Donnerstag, 14. Januar 2016

Haushaltsgeschenke für die Mutter? Hier nicht!

Sind das eigentlich nur lustige Anekdoten aus der Wirtschaftswunderzeit, dass Papa zu Weihnachten einen Schlips geschenkt bekommt und Mama einen neuen Staubsauger?

Für hier und heute kann ich zumindest bestätigen, dass ich noch nie bewusst ein Haushaltsgerät geschenkt bekommen hätte - bzw. eins, falls man streng ist und die Auflaufform zur Hochzeit dazuzählt. Wahrscheinlich ist das Glückssache, aber das ist eine tolle Form (noch toller wäre sie mit Deckeln, aber es gibt ja Alufolie, wollen wir also mal nicht kleinlich sein) und ich denke dadurch sehr oft freundlich an die schenkende Freundin, auch wenn wir inzwischen keinerlei Kontakt mehr haben.

Ich habe es allerdings momentan gar nicht nötig, mir Haushaltsgegenstände zu wünschen - das erledigen nämlich meine Kinder für mich! Das eine Kind wollte einen batteriebetriebenen Milchschäumer (wozu? Wir haben ein Gerät ohne Batterien, dass tadellosen Schaum produziert. Aber egal, Wunsch ist Wunsch) und das andere Kind einen Sandwichtoaster.

Kurz überlegte ich, ob das eine Kritik an unserem unterausgestatteten Haushalt ist - so im Vergleich. Denn sowohl Milchschäumer als auch Sandwichtoaster kennen die Kinder von Freunden. Wollen sie also verzweifelt die dort kennengelernte Ordnung und Vollständigkeit nachstellen? Ich beschließe, dass dies nicht zielführende Selbstzweifel sind, die mit der Realität nichts zu tun haben.

Stattdessen möchte ich hier kurz eine Beurteilung dieser zusätzlichen Gegenstände, die ja Platz und Energie fordern, abgeben. Wie man sich erinnert, bin ich fair, aber kritisch neuen Haushaltsgeräten gegenüber - den Thermomix haben wir nach reiflicher Überlegung damals ja nicht gekauft.

Der Milchschäumer: Braucht Batterien oder Akkus. Ein großes Minus in meinen Augen, zumal es ja ein Gerät auf Handbetrieb im Haushalt gibt - in dem man die Milch sogar auf dem Herd erwärmen kann, und sie nicht in die Mikrowelle schieben muss. Andererseits ist das Ding schön klein, während der kleine Milchtopf mit Stampfer doch einiges mehr an Platz wegnimmt. Angeblich kann man mit dem elektrischen Milchschäumer auch Salatdressings anrühren. Das machen wir eher nicht. Bin mir nicht sicher, ob wir die Salatsoße gründlich genug aus den Metallspiralen entfernen könnten, damit man sie bei der nächsten Milch nicht doch rausschmeckt. Vom Reinigungsaufwand sind beide Systeme ähnlich: Man muss sie sofort abspülen, sonst fängt es im Nullkommanichts an, nach saurer Milch zu riechen. Fazit: WIR brauchen das eigentlich nicht. Aber dem Kind macht das Surren und Rühren so viel Spaß, soll sie doch.

Der Sandwichtoaster hingegen (mir geht gerade ein bisschen das Herz auf): Bisher haben wir getoastete Sandwiches im Waffeleisen zubereitet. Das geht. Aber wenn man einen echten, spezialisierten Sandwichtoaster ausprobiert hat, möchte man zu diesem Zustand nicht wieder zurück. Der Sandwichtoaster verschließt das Gebackene tatsächlich im Inneren der zwei Brotscheiben, es sappscht viel weniger nach draußen. Außerdem schmecken nicht die ersten Waffeln nach Broten wie Käse und die ersten Sandwiches nach Waffeln wie eine süße Nachspeise. Vermutlich eignet sich so ein Gerät vor allem für Kochmuffel wie uns (wir kochen gern, haben aber selten Zeit dafür bzw. dann nicht alle Zutaten im Haus). Es ist wie warmes Essen, nur in einem Bruchteil der Zeit zubereitet. Herrlich, ganz großes "Ja" zum Sandwichtoaster aus diesem Haushalt!

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