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Samstag, 27. August 2011

Kinderwagen als Entwicklungsmerkmal

Ja, Tragen ist toll, gut fürs Kind, überhaupt nicht gefährlich für den Kinderrücken (mit dem Mutterrücken oder den Mutterschultern ist es wieder was anderes), geschenkt.

Und warum gibt es dann die "bösen" Kinderwagen? Weil sie bequem sind! Weil ich die Einkäufe unten rein krieg und nicht noch neben fünf, zehn, zwölf Kilo Kind noch zwei Tüten mit zehn Kilo Einkäufen schleppen muss.

In Ländern, in denen noch viel getragen wird, ist das sicher schön für die Babys. Aber es ist tatsächlich ein Merkmal dafür, dass es mit einem Land aufwärts geht, wenn mehr Kinderwagen zu sehen sind. Nicht, weil die Leute da unbedingt einem westlichen Modernitätsmerkmal aufgesessen sind. Nein, weil es heißt, dass die Straßen endlich befestigt und in Ordnung gebracht wurden! Und das ist im Prinzip gut. Für Mütter, Väter, Kinder und alle anderen.

Und die Babys kann man ja trotzdem tragen. Denn natürlich sind die fürs Tragen gemacht. Im Lauf der Menschheitsgeschichte sind befestigte, geteerte Straßen ja noch nicht so lange die Norm. Grad am Anfang, wenn sie sich meist in Kinderwagen nicht so wohl fühlen - ist ja so groß da, ganz allein und so ruckelig

Montag, 13. Dezember 2010

Gelernt: Kinderwagen

Bisher war ich ja eher Old School, was Kinderwagen angeht. Als der treue Begleiter der Babytage unserer drei Kinder uns neulich verließ, hatte ich nun endlich die Möglichkeit zu vergleichen. Und siehe da:
  • Luftreifen sind komfortabel für das Kind. Vollplastikräder machen es aber für das Baby erträglich, wenn es die Treppe zur S-Bahn runtergeht (gadunk, gadunk) und sorgen dafür, dass man nicht ganz hilflos ist, wenn die Rolltreppe mal wieder nicht funktioniert.
  • Luftreifen können ein Loch kriegen. Sind dann schwer zu flicken und Ersatzreifen sind schwer zu bekommen. Dann steht man da mit einem Reifen mit Autoventil, der Rest Fahrradventile. An die man aufgrund von supereng stehender Speichen sowieso sehr schlecht rankommt
  • Babytragetaschen als Aufsatz auf Kinderwagen sind supertoll, vor allem im Winter. Man wärmt sie schön in der Wohnung vor, packt das Kind rein und legt das ganze einfach auf das Kinderwagengestell (ja, soo einfach und so alt war unser voriger Kinderwagen, dass ich das noch als eine neue Erkenntnis feiern kann!)
  • Insgesamt bestätigt sich aber, dass man ab ca. sechs Monaten schon vom Babywagen zur Kinderkarre wechseln kann - die hat ja schließlich auch eine Liegeposition. Und deshalb nehme ich einige Nachteile des neuen Kinderwagens in Kauf (kleiner Korb für Einkäufe, Baby liegt falschrum) und gebe dafür keinen Cent zu viel für einen Kinderwagen aus. Denn Kinderwagen mit Lieferzeit und Preisen wie ein Kleinwagen finde ich immer noch abartig  schwer nachvollziehbar.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Behindert

Das Leben mit einem Kinderwagen ist ein Leben mit Behinderung. Nur konsequent also, dass man Behindertenaufzüge, Behindertentüren, die auf Knopfdruck von allein aufgehen etc. nutzen muss.  Und sich sehr, sehr am Fortkommen behindert vorkommt, wenn es die nicht gibt, wie zum Beispiel in der S-Bahn-Station, die fünf Minuten von mir zu Hause entfernt liegt.

Die Alternative wären Tragehilfen. Für alle, die sich im Mütterjargon nicht so auskennen: So sehen die aus. Schön und gut, aber wohin mit den Einkaufstüten, den Bücherhallenbüchern, dem Wickelrucksack, wenn man schon sechs bis zehn Kilo Baby schleppt?

Sobald sich in Entwicklungsländern die Straßen sich verbessern, sieht man auch mehr Kinderwagen. Und das nicht (nur), weil es schick und westlich-modern ist, sondern einfach bequemer!