Sonntag, 24. Januar 2016

Hauswirtschaftslehre?

Gibt es so etwas eigentlich noch an der Schule? Damals, in meiner Schulzeit, hatten wir im Halbjahreswechsel Werken und Handarbeiten, zumindest in der Grundschule. Und haben gelernt, wie man den Faden am Anfang und Ende vernäht, so dass nichts aufribbelt. Oder wie so grob eine Nähmaschine funktioniert.

Das eine Kind näht ganz gern. Ab und an in der Ferienbetreuung darf sie dieser Leidenschaft nachgehen. Dort wird aus alten Kleidern irgendwas wild neu zusammengeheftet und dann in einer Modenschau vorgeführt. Schön und kreativ, keine Frage. Aber ganz profan hätte ich gern, wenn ich darauf vertrauen könnte, dass es da auch was nützliches wie einen Knopf anzunähen lernt. Gern so profi-mäßig, so dass er eine Weile hält. Oder machen wir das jetzt alles mit YouTube-Anleitungen?

Zumindest: Werken haben sie noch, das weiß ich. Diverse Holzarbeiten wurden hier schon an Muttertag und anderen Feiertagen überreicht. Aber Handarbeiten? Sticken, Häkeln gar? Bisher noch nichts. Schade. Verschwinden von Kulturtechniken und so.

Kleine Anekdote am Rande: Statt Werken und Nähen gab's auch ein oder zwei Mal Kochen, damals, in meiner Schulzeit. Lasagne sollte es geben, ganz was exotisches. War ja auf dem Dorf, keiner kannte diese merkwürdigen Zutaten: Mozzarella. Parmesan. Was soll das alles sein? Mozzarella gab's nicht im Supermarkt vor Ort. Denken die Kinder sich: "Macht sicher nichts, ist ja alles Käse", also: Ersetzen wir doch mal das eine durch das andere. Also leider die dreifache Dröhnung Parmesan. Hat das gestunken. Hätt mir keiner erzählen können, dass das ein Lieblingsessen meiner Kinder wird.

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