an Schmutzwäsche. Grrh.
Unglück der Hausfrau: Eine halbe Stunde nach dem Glücksgefühl setzt die wochenendliche Badezeit ein und sämtliche Familienmitglieder hinterlassen riesige Haufen an Schmutzwäsche. Grrh.
Dienstag, 4. November 2014
Was die Hormone mit mir gemacht haben
Seit ich Kinder habe, bin ich deutlich näher am Wasser gebaut als früher. Wobei ich immer schon zu Anfällen von Rührseligkeit geneigt habe.
Kurz nach der Geburt des ersten Kindes merkte ich aber: Das hat sich noch mal verändert. Das Kind war vielleicht drei, vier Wochen alt, da stand ein Artikel in der Zeitung unter "Vermischtes", über einen Säugling, der ausgesetzt worden ist und gestorben ist. Das war wie ein Schlag in die Magengrube.
Auf NDR gab es vor einiger Zeit (vermutlich 2012, dann war es ja grad 50 Jahre her) eine Sendung zur Sturmflut in Hamburg. Zeitzeugen erzählten und Schauspieler spielten die Szenen. Eine Familie auf einem Dach in Wilhelmsburg. Ein Ruderboot kommt zur Rettung. Es passen nicht alle ins Boot. Wer darf mit, das Baby im Kinderwagen oder der kleine Junge, vielleicht 6 oder 8? Und die Abwägung, die die Zeitzeugin dann schildert: Der Vater wollte das Baby mitnehmen, das hat das ganze Leben doch noch vor sich. Die Mutter sagt: "Das geht nicht! Die Kleine merkt doch noch nichts. Aber der Junge, der kriegt das doch mit!" Das sind so Elternalpträume - Du kannst nur ein Kind retten, für welches entscheidest Du Dich.
Kurz nach der Geburt des ersten Kindes merkte ich aber: Das hat sich noch mal verändert. Das Kind war vielleicht drei, vier Wochen alt, da stand ein Artikel in der Zeitung unter "Vermischtes", über einen Säugling, der ausgesetzt worden ist und gestorben ist. Das war wie ein Schlag in die Magengrube.
Auf NDR gab es vor einiger Zeit (vermutlich 2012, dann war es ja grad 50 Jahre her) eine Sendung zur Sturmflut in Hamburg. Zeitzeugen erzählten und Schauspieler spielten die Szenen. Eine Familie auf einem Dach in Wilhelmsburg. Ein Ruderboot kommt zur Rettung. Es passen nicht alle ins Boot. Wer darf mit, das Baby im Kinderwagen oder der kleine Junge, vielleicht 6 oder 8? Und die Abwägung, die die Zeitzeugin dann schildert: Der Vater wollte das Baby mitnehmen, das hat das ganze Leben doch noch vor sich. Die Mutter sagt: "Das geht nicht! Die Kleine merkt doch noch nichts. Aber der Junge, der kriegt das doch mit!" Das sind so Elternalpträume - Du kannst nur ein Kind retten, für welches entscheidest Du Dich.
Samstag, 2. Februar 2013
Selbstlosigkeit?
Ist das die Eigenschaft, die Elternsein am meisten hervorbringt? Oder sollte ich sagen: Fremdbestimmtheit? Was bedeutet es, dass mein bevorzugter Zustand bei mir selber mit einem Buch oder einer Zeitung ist, der am häufigsten durch die Kinder angeforderte aber ein "beschäftige Dich mit mir"-Zustand ist? Die wollen mit mir spielen, malen, rausgehen. Gut, rausgehen schlage ich vor, von alleine würden die das niemals wollen, auch wenn es allen (mir eingeschlossen) guttut, wenn wir uns dazu durchgerungen haben.
Ist es also der Normalzustand, nach dem wir alle streben, selbstbestimmt, im eigenen Tempo Dinge tun statt im verlangsamten Kindermodus inklusive Erklären der Welt zum Beispiel den Wocheneinkauf in einer (mit Kindern) statt in einer halben Stunde (allein) zu absolvieren? Oder ist es der Sonderfall, zu dem sich Deutschland/die westliche Welt/welcher Teil der Welt auch immer entwickelt hat? Und ist es eher unnormal, während früher und in anderen Ländern das "Sich um andere kümmern, immer, ständig" sozusagen der "Naturzustand" ist? Was heißt in diesem Zusammenhang "natürlich"? Wobei Kümmern nicht allein auf Kinder bezogen ist, sondern auf alle, die auf Hilfe angewiesen sind?
Auf jeden Fall ist es so für mich der schwierige und nur manchmal von selbst erwünschte Modus. Ich käm ganz gut klar mit so einer Elternschaft à la gehobenes Bürgertum um die Jahrhundertwende mit: Kinder werden ab und an mal von der Kinderfrau vorbeigebracht, um ein Gedicht vorzutragen oder ein Küsschen zu geben. Glaub ich. Andererseits ist es natürlich nett, dass wir grad so schöne Bilder zusammen malen, wir sind ja selten genug gemeinsam kreativ.
Aber vermissen tue ich es, die Zeit, in der ich machen konnte, was ich wollte, wann ich es wollte. Klar, arbeiten "musste" man auch damals. Aber arbeiten "muss" ich auch jetzt, die Zeit drumrum hab ich aber nur noch in abgezirkeltem Maße zur freien Verfügung. Kommt ja alles wieder. Aber so lang noch, so lang hin, seufz.
Ist es also der Normalzustand, nach dem wir alle streben, selbstbestimmt, im eigenen Tempo Dinge tun statt im verlangsamten Kindermodus inklusive Erklären der Welt zum Beispiel den Wocheneinkauf in einer (mit Kindern) statt in einer halben Stunde (allein) zu absolvieren? Oder ist es der Sonderfall, zu dem sich Deutschland/die westliche Welt/welcher Teil der Welt auch immer entwickelt hat? Und ist es eher unnormal, während früher und in anderen Ländern das "Sich um andere kümmern, immer, ständig" sozusagen der "Naturzustand" ist? Was heißt in diesem Zusammenhang "natürlich"? Wobei Kümmern nicht allein auf Kinder bezogen ist, sondern auf alle, die auf Hilfe angewiesen sind?
Auf jeden Fall ist es so für mich der schwierige und nur manchmal von selbst erwünschte Modus. Ich käm ganz gut klar mit so einer Elternschaft à la gehobenes Bürgertum um die Jahrhundertwende mit: Kinder werden ab und an mal von der Kinderfrau vorbeigebracht, um ein Gedicht vorzutragen oder ein Küsschen zu geben. Glaub ich. Andererseits ist es natürlich nett, dass wir grad so schöne Bilder zusammen malen, wir sind ja selten genug gemeinsam kreativ.
Aber vermissen tue ich es, die Zeit, in der ich machen konnte, was ich wollte, wann ich es wollte. Klar, arbeiten "musste" man auch damals. Aber arbeiten "muss" ich auch jetzt, die Zeit drumrum hab ich aber nur noch in abgezirkeltem Maße zur freien Verfügung. Kommt ja alles wieder. Aber so lang noch, so lang hin, seufz.
Donnerstag, 12. Juli 2012
Ohne Kinder - oder ohne Kindsvater - alles nicht das Wahre - oder?
Habe es genossen. Eine Woche komplett kinderfrei. Vier Abende war ich unterwegs, einen hab ich rumgeschlumpft und einen zu Hause richtig viel gemacht. Ich stelle fest: Vermutlich wäre ich gar keine so schlechte Hausfrau. Bloß das Mutter UND Hausfrau bringt mich an meine Grenzen. Ach so, UND berufstätig sein, sollte ich vielleicht auch noch erwähnen.
Ja, es war schön. Wie letztes Jahr war die erste Rückkehr in die leere Wohnung etwas blöd. Aber danach gar nicht mehr, keine komischen Knackgeräusche in leeren Zimmern oder so. Fühl ich mich also schon ganz zu Hause hier. Und was hab ich die Abende genossen, an denen ich unterwegs war. So war das also früher. So könnte es wieder sein. Ich glaub, Oma-Sein könnte toll werden (klopf auf Holz, dass das klappt), Kinder für begrenzte Zeit und dann wieder die Annehmlichkeiten des Ohne-Kinder-Lebens.
Nächste Erkenntnis: Mein Mann kommt mit den drei Kindern wunderbar klar. Das finden alle toll ("Was, die Kleine hat er auch mitgenommen?"), ich eingeschlossen. War nur ein kleines bisschen neidisch auf das viele Lob, ich arbeite noch an meinem Karma. Ich selber hatte wieder einige Erfahrungen mit allein mit drei Kindern unterwegs (erster Großeinkauf nach dem Urlaub, sag ich nur), bei denen ich feststellen konnte, dass ich, wäre ich alleinerziehend, mir hoffentlich deutlich weniger als drei Kinder angeschafft hätte.
Montag, 7. Mai 2012
Ziele
Nur für den Fall, dass mich mal jemand nach meinen Zielen fürs nächste Leben fragt (über die Ziele für DIESES Leben sprechen wir ein anderes Mal): Ich möchte als Mann wiedergeboren werden.
Und zwar nicht für den üblichen Quatsch, um endlich mal männliche Privilegien auszukosten, noch mehr Geld zu verdienen, eine Hausfrau zu haben oder so. NEIN. Um endlich zu verstehen, wie es für einen Mann ist, bei einer Geburt dabei zu sein. Also möglichst bei der Geburt des eigenen Kindes natürlich, das berührt vermutlich mehr als die Geburt irgendeines Babys. Wie fühlt sich das an? Ist das schlimm, so daneben zu stehen und nichts tun zu können? Langweilt man sich zwischendurch vielleicht echt mal, darf es aber natürlich keinesfalls zugeben? Oder ist das die ganze Zeit so eine total intensive Erfahrung, wie sie einem in den Vorbereitungskursen vorschwärmen? Gibt es das vielleicht sogar schon, so total ehrliche Männervorbereitungskurse, wo dann auch mal Tacheles geredet wird à la: Sie wird schwitzen wie ein Schwein, mach Dir nichts draus und lass Dir nichts anmerken?
Wahrscheinlich bin ich dann wieder nicht der richtige Typ dafür. Hab ja selbst als Mutter mein Baby in den ersten Tagen im Krankenhaus nicht den ganzen Tag beseelt angeschaut, sondern war sehr froh, dass ich beim ersten Kind zumindest EINE anregendere Zeitschrift dabei hatte. Beim zweiten Kind war es dann schon ein ganzes Buch UND ich hab mich getraut, den Fernseher anzumachen!
Und zwar nicht für den üblichen Quatsch, um endlich mal männliche Privilegien auszukosten, noch mehr Geld zu verdienen, eine Hausfrau zu haben oder so. NEIN. Um endlich zu verstehen, wie es für einen Mann ist, bei einer Geburt dabei zu sein. Also möglichst bei der Geburt des eigenen Kindes natürlich, das berührt vermutlich mehr als die Geburt irgendeines Babys. Wie fühlt sich das an? Ist das schlimm, so daneben zu stehen und nichts tun zu können? Langweilt man sich zwischendurch vielleicht echt mal, darf es aber natürlich keinesfalls zugeben? Oder ist das die ganze Zeit so eine total intensive Erfahrung, wie sie einem in den Vorbereitungskursen vorschwärmen? Gibt es das vielleicht sogar schon, so total ehrliche Männervorbereitungskurse, wo dann auch mal Tacheles geredet wird à la: Sie wird schwitzen wie ein Schwein, mach Dir nichts draus und lass Dir nichts anmerken?
Wahrscheinlich bin ich dann wieder nicht der richtige Typ dafür. Hab ja selbst als Mutter mein Baby in den ersten Tagen im Krankenhaus nicht den ganzen Tag beseelt angeschaut, sondern war sehr froh, dass ich beim ersten Kind zumindest EINE anregendere Zeitschrift dabei hatte. Beim zweiten Kind war es dann schon ein ganzes Buch UND ich hab mich getraut, den Fernseher anzumachen!
Samstag, 14. Januar 2012
Fässchen
Wer ist eigentlich die Frau da im Spiegel, die ganz offensichtlich ein Fass verschluckt hat? Denn wie sonst ließen sich nur unwesentlich verdickte Arme und Beine erklären, dafür aber dieser um zehn bis zwanzig Zentimeter angewachsene Taillenumfang?
Und warum lächelt mir diese Frau nur ganz selten im Spiegel entgegen, dafür aber auf fast jedem Foto, dass es von ihr/mir gibt? Das nennt man wohl Selbsttäuschung, oder?
Und warum lächelt mir diese Frau nur ganz selten im Spiegel entgegen, dafür aber auf fast jedem Foto, dass es von ihr/mir gibt? Das nennt man wohl Selbsttäuschung, oder?
Mittwoch, 11. Januar 2012
Alte Mütter
Gianna Nanini mit 53? Und dann wird in allen Medien, in denen ich davon lese, nicht mal die Frage gestellt, wie es dazu kommen konnte? Was ist denn mit dieser verdammten Menopause los, kommt die zu manchen einfach nicht?
Und auch alle, die aus Funk und Fernsehen bekannt sind, können die Zeit nicht außer Kraft setzen. Zwar ist eine Schwangerschaft eine schöne Auffrischungskur, alles rund und straff und die richtigen Dinge groß und rund. Aber nach neun Monaten ist es damit wieder vorbei und man muss sehen, wie man damit fertig wird - aber darüber will ich mich hier nicht detailliert auslassen - es hätte ja auch schlimmer kommen können - aber Ende 30 ist Ende 30, vermutlich sogar egal, ob man nun Kinder bekommen hat oder nicht. Krähenfüße, here I come!
Und auch alle, die aus Funk und Fernsehen bekannt sind, können die Zeit nicht außer Kraft setzen. Zwar ist eine Schwangerschaft eine schöne Auffrischungskur, alles rund und straff und die richtigen Dinge groß und rund. Aber nach neun Monaten ist es damit wieder vorbei und man muss sehen, wie man damit fertig wird - aber darüber will ich mich hier nicht detailliert auslassen - es hätte ja auch schlimmer kommen können - aber Ende 30 ist Ende 30, vermutlich sogar egal, ob man nun Kinder bekommen hat oder nicht. Krähenfüße, here I come!
Donnerstag, 24. November 2011
Ildiko von Kürthy
Beim dritten Kind nun endlich konnte ich halbwegs nachempfinden, was Ildiko von Kürthy mir schon vor einigen Jahren in der Eltern erzählt hatte. Den Artikel hab ich sogar wiedergefunden - Suchen Sie nach "ildiko von kürthy decollete stillen" - was sonst.
"Ich muss es an dieser Stelle jetzt mal so offen sagen: Das Leben mit Brüsten ist eine ungeheuerliche Erfahrung."
"Also ehrlich, ich wurde teilweise gar nicht wiedererkannt! Was für eine neuartige Erfahrung: Männer schauen mir nicht ins Gesicht, sondern ins Dekolleté, und scheinen regelrecht erschrocken, dass ich in zusammenhängenden Sätzen sprechen kann. Dass jeder dieser Sätze mit "Also wissen Sie, mein Kind ..." beginnt, nimmt man mir nicht übel. Herrlich! Ich glaube nicht, dass ich eine Ausbildung gemacht, einen Beruf ergriffen oder eigenen Humor entwickelt hätte, wäre ich mit diesen zwei Körbchengrößen mehr auf die Welt gekommen, die ich derzeit stillbedingt mit mir rumschleppe."
Nun ja, ist auch schon wieder dabei (bei mir zumindest, für Frau von Kürthy kann ich nicht sprechen) - und nun heißt es mit den Folgen leben. Nennt man das "in Würde altern"?
"Ich muss es an dieser Stelle jetzt mal so offen sagen: Das Leben mit Brüsten ist eine ungeheuerliche Erfahrung."
"Also ehrlich, ich wurde teilweise gar nicht wiedererkannt! Was für eine neuartige Erfahrung: Männer schauen mir nicht ins Gesicht, sondern ins Dekolleté, und scheinen regelrecht erschrocken, dass ich in zusammenhängenden Sätzen sprechen kann. Dass jeder dieser Sätze mit "Also wissen Sie, mein Kind ..." beginnt, nimmt man mir nicht übel. Herrlich! Ich glaube nicht, dass ich eine Ausbildung gemacht, einen Beruf ergriffen oder eigenen Humor entwickelt hätte, wäre ich mit diesen zwei Körbchengrößen mehr auf die Welt gekommen, die ich derzeit stillbedingt mit mir rumschleppe."
Nun ja, ist auch schon wieder dabei (bei mir zumindest, für Frau von Kürthy kann ich nicht sprechen) - und nun heißt es mit den Folgen leben. Nennt man das "in Würde altern"?
Dienstag, 9. August 2011
Manchmal hat man einen Lauf
Hin und wieder, leider viel zu selten, merkt man mal, dass man wohl doch nicht alles falsch gemacht hat bei der Erziehung. Ich erwähnte ja bereits, dass wir gern zusammen Geld ausgeben, meine Kinder und ich.
Ein wenig schlechtes Gewissen hab ich deswegen. Dass wir nicht genausogut in der Lage sind, es uns zu Hause gemütlich zu machen und kreativ zu basteln oder so. Aber jedem das Seine. Und außerdem kenne ich auch so einige Eltern, die überhaupt nicht gerne mit ihren Kindern einkaufen gehen. Weil das meist Ärger gibt.
Und mit viel Glück und Übung läuft es dann wie heute. Eine Mutter kauft ein mit drei Kindern. Keiner schreit (auch die Mutter nicht!), keiner wirft sich auf den Boden (irgendwie das Bild, dass einem bei dem Szenario "Kleinkinder im Supermarkt" gleich in den Sinn kommt), keiner quengelt groß rum wegen Süßigkeiten (gut, das ist erkauft mit "Ihr kriegt EINEN Kaugummi, aber nur, wenn Ihr NICHT rumjammert, dass Ihr was Süßes haben wollt"). Sie holen ein paar der benötigten Sachen aus den Regalen. Wir unterhalten uns ganz nebenbei über ein paar wichtige Sachen - was sonst bei meinen kleinen Stockfischen nie klappt. Am Schluss gehen die beiden Großen nach gutem Zureden sogar allein in den Nachbarsupermarkt und besorgen die Wurst, die es beim ersten Laden nicht gibt. Als Krönung hilft der Große dabei, die Einkäufe ins Haus zu tragen.
Meine Güte, war ich stolz! Schon an der Kasse hätte ich am liebsten herausfordernd gefragt: "Machen wir das nicht großartig?" Ich finde, für sowas könnte man Müttern und anderen Eltern ruhig mal den ein oder anderen Orden verleihen. Selbst wenn ich das Müttermantra natürlich nie vergesse ("ich hatte ganz viel glück ich hatte ganz viel glück ich hatte ganz viel glück!)
Ein wenig schlechtes Gewissen hab ich deswegen. Dass wir nicht genausogut in der Lage sind, es uns zu Hause gemütlich zu machen und kreativ zu basteln oder so. Aber jedem das Seine. Und außerdem kenne ich auch so einige Eltern, die überhaupt nicht gerne mit ihren Kindern einkaufen gehen. Weil das meist Ärger gibt.
Und mit viel Glück und Übung läuft es dann wie heute. Eine Mutter kauft ein mit drei Kindern. Keiner schreit (auch die Mutter nicht!), keiner wirft sich auf den Boden (irgendwie das Bild, dass einem bei dem Szenario "Kleinkinder im Supermarkt" gleich in den Sinn kommt), keiner quengelt groß rum wegen Süßigkeiten (gut, das ist erkauft mit "Ihr kriegt EINEN Kaugummi, aber nur, wenn Ihr NICHT rumjammert, dass Ihr was Süßes haben wollt"). Sie holen ein paar der benötigten Sachen aus den Regalen. Wir unterhalten uns ganz nebenbei über ein paar wichtige Sachen - was sonst bei meinen kleinen Stockfischen nie klappt. Am Schluss gehen die beiden Großen nach gutem Zureden sogar allein in den Nachbarsupermarkt und besorgen die Wurst, die es beim ersten Laden nicht gibt. Als Krönung hilft der Große dabei, die Einkäufe ins Haus zu tragen.
Meine Güte, war ich stolz! Schon an der Kasse hätte ich am liebsten herausfordernd gefragt: "Machen wir das nicht großartig?" Ich finde, für sowas könnte man Müttern und anderen Eltern ruhig mal den ein oder anderen Orden verleihen. Selbst wenn ich das Müttermantra natürlich nie vergesse ("ich hatte ganz viel glück ich hatte ganz viel glück ich hatte ganz viel glück!)
Freitag, 29. Juli 2011
Als Alleinerziehende
- käme ich mit einem Kind allein ganz gut zurecht. Die Masse (also alle drei) würde mich vermutlich regelmäßig fertigmachen. Man wächst also doch an seinen Aufgaben (und der Zahl seiner Kinder)
- würde ich mehr Freunde und Bekannte treffen als in Familie. Ist einfach schwieriger, so viele Termine zu koordinieren (sind die Kinder beschäftigt? ALLE kann ich schließlich nicht mitnehmen, oder doch?) und man ist ja auch sehr nett beschäftigt, wenn alle (oder die meisten) zu Hause sind. Familie ist tendenziell unsozial, wer hätte das gedacht?
- wäre ich sehr viel unterwegs und würde aber ergo auch sehr viel Geld brauchen. Also alleinerziehend mit gutem/gutbezahltem Teilzeitjob, das ginge wohl
- bräuchte ich deutlich kleinere Haushaltsgeräte. Spülmaschine, Kühlschrank: Alles überdimensioniert für Mutter mit Kleinkind
- Und auch mein Kompost würde leiden. Für das bisschen Kartoffelschale, das beim Kochen für eine Person anfällt, gehe ich nicht runter, die wandert stantepede in den Restmüll
- aber wer hätte es gedacht (ich nicht): Meine Essgewohnheiten werden nicht sofort ganz ungesund - allerdings sehr einfach und kartoffelbasiert.
Aber ich freu mich trotzdem wie blöd, dass ich das nicht alles allein stemmen muss und dass der Rest meiner Kernfamilie seit Dienstag wieder bei mir ist.
Dienstag, 12. Juli 2011
Erfrischend
Gut tat es, eine Mutter zu hören, die erzählte, sie habe oft einfach keine Lust zum Spielen mit ihrem kleinen Sohn. "Auto hier, Auto da", irgendwann sei es auch mal genug.
In Hamburg ist das ja leider kein Grund, einen Kita-Platz für Unter-Dreijährige zu finden. Da müssen dann wohl andere Lösungen her, wenn man mal ein paar Stunden Unabhängigkeit will. Babysitter, Spielhäuser, Spielgruppen, oder Zusammenschließen mit anderen Müttern - wenn man sie denn findet und es wagt, das Unglaubliche auszusprechen: "Ich brauch mal Zeit ohne die Kinder".
Mir fällt das schwer, deshalb war ich um so froher, diese Mutter, die ich kaum kannte, ganz selbstverständlich darüber reden zu hören.
Der Mamablog machte mich aufmerksam auf eine Diskussion auf mumsnet in Großbritannien): "I hate playing in the park. I want to go to a gallery. I hate watching peppa pig- I want to read a novel. I hate going to playgroups - I want to have lunch with friends." Niemand, der keine Lust auf ständige Kleinkinderbespaßung hat, muss sich deshalb schlecht fühlen - schließlich hat es wohl einen Grund, weshalb wir nicht alle Erzieherin als Beruf gewählt haben. Und sich das rechtzeitig einzugestehen und nach Freiräumen zu suchen kann ganz sicher helfen, dass man nicht Fluchtfantasien entwickeln muss, wie jenes Forenmitglied auf Mumsnet: "I miss my old life so much I just feel like walking out and leaving my husband and son"
In Hamburg ist das ja leider kein Grund, einen Kita-Platz für Unter-Dreijährige zu finden. Da müssen dann wohl andere Lösungen her, wenn man mal ein paar Stunden Unabhängigkeit will. Babysitter, Spielhäuser, Spielgruppen, oder Zusammenschließen mit anderen Müttern - wenn man sie denn findet und es wagt, das Unglaubliche auszusprechen: "Ich brauch mal Zeit ohne die Kinder".
Mir fällt das schwer, deshalb war ich um so froher, diese Mutter, die ich kaum kannte, ganz selbstverständlich darüber reden zu hören.
Der Mamablog machte mich aufmerksam auf eine Diskussion auf mumsnet in Großbritannien): "I hate playing in the park. I want to go to a gallery. I hate watching peppa pig- I want to read a novel. I hate going to playgroups - I want to have lunch with friends." Niemand, der keine Lust auf ständige Kleinkinderbespaßung hat, muss sich deshalb schlecht fühlen - schließlich hat es wohl einen Grund, weshalb wir nicht alle Erzieherin als Beruf gewählt haben. Und sich das rechtzeitig einzugestehen und nach Freiräumen zu suchen kann ganz sicher helfen, dass man nicht Fluchtfantasien entwickeln muss, wie jenes Forenmitglied auf Mumsnet: "I miss my old life so much I just feel like walking out and leaving my husband and son"
Sonntag, 12. Juni 2011
Dank den Hormonen
Nur dank der Mütterhormone ist die Menschheit noch nicht ausgestorben, davon bin ich fest überzeugt. Eine Kollegin brachte es gut auf den Punkt: "Wenn man mir so ein sechs Monate altes Baby auf die Türschwelle legen würde, würde ich es nehmen, aber die ganze erste Zeit brauche ich nicht noch mal." (Die Kollegin hat ihre Familienplanung offensichtlich abgeschlossen). Das Gefühl kann ich gut nachvollziehen.
Ich kenne genügend Väter, die zugeben, dass sie mit ihren Kindern "so richtig" etwas anfangen konnten, als die anfingen zu sprechen und zu laufen.
Tja und die Mütter? Denken rein rational sicher oft ähnlich (ich tu es und kenne andere, denen es auch so geht). Und trotzdem: Gehen wir da rational ran und sagen: Durch die ersten Monate müssen wir durch, damit es danach so richtig nett wird? Bei aller Liebe, ich bin mir nicht sicher, ob ich das könnte. Nein, es sind die Hormone, die einen umnebeln, so dass man so ein kleines frischgeborenes Wesen, das noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus kennt und nicht besonders helle ist, nicht etwa beiseitelegt und sagt: "Komm wieder, wenn Du was kannst", nein, dass man die Zeit durchsteht und dabei sogar von Anfang an Liebe für dieses Kind empfindet. Das müssen die mächtigsten Stoffe des menschlichen Körpers machen, die Hormone. Ein Glück.
Ich kenne genügend Väter, die zugeben, dass sie mit ihren Kindern "so richtig" etwas anfangen konnten, als die anfingen zu sprechen und zu laufen.
Tja und die Mütter? Denken rein rational sicher oft ähnlich (ich tu es und kenne andere, denen es auch so geht). Und trotzdem: Gehen wir da rational ran und sagen: Durch die ersten Monate müssen wir durch, damit es danach so richtig nett wird? Bei aller Liebe, ich bin mir nicht sicher, ob ich das könnte. Nein, es sind die Hormone, die einen umnebeln, so dass man so ein kleines frischgeborenes Wesen, das noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus kennt und nicht besonders helle ist, nicht etwa beiseitelegt und sagt: "Komm wieder, wenn Du was kannst", nein, dass man die Zeit durchsteht und dabei sogar von Anfang an Liebe für dieses Kind empfindet. Das müssen die mächtigsten Stoffe des menschlichen Körpers machen, die Hormone. Ein Glück.
Donnerstag, 6. Januar 2011
Das Mütter-Mantra "Und ich hatte sehr viel Glück"
Las neulich von einer Mutter (und ich schwör, ich würd sie verlinken, wenn ich sie wiederfinden würde), die meinte, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Der da lautete: KEIN PEKIP, KEINE Babybespaßung, Kind möglichst wenig gezielt beschäftigen ergab ein zufriedenes Kind, das schnell lernte, sich selbst zu beschäftigen. Ein Traum.
So schön für die Autorin. Nur vergaß sie das Mütter-Mantra. Das da lautet: "Und ich hatte sehr viel Glück!" Denn das hätte auch alles ganz anders kommen können. Gut, dass Baby-Kurse alle eher für die Mütter gemacht sind, die auch mal wieder unter Menschen kommen sollten und vorzugsweise unter solche, mit denen sie ein ganz großes gemeinsames Gesprächsthema haben, geschenkt. Aber der Rest ... hätte ihr auch schon selber auffallen können.
Wenn es so einfach wäre, allgemein gültige Erziehungsregeln zu finden, die zum Traum aller Mütter führen (ein Kleinkind, das sich eine gebührende Zeit lang selbst beschäftigen kann), hätten das schon andere früher herausgefunden! Es gibt Unterschiede. Es gibt Kinder, die so sind - und noch ganz andere.
Meine Kinder sind z.B. gute Autofahrer. Also Mitfahrer, aufgrund ihres niedrigen Lebensalters. Und gute weil halbwegs zivilisierte Restaurant-Gänger. Weil ich sie so gut dazu erzogen hab? Mitnichten. Oder zum Teil, so gern ich mir das natürlich alles als große Erziehungsleistung gutschreiben würde. Aber eben "ich hatte sehr viel Glück". Und andere Erziehungsmodelle kritisiere ich, seit ich selber Kinder hab, sowieso nur noch bei eindeutigem Schaden des Kindswohls (nein, Erdnussflips sind KEIN geeignetes Essen für achtmonatige Babys).
So schön für die Autorin. Nur vergaß sie das Mütter-Mantra. Das da lautet: "Und ich hatte sehr viel Glück!" Denn das hätte auch alles ganz anders kommen können. Gut, dass Baby-Kurse alle eher für die Mütter gemacht sind, die auch mal wieder unter Menschen kommen sollten und vorzugsweise unter solche, mit denen sie ein ganz großes gemeinsames Gesprächsthema haben, geschenkt. Aber der Rest ... hätte ihr auch schon selber auffallen können.
Wenn es so einfach wäre, allgemein gültige Erziehungsregeln zu finden, die zum Traum aller Mütter führen (ein Kleinkind, das sich eine gebührende Zeit lang selbst beschäftigen kann), hätten das schon andere früher herausgefunden! Es gibt Unterschiede. Es gibt Kinder, die so sind - und noch ganz andere.
Meine Kinder sind z.B. gute Autofahrer. Also Mitfahrer, aufgrund ihres niedrigen Lebensalters. Und gute weil halbwegs zivilisierte Restaurant-Gänger. Weil ich sie so gut dazu erzogen hab? Mitnichten. Oder zum Teil, so gern ich mir das natürlich alles als große Erziehungsleistung gutschreiben würde. Aber eben "ich hatte sehr viel Glück". Und andere Erziehungsmodelle kritisiere ich, seit ich selber Kinder hab, sowieso nur noch bei eindeutigem Schaden des Kindswohls (nein, Erdnussflips sind KEIN geeignetes Essen für achtmonatige Babys).
Montag, 13. Dezember 2010
Gelernt: Kinderwagen
Bisher war ich ja eher Old School, was Kinderwagen angeht. Als der treue Begleiter der Babytage unserer drei Kinder uns neulich verließ, hatte ich nun endlich die Möglichkeit zu vergleichen. Und siehe da:
- Luftreifen sind komfortabel für das Kind. Vollplastikräder machen es aber für das Baby erträglich, wenn es die Treppe zur S-Bahn runtergeht (gadunk, gadunk) und sorgen dafür, dass man nicht ganz hilflos ist, wenn die Rolltreppe mal wieder nicht funktioniert.
- Luftreifen können ein Loch kriegen. Sind dann schwer zu flicken und Ersatzreifen sind schwer zu bekommen. Dann steht man da mit einem Reifen mit Autoventil, der Rest Fahrradventile. An die man aufgrund von supereng stehender Speichen sowieso sehr schlecht rankommt
- Babytragetaschen als Aufsatz auf Kinderwagen sind supertoll, vor allem im Winter. Man wärmt sie schön in der Wohnung vor, packt das Kind rein und legt das ganze einfach auf das Kinderwagengestell (ja, soo einfach und so alt war unser voriger Kinderwagen, dass ich das noch als eine neue Erkenntnis feiern kann!)
- Insgesamt bestätigt sich aber, dass man ab ca. sechs Monaten schon vom Babywagen zur Kinderkarre wechseln kann - die hat ja schließlich auch eine Liegeposition. Und deshalb nehme ich einige Nachteile des neuen Kinderwagens in Kauf (kleiner Korb für Einkäufe, Baby liegt falschrum) und gebe dafür keinen Cent
zu vielfür einen Kinderwagen aus. Denn Kinderwagen mit Lieferzeit und Preisen wie ein Kleinwagen finde ich immer nochabartigschwer nachvollziehbar.
Samstag, 13. November 2010
Pädagogisch wertvoll
Das einzige Erziehungsziel, zu dem ich zurzeit stehe (außer natürlich verantwortliche Menschen zu erziehen, aber wer kann mit so einem Allgemeinplatz schon was anfangen): Die Kinder sollen mit 16 oder so als vollwertige Familienmitglieder ihren Teil der Arbeit in der Familie (das ist geschönt für: im Haushalt) übernehmen können.
1. finde ich das nur gerecht
2. bereitet sie das auf ein selbständiges Leben vor, wenn ich ihnen mit 18 den Stuhl vor die Tür stelle
Das Ziel ist eine der wenigen Erkenntnisse, die ich bisher aus einem Erziehungsratgeber mitgenommen habe. Kurz nach der Geburt meines ersten Kindes bekam ich nämlich von meiner Mutter das Buch "Das Geheimnis glücklicher Kinder" von Steve Biddulph geschenkt. Weshalb? Mama, ich frag mich immer noch, warum!? Wenn man sein Kind mal so richtig verunsichern will, dann macht man so was - und schenkt dann auch noch den zweiten Band!
Nun gut, ich schau also rein. Und dort wurde genau das propagiert und klang total logisch. Schließlich sollen am Ende ja halbwegs gleichberechtigte Familienmitglieder bei rauskommen.
Dann hab ich noch ein bisschen weiter geblättert und gelesen, dass es für Herrn Biddulph überhaupt nicht in Frage kommt, ein Kind unter drei Jahren von anderen Menschen (sprich: KiTa) betreuen zu lassen. Der logische Schluss hieraus drängte sich mir ebenfalls sofort auf: Das Buch wurde zum Kirchenbasar gegeben - ich kann Bücher einfach nicht in den Müll tun.
1. finde ich das nur gerecht
2. bereitet sie das auf ein selbständiges Leben vor, wenn ich ihnen mit 18 den Stuhl vor die Tür stelle
Das Ziel ist eine der wenigen Erkenntnisse, die ich bisher aus einem Erziehungsratgeber mitgenommen habe. Kurz nach der Geburt meines ersten Kindes bekam ich nämlich von meiner Mutter das Buch "Das Geheimnis glücklicher Kinder" von Steve Biddulph geschenkt. Weshalb? Mama, ich frag mich immer noch, warum!? Wenn man sein Kind mal so richtig verunsichern will, dann macht man so was - und schenkt dann auch noch den zweiten Band!
Nun gut, ich schau also rein. Und dort wurde genau das propagiert und klang total logisch. Schließlich sollen am Ende ja halbwegs gleichberechtigte Familienmitglieder bei rauskommen.
Dann hab ich noch ein bisschen weiter geblättert und gelesen, dass es für Herrn Biddulph überhaupt nicht in Frage kommt, ein Kind unter drei Jahren von anderen Menschen (sprich: KiTa) betreuen zu lassen. Der logische Schluss hieraus drängte sich mir ebenfalls sofort auf: Das Buch wurde zum Kirchenbasar gegeben - ich kann Bücher einfach nicht in den Müll tun.
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Wer muss raus?
Einer der wenigen Artikel der Zeitschrift Eltern, die mir im Gedächtnis geblieben ist und der tatsächlich nützlich war (ist schon Ewigkeiten her, die Erkenntnis kam bereits beim ersten Kind):
Es gibt ein Spiel, das heißt: Wer muss morgens um 5, 6, 7 Uhr (am Wochenende!) mit dem Baby aufstehen. Beim ersten Kind wurde das bei uns mit Vorliebe gespielt.
Das Dumme dabei ist: Es gibt Verlierer. Erst anhand des Artikels, wo eine Redakteurin dasselbe Problem schildert, habe ich gemerkt: Das ist doof.
Niemand sollte das Gefühlt haben, sich um das Kind kümmern zu "müssen". Niemand sollte dabei den anderen beneiden, der das gerade nicht "muss". Ist für einen selber blöd UND fies gegenüber dem Kind, so eine lustlose Mutter, ein lustloser Vater, die innerlich böse Gedanken haben, wenn sie um 6.30 Uhr am Samstag überlegen, was sie denn jetzt mit Baby und ohne Partner machen sollen.
Und Schlafmangel macht wirklich böse und ungerecht und sehr kleine Babys mussten sich da schon sehr böse Sachen anhören.
Dann doch lieber das Kind, das grad aufwacht, ins Bett holen. Meist ist das ja nicht von jetzt auf gleich schlagartig wach, sondern man hat gemeinsam Zeit, sich zu berappeln.
Es hilft natürlich, dass wir hauptsächlich Ausschlafbabys hatten (für Nicht-Eltern: 7 Uhr, manchmal sogar 8 Uhr), so dass die 5.30 Uhr Variante nur sehr selten vorkommt.
Es gibt ein Spiel, das heißt: Wer muss morgens um 5, 6, 7 Uhr (am Wochenende!) mit dem Baby aufstehen. Beim ersten Kind wurde das bei uns mit Vorliebe gespielt.
Das Dumme dabei ist: Es gibt Verlierer. Erst anhand des Artikels, wo eine Redakteurin dasselbe Problem schildert, habe ich gemerkt: Das ist doof.
Niemand sollte das Gefühlt haben, sich um das Kind kümmern zu "müssen". Niemand sollte dabei den anderen beneiden, der das gerade nicht "muss". Ist für einen selber blöd UND fies gegenüber dem Kind, so eine lustlose Mutter, ein lustloser Vater, die innerlich böse Gedanken haben, wenn sie um 6.30 Uhr am Samstag überlegen, was sie denn jetzt mit Baby und ohne Partner machen sollen.
Und Schlafmangel macht wirklich böse und ungerecht und sehr kleine Babys mussten sich da schon sehr böse Sachen anhören.
Dann doch lieber das Kind, das grad aufwacht, ins Bett holen. Meist ist das ja nicht von jetzt auf gleich schlagartig wach, sondern man hat gemeinsam Zeit, sich zu berappeln.
Es hilft natürlich, dass wir hauptsächlich Ausschlafbabys hatten (für Nicht-Eltern: 7 Uhr, manchmal sogar 8 Uhr), so dass die 5.30 Uhr Variante nur sehr selten vorkommt.
Dienstag, 19. Oktober 2010
Behindert
Das Leben mit einem Kinderwagen ist ein Leben mit Behinderung. Nur konsequent also, dass man Behindertenaufzüge, Behindertentüren, die auf Knopfdruck von allein aufgehen etc. nutzen muss. Und sich sehr, sehr am Fortkommen behindert vorkommt, wenn es die nicht gibt, wie zum Beispiel in der S-Bahn-Station, die fünf Minuten von mir zu Hause entfernt liegt.
Die Alternative wären Tragehilfen. Für alle, die sich im Mütterjargon nicht so auskennen: So sehen die aus. Schön und gut, aber wohin mit den Einkaufstüten, den Bücherhallenbüchern, dem Wickelrucksack, wenn man schon sechs bis zehn Kilo Baby schleppt?
Sobald sich in Entwicklungsländern die Straßen sich verbessern, sieht man auch mehr Kinderwagen. Und das nicht (nur), weil es schick und westlich-modern ist, sondern einfach bequemer!
Die Alternative wären Tragehilfen. Für alle, die sich im Mütterjargon nicht so auskennen: So sehen die aus. Schön und gut, aber wohin mit den Einkaufstüten, den Bücherhallenbüchern, dem Wickelrucksack, wenn man schon sechs bis zehn Kilo Baby schleppt?
Sobald sich in Entwicklungsländern die Straßen sich verbessern, sieht man auch mehr Kinderwagen. Und das nicht (nur), weil es schick und westlich-modern ist, sondern einfach bequemer!
Montag, 18. Oktober 2010
Haare
Überall fliegen sie herum. Lange Haare, herren- bzw. damenlose Haare. Meine Haare. Nachdem sie meinen Kopf verlassen haben. Ich WEISS, dass das angeblich normal ist nach der Schwangerschaft und dass das nur Haare sein sollen, die länger dran geblieben sind als üblich (wegen der Hormone). Aber warum hat während der Schwangerschaft nie jemand zu mir gesagt: "Deine Haare sehen aber toll aus". Oder, wie in der Werbung: "Tolles Volumen." Nein, hat niemand gesagt. Und hab ich selber auch nicht bemerkt. Ungerecht! Nur jetzt sieht man das Ergebnis, Haarknäuel in jeder Wäsche, Haarbüschel im Ausguss (ein Glück mit Ausgusssieb).
Aus Hundehaaren machen findige Zeitgenossen wenigstens noch was. Aber aus meinen Haaren?
Aus Hundehaaren machen findige Zeitgenossen wenigstens noch was. Aber aus meinen Haaren?
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