Montag, 30. August 2010

Das gute Alter

Das gesegnete Alter von zwei+ Monaten eines ganz normalen Babys: Die ersten unruhigen Wochen ohne jegliches Zeitgefühl des Säuglings sind vorbei. Langsam ist ein Rhythmus zu beobachten, nach kurzer morgendlicher Wachheit eine lange Schlafphase zum Beispiel. Noch nicht in Stein gemeißelt, auch nicht jeden Tag um die selbe Zeit, aber man kann sich schon einigermaßen darauf einstellen. Und dazu ein großes Schlafbedürfnis, so dass die Mutter gut Zeit für andere Dinge hat. Irgendwann muss ja schließlich auch der Elterngeldantrag erledigt werden und ähnlicher Papierkram mehr.

Donnerstag, 26. August 2010

Kind hat in zwei Wochen 500g zugenommen. 

Man muss die Schokoladenzufuhr der Mutter übrigens sehr sorgfältig dosieren, damit das Gewicht an den Oberschenkeln des Kindes landet und nicht an denen der Mutter. Die Frage ist also: 1, 2 oder 3 Tafeln am Tag.

HA, jetzt seid Ihr Kinderlosen hoffentlich ein bisschen neidisch! :-)

Mittwoch, 25. August 2010

Montag ist mein Sonntag - zwei von drei Kindern wieder anderweitig beschäftig. Darf man sich noch "liebende Mutter" nennen, wenn man so was sagt? Ich mach heut einfach mal gar nix - außer Baby, Wäsche, Kinder irgendwann wieder abholen ... Die Definition von "gar nix" hat sich in den letzten sechs Jahren ganz schön verändert!

Dienstag, 24. August 2010

Zahnarzt im Kindergarten

Als ich im Kindergarten war, gabs dort noch keine Zahnarzttermine, wenn ich mich richtig erinnere, erst in der Schule musste sich jeder einmal im Jahr in den Mund schauen lassen. Dann gab's schön den Zettel. Aber nur für die, die Löcher hatten. Konnte man also gut sehen, wer hat ein Papier (ich glaub, das war sogar rosa, damit es auch garantiert kein Mitschüler übersieht), wer hat die zerfressenen Zähne. Waren natürlich immer die üblichen Kandidaten.

Gefühlt kommen die Zahnärzte inzwischen alle naselang in der KiTa meiner Kinder vorbei - dafür ist in der Schule im ganzen ersten Schuljahr keiner aufgetaucht.

Und: Jedes Kind kriegt einen Zettel mit dem Untersuchungsergebnis. Das Blatt ist so zusammengetackert, dass neugierige Miteltern schon sehr dreist sein müssten, um zu sehen, ob ein Kind Karies hat oder nicht.

Zähne, das soziale Unterscheidungsmerkmal, heute wie gestern (oder wer kann und will sich eine teure Zahnspange leisten?) - aber schön zu sehen, das sich zumindest kleine Dinge bessern.

Dienstag, 22. Juni 2010

Eine neue Zeitrechnung beginnt

Das Baby ist da. Nummer drei. Ein Mädchen, wie vorhergesagt. Beim Missbildungsultraschall (heißt wirklich so!) konnte man das schon weit im Voraus erkennen.

Aber ansonsten natürlich ein großes Wunder. Kam ganz grau ins Leben und nur einen Atemzug später ganz dunkelrot vor lauter Durchblutung und Empörung, wo sie sich denn nun wiederfinden muss.

Ein Hormonhoch hielt mich die ersten Tage und Nächte wach. Nein, das Baby hielt mich natürlich wach. Aber es machte mir zunächst nichts aus. Das kenn ich schon, in den ersten Nächten im Krankenhaus der euphorische Gedanke "man braucht ja gar nicht so viel Schlaf am Stück, immer eine Tiefschlafphase und dann wieder etwas Wachsein geht ja auch". Leider weiß ich inzwischen mit der Gewissheit der Mehrfachmutter, dass das nicht anhält. Jede Mutter geht irgendwann nach dauerndem Schlafmangel am Stock.

Die Hochzeit von Schwedens Victoria habe ich also fast komplett auf Phönix in der nächtlichen Wiederholung gesehen - und einige werden sich erinnern, es war eine laaange Hochzeit. Beim ersten Kind dachte ich noch, man dürfe nach der Entbindung im Krankenhaus nicht Fernsehen - so ein moralisch-soziales Verbot: "Du hast doch jetzt ein süßes neues Baby, was willst Du da mit der Glotze". Das ist lange her ...

In der einzigen längeren morgendlichen Schlafphase des Babys meinten erst Krankenschwester ("So, jetzt den Blutdruck und einmal Blut abnehmen"), dann die Putzfrau und dann die Ärztin ("Oh, na ich seh schon, dann lass ich sie mal besser wieder schlafen") reinplatzen zu müssen. Auf nach Hause, kann ich da nur sagen!

Samstag, 22. Mai 2010

Erste Ansätze

Eine Inspiration für diesen Blog bzw. für die Idee, das Hausfrau- und Muttersein dieses Mal professioneller anzugehen, stammen von der Mutter eines Schulfreundes. Die gute Frau weiß sicher nicht, was sie bei mir ausgelöst hat (ihrem Sohn hab ich es mal erzählt, glaub ich), ich war total beeindruckt, als ich dort zum Mittagessen war und den WOCHENPLAN mit den Mittagessen der kommenden Tage sah. Beide Eltern waren berufstätig - es war auch eine der ersten Familien mit Mikrowelle, die ich kennen lernte. Also bin ich entweder schon ganz schön alt oder meine Familie war nicht so super-begütert ...

Diese Idee vom Plan fasziniert mich also schon eine ganz schön lange Zeit, ohne dass sie bisher durchgesetzt wurde. Nicht mal den Einkaufszettel bzw. den Wocheneinkauf habe ich lange Zeit gehabt. Einkaufszettel fange ich gerade erst an, als nützlich zu entdecken. Und den Wocheneinkauf (im Gegensatz zum täglichen Einkauf von kleinsten Mengen und allem, was man fürs nächste Essen gerade so braucht) habe ich erst entdeckt, als ich nach dem ersten Kind wieder arbeiten gegangen bin. Da hatten weder mein Mann noch ich Zeit dafür, täglich für einen Karton Milch und ein Brot zu Penny zu latschen. Möglicherweise hat es auch eine Rolle gespielt, dass wir endlich ein AUTO hatten. Auf jeden Fall gibt es seit damals bei uns wöchentlich einen Großeinkauf, bei dem die meisten Dinge gekauft werden, so dass man nur noch für frische Sachen oder einzelne ungewöhnliche Dinge, die man vergessen hat, zum Supermarkt muss.

Nun soll also die Idee des Speiseplans für die ganze Woche ausprobiert werden. Ein Problem ist, dass ich erst mal schauen muss, wie viele Gerichte ich kann und mag - und für wie viele Wochen das reicht. Da weiß man die verlässliche (und in meinem Fall sehr gute) Kantinenverpflegung an der Arbeit noch mal ganz neu zu schätzen.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Hausfrau-Sein - geht doch auch später, oder?

Nun sitze ich also zu Hause. Noch bin ich tatsächlich in Urlaubsstimmung, auch wenn mich der Begriff sonst immer genervt hat. Spätestens seit dem zweiten Kind weiß man diese Zeit zu schätzen:
 Die anderen Kinder mindestens vormittags versorgt und man hat frei! So frei, wie sonst nie, nicht mal am Wochenende (denn dann sind die Kinder ja den ganzen Tag zu Hause - oder man hat sich ordentlich um Verabredungen bemüht. Aber selbst da sind meine Kinder noch in dem Alter, dass ich meist mitgehe). Und im Moment auch noch kein Anlass, wirklich aktiver im Hausfrauen-Sein zu werden.
Ich KÖNNTE natürlich mit dem Kochen schon mal anfangen, um geübter zu werden für den Ernstfall, mit Säugling an meiner Seite. Aber man hat sich die Ruhe auch mal verdient, finde ich. Jahrelanges Mutter- und Berufstätig-Sein kombiniert, da darf man jetzt mal sechs Wochen Pause machen. Wenn es überhaupt so viel werden. Meine Kinder neigen dazu, früher als geplant zu kommen (10 Tage und 4 Tage - gibt das beim dritten Mal dann die goldene Mitte, also 7 Tage? Oder rückt das Datum jetzt komplett auf den errechneten Entbindungstermin?). Also, Genießen ist das Gebot der Stunde!