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Dienstag, 4. November 2014

Was die Hormone mit mir gemacht haben

Seit ich Kinder habe, bin ich deutlich näher am Wasser gebaut als früher. Wobei ich immer schon zu Anfällen von Rührseligkeit geneigt habe.

Kurz nach der Geburt des ersten Kindes merkte ich aber: Das hat sich noch mal verändert. Das Kind war vielleicht drei, vier Wochen alt, da stand ein Artikel in der Zeitung unter "Vermischtes", über einen Säugling, der ausgesetzt worden ist und gestorben ist. Das war wie ein Schlag in die Magengrube.

Auf NDR gab es vor einiger Zeit (vermutlich 2012, dann war es ja grad 50 Jahre her) eine Sendung zur Sturmflut in Hamburg. Zeitzeugen erzählten und Schauspieler spielten die Szenen. Eine Familie auf einem Dach in Wilhelmsburg. Ein Ruderboot kommt zur Rettung. Es passen nicht alle ins Boot. Wer darf mit, das Baby im Kinderwagen oder der kleine Junge, vielleicht 6 oder 8? Und die Abwägung, die die Zeitzeugin dann schildert: Der Vater wollte das Baby mitnehmen, das hat das ganze Leben doch noch vor sich. Die Mutter sagt: "Das geht nicht! Die Kleine merkt doch noch nichts. Aber der Junge, der kriegt das doch mit!" Das sind so Elternalpträume - Du kannst nur ein Kind retten, für welches entscheidest Du Dich.


Sonntag, 17. August 2014

Der Weg zum Eltern-Sein ist mit guten Vorsätzen gepflastert

Ja. Kaum ahnte ich, dass ich schwanger war, schon wuchsen die guten Vorsätze. Und anfangs lassen die sich noch gut umsetzen: Kaum Kaffee, kein Alkohol, soo schwer ist das normalerweise nicht. Gesünder essen? Schon etwas komplizierter, nach kurzer Zeit führt der Weg zurück zum Stamm-Menü in der Kantine. Aber noch ist das Kind ja nicht geboren, noch ist ja alles gut.

Ha. Als ob. Auf der US-Seite Jezebel sind einige der guten Vorsätze und wie man sie im elterlichen Alltag dann sehr schnell über Bord wirft, beschrieben. Plus Tipps, wie man sich öffentlich selbst geißelt, weil man den Weg zur perfekten Elternschaft verlassen hat. Das geht auch auf Deutsch!

Je nach Weltanschauung variieren die guten Vorsätze natürlich (Familienbett oder "das Kind schläft im eigenen Zimmer"?) - aber ein Scheitern ist interessanterweise TROTZDEM vorprogrammiert! Warum? Weil unsere Ideen von guter Elternschaft einfach lächerlich perfektionistisch sind. Als ob in 10 Jahren auch nur etwas auf die Hälfte der heute gültigen Eltern-Dogmen noch nicht wissenschaftlich oder weltanschaulich widerlegt wären!

Aber hier ein paar Beispiele von Jezebel angereichert um eigene Erfahrungen:

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft und danach
Ideal: 7 bis 12 Kilo. Die durch Stillen nach der Schwangerschaft natürlich auf magische Weise und ohne Hungergefühle wieder verschwinden. Wenn das Kind neun Monate alt ist, hat die Mutter ihr Vorschwangerengewicht zurück (Heidi Klum ist das Extrembeispiel, dass man das auch in vier Wochen schaffen kann, also ehrlich!)
Realität: Wer mich kennt, schaue mich an. Keine weiteren Details, bitte.

Windeln
Ideal: Stoffwindeln, was für eine Frage. Viel umweltfreundlicher. Kinder werden schneller trocken in Stoffwindeln, weiß doch jeder.
Realität: Örghs, wie wäscht man das Zeug noch mal? Und wie oft!? Netter Versuch, aber Pampers, Fixies und Konsorten machen einen wunderbaren Job und als Feigenblatt gibt es die "umweltfreundliche" Variante, wo zumindest der Plastikbeutel der Windelumverpackung ökologisch abbaubar ist.

Säuglingsernährung
Ideal: "Breast is best", Stillen natürlich. Macht Kinder schlau und gesund und Mütter schlank und schön. Oder so.
Realität: Ach, das Kind hungern zu lassen ist also NICHT besser als Fertigmilchnahrung? Lebe und lerne. Und was passiert da noch mal genau mit den Brustwarzen? Himmel und Hölle!

Babynahrung
Ideal: Natürlich koche ich das alles selber mit Zutaten vom Ökohof.
Realität: Das Kind isst auch ein kaltes Fertiggläschen, wenn wir unterwegs sind? Wie praktisch!

Babyschlaf
Ideal: Das Kind wird liebevoll hingelegt (vorher vielleicht noch eine Geschichte oder ein Lied) und schläft dann ein - und durch bis zum nächsten Morgen.
Realität: Muss ich da wirklich in die Details gehen?

Kinderschlaf
Ideal: Das Kind wird liebevoll hingelegt (vorher vielleicht noch eine Geschichte oder ein Lied) und schläft dann ein.
Realität: Schon unsere Eltern kannten alle gängigen Kinder-Ausreden ("miristzuwarm/zukalt", "ich hab Durst", "da ist was unter meinem Bett"), weshalb Kinder immer und immer wieder aus ihrem Bett kommen müssen. Als ob sich da etwas geändert hätte in den letzten ... 40.000 Jahren.

Fernsehen und andere Medien
Ideal: Wenn das Kind mit, na, sagen wir 12 oder so, soweit ist, dann führen wir es mit altersgerechten Programmen an das jeweilige Medium heran
Realität: Wir haben jetzt eine ganz aufgeklärte Haltung: "Wenn wir nicht selbst unter einem Stein leben, können wir das auch unserem Kind nicht zumuten". Sprich: Wer selber Fernsehen sieht, wird sich schwer tun, eine Null-TV-Haltung beim Kind durchzusetzen

Süßigkeiten
Ideal: Natürlich nur in Maßen und frühestens ab .. ja, am besten ab Schulbeginn, oder?
Realität: Auch hier gilt die Haltung zu TV und Co.: Wer selber gern Schokolade isst, muss einen Weg finden, dem Kind Süßes zu erlauben und irgendwo ein Maß zu finden. Wo das liegt? Nur der liebe Gott ist mein Richter!

Donnerstag, 23. Februar 2012

Belohnung

"Ist ja nur Ausgleich", schrieb sie und würde natürlich prompt für ihre Hochmut bestraft - mit zwei unstillbaren, unerhört lauten Schreianfällen nach dem Mittagsschlaf, na herzlichen Dank.

Immerhin war keine Eile, kein Stress, also konnte ich das gemütlich aussitzen und mir anschauen, wie das kleine Rumpelstilzchen da heulend, kreischend und um sich schlagend auf dem Boden lag. Tun konnte man nichts. Nicht trösten, nicht in den Arm nehmen, nicht ablenken. Also blieb nur warten. Und dann war es auch wieder gut. Wahrscheinlich nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommt ...

Dienstag, 21. Februar 2012

Ist ja nur Ausgleich, das dritte Kind

Drei Kinder. Tja. Ist natürlich viel Arbeit. Die Waschmaschine läuft zwar noch nicht täglich, aber bestimmt drei Mal die Woche. Beim Essen kommen wir mit den Standard-Fertiggerichten nicht mehr hin. EINE Packung Pizzateig reicht nicht, zwei sind etwas zu viel (ich WEISS, dass man  Hefeteig auch selber machen kann, danke für die Info).

Zwei Kinder. So viele Familien kenn ich mit zwei Kindern in kurzen Abständen (= innerhalb von zwei, drei Jahren). So wie meine ersten beiden. Und wenn ich jetzt eine Frau sehe, das kleine Kind kann noch nicht alleine laufen, der Bauch ist schon dick und rund vom nächsten, dann beschleicht mich meist der Gedanke: "Die Arme". Denn der Stress! Zwei Wickelkinder. Hm, was hab ich mich gewundert, als meine Mutter das gesagt hat, denn das Wickeln ist nun wirklich eine der unstressigsten Tätigkeiten. Erst später merkte ich, das steht eher als Platzhalter für: Zwei Kinder, die beide zu klein sind, um irgendwas alleine geregelt zu kriegen und um die man den ganzen Tag herumscharwenzeln muss.

Aber wo war ich? Richtig, ein leichter Schauder läuft mir also über den Rücken, wenn ich das sehe - sicherlich Mitgefühlt, nicht wahr? Obwohl ich es natürlich selbst nicht anders gemacht habe. Irgendwie ist man nach einem Jahr wohl so in der Stimmung: " Oh, ich hab letzte Nacht fünf Stunden am Stück geschlafen, das Kind hat seinen Brei fast alleine gegessen, komm Schatz, lass uns noch eins machen."

Aber das Dritte. Das ist der Luxus. Klar ist das auch anstrengend, sich noch mal drauf einzulassen, so wenig zu schlafen, noch mal so abhängig und ans Baby gebunden zu sein. Aber es ist auch ein Ausgleich. Zumindest so ab einem Jahr. So ein süßes Kind, das an mir vorbeihoppelt, mich angrinst, sobald es mich sieht. Mich nicht unmotiviert anmeckert, sondern prinzipiell die Welt gut und lustig findet. Bis die Trotzphase kommt, vermutlich, aber gut, da haben wir noch ein bisschen Zeit.

Montag, 6. Februar 2012

Ärzteserien - manchmal möchte man es gar nicht so genau wissen

Letzte Woche hatte ich endlich mal wieder ausreichend Gelegenheit, das Fernsehprogramm, dass tagsüber läuft, zu testen: Krank zu Hause nennt man das auch.

Dabei fiel mir ein, wie neuartig das mal war. Diese amerikanischen Ärzteserien, die so superrealistisch sind. Wahrscheinlich fing das mit Emergency Room an, das war etwas vor meiner Zeit. Aber bei "Scrubs" oder "Grey's Anatomy" fand man dasselbe Thema: Junge Ärzte/Medizinstudenten, die erste Schritte im medizinischen Alltag tun. Und man merkt: Vom Halbgott in weiß sind die alle weit entfernt und so unsicher, wie man selbst vermutlich auch wäre, wenn man plötzlich so wichtige Sachen entscheiden soll, die Symptome aber noch nie außerhalb eines Lehrbuchs gesehen hat. Dazu noch das ein oder andere Medizinerblog (Ärztin im Chaos ist ja leider nicht mehr online) und man hat das Gefühl, so weit sind die vom Alltag in manchen Punkten gar nicht entfernt.

Und dann steht man mit dem wichtigsten Menschen der Welt, mit dem eigenen Kind, im Krankenhaus. Und trifft natürlich genau auf so einen jungen Arzt, einen, dem das Noch-Nicht-Wissen quasi aus jeder Pore tropft. Der alles gut macht, aber wo einfach so viel fehlt an Sicherheit-Vermitteln. "Tja, könnte gebrochen sein, das Schlüsselbein, oder doll gestaucht. Also in der Therapie macht das keinen Unterschied" .... Ach ja? Und was soll das jetzt heißen?

Und wie nett, wenn dann der Oberarzt per E-Mail das Röntgenbild aus dem OP aus anschaut und den Befund des jungen Menschen bestätigt. Aber was soll das heißen? Wenn man nur einmal vernünftig und verständlich mit den aufgeregten Eltern reden würde, deren Zustand sich eher so beschreiben lässt: "Der Knochen ist GEBROCHEN??? AARRGH. Und die Knochenenden liegen nicht schön nebeneinander, sondern übereinander?? Ist das nicht ganz furchtbar schlimm???" ... aber das kann man mit dem geringen Erfahrungsschatz wahrscheinlich einfach nicht und ich sollte mich freuen, dass der junge Arzt nicht auch noch versucht, Wissen vorzutäuschen, wo er es nicht hat.

Wie angenehm es ist mit jemandem zu sprechen, der schon ein paar solcher Fälle gesehen hat, und auch weiß, wie die ausheilen, erleben wir dann ein paar Wochen später bei der Nachkontrolle beim niedergelassenen Knochenarzt. "Ja, das heilt. Der Knochen wächst so zusammen, aber weil der noch so schnell länger und breiter wird, wird in einem Jahr nichts mehr von dem Bruch zu sehen sein - auch wenn die Knochenenden jetzt übereinander liegen". Ach. Das ist doch mal eine Aussage.

Klar müssen junge Ärzte irgendwo die Routine lernen. Aber sicher werden mir die meisten Eltern zustimmen wenn ich sage: "Bitte nicht an meinem Kind!"

Mittwoch, 11. Januar 2012

Babys Liebling

Baby fährt total auf meine Hausschuhe ab. Warum? Natürlich nicht wegen des Dufts, der an Mama erinnert (also ehrlich, pfui!). Nein, das Geglitzer ist es natürlich!

Montag, 9. Januar 2012

Freiheit - schon wieder perdü

Da dachte ich: "Jetzt muss ich endlich mal drüber schreiben, wie schön ein babyfreies Schlafzimmer doch  ist." Und was ist? Wie ein Bum-bum-bum-bum-Bumerang kommt das Gitterbettchen zu uns zurück, um fürs erste wieder dort zu bleiben.

Also, wehmütig: Es war so schön. So viel Platz, um das Bett herumzugehen. Nicht mehr die schmale Gasse, die dazu führte, dass die frischgestrichene Wand schon wieder Schleifspuren bekam. Kleidungsstücke mit echtem Licht auszusuchen, statt bei indirekter Funzelbeleuchtung aus dem Flur mehr zu raten als zu wissen, was man sich da für den nächsten Tag wieder ausgesucht hat. Wir konnten sogar unseren Alte-Leute-Lichtschalter benutzen. Ja genau den, den man vom Bett aus bedienen kann!

Tja. Dann kam die Kinder-Übernachtungsparty. Dafür musste das kleinste Kind natürlich wieder umziehen. Und da liegt es nun. Die erste Nacht schlief es sogar komplett durch. Aber selbst häufiges Wachwerden in der zweiten Nacht ist ja eher ein Grund, es erst einmal so zu belassen. Denn wer will schon zu Kinderquaken aufstehen und ins Nachbarzimmer gehen müssen. Schauen wir mal.

Dienstag, 22. November 2011

Babyzeichen

Das kleine Kind wäre vermutlich der ideale Kandidat für Babyzeichen. Noch keine Anzeichen von Sprachstart (außer Wauwau), dafür jede Menge hindeuten auf Gegenstände, Mundverziehen, Gesten machen, wenn man was will. Das Kopfschütteln klappt schon sehr gut, beim Nicken muss noch der ganze Körper arbeiten.

Sonntag, 13. November 2011

Womit hab ich das verdient?

Schrieb ja schon, wie gut Zähneputzen klappt. Gut, ein paar Wochen lang dachte ich dann eher: "Kein Wunder, hast es ja beschrien" - denn da klappte es überhaupt nicht mehr.

Ganz normal vermutlich, Fieber mit empfindlichen Schleimhäuten, Zähne, die durchbrechen - keine guten Voraussetzungen. Aber dann, plötzlich, ging es wieder. Sie macht selber, lässt mich gutwillig nachputzen. Alles wunderbar.

Und jetzt, seit die Kälte eingesetzt hat? Da streckt sie mir die Hände hin für Handschuhe! Ich meine, ich hab schon Kinder, ich WEISS, was die normalerweise in dem Alter (anderthalb) von Handschuhen halten, die sie anziehen sollen. Fäustlinge am besten noch. Und dann das. Hält mir die Hand hin. Dann die andere. Lässt sich geduldig den Daumen in den Däumling friemeln.

Ich brauch ganz dringend einen Stoß Holz zum Draufklopfen. Ganz dringend.

Montag, 4. Juli 2011

Allein Essen? Im Leben (noch) nicht

Ärger: Wieso bin ich nicht frei von "Ach, das Kind kann das schon und meins noch nicht"-Gedanken? Da wird bei Frau Miez also schon selbständig gegessen. Ich bin bisher noch nicht mal auf die Idee gekommen, dass das schon gehen könnte. War grad froh, dass Essen sich halbwegs zu ohne Schweinkram Essen im Haar und drei Mal um die Schnute schmieren entwickelt hatte.

Na klar mussten wir das also gleich ausprobieren. Und nach leichter Frustrationbeim ersten Mal: Klar muss mitten in den Brei gepatscht werden. Und alles in die Haare. Oder neben dem Stuhl runterplatschen lassen. Ging es am zweiten Mal schon recht gut. Wenn ich den Löffel richtig rum drehte, ging sogar einiges schon in den Mund. Zeitweilig. Bis das zu langweilig wurde. Und wieder .. siehe oben.

Also, interessant als Experiment, wenn wir beide gute Laune und Zeit haben. Aber dauerhaft würde mein Kind dabei erheblich an Gewicht und ich an guter Laune verlieren. Und wir müssten jeden Tag baden. Wollen wir nicht. Also ich nicht. Sollen sie das mit dem allein-essen-beibringen mal in der Kita erledigen, da haben sie ein größeres Interesse dran als ich. Früher oder später haben es noch alle gelernt, allein zu essen. Und ich hab grad keine Eile, die Großen brauchen ja mehr verbale Aufmerksamkeit beim Essen, da ist nebenher immer noch Zeit zum Baby Essen in den Mund schieben.

Freitag, 1. Juli 2011

Eine Ebene

Das Baby bevorzugt es, wenn sich alles auf seiner Ebene abspielt. Oder wenn es selber auf der Ebene sein darf, auf der die Musik spielt.

Da das aber zu gefährlich, zu anstrengend oder schlicht unmöglich ist (Baby auf dem Sofa halten, damit es nicht runterfällt, beim Kochen auf dem Arm haben, damit es was sehen kann), begebe ich mich nun also oft auf Bodenniveau. Meist ist dann gut. Das Gekreische lässt nach. Das Kind kann in Ruhe weiter forschen und muss gar nicht unbedingt auf mir rumturnen. Muss auch blöd sein, wenn einen immer alle wie Türme überragen.

Freitag, 29. April 2011

O und X

Das eine Kind hat X-Beine. Mal sehen, was der Arzt dazu sagt. Hoffentlich nur: "Das wächst sich noch zurecht." Auf alles andere wie regelmäßige Termine bei irgendeinem Therapeuten oder Orthopäden hab ich nämlich echt keine Lust.

Das andere Kind hat O-Beine. Und O-Arme. Wer weiß, wer sowas noch alles hat, fällt halt bei den Krabblern gleich ins Auge.

Montag, 18. April 2011

Feist

Dauernd muss ich an dieses Wort denken. dann schauen wir doch mal nach im Woxikon:

Synonyme für feist
dick
beleibt, drall, fett, fleischig, füllig, korpulent, kugelig, mächtig, massig, mollig, mopsig, prall, rund, speckig 
Wen schau ich immer an, wenn mir das Wort in den Sinn kommt ... Fies, ne?

Samstag, 16. April 2011

Was ist das?

Ein Stück Lego-Zaun, ein Kugelschreiber, ein Hello Kitty Labello, ein Holznilpferd - was haben diese Gegenstände gemeinsam?

Kleiner Tipp: Sie liegen alle gerade in unserer Spüle.

Genau, alles Dinge, die das Kind mit Hingabe im Mund hatte und die nun sauber gemacht werden müssen.

Und heute der Mühen Lohn: Die ersten Zahnspitzen hab ich unten gesehen. War detektivische Großarbeit nötig, um sie zu erspähen, denn das Baby lässt sich nicht gern in den Mund schauen. Und dann durfte ich sogar einmal fühlen ... schön! Bitte erinnert mich dran, wenn der das erste Mal an mir ausprobiert wird.

Montag, 11. April 2011

Ach dazu sind die da!


Wozu gibt es eigentlich diese Dinger, vom freundlichen Küchenfachverkäufer (zumindest Verkaufen konnte er) "Relingstangen" genannt? Wegen der Schönheit? Liegt ja immer im Auge des Betrachters.





Vielleicht deshalb? Schön ist das unbestrittenerweise nicht, aber immerhin praktisch.


Aber nun endlich der wahre Grund: Festhaltegriffe zum Stehenüben des Babys!


Donnerstag, 7. April 2011

JEDEN Piep!

Es wird hin und wieder darüber berichtet, wie unglaublich doll sich der Geruchssinn von Schwangeren verbessert (z.B. hier). Auch ich hab schon beizeiten sehnsüchtig "mhm, Nutella" geseufzt, als die Tischnachbarin die Kollegin mit dem Nussnougatbrot noch nicht mal in der Ferne erkennen konnte.

Aber nirgends hab ich bisher was von den hormonell bedingten Veränderungen des Hörsinns von Frisch-Entbundenen gehört (ha ha) oder gelesen. Ein Beispiel: In meiner weitläufigen Wohnung kann ich nun im Maximalfall vier (in Ziffern: 4) Türen zwischen mich und das Baby bringen. UND TROTZDEM HÖR ICH JEDEN PIEP! Jedes Geräusch, dass über Flüsterlautstärke hinausgeht. Und leider egal, ob es ein Gutelaunejuchzer war oder eben das Mama-muss-eingreifen-Geschrei. Treibt mich selbst aus der Tiefschlafphase fast automatisch in die Senkrechte. Schönen Dank auch an Adrenalin, Cortisol und wer da sonst noch so für verantwortlich ist!

Sonntag, 3. April 2011

Schonung

Haben jetzt beschlossen, dass das Baby wieder krabbeln darf. Ein Kind, dass gerade Krabbeln gelernt hat, kann per definition NICHT damit aufhören. Auch wenn es sich schonen sollte. Ist ja viel zu aufregend. Dahin kommen, wo man will! Autonomie! Freiheit!

Freitag, 1. April 2011

Schreck in Abend-, Morgen- und Mittagsstunde

Das Baby hatte einen Unfall! Die Schwester ist drüber gestolpert, keiner von den Erwachsenen hat's gesehen - nur das schreiende Baby hinterher war nicht zu überhören. Rein äußerlich sah alles in Ordnung aus, keine Beule zu tasten. Aber das Baby wird nicht so richtig ruhig. Irgendwann ist nicht mehr klar, ob sie jetzt brüllt, weil ihr was wehtut oder weil sie übermüdet ist vom vielen Schreien. Also warten wir den nächsten Morgen ab. Kind schläft, Rückenlage offensichtlich ohne Schmerzen aber auch beim Aufwachen nachts (natürlich war die Durchschlafnacht vor drei Tagen nur ein einmaliger Ausrutscher) wird geweint.

Morgens ist klar: Das Kind hat Schmerzen. Also auf zur Kindernotaufnahme. Zum Glück nur fünf Autominuten entfernt. Hach ja, jedes Kind muss hier einfach mal gewesen sein ... Aber die schicken uns weiter zur normalen Notfallaufnahme, da seien Chirurgen, die wüssten mehr über Knochen etc.

Und jetzt hat das Kind Schulter geprellt oder Schlüsselbein gebrochen und soll sich schonen. Ist klar. Auf mein Gelächter meinte der Arzt noch ganz treuherzig: "Doch, doch, wenn die Schmerzen haben, schonen die sich automatisch".

Ja nee, is klar. Und zwar so dolle, dass nach dem Mittagsschlaf anscheinend das Gefühl "Ich bin wieder gesund" ausgebrochen ist und rumgekrabbelt ist wie eine Große bis es gar nicht mehr ging und nur noch geheult wurde. Seitdem wird der Arm tatsächlich geschont. Vermutlich ist das Schlüsselbein jetzt erst richtig gebrochen oder so. Na aber gut, jetzt wird geschont, was das Zeug hält und Montag sehen wir weiter. Sie sehen mich wieder mit drei Meter langen Armen vom Kind schleppen - denn anders ist Schonung leider nicht dauerhaft durchzusetzen.

Mittwoch, 30. März 2011

Krabbeln

Das Kind krabbelt seit etwas über einer Woche. Robben hat sie sich erspart - ist ja auch schwierig, so ein kleines dickes Baby in Bewegung zu versetzen. War zumindest der Kommentar der Ärztin (in etwas weniger niedlich), als sie bei der letzten U noch keine Drehung machte.
Und ich glaube, Laufen wird auch nicht lange auf sich warten lassen. Denn wenn jetzt Unzufriedenheit herrscht, dann weil doofe Erwachsene sich wegbewegen, wenn man sich an deren Hosenbein hochziehen möchte oder der Wohnzimmertisch mit Rollen vom Baby wegrollert, das den aber zum Festhalten braucht.

Der Babykopf muss jetzt einiges Einstecken können. Dauernd macht es pardautz nach hinten oder vorn oder wo auch immer hin. Da sind ja so viele Ecken und Kanten im Weg, die ein Baby nicht einschätzen kann und manchmal legt es sich auch einfach gepflegt auf die Nase.

Insgesamt ist sich selber Fortbewegen können ein großer Spaß und macht das Baby zufriedener. Ich glaube, wenn die Geschwister jetzt noch mal Urlaub machen sollten, dann käme das Baby besser allein klar. Letztes Mal war es ja ziemlich unzufrieden und anhänglich. Da war es aber auch noch unbeweglich und auf Bespaßung von außerhalb (also uns) angewiesen.

An der Geschwindigkeit wird gearbeitet. Ging es zunächst in Trippelschritten im Zeitlupentempo vorwärts und eine kleine Türschwelle von ca. 1,5 cm Höhe war ein unüberwindliches Hindernis, so geht das jetzt schon viel schneller. Aber immer noch nicht schnell genug. Denn wenn das Baby sich gerade erst entschieden hat, mir zum Beispiel hinterherzukrabbeln, ich aber schon wieder zurückkomme, weil ich nur grad was ins Kinderzimmer gebracht hab (aller Wahrscheinlichkeit nach Spielzeug, das im Wohnzimmer oder der Küche lag), dann kann das schon mal Wutgeschrei beim Baby auslösen. Jedenfalls wenn sich das zu oft wiederholt

Lockvogel

"Mama, ich hab S. (das Baby) ins Kinderzimmer gelockt", teilt mir die große Schwester mit ein bisschen Stolz in der Stimme mit. Das kann ich mir lebhaft vorstellen, wahrscheinlich mit einer Krümelspur à la Hänsel und Gretel, die die kleine Fressraupe dann aufgegessen hat.

Aber nee, war natürlich viel unspektakulärer mit Spielen und Rufen.