Ein gern gegebener Ratschlag im Internet, an den sich vermutlich kaum jemand hält: Nie die Kommentare lesen. Manchmal ist es aber auch einfach zu viel. Oder zu erschreckend, der Hass, den man im täglichen Leben nie beobachtet, der sich dort aber endlich mal Licht verschafft.
Hier nun mal ein Gegenbeispiel. Ein ganz schwieriges Thema (psychiatrischer Gutachter, der z.B. beurteilen soll, ob ein Mensch weiterhin eine Gefahr für andere ist oder freigelassen werden kann), dazu noch das emotionale Thema "sexueller Missbrauch von Kindern" und trotzdem, trotzdem schaffen die Nutzer (und vermutlich das Community Management der ZEIT) es, eine recht ausgewogene Diskussion zu führen:
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2017/01/psychologie-psychiater-gericht-gutachten-verbrecher-interview/komplettansicht
Mittwoch, 11. Januar 2017
Dienstag, 10. Januar 2017
Die Gnade des ersten Schultags
Manchmal klappt es. Beileibe nicht immer, das wäre ja zu einfach. Aber manchmal ist der erste Schultag (einer Woche, nach den Ferien, im neuen Jahr, das ist ganz beliebig) ein besonders guter. Da klappt es wie geschmiert mit dem Wecken, Anziehen, Brotdosen bestücken und Kinder freundlich, aber bestimmt aus dem Haus schicken.
So war es heute. Dienstag, ein komischer erster Schultag, das lag an der Schulkonferenz, die für einen kleinen Teil der Kinder die Ferien noch um einen Tag verlängert hat. Und dann lief es einfach wie auf Schienen. Am Horizont tauchte die Möglichkeit auf, eventuell das ganze Morgenritual erst 10, 15, ach was, nicht kleckern, klotzen!, 30 Minuten später beginnen zu lassen. Also später aufstehen. Länger schlafen. (hier bitte einen immer gieriger werdenden Unterton hören).
Aber ach. Man weiß es ja. Auf einen tollen ersten Tag folgt, fast so sicher wie das Amen in der Kirche, ein zweiter Tag, der von den üblichen Aufstehproblemen (nicht bei mir!) erfüllt ist. Aber ein bisschen ist es natürlich trotzdem wie ein Blick in die Zukunft, in die Möglichkeiten ... (träumerisch ab).
So war es heute. Dienstag, ein komischer erster Schultag, das lag an der Schulkonferenz, die für einen kleinen Teil der Kinder die Ferien noch um einen Tag verlängert hat. Und dann lief es einfach wie auf Schienen. Am Horizont tauchte die Möglichkeit auf, eventuell das ganze Morgenritual erst 10, 15, ach was, nicht kleckern, klotzen!, 30 Minuten später beginnen zu lassen. Also später aufstehen. Länger schlafen. (hier bitte einen immer gieriger werdenden Unterton hören).
Aber ach. Man weiß es ja. Auf einen tollen ersten Tag folgt, fast so sicher wie das Amen in der Kirche, ein zweiter Tag, der von den üblichen Aufstehproblemen (nicht bei mir!) erfüllt ist. Aber ein bisschen ist es natürlich trotzdem wie ein Blick in die Zukunft, in die Möglichkeiten ... (träumerisch ab).
Montag, 9. Januar 2017
Ja mach nur einen Plan ...
... und vergiss die Vorsätze nicht. Und es braucht nur einen mini-kleinen Infekt und schon geht das alles wieder nicht. Demut, ist ja für manche auch ein Vorsatz.
Weil ich es diese Woche KANN, einfach mal konsequent herunterfahren und alle Termine verschieben. Bin sehr gespannt, wie sich das auswirkt.
Weil ich es diese Woche KANN, einfach mal konsequent herunterfahren und alle Termine verschieben. Bin sehr gespannt, wie sich das auswirkt.
Samstag, 7. Januar 2017
Weckerläuten
Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit hatten wir heute mal einen Termin am Vormittag, so dass wir (also erst mal ich) mit dem Wecker aufstehen mussten. Nun ja. Ungewohnt. Geht so. Die Kinder steckten es unterschiedlich gut weg, ich freu mich schon auf Montag, Schulanfang, aufstehen noch mal zwei Stunden früher.
Heut war Glatteis. Also so richtig, überfrierende Nässe, unausweichlich. Sobald man den Bürgersteig betrat, musste man mitrutschen (die Straßen waren gut gestreut). Da wirkte es wie geplant, dass die tägliche Bewegung im Schwimmbad stattfand. Zum Glück morgen wieder Plusgrade. Dann geht der Run auf Streusalz und Split los. Wir und 100.000 andere Hamburger.
Heut war Glatteis. Also so richtig, überfrierende Nässe, unausweichlich. Sobald man den Bürgersteig betrat, musste man mitrutschen (die Straßen waren gut gestreut). Da wirkte es wie geplant, dass die tägliche Bewegung im Schwimmbad stattfand. Zum Glück morgen wieder Plusgrade. Dann geht der Run auf Streusalz und Split los. Wir und 100.000 andere Hamburger.
Freitag, 6. Januar 2017
Idyll?
Der Tag startete, wie ich ihn mir, hätte ich jemals Träume vom Leben mit Kindern gehabt, erträumt hätte. Ein Kind beschließt, Pfannkuchen zum Frühstück zu machen. Und kann das schon so gut, dass das für mich wirklich die reine Entspannung ist, ich kann eigentlich im Bett bleiben, bis alles fertig ist.
Wie gut, dass mich der Streit, wer nun welchen Rührlöffel ablecken darf und wie viele Muffins man essen kann, obwohl doch die andere auch noch ... wieder in die Realität zurückholt.
Am Ende sind natürlich alle pappsatt und die Muffins bleiben stehen. Hätte ich auch gleich sagen können, nützt ja aber nix.
Wie gut, dass mich der Streit, wer nun welchen Rührlöffel ablecken darf und wie viele Muffins man essen kann, obwohl doch die andere auch noch ... wieder in die Realität zurückholt.
Am Ende sind natürlich alle pappsatt und die Muffins bleiben stehen. Hätte ich auch gleich sagen können, nützt ja aber nix.
Donnerstag, 5. Januar 2017
WMDEGDT 01/2017
Frau Brüllen sammelt, was wir am jeweils Monatsfünften so machen. Also bitte:
Es sind Ferien! So richtig Ferien. Mit Ausschlafen, wie zuletzt vermutlich als Jugendliche. Oder Erwachsene ohne Kinder. Bis auf das eine Mal, wo ein Übernachtungskind da war, grrr. Wäre Euch früher jemals eingefallen, bei "fremden Menschen" ins Schlafzimmer zu kommen und zu verlangen, dass man jetzt gemeinsam Brötchen holen soll? Einerseits hätte ich meine Kinder ja auch gern selbstbewusster, andererseits hätte ich sie aber gerne nicht unverschämt ... es ist ein schmaler Grat.
Auf jeden Fall haben wir also frei. Die Kinder so richtig. Nicht mal die Kleine schicken wir in die Betreuung, die ist inzwischen so selbständig und außerdem so oft verabredet, dass kaum noch auffällt, wenn sie zu Hause ist. Und zumindest reicht es für die kurze Zeit täglich, die ich dann doch mal gegen Geld am Computer arbeiten muss.
Der Mann hat nicht ganz so frei, aber auch da ist die Woche in annehmbaren Tempo gestartet (sagt sich natürlich leicht von zu Hause aus, wenn der andere im Auto sitzt), und donnerstags hat er eh frei.
Was ideal passt, weil ich mir ein paar Dinge vorgenommen hatte. Also erst Frühstück, dann bisschen Arbeit, auf besonderen Kinderwunsch noch schnell Muffins backen (gut, dass das echt schnell geht), dann los in die Stadt.
Treffen mit einer Freundin, wir wollten auf den jüdischen Friedhof Altona, der hat donnerstags von 14-17 Uhr geöffnet. So steht es im Internet, so steht es an der Friedhofspforte. Allerdings hängt dann da auch ein Zettel: "Winterpause bis 19. Januar". Tja. Na gut, gehen wir also in ein Café. So richtig "Muttis ohne Kinder"-mäßig. War schön. Mach ich viel zu selten.
Und danach, ein persönlicher Traum: Wanderstiefel kaufen. Meine alten sind 20 Jahre alt und das Alter und die Schwangerschaften (also meine, nicht der Stiefel) haben leider dafür gesorgt, dass sie nicht mehr passen. Ich wage auch zu bezweifeln, dass ich damals als Studentin schon die innere Größe hatte, mich in einem Fachgeschäft ordentlich beraten zu lassen. Bloß nicht Auffallen war damals mein Motto. Auf jeden Fall habe ich das heute sehr genossen. Und mir prompt drei Blasen geholt. Aber nicht an den Füßen (was denken die Verkäufer eigentlich über die Dame neben mir, die Schuhe für den Urlaub "in genau einer Woche" brauchte? "Viel Spaß mit den Blasen beim Einlaufen"?), nein, Brandblasen an den Fingern vom Schnüren der vielen auszuprobierenden Schuhe! Muss ich demnächst mal aufpassen, ob das meine waren, die da so fies (und schnell!) zugeschlagen haben, sonst muss ich noch Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Ferien sind toll!
Es sind Ferien! So richtig Ferien. Mit Ausschlafen, wie zuletzt vermutlich als Jugendliche. Oder Erwachsene ohne Kinder. Bis auf das eine Mal, wo ein Übernachtungskind da war, grrr. Wäre Euch früher jemals eingefallen, bei "fremden Menschen" ins Schlafzimmer zu kommen und zu verlangen, dass man jetzt gemeinsam Brötchen holen soll? Einerseits hätte ich meine Kinder ja auch gern selbstbewusster, andererseits hätte ich sie aber gerne nicht unverschämt ... es ist ein schmaler Grat.
Auf jeden Fall haben wir also frei. Die Kinder so richtig. Nicht mal die Kleine schicken wir in die Betreuung, die ist inzwischen so selbständig und außerdem so oft verabredet, dass kaum noch auffällt, wenn sie zu Hause ist. Und zumindest reicht es für die kurze Zeit täglich, die ich dann doch mal gegen Geld am Computer arbeiten muss.
Der Mann hat nicht ganz so frei, aber auch da ist die Woche in annehmbaren Tempo gestartet (sagt sich natürlich leicht von zu Hause aus, wenn der andere im Auto sitzt), und donnerstags hat er eh frei.
Was ideal passt, weil ich mir ein paar Dinge vorgenommen hatte. Also erst Frühstück, dann bisschen Arbeit, auf besonderen Kinderwunsch noch schnell Muffins backen (gut, dass das echt schnell geht), dann los in die Stadt.
Treffen mit einer Freundin, wir wollten auf den jüdischen Friedhof Altona, der hat donnerstags von 14-17 Uhr geöffnet. So steht es im Internet, so steht es an der Friedhofspforte. Allerdings hängt dann da auch ein Zettel: "Winterpause bis 19. Januar". Tja. Na gut, gehen wir also in ein Café. So richtig "Muttis ohne Kinder"-mäßig. War schön. Mach ich viel zu selten.
Und danach, ein persönlicher Traum: Wanderstiefel kaufen. Meine alten sind 20 Jahre alt und das Alter und die Schwangerschaften (also meine, nicht der Stiefel) haben leider dafür gesorgt, dass sie nicht mehr passen. Ich wage auch zu bezweifeln, dass ich damals als Studentin schon die innere Größe hatte, mich in einem Fachgeschäft ordentlich beraten zu lassen. Bloß nicht Auffallen war damals mein Motto. Auf jeden Fall habe ich das heute sehr genossen. Und mir prompt drei Blasen geholt. Aber nicht an den Füßen (was denken die Verkäufer eigentlich über die Dame neben mir, die Schuhe für den Urlaub "in genau einer Woche" brauchte? "Viel Spaß mit den Blasen beim Einlaufen"?), nein, Brandblasen an den Fingern vom Schnüren der vielen auszuprobierenden Schuhe! Muss ich demnächst mal aufpassen, ob das meine waren, die da so fies (und schnell!) zugeschlagen haben, sonst muss ich noch Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Ferien sind toll!
Dienstag, 3. Januar 2017
Es wird zwar nichts mit den guten Vorsätzen
... aber trotzdem schadet es ja nicht, den Fernseher jetzt endlich mal auszuschalten, wo so definitiv nichts sehenswertes kommt.
Die letzten Tage daran gedacht: Warum sich Lustigmachen über die Guten-Vorsatz-Haber? Ist doch schön, wenn sie den Schwung des Neuanfangs nutzen wollen. Außerdem kenne ich mindestens einen Ex-Raucher, der tatsächlich Neujahr aufgehört hat (und das schon ein paar Jahre durchhält). Ist mein Sport-Vorsatz ja auch nichts anderes, auch wenn es ein konkretes Ziel im April gibt. Und heute wegen Schlechtwetter ein Zu-Hause-Tag eingelegt wurde, der für jegliche Schrittzähler-App sicher in den "Nicht messbar"-Bereich fiele.
Die letzten Tage daran gedacht: Warum sich Lustigmachen über die Guten-Vorsatz-Haber? Ist doch schön, wenn sie den Schwung des Neuanfangs nutzen wollen. Außerdem kenne ich mindestens einen Ex-Raucher, der tatsächlich Neujahr aufgehört hat (und das schon ein paar Jahre durchhält). Ist mein Sport-Vorsatz ja auch nichts anderes, auch wenn es ein konkretes Ziel im April gibt. Und heute wegen Schlechtwetter ein Zu-Hause-Tag eingelegt wurde, der für jegliche Schrittzähler-App sicher in den "Nicht messbar"-Bereich fiele.
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