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Donnerstag, 25. Februar 2016

Praktische Solidarität

Ein Aufruf: Liebe andere Eltern.

Könnt Ihr bitte Eure Kinder ordentlich zur Hausarbeit heranziehen? Und laut und deutlich darüber reden? Ich habe nämlich keine Lust, mir ständig: "Aber die anderen müssen keine Wäsche zusammenlegen", von meinen Kindern anzuhören.

Ja, sie tun einem Leid, vor allem, wenn sie so ausdauernd und eindrucksvoll jammern. Die lieben Kleinen haben oft einen vollen Terminkalender und wenn man nachrechnet und gegen den eigenen, eventuell Teilzeit-Erwerbstätigkeitskalender aufrechnet, kommt man vielleicht auf eine höhere Stundenzahl bei den Kindern als bei den Erwachsenen.

Aber
1. ist vieles nachmittags Freizeit, selbst wenn es einen Termin hat. Schwimmen, Turnen, Klavierspielen: Das ist Freizeit! Hobby! Ich hätte auch gern mehr Hobbys, statt ständig in die Waschküche zu rennen. Ich hätte auch mehr Energie für Hobbys, wenn ich nicht ständig in die Waschküche müsste.

2. habe ich damals von meiner Mutter ganz viel Haushalt beigebracht bekommen. Abwaschen war eh ein Selbstgänger, bei dem selbst mein Bruder mitmachen musste (ja, so alt bin ich schon. Und so spät haben meine Eltern erst eine Spülmaschine angeschafft. Nämlich als ich ausgezogen bin!). Aber Bad putzen (bis auf die Toilette, das war Mütterprivileg), Treppenhaus saubermachen, Staub wischen, Socken zusammenlegen. Das war ganz selbstverständlich auch Kinderaufgabe. Und sie hatte dabei überhaupt kein schlechtes Gewissen, obwohl das ihr Hauptjob war (meine Mutter war und ist Hausfrau). Und weshalb auch, wenn man jemandem beibringt, sich um sein Umfeld zu kümmern.

3. müssen sie das ja auch lernen! Ich ärger mich immer noch, wie ungeschickt sich sämtliche Menschen in meiner Familie (Ausnahmen sind natürlich meine Mutter und ich) beim Wäscheaufhängen anstellen. Das kann doch nicht so schwer sein. Aber vielleicht braucht es einfach noch mehr Übung.

Ganz klare Bestätigung des Ziels: die sollen in wenigen Jahren selbständige Menschen sein, die ich guten Gewissens in einen eigenen Haushalt entlassen kann. Oder, wenn sie noch hier wohnen, ihren Anteil, einen erwachsenen Anteil, am gemeinsamen Haushalt übernehmen. Und damit sind nicht nur die Spaßsachen wie Kochen und Backen gemeint.

Ihr mit den großen Kindern dürft gern ein bisschen gutmütig über mich lächeln. Ich probier es trotzdem!

Donnerstag, 18. Februar 2016

Unordnung - ein Schuldgefühl

Ich weiß gar nicht, wo das herkommt. Ja, wir sind nicht die ordentlichsten und Haushalt hat hier nicht unbedingt höchste Priorität. Trotzdem scheinen meine innerlichen, unbewussten Maßstäbe die einer Vollzeit-Hausfrau zu sein. Oder eines ordentlicheren Menschen, der abends lieber noch mal durchsaugt als in Ruhe die Zeitung zu lesen. Denn das ist das Problem, es gibt immer so viele angenehmere Dinge, die man tun kann, statt einen  Zustand der Ordnung herstellen zu wollen, der sowieso nur äußerst kurzfristig anhält. Ach, jetzt fange ich schon wieder mit Rechtfertigen an. Dabei gibt es einfach unterschiedliche Ansprüche an Ordnung und Reinlichkeit und wir sind hier auf dem Kontinuum weder im Bereich Messie noch im Bereich Blitz und Blank einzuordnen. Komm klar damit, möchte ich mir manchmal selber zurufen.

Samstag, 13. Februar 2016

Es hat sich gelohnt

Kurz war ich am Zweifeln, ob meine Begeisterung für das indische Kochbuch mich vielleicht zu ein paar zu vielen Spontankäufen im India-Laden hingerissen hat. Was mache ich mit Bockshornkleesamen (die Stillzeit ist lange vorbei!), Kreuzkümmelsamen und Curry-Blättern, wenn das alles doch nicht so gut schmeckt und nach einmal Probieren wieder aufgegeben wird? Allein schon der Laden (Freuden der Großstadt - einfach mitten in der Fußgängerzone unseres Stadtteils hat sich ein Inder niedergelassen), dieses verlegene durch die Reihen schleichen: "Hm, Tamarindenmark, ob das bei den Gewürzen ist? Nee. Und was ist das hier für eine Regalreihe? Ich kenne nix!"

Aber nein, heute waren wir sehr zufrieden nach dem Essen. Es ist so viel einfacher, als Inder Vegetarier zu sein! Das Gemüse schmeckt so viel interessanter. Wenn ich daran denke, wie meine Mutter sich gequält hat, meinem Bruder etwas vegetarisches zu kochen. Da gab es viel Pilze. Und Eier. Und Eier mit Pilzen. Inzwischen oft Fisch. Aber einfach mal nur Gemüse mit Reis oder Nudeln, das kommt ihr nicht wie eine richtige Mahlzeit vor. Dabei kann das so lecker sein!

Sonntag, 7. Februar 2016

Ideenloses Kochen

Manche Chefkoch-Kocher scheinen doch recht anspruchslos. Anders kann ich mir die Lobeshymnen bei sehr, sehr einfachen und nur sehr durchschnittlich leckeren Gerichten nicht erklären. Hier eines davon: Auberginen-Kichererbsen-Auflauf. Sollten Sie es nachkochen wollen, sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

Auberginen sind lecker, keine Frage, deshalb haben wir das ausprobiert. Aber schon die Zutaten verraten, dass hier kein Kniff, kein besonderer Geschmack zu erwarten ist. Das wird in Zukunft laufen unter: Wenn es schnell gehen muss und Auberginen im Haus sind (Kichererbsen in der Dose hat es hoffentlich immer), kann man das machen - muss aber nicht.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Alles ganz traditionell?

Die Nido schreibt über Frauen als Zuverdienerinnen. So sehen sich offensichtlich viele Frauen - vor allem in Westdeutschland. Online ist das Interview etwas kürzer - in der Druckausgabe geht es noch ein Stück weiter und da steht dann auch, dass, je länger ein Paar Eltern ist, desto mehr orientiert es sich wieder an den traditionellen Rollen, also er Verdiener, sie Kümmerer (vulgo: Hausfrau und Mutter in fast Vollzeit).

Bäm. Das saß. Wir sind ja nicht so traditionell aufgestellt in unserer Ehe - zumindest bestätigen mir das meine Freundinnen. Mein Mann und ich teilen uns die Familienarbeit extrem gut auf. Und das bei mir, die ich so Angst vor einem Haushaltsmacho hatte. Als wir zusammenzogen, wollte ich einen Putzplan machen. Ausgelacht hat er mich dafür. Und was soll ich sagen: mit Recht! Weil es extrem gut klappt, dass jeder seinen Teil tut. Der einzige Punkt, der ab und an zu Diskussionen führt ist, ob es wichtiger ist, aufzuräumen, damit man hinterher putzen kann oder erst mal zu putzen, weil es sonst eklig wird.

Trotzdem trifft der Text mich. Denn ich stelle fest, dass ich in letzter Zeit so etwas wie Freude am Kochen finde. Und lieber abends schnell eine Suppe mache, statt auf die Pommes zu warten, die mein Mann alternativ in den Ofen wirft, wenn mal keine Zeit ist, aber den ganzen Tag über noch nichts Warmes auf dem Tisch stand. Dass ich morgens alle Kinder meist allein für die Schule fertig mache und abends auch immer öfter mit allen dreien wiederfinde - wahrscheinlich, weil es inzwischen einfacher geworden ist mit der Kleinsten. Seit dem neuen Job arbeite und verdiene ich auch weniger. Also alles ganz traditionell? Eine Übergangsphase? Selbstgewählt, mir doch egal, was die Statistik sagt?

Montag, 25. Januar 2016

Un-pädagogisch kochen

Habe hier ja schon groß getönt (find es grad nicht wieder), wie pädagogisch wertvoll ich das doch mit dem Backen oft hinkriege. Also, in nicht geschwollen ausgedrückt: Die Kinder dürfen mitmachen. Und lernen manchmal sogar etwas dabei, so was wie "Abwiegen" oder "Eier zerschlagen" - wenn man Glück hat, landet das Ei dann auch in der Schüssel.

Unpädagogisch geht aber auch ganz großartig. Wenn das Kind beim Kochen den Stuhl ranschiebt (natürlich MITTEN in den Weg, so dass man weder an Herd noch Arbeitsplatte rankommt und mitmachen will ... dann kann man auch einfach mal kurz fauchen: "Nein, lass das, mach was anderes, das stört mich gerade!" War halt ein langer Arbeitstag. Und wenn man Glück hat, lässt sich das Kind danach mit dem Suchlauf des Radios ablenken. Und keiner ist gestorben an Unpädagogik, das Kind war nicht mal eine Minute unglücklich und hatte dann andere Beschäftigung gefunden.

Sonntag, 24. Januar 2016

Hauswirtschaftslehre?

Gibt es so etwas eigentlich noch an der Schule? Damals, in meiner Schulzeit, hatten wir im Halbjahreswechsel Werken und Handarbeiten, zumindest in der Grundschule. Und haben gelernt, wie man den Faden am Anfang und Ende vernäht, so dass nichts aufribbelt. Oder wie so grob eine Nähmaschine funktioniert.

Das eine Kind näht ganz gern. Ab und an in der Ferienbetreuung darf sie dieser Leidenschaft nachgehen. Dort wird aus alten Kleidern irgendwas wild neu zusammengeheftet und dann in einer Modenschau vorgeführt. Schön und kreativ, keine Frage. Aber ganz profan hätte ich gern, wenn ich darauf vertrauen könnte, dass es da auch was nützliches wie einen Knopf anzunähen lernt. Gern so profi-mäßig, so dass er eine Weile hält. Oder machen wir das jetzt alles mit YouTube-Anleitungen?

Zumindest: Werken haben sie noch, das weiß ich. Diverse Holzarbeiten wurden hier schon an Muttertag und anderen Feiertagen überreicht. Aber Handarbeiten? Sticken, Häkeln gar? Bisher noch nichts. Schade. Verschwinden von Kulturtechniken und so.

Kleine Anekdote am Rande: Statt Werken und Nähen gab's auch ein oder zwei Mal Kochen, damals, in meiner Schulzeit. Lasagne sollte es geben, ganz was exotisches. War ja auf dem Dorf, keiner kannte diese merkwürdigen Zutaten: Mozzarella. Parmesan. Was soll das alles sein? Mozzarella gab's nicht im Supermarkt vor Ort. Denken die Kinder sich: "Macht sicher nichts, ist ja alles Käse", also: Ersetzen wir doch mal das eine durch das andere. Also leider die dreifache Dröhnung Parmesan. Hat das gestunken. Hätt mir keiner erzählen können, dass das ein Lieblingsessen meiner Kinder wird.

Sonntag, 17. Januar 2016

Ein Hoch auf den Wäschetrockner

Nicht, weil wir selbst inzwischen einen hätten. Nein, an diesem kleinsten Rest Umweltbewusstsein (und eventuell auch Geiz) klammere ich mich immer noch fest. Weshalb sollte man Energie und Geld verschwenden für etwas, was ganz von selbst passiert?

Aber wenn es die Wäschetrockner nicht gäbe, die der anderen hier im Haus, dann wäre das ganze Konzept Trockenboden und fünfköpfige Familie sehr viel mühsamer. Dann müsste man sich an Wäschetage halten und im Winter, wenn es gern mal drei Tage dauert, bis die Wäsche trocken ist (ist das nur kalt, oder kalt und feucht?) möchte ich mir nicht vorstellen, wie das früher abging, wenn die Hausfrau mit der frischgewaschenen Wäsche zum Dachboden kam, da aber noch alles vollhing mit Vorgängerwäsche - aber eben von den Nachbarn.

Also, Wäschetrockner, ein nicht zu unterschätzender Beitrag zum Nachbarschaftsfrieden!

Samstag, 16. Januar 2016

Kochen - Hobby oder Hausarbeit?

Borschtsch. Das ist gerade meine Herausforderung. Morgen Moussaka. Keine Gerichte, die ich aus dem Handgelenk schüttele, sondern immer schön nach Rezept und bei Borschtsch die bange Frage: Schmeckt das? Und wenn ja: Schmeckt das hier irgendjemandem außer mir?

Es macht aber Spaß! Hier ein Pfännchen, da eine Auflaufform - zumindest wenn man am Wochenende dafür Zeit hat und außerdem die Vorausschau besaß, alle nötigen Zutaten schon unter der Woche einzukaufen. Für wochentags bräuchte ich noch ein paar mehr Rezepte, die absolut schnell gehen, trotzdem von allen akzeptiert werden und nicht ganz aus der Fertigabteilung der Supermärkte stammen. Nudeln mit Soße, nur eben in etwas abwechslungsreicher.

Am Wochenende aber, da stelle ich mich gern an den Herd. Nörgele nur manchmal, dass mein Mann früher auch ambitionierter war, was das Essen angeht (von ihm gekocht, anders wärs ja noch schöner!). Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich mich da ausleben und ausprobieren darf. China-Pfanne selbst zusammengehauen, braucht man da Fleisch oder geht das mit Tofu? Welche großartigen Gewürze kann man nutzen? Senfsamen! Nelken! Fünf-Gewürzpulver (nein, laut Produktangaben ist das völlig ohne Glutamat und Konsorten!).

Sollte ich also je wieder in die Verlegenheit kommen, einen Lebenslauf schreiben zu müssen: Könnte ich als Hobby "Kochen" angeben? Oder klinge ich dann, als könne ich mehrgängige Menüs à la Sternekoch für 10 Personen zaubern? "Darf" man das, auch wenn man ohne Bedenken Suppe mit Salat serviert (ein No-Go laut meinem Mann)? Oder ist das hier nur "Sattmachen der Familie" ohne größeren Anspruch? Ich kenn schon hauptsächlich Leute, die seltener als wir Pizza und Fertigpommes auf den Tisch bringen und vielleicht sogar regelmäßig backen. Was ist meine Referenzgruppe? Ist das normal oder nicht? Bin ich "Auch-Hausfrau"? Oder berufstätige Mutter, die ganz gern kocht? Kann eine Hausfrau "Kochen" überhaupt als Hobby haben, wo es doch Teil ihrer Berufsbeschreibung ist?

Fragen über Fragen - zum Glück piept der Herd - der Borschtsch ruft und möchte vollendet werden.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Haushaltsgeschenke für die Mutter? Hier nicht!

Sind das eigentlich nur lustige Anekdoten aus der Wirtschaftswunderzeit, dass Papa zu Weihnachten einen Schlips geschenkt bekommt und Mama einen neuen Staubsauger?

Für hier und heute kann ich zumindest bestätigen, dass ich noch nie bewusst ein Haushaltsgerät geschenkt bekommen hätte - bzw. eins, falls man streng ist und die Auflaufform zur Hochzeit dazuzählt. Wahrscheinlich ist das Glückssache, aber das ist eine tolle Form (noch toller wäre sie mit Deckeln, aber es gibt ja Alufolie, wollen wir also mal nicht kleinlich sein) und ich denke dadurch sehr oft freundlich an die schenkende Freundin, auch wenn wir inzwischen keinerlei Kontakt mehr haben.

Ich habe es allerdings momentan gar nicht nötig, mir Haushaltsgegenstände zu wünschen - das erledigen nämlich meine Kinder für mich! Das eine Kind wollte einen batteriebetriebenen Milchschäumer (wozu? Wir haben ein Gerät ohne Batterien, dass tadellosen Schaum produziert. Aber egal, Wunsch ist Wunsch) und das andere Kind einen Sandwichtoaster.

Kurz überlegte ich, ob das eine Kritik an unserem unterausgestatteten Haushalt ist - so im Vergleich. Denn sowohl Milchschäumer als auch Sandwichtoaster kennen die Kinder von Freunden. Wollen sie also verzweifelt die dort kennengelernte Ordnung und Vollständigkeit nachstellen? Ich beschließe, dass dies nicht zielführende Selbstzweifel sind, die mit der Realität nichts zu tun haben.

Stattdessen möchte ich hier kurz eine Beurteilung dieser zusätzlichen Gegenstände, die ja Platz und Energie fordern, abgeben. Wie man sich erinnert, bin ich fair, aber kritisch neuen Haushaltsgeräten gegenüber - den Thermomix haben wir nach reiflicher Überlegung damals ja nicht gekauft.

Der Milchschäumer: Braucht Batterien oder Akkus. Ein großes Minus in meinen Augen, zumal es ja ein Gerät auf Handbetrieb im Haushalt gibt - in dem man die Milch sogar auf dem Herd erwärmen kann, und sie nicht in die Mikrowelle schieben muss. Andererseits ist das Ding schön klein, während der kleine Milchtopf mit Stampfer doch einiges mehr an Platz wegnimmt. Angeblich kann man mit dem elektrischen Milchschäumer auch Salatdressings anrühren. Das machen wir eher nicht. Bin mir nicht sicher, ob wir die Salatsoße gründlich genug aus den Metallspiralen entfernen könnten, damit man sie bei der nächsten Milch nicht doch rausschmeckt. Vom Reinigungsaufwand sind beide Systeme ähnlich: Man muss sie sofort abspülen, sonst fängt es im Nullkommanichts an, nach saurer Milch zu riechen. Fazit: WIR brauchen das eigentlich nicht. Aber dem Kind macht das Surren und Rühren so viel Spaß, soll sie doch.

Der Sandwichtoaster hingegen (mir geht gerade ein bisschen das Herz auf): Bisher haben wir getoastete Sandwiches im Waffeleisen zubereitet. Das geht. Aber wenn man einen echten, spezialisierten Sandwichtoaster ausprobiert hat, möchte man zu diesem Zustand nicht wieder zurück. Der Sandwichtoaster verschließt das Gebackene tatsächlich im Inneren der zwei Brotscheiben, es sappscht viel weniger nach draußen. Außerdem schmecken nicht die ersten Waffeln nach Broten wie Käse und die ersten Sandwiches nach Waffeln wie eine süße Nachspeise. Vermutlich eignet sich so ein Gerät vor allem für Kochmuffel wie uns (wir kochen gern, haben aber selten Zeit dafür bzw. dann nicht alle Zutaten im Haus). Es ist wie warmes Essen, nur in einem Bruchteil der Zeit zubereitet. Herrlich, ganz großes "Ja" zum Sandwichtoaster aus diesem Haushalt!

Samstag, 12. September 2015

Eltern arbeiten pro Woche 18 Stunden in Familie und Haushalt - neben dem Job

So hat es zumindest das statistische Bundesamt erhoben. Gut, eigentlich wird dort nur gesagt, dass Eltern (egal ob zu zweit oder allein erziehend) durchschnittlich 58 Stunden pro Woche mit Haushalt, Kindern und Erwerbstätigkeit beschäftigt sind. Da gehe ich mal von einer 40-Stunden-Woche aus und komme so auf meine 18 Stunden. Ob das stimmt? Kommt immer drauf an, was man unter Arbeit versteht, zur Definition von Freizeit habe ich ja schon mal geschrieben.

Heute zum Beispiel hatten wir einen arbeitsreichen Vormittag, die Wäsche quasi der gesamten Woche wollte abgenommen, zusammengelegt und weggeräumt werden und weil ich grad so gut dabei war, habe ich sogar gebügelt. Eine Hilfe waren hier die großen Kinder. Von daher habe ich Hoffnung, dass die 18 Stunden ein Mittelwert sind, dessen größter Ausschlag sich in der Baby- und Kleinkindzeit befindet und ich so langsam auf paradiesische Zustände zusteuere, je größer die Kinder werden und je mehr sie mithelfen können. Ja, ich weiß, manchmal träume ich mitten am Tag, lasst mich doch!

Freitag, 17. Juli 2015

Spontankauf

Was man so alles im Supermarkt sieht und meint zu  brauchen. Reinigungskit für die Spülmaschine. Nebenbei - weiß jemand mit Sicherheit, ob dieses Calgon-Zeug für die Waschmaschine nützlich oder Geldschneiderei ist? Bin grad zu faul, dazu Informationen zu suchen. Wer wüsste das auch, die Verbraucherzentralen?

Gut, also das Fläschchen gekauft (ja, teuer). Angeblich gut für alles und für den Geruch des Geräts. Aber trotzdem bisher ein Fehlkauf. Denn Voraussetzung ist, dass die Maschine damit einmal leer läuft! Also nur das Fläschchen und eine schnelle 60-Grad-Wäsche. Und das passiert leider nicht, in einem Fünf-Personen-Haushalt ist eine Spülmaschine einfach NIEMALS leer. Vor allem nicht, wenn die Kinder für die Leerung zuständig sind, bis man die mal erwischt hat, türmt sich das neu-dreckige Geschirr schon wieder für eine neue volle Ladung.

Donnerstag, 23. April 2015

Glück und Unglück der Hausfrau

Glück der Hausfrau: Den Boden des Wäschekorbs zu sehen. Yeah, langes Wochenende, maschinenweise Dreckwäsche gesäubert, strike.

Unglück der Hausfrau: Eine halbe Stunde nach dem Glücksgefühl setzt die wochenendliche Badezeit ein und sämtliche Familienmitglieder hinterlassen riesige Haufen an Schmutzwäsche. Grrh.

Freitag, 12. September 2014

Kostbares Bügelbrett

Unsere Strategie der Verknappung hat gewirkt. Jedenfalls kurzfristig. Bei uns wird ja nichts gebügelt, außer vielleicht Blusen und Hemden. Nach der letzten Wäsche kam erst das eine Kind: "Mama, darf ich meine Sachen bügeln?", dann das andere. Klar, meine Süßen.

Hat alles einwandfrei geklappt, keiner hat sich die Finger verbrannt (wie ich damals, vermutlich deshalb keine Bügelei hier, Traumabewältigung, von als ich mein erstes Puppenkleid bügeln wollte). Jetzt müssen wir das nur noch verstetigen und auf unsere Sachen ausweiten, dann würde ich sagen: Erziehungsziel voll und ganz erreicht! Man fühlt sich ein bisschen wie auf der Pirsch, nur nicht zu stark auftreten, um das scheue Wild nicht zu verschrecken.

Sonntag, 15. Juni 2014

Waschtag - auch was Feines

In der letzten Elternzeit (schluck, schon wieder drei Jahre her) bin ich das Hausfrauendasein engagiert(er als sonst) angegangen: Essensplan, der mit Wocheneinkaufsplan koordiniert war und so. Hat gut geklappt. Essensplanung führt dazu, dass man leichter mal neue Sachen ausprobieren kann, weil man wirklich alles, was man dazu braucht, eingekauft und damit im Haus hat. Sonst steht man immer da: "saure Sahne - hm, hab ich grad nicht. Lass ich das weg oder nehm ich süße Sahne oder geh ich noch mal schnell einkaufen? Ach nee, mach ich wieder Lasagne, dafür ist alles da."

Nun also der Waschtag. Hat meine Mutter früher immer gehabt. Kein Wunder, gab es doch nur begrenzt Platz auf der Wäscheleine, da musste man sich im Mehrfamilienhaus eben einig werden. Und ist was Schönes. Hat man einfach an einem Tag alles erledigt und muss sich den Rest der Woche so gut wie gar nicht mehr drum kümmern. Wenn man früh genug am Tag damit anfängt (hust), hat die Wäsche sogar  genug Zeit, draußen trocken zu werden. Gut, das ist die Übung für Fortgeschrittene, die mir nicht immer gelingt.

Werde mir als nächstes mal ein paar Hauswirtschaftsbücher zu Gemüte führen (oder dieses Internet befragen) um zu lernen, ob es noch mehr sinnvolles Wissen der Hausfrau von früher gibt, das in den Mehrfachbelastungszeiten heute einfach zu kurz kommt. Und mich freuen, dass der Waschtag heutzutage dank moderner Waschmaschinen doch um einiges unstressiger ist als zum Beispiel in den 50er Jahren.

Freitag, 1. November 2013

Anderswo - Mutter sein in Südkorea, Argentinien und in der Türkei

Die Neue Zürcher Zeitung hat da eine schöne Serie drüber gebracht (und hat überhaupt die interessante Rubrik "Frauenwelten" - unter der sich die Mütter-Serie leider nicht befindet, es ist überhaupt sehr schwierig, sie wiederzufinden, wenn man nicht den direkten Link hat). Es heißt zwar allgemein "Mutter sein", es fällt aber auf, dass die Mütter alle berufstätig sind und das laut den weiteren Details zu den Ländern in vielen Ländern nicht unbedingt typisch ist.

Hier also die Artikel:

Mutter sein in Südkorea. Schwierig aufgrund eines noch recht traditionellen Mutterbildes und
wegen sehr langer Arbeitszeiten.

Mutter sein in Argentinien. Das Kind der Call-Center-Mitarbeiterin wird im Kindergarten und von der Oma betreut. Außerdem natürlich von Mutter und Vater.

 Mutter sein in der Türkei. Wenn es von Argentinien schon heißt, dass wenige Frauen arbeiten, dann sind es in der Türkei noch mal fast die Hälfte weniger, nämlich 28%. Vater und Mutter können sich in diesem Fall die Arbeit so aufteilen, dass immer einer beim Kind ist.

Oh, wenn ich nach weiteren Ländern suche (leider ist die Suchfunktion der NZZ nicht besonders komfortabel), dann taucht doch noch das ein oder andere Land auf:
Mutter sein in Australien.

Und eine Google-Suche fördert dann noch Schweden, Deutschland, Spanien und Südafrika zutage!

Montag, 16. September 2013

Hausarbeit

Der Plan: Die Kinder sollen mehr im Haushalt mithelfen. Regelmäßiger. Zuverlässiger. Ach ja, träumen wird man ja wohl noch dürfen.

Und es läuft eigentlich ganz gut, der Widerstand ist beherrschbar und es gibt Zeiten, da sind sie sogar richtiggehend kooperativ. Zumindest die beiden Großen, die Kleine redet sich mit "Ich bin noch klein", raus. Nesthäkchenbonus, lassen wir sie mal.

Dann das Gefühl: "Kann ich sie jetzt schon wieder zur Wäsche schicken? Haben sie nicht gerade erst die Spülmaschine ausgeräumt? Nach der Ganztagsschule brauchen sie doch auch mal Erholung!"

Himmel! Das sind Arbeiten, die sonst alle ich (ok, und mein Mann) gemacht haben. Ganz alleine. Neun ver..... Jahre lang! Geht doch. So lässt sich das Mitleid wieder in Grenzen halten.

Dienstag, 5. Februar 2013

Schon wieder kochen

Ich koche gern - wenn ich mal Zeit dazu habe und vorher rechtzeitig die Zutaten besorgt hab. Also ungefähr alle zwei bis drei Wochenenden.

Ich koche auch gut - bilde ich mir ein. Ich esse mein Essen zumindest gern. Meinem Mann schmeckt es auch meistens. Und auf die Kindermeinung kann mal nun mal leider nix geben, die "Schmeckt mir nicht"-Zutatenliste wechselt einfach zu häufig, als dass ich darauf Rücksicht nehmen könnte.

Meist koche ich mit Rezept. Und das funktioniert sehr gut. Bis der Punkt kommt "1/2 Liter Gemüsebrühe" (oder Fleischbrühe oder Hühnerbrühe). Mal im Ernst: WIE VIELE Menschen, die sich die Mühe machen zu kochen, haben sich Tage oder Wochen vorher die Mühe gemacht, eine Brühe anzusetzen? Mit Gemüse oder Knochen oder so. Also, ich gestehe: Ich nicht. Tja. Dann muss es halt Glutamat oder Hefeextrakt richten. So ist das dann eben.

Freitag, 1. Februar 2013

Kochen

Es macht nervös, wenn ...

... in der letzten Spülmaschinenladung eine kleine Schraube zu finden war, von der keiner weiß, woher sie stammt. Nein, warte, das allein macht niemanden nervös. Nervös wird man erst, wenn der Schnellkochtopf heute so lange braucht, bis man Dampf entweichen hört. Und man in der Zwischenzeit viel Zeit hat zu überlegen, wie so ein Ventil aufgebaut ist und ob eventuell Schrauben dabei eine wichtige Rolle spielen.

Und man weiß, dass die Dunstabzughaube funktioniert ...

... (auch wenn man das kaum glauben mag, so viel Dunst, wie immer noch in der Küche bleibt), wenn der Mann im Garten früher weiß, dass Dir etwas angebrannt ist als Du selber, im Nachbarraum der Küche.

Freitag, 29. Juni 2012

Bewegung

Wow. Manchmal sind mehr Zimmer gar nicht so gut. Wenn es darum geht, mal RICHTIG gründlich aufzuräumen. Und man nur noch am Rennen von Zimmer zu Zimmer ist. Vielleicht sollte ich mir Kartons machen, für jedes Zimmer einen, und erst mal alles, was in einem Raum ist, und da nicht hingehört, in den richtigen Karton tun. Oder wie geht die Profi-Lösung dazu?

Na ja. Luxusprobleme. In der Dreizimmerwohnung gab es andere Probleme - das es nämlich einfach nicht genug Platz für die ganzen Sachen gab.

Von daher: Wachsam bleiben und ausmisten. Ich fürchte, jetzt wo ich hier gerade so sitze, surfe ich vermutlich eher nach professionellen Aufräumtipps, statt weiterzumachen. Ist irgendwie viel gemütlicher. Mein Leben. Hätte, hätte, Fahrradkette.