Diese Mal hat sie dem Tagesspiegel ein Interview gegeben zum Thema ihrer Mutterschaft und weiterhin vollen Berufstätigkeit.
Und was soll ich sagen? Langweilig wie es klingt: Ich find's gut. Schönster Satz: "Wie sähe die optimale Arbeitsteilung in Familien aus?
Beide arbeiten 30 Stunden in der Woche, und es gibt eine gute Kinderbetreuung."
Wichtigster Kommentar: "Ob Frau Nahles die Erkenntnis gewinnen kann, dass es Menschen gibt, die sich lieben, Kinder bekommen und heirateten, aber nicht beide Akademiker mit gleichem Gehalt sind und deshalb wirtschaftlich ganz andere Entscheidungen treffen müssen, weil sie ihre Familie nämlich sinnvoll durch das Leben bringen wollen?"
Das stimmt natürlich. Ich bleibe dabei, 400-Euro-Jobs sind Mist. Und vielleicht sollten sich auch alle in Deutschland mal klar werden, dass es großer Luxus ist, dass einer den Großteil der Zeit oder die ganze Zeit beim Kind verbringen kann. Dass ein Grund dafür ist, weshalb das in anderen Ländern nicht geht, dass die Familien es sich da schlicht und einfach seltener leisten können als in Deutschland. Und dass die Kinder dort trotzdem nicht in nennenswert größeren Zahlen asozial oder fürs Leben geschädigt werden, obwohl sie in weitaus größeren Zahlen als in Deutschland in eine außerhäusige Betreuung gegeben werden.
Dienstag, 30. August 2011
Sonntag, 28. August 2011
Jungs und Hosen
Die Zufriedenheit eines Jungen mit einer neugekauften Hose bemisst sich übrigens an der Zahl ihrer Taschen - je mehr, desto besser.
Samstag, 27. August 2011
Kinderwagen als Entwicklungsmerkmal
Ja, Tragen ist toll, gut fürs Kind, überhaupt nicht gefährlich für den Kinderrücken (mit dem Mutterrücken oder den Mutterschultern ist es wieder was anderes), geschenkt.
Und warum gibt es dann die "bösen" Kinderwagen? Weil sie bequem sind! Weil ich die Einkäufe unten rein krieg und nicht noch neben fünf, zehn, zwölf Kilo Kind noch zwei Tüten mit zehn Kilo Einkäufen schleppen muss.
In Ländern, in denen noch viel getragen wird, ist das sicher schön für die Babys. Aber es ist tatsächlich ein Merkmal dafür, dass es mit einem Land aufwärts geht, wenn mehr Kinderwagen zu sehen sind. Nicht, weil die Leute da unbedingt einem westlichen Modernitätsmerkmal aufgesessen sind. Nein, weil es heißt, dass die Straßen endlich befestigt und in Ordnung gebracht wurden! Und das ist im Prinzip gut. Für Mütter, Väter, Kinder und alle anderen.
Und die Babys kann man ja trotzdem tragen. Denn natürlich sind die fürs Tragen gemacht. Im Lauf der Menschheitsgeschichte sind befestigte, geteerte Straßen ja noch nicht so lange die Norm. Grad am Anfang, wenn sie sich meist in Kinderwagen nicht so wohl fühlen - ist ja so groß da, ganz allein und so ruckelig
Und warum gibt es dann die "bösen" Kinderwagen? Weil sie bequem sind! Weil ich die Einkäufe unten rein krieg und nicht noch neben fünf, zehn, zwölf Kilo Kind noch zwei Tüten mit zehn Kilo Einkäufen schleppen muss.
In Ländern, in denen noch viel getragen wird, ist das sicher schön für die Babys. Aber es ist tatsächlich ein Merkmal dafür, dass es mit einem Land aufwärts geht, wenn mehr Kinderwagen zu sehen sind. Nicht, weil die Leute da unbedingt einem westlichen Modernitätsmerkmal aufgesessen sind. Nein, weil es heißt, dass die Straßen endlich befestigt und in Ordnung gebracht wurden! Und das ist im Prinzip gut. Für Mütter, Väter, Kinder und alle anderen.
Und die Babys kann man ja trotzdem tragen. Denn natürlich sind die fürs Tragen gemacht. Im Lauf der Menschheitsgeschichte sind befestigte, geteerte Straßen ja noch nicht so lange die Norm. Grad am Anfang, wenn sie sich meist in Kinderwagen nicht so wohl fühlen - ist ja so groß da, ganz allein und so ruckelig
Dienstag, 23. August 2011
Mit Anmut annehmen
Es gibt tatsächlich von manchen Seiten Lob/Anerkennung/Respekt für die Leistung "Kind plus Berufstätigkeit". Ich muss nur lernen, das einfach freundlich lächelnd anzunehmen, statt immer nur abzuwinken und abzuwiegeln. IST NICHT SELBSTVERSTÄNDLICH, sieh's doch ein! Kommt wahrscheinlich immer auf den Bekanntenkreis an, welches Lebensmodell man für normal hält.
Müde bin ich im übrigen auch und zwei Abende außer Haus haben leider erhebliche Lücken in die Planung des reibungslosen Familienablaufs gerissen (wenn man halt zu wenig Zeit hat, sich abzusprechen, dann kann schon der ein oder andere Zahnarzttermin dabei dran glauben müssen ...)
Müde bin ich im übrigen auch und zwei Abende außer Haus haben leider erhebliche Lücken in die Planung des reibungslosen Familienablaufs gerissen (wenn man halt zu wenig Zeit hat, sich abzusprechen, dann kann schon der ein oder andere Zahnarzttermin dabei dran glauben müssen ...)
Sonntag, 21. August 2011
Vielleicht sollte ich das Konzept "Freizeit" überdenken?
Doch, es ist eine Umstellung zurück in die Berufstätigkeit. Es war vorher recht entspannt. Da hat jede natürlich ihre eigene Belastungsgrenze. Bei uns ist Haushalt etc. z.B. weder als Hausfrau noch als nicht-mehr-nur-Hausfrau besonders wichtig. Das mögen andere anders sehen und deshalb auch objektiv mehr Stress beim Putzen, Kochen, Backen haben. Aber egal, von welchem Sockel an Hausarbeit ich ausgehe, ich tue einen ganzen Batzen obendrauf, selbst wenn es "nur" 30 Stunden pro Woche sind, die ich wieder arbeite.
Das merke ich ganz klar an all den Dingen, die plötzlich abends in kürzester Zeit und mit richtiger Überwindung erledigt werden müssen: Schnell mit den Kindern ins Schwimmbad, damit der Seepferdchenkurs nicht umsonst war und das ganze Gelernte wieder vergessen wird (das geht so schnell, unglaublich!). Ins Möbelhaus, um endlich den Schrank zu bestellen. Vielleicht noch mal fahren, um wirklich den richtigen zu erwischen? OMG, noch ein Abend oder ein Samstag "verbraucht".
Vermutlich muss ich wirklich an meinem Konzept von "Freizeit" arbeiten. Freizeit ist alles, was nicht bezahlte Arbeit ist. Rasenmähen? Freizeitvergnügen. Mit Kindern ins Schwimmbad: Aber so was von Spaß. Ist es ja irgendwie auch, macht es auch - aber was ist mit Zeitunglesen, ausruhen, abschalten und still sein?
Das merke ich ganz klar an all den Dingen, die plötzlich abends in kürzester Zeit und mit richtiger Überwindung erledigt werden müssen: Schnell mit den Kindern ins Schwimmbad, damit der Seepferdchenkurs nicht umsonst war und das ganze Gelernte wieder vergessen wird (das geht so schnell, unglaublich!). Ins Möbelhaus, um endlich den Schrank zu bestellen. Vielleicht noch mal fahren, um wirklich den richtigen zu erwischen? OMG, noch ein Abend oder ein Samstag "verbraucht".
Vermutlich muss ich wirklich an meinem Konzept von "Freizeit" arbeiten. Freizeit ist alles, was nicht bezahlte Arbeit ist. Rasenmähen? Freizeitvergnügen. Mit Kindern ins Schwimmbad: Aber so was von Spaß. Ist es ja irgendwie auch, macht es auch - aber was ist mit Zeitunglesen, ausruhen, abschalten und still sein?
Freitag, 19. August 2011
Arbeit plus Arbeit
Gerade musste ich an den schon mal in den Kommentaren verlinkten Artikel von Iris Radisch denken:
"Die angepriesene Vereinbarkeit von Beruf und Kindern ist eine Schimäre. Da gibt es nämlich nichts zu vereinbaren. Da gibt es nur etwas zu addieren. Und zwar Arbeit plus Arbeit."
Ist schon eine Umstellung, spätestens donnerstags merkt man, was man getan hat. Dabei hilft es nicht, dass sich die Einschlafzeiten (ausnahmsweise mal der Erwachsenen) nicht geändert haben, wir aber alle morgens eine Stunde früher rausmüssen als in den Sommerferien.
Es gibt natürlich Dinge, die jetzt dafür wegfallen, z.B. das Mittagessenkochen für Punkt 13.00 Uhr. Hausaufgaben werden so grob im Hort erledigt und man muss im Idealfall nur noch mal kurz drüberschauen.
Von daher fällt es mir tatsächlich leichter, die ganzen Haushaltsdinge (Waschen, Wocheneinkauf, Rasenmähen, ...) irgendwann zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr zu erledigen, wenn ich weiß, dass die Kollegen noch an der Arbeit sitzen. Nicht, dass dann nicht noch genug übrig bliebe für NACH 18.30 Uhr. Aber bei den paar Sachen, die mir vorher gelingen, kann ich dann wenigstens sagen, dass Jammern nichts nützt, da müssen wir alle durch. Und ein bisschen obendrauf, das hat man sich mit der Entscheidung für das Lebensmodell "Familie" wohl verdient.
Nachtrag: Grmpf. Muss ich den letzten Absatz noch mal überdenken, wenn mir um 23.00 Uhr einfällt, dass die Waschmaschine seit vier Stunden fertig ist? Wer hatte überhaupt die Idee, das Ding in den Keller zu stellen, hm?
"Die angepriesene Vereinbarkeit von Beruf und Kindern ist eine Schimäre. Da gibt es nämlich nichts zu vereinbaren. Da gibt es nur etwas zu addieren. Und zwar Arbeit plus Arbeit."
Ist schon eine Umstellung, spätestens donnerstags merkt man, was man getan hat. Dabei hilft es nicht, dass sich die Einschlafzeiten (ausnahmsweise mal der Erwachsenen) nicht geändert haben, wir aber alle morgens eine Stunde früher rausmüssen als in den Sommerferien.
Es gibt natürlich Dinge, die jetzt dafür wegfallen, z.B. das Mittagessenkochen für Punkt 13.00 Uhr. Hausaufgaben werden so grob im Hort erledigt und man muss im Idealfall nur noch mal kurz drüberschauen.
Von daher fällt es mir tatsächlich leichter, die ganzen Haushaltsdinge (Waschen, Wocheneinkauf, Rasenmähen, ...) irgendwann zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr zu erledigen, wenn ich weiß, dass die Kollegen noch an der Arbeit sitzen. Nicht, dass dann nicht noch genug übrig bliebe für NACH 18.30 Uhr. Aber bei den paar Sachen, die mir vorher gelingen, kann ich dann wenigstens sagen, dass Jammern nichts nützt, da müssen wir alle durch. Und ein bisschen obendrauf, das hat man sich mit der Entscheidung für das Lebensmodell "Familie" wohl verdient.
Nachtrag: Grmpf. Muss ich den letzten Absatz noch mal überdenken, wenn mir um 23.00 Uhr einfällt, dass die Waschmaschine seit vier Stunden fertig ist? Wer hatte überhaupt die Idee, das Ding in den Keller zu stellen, hm?
Freitag, 12. August 2011
W&V erkennt: Schweizer Mütter: berufstätig, kaufkräftig, online
Drei Viertel arbeiten und 93% sind online. Dabei geben sie auch Geld aus und sind oft die Entscheider im Haushalt (außer bei Elektronik und Autos).
Ach was. Und das sind jetzt Neuigkeiten, die der Welt untergejubelt werden müssen? Mann, Mann, Mann, kann ich da nur sagen, und es Wort für Wort so meinen.
Quelle: http://www.wuv.de/w_v_research/studien/schweizer_muetter_berufstaetig_kaufkraeftig_online
Ach was. Und das sind jetzt Neuigkeiten, die der Welt untergejubelt werden müssen? Mann, Mann, Mann, kann ich da nur sagen, und es Wort für Wort so meinen.
Quelle: http://www.wuv.de/w_v_research/studien/schweizer_muetter_berufstaetig_kaufkraeftig_online
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