Nicht, weil wir selbst inzwischen einen hätten. Nein, an diesem kleinsten Rest Umweltbewusstsein (und eventuell auch Geiz) klammere ich mich immer noch fest. Weshalb sollte man Energie und Geld verschwenden für etwas, was ganz von selbst passiert?
Aber wenn es die Wäschetrockner nicht gäbe, die der anderen hier im Haus, dann wäre das ganze Konzept Trockenboden und fünfköpfige Familie sehr viel mühsamer. Dann müsste man sich an Wäschetage halten und im Winter, wenn es gern mal drei Tage dauert, bis die Wäsche trocken ist (ist das nur kalt, oder kalt und feucht?) möchte ich mir nicht vorstellen, wie das früher abging, wenn die Hausfrau mit der frischgewaschenen Wäsche zum Dachboden kam, da aber noch alles vollhing mit Vorgängerwäsche - aber eben von den Nachbarn.
Also, Wäschetrockner, ein nicht zu unterschätzender Beitrag zum Nachbarschaftsfrieden!
Sonntag, 17. Januar 2016
Samstag, 16. Januar 2016
Kochen - Hobby oder Hausarbeit?
Borschtsch. Das ist gerade meine Herausforderung. Morgen Moussaka. Keine Gerichte, die ich aus dem Handgelenk schüttele, sondern immer schön nach Rezept und bei Borschtsch die bange Frage: Schmeckt das? Und wenn ja: Schmeckt das hier irgendjemandem außer mir?
Es macht aber Spaß! Hier ein Pfännchen, da eine Auflaufform - zumindest wenn man am Wochenende dafür Zeit hat und außerdem die Vorausschau besaß, alle nötigen Zutaten schon unter der Woche einzukaufen. Für wochentags bräuchte ich noch ein paar mehr Rezepte, die absolut schnell gehen, trotzdem von allen akzeptiert werden und nicht ganz aus der Fertigabteilung der Supermärkte stammen. Nudeln mit Soße, nur eben in etwas abwechslungsreicher.
Am Wochenende aber, da stelle ich mich gern an den Herd. Nörgele nur manchmal, dass mein Mann früher auch ambitionierter war, was das Essen angeht (von ihm gekocht, anders wärs ja noch schöner!). Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich mich da ausleben und ausprobieren darf. China-Pfanne selbst zusammengehauen, braucht man da Fleisch oder geht das mit Tofu? Welche großartigen Gewürze kann man nutzen? Senfsamen! Nelken! Fünf-Gewürzpulver (nein, laut Produktangaben ist das völlig ohne Glutamat und Konsorten!).
Sollte ich also je wieder in die Verlegenheit kommen, einen Lebenslauf schreiben zu müssen: Könnte ich als Hobby "Kochen" angeben? Oder klinge ich dann, als könne ich mehrgängige Menüs à la Sternekoch für 10 Personen zaubern? "Darf" man das, auch wenn man ohne Bedenken Suppe mit Salat serviert (ein No-Go laut meinem Mann)? Oder ist das hier nur "Sattmachen der Familie" ohne größeren Anspruch? Ich kenn schon hauptsächlich Leute, die seltener als wir Pizza und Fertigpommes auf den Tisch bringen und vielleicht sogar regelmäßig backen. Was ist meine Referenzgruppe? Ist das normal oder nicht? Bin ich "Auch-Hausfrau"? Oder berufstätige Mutter, die ganz gern kocht? Kann eine Hausfrau "Kochen" überhaupt als Hobby haben, wo es doch Teil ihrer Berufsbeschreibung ist?
Fragen über Fragen - zum Glück piept der Herd - der Borschtsch ruft und möchte vollendet werden.
Es macht aber Spaß! Hier ein Pfännchen, da eine Auflaufform - zumindest wenn man am Wochenende dafür Zeit hat und außerdem die Vorausschau besaß, alle nötigen Zutaten schon unter der Woche einzukaufen. Für wochentags bräuchte ich noch ein paar mehr Rezepte, die absolut schnell gehen, trotzdem von allen akzeptiert werden und nicht ganz aus der Fertigabteilung der Supermärkte stammen. Nudeln mit Soße, nur eben in etwas abwechslungsreicher.
Am Wochenende aber, da stelle ich mich gern an den Herd. Nörgele nur manchmal, dass mein Mann früher auch ambitionierter war, was das Essen angeht (von ihm gekocht, anders wärs ja noch schöner!). Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich mich da ausleben und ausprobieren darf. China-Pfanne selbst zusammengehauen, braucht man da Fleisch oder geht das mit Tofu? Welche großartigen Gewürze kann man nutzen? Senfsamen! Nelken! Fünf-Gewürzpulver (nein, laut Produktangaben ist das völlig ohne Glutamat und Konsorten!).
Sollte ich also je wieder in die Verlegenheit kommen, einen Lebenslauf schreiben zu müssen: Könnte ich als Hobby "Kochen" angeben? Oder klinge ich dann, als könne ich mehrgängige Menüs à la Sternekoch für 10 Personen zaubern? "Darf" man das, auch wenn man ohne Bedenken Suppe mit Salat serviert (ein No-Go laut meinem Mann)? Oder ist das hier nur "Sattmachen der Familie" ohne größeren Anspruch? Ich kenn schon hauptsächlich Leute, die seltener als wir Pizza und Fertigpommes auf den Tisch bringen und vielleicht sogar regelmäßig backen. Was ist meine Referenzgruppe? Ist das normal oder nicht? Bin ich "Auch-Hausfrau"? Oder berufstätige Mutter, die ganz gern kocht? Kann eine Hausfrau "Kochen" überhaupt als Hobby haben, wo es doch Teil ihrer Berufsbeschreibung ist?
Fragen über Fragen - zum Glück piept der Herd - der Borschtsch ruft und möchte vollendet werden.
Freitag, 15. Januar 2016
Schulwahl - das Grauen
Weiterführende Schule. Welche nehmen? Das hatten wir doch erst letztes Jahr! Tja, Pech gehabt. Wenn man seine Kinder entsprechend zur Welt bringt, darf man im nächsten Jahr gleich noch einmal.
Neues Kind, neues Glück. Leider klappt es nicht so, wie in der Wunschvorstellung: Alle Kinder auf dieselbe Schule, alle Termine (Sommerfest! Weihnachtsfeiern! Tag der offenen Tür!) in einem Aufwasch, wär das nicht schön?
Aber nein, ausnahmsweise zeigt sich, dass unterschiedliche Kinder doch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Zum Glück habe ich mich in einem mehrjährigen Lernprozess von der Idee verabschieden können, dass es nur eine bestimmte Schule gibt, die mein Kind zum Lebensglück führen wird. Oder dass man vorhersehen könnte, welche Schule ein Kind kreuzunglücklich machen könnte. Das können nämlich höchstens die Lehrer und eventuell noch die Mitschüler bewirken und darauf hat man vorher mal genau überhaupt keinen Einfluss.
Von daher: okay. Das Kind darf so sein, wie es ist. Und wir hoffen das beste und dass es vielleicht doch noch einen gewissen schulischen Ehrgeiz entwickeln wird. Aber wenn nicht, kann man ihm den leider als Eltern nicht hinterhertragen - so sehr es einen auch in den Fingern juckt, es zu versuchen.
So ist zumindest die Theorie, in der ich die Zen-Mutter bin, die alles ganz gelassen betrachten kann. In der realen Realität sitze ich natürlich hier und würde am liebsten mit dem Nägelkauen anfangen, weil ich mir so viele Gedanken über diese Entscheidung mache. Und was man dann noch dazulernt! Zweite Fremdsprache - wie viele Jahre braucht man die überhaupt fürs Abitur? (Antwort: Von der sechsten bis zur zehnten reicht hier in Hamburg völlig aus) Völlig irrsinnig. Als ob ich wüsste, ob mein Kind in fünf Jahren noch Lust auf Französisch hat. Oder ob es Abitur machen wird.
Neues Kind, neues Glück. Leider klappt es nicht so, wie in der Wunschvorstellung: Alle Kinder auf dieselbe Schule, alle Termine (Sommerfest! Weihnachtsfeiern! Tag der offenen Tür!) in einem Aufwasch, wär das nicht schön?
Aber nein, ausnahmsweise zeigt sich, dass unterschiedliche Kinder doch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Zum Glück habe ich mich in einem mehrjährigen Lernprozess von der Idee verabschieden können, dass es nur eine bestimmte Schule gibt, die mein Kind zum Lebensglück führen wird. Oder dass man vorhersehen könnte, welche Schule ein Kind kreuzunglücklich machen könnte. Das können nämlich höchstens die Lehrer und eventuell noch die Mitschüler bewirken und darauf hat man vorher mal genau überhaupt keinen Einfluss.
Von daher: okay. Das Kind darf so sein, wie es ist. Und wir hoffen das beste und dass es vielleicht doch noch einen gewissen schulischen Ehrgeiz entwickeln wird. Aber wenn nicht, kann man ihm den leider als Eltern nicht hinterhertragen - so sehr es einen auch in den Fingern juckt, es zu versuchen.
So ist zumindest die Theorie, in der ich die Zen-Mutter bin, die alles ganz gelassen betrachten kann. In der realen Realität sitze ich natürlich hier und würde am liebsten mit dem Nägelkauen anfangen, weil ich mir so viele Gedanken über diese Entscheidung mache. Und was man dann noch dazulernt! Zweite Fremdsprache - wie viele Jahre braucht man die überhaupt fürs Abitur? (Antwort: Von der sechsten bis zur zehnten reicht hier in Hamburg völlig aus) Völlig irrsinnig. Als ob ich wüsste, ob mein Kind in fünf Jahren noch Lust auf Französisch hat. Oder ob es Abitur machen wird.
Donnerstag, 14. Januar 2016
Haushaltsgeschenke für die Mutter? Hier nicht!
Sind das eigentlich nur lustige Anekdoten aus der Wirtschaftswunderzeit, dass Papa zu Weihnachten einen Schlips geschenkt bekommt und Mama einen neuen Staubsauger?
Für hier und heute kann ich zumindest bestätigen, dass ich noch nie bewusst ein Haushaltsgerät geschenkt bekommen hätte - bzw. eins, falls man streng ist und die Auflaufform zur Hochzeit dazuzählt. Wahrscheinlich ist das Glückssache, aber das ist eine tolle Form (noch toller wäre sie mit Deckeln, aber es gibt ja Alufolie, wollen wir also mal nicht kleinlich sein) und ich denke dadurch sehr oft freundlich an die schenkende Freundin, auch wenn wir inzwischen keinerlei Kontakt mehr haben.
Ich habe es allerdings momentan gar nicht nötig, mir Haushaltsgegenstände zu wünschen - das erledigen nämlich meine Kinder für mich! Das eine Kind wollte einen batteriebetriebenen Milchschäumer (wozu? Wir haben ein Gerät ohne Batterien, dass tadellosen Schaum produziert. Aber egal, Wunsch ist Wunsch) und das andere Kind einen Sandwichtoaster.
Kurz überlegte ich, ob das eine Kritik an unserem unterausgestatteten Haushalt ist - so im Vergleich. Denn sowohl Milchschäumer als auch Sandwichtoaster kennen die Kinder von Freunden. Wollen sie also verzweifelt die dort kennengelernte Ordnung und Vollständigkeit nachstellen? Ich beschließe, dass dies nicht zielführende Selbstzweifel sind, die mit der Realität nichts zu tun haben.
Stattdessen möchte ich hier kurz eine Beurteilung dieser zusätzlichen Gegenstände, die ja Platz und Energie fordern, abgeben. Wie man sich erinnert, bin ich fair, aber kritisch neuen Haushaltsgeräten gegenüber - den Thermomix haben wir nach reiflicher Überlegung damals ja nicht gekauft.
Der Milchschäumer: Braucht Batterien oder Akkus. Ein großes Minus in meinen Augen, zumal es ja ein Gerät auf Handbetrieb im Haushalt gibt - in dem man die Milch sogar auf dem Herd erwärmen kann, und sie nicht in die Mikrowelle schieben muss. Andererseits ist das Ding schön klein, während der kleine Milchtopf mit Stampfer doch einiges mehr an Platz wegnimmt. Angeblich kann man mit dem elektrischen Milchschäumer auch Salatdressings anrühren. Das machen wir eher nicht. Bin mir nicht sicher, ob wir die Salatsoße gründlich genug aus den Metallspiralen entfernen könnten, damit man sie bei der nächsten Milch nicht doch rausschmeckt. Vom Reinigungsaufwand sind beide Systeme ähnlich: Man muss sie sofort abspülen, sonst fängt es im Nullkommanichts an, nach saurer Milch zu riechen. Fazit: WIR brauchen das eigentlich nicht. Aber dem Kind macht das Surren und Rühren so viel Spaß, soll sie doch.
Der Sandwichtoaster hingegen (mir geht gerade ein bisschen das Herz auf): Bisher haben wir getoastete Sandwiches im Waffeleisen zubereitet. Das geht. Aber wenn man einen echten, spezialisierten Sandwichtoaster ausprobiert hat, möchte man zu diesem Zustand nicht wieder zurück. Der Sandwichtoaster verschließt das Gebackene tatsächlich im Inneren der zwei Brotscheiben, es sappscht viel weniger nach draußen. Außerdem schmecken nicht die ersten Waffeln nach Broten wie Käse und die ersten Sandwiches nach Waffeln wie eine süße Nachspeise. Vermutlich eignet sich so ein Gerät vor allem für Kochmuffel wie uns (wir kochen gern, haben aber selten Zeit dafür bzw. dann nicht alle Zutaten im Haus). Es ist wie warmes Essen, nur in einem Bruchteil der Zeit zubereitet. Herrlich, ganz großes "Ja" zum Sandwichtoaster aus diesem Haushalt!
Für hier und heute kann ich zumindest bestätigen, dass ich noch nie bewusst ein Haushaltsgerät geschenkt bekommen hätte - bzw. eins, falls man streng ist und die Auflaufform zur Hochzeit dazuzählt. Wahrscheinlich ist das Glückssache, aber das ist eine tolle Form (noch toller wäre sie mit Deckeln, aber es gibt ja Alufolie, wollen wir also mal nicht kleinlich sein) und ich denke dadurch sehr oft freundlich an die schenkende Freundin, auch wenn wir inzwischen keinerlei Kontakt mehr haben.
Ich habe es allerdings momentan gar nicht nötig, mir Haushaltsgegenstände zu wünschen - das erledigen nämlich meine Kinder für mich! Das eine Kind wollte einen batteriebetriebenen Milchschäumer (wozu? Wir haben ein Gerät ohne Batterien, dass tadellosen Schaum produziert. Aber egal, Wunsch ist Wunsch) und das andere Kind einen Sandwichtoaster.
Kurz überlegte ich, ob das eine Kritik an unserem unterausgestatteten Haushalt ist - so im Vergleich. Denn sowohl Milchschäumer als auch Sandwichtoaster kennen die Kinder von Freunden. Wollen sie also verzweifelt die dort kennengelernte Ordnung und Vollständigkeit nachstellen? Ich beschließe, dass dies nicht zielführende Selbstzweifel sind, die mit der Realität nichts zu tun haben.
Stattdessen möchte ich hier kurz eine Beurteilung dieser zusätzlichen Gegenstände, die ja Platz und Energie fordern, abgeben. Wie man sich erinnert, bin ich fair, aber kritisch neuen Haushaltsgeräten gegenüber - den Thermomix haben wir nach reiflicher Überlegung damals ja nicht gekauft.
Der Milchschäumer: Braucht Batterien oder Akkus. Ein großes Minus in meinen Augen, zumal es ja ein Gerät auf Handbetrieb im Haushalt gibt - in dem man die Milch sogar auf dem Herd erwärmen kann, und sie nicht in die Mikrowelle schieben muss. Andererseits ist das Ding schön klein, während der kleine Milchtopf mit Stampfer doch einiges mehr an Platz wegnimmt. Angeblich kann man mit dem elektrischen Milchschäumer auch Salatdressings anrühren. Das machen wir eher nicht. Bin mir nicht sicher, ob wir die Salatsoße gründlich genug aus den Metallspiralen entfernen könnten, damit man sie bei der nächsten Milch nicht doch rausschmeckt. Vom Reinigungsaufwand sind beide Systeme ähnlich: Man muss sie sofort abspülen, sonst fängt es im Nullkommanichts an, nach saurer Milch zu riechen. Fazit: WIR brauchen das eigentlich nicht. Aber dem Kind macht das Surren und Rühren so viel Spaß, soll sie doch.
Der Sandwichtoaster hingegen (mir geht gerade ein bisschen das Herz auf): Bisher haben wir getoastete Sandwiches im Waffeleisen zubereitet. Das geht. Aber wenn man einen echten, spezialisierten Sandwichtoaster ausprobiert hat, möchte man zu diesem Zustand nicht wieder zurück. Der Sandwichtoaster verschließt das Gebackene tatsächlich im Inneren der zwei Brotscheiben, es sappscht viel weniger nach draußen. Außerdem schmecken nicht die ersten Waffeln nach Broten wie Käse und die ersten Sandwiches nach Waffeln wie eine süße Nachspeise. Vermutlich eignet sich so ein Gerät vor allem für Kochmuffel wie uns (wir kochen gern, haben aber selten Zeit dafür bzw. dann nicht alle Zutaten im Haus). Es ist wie warmes Essen, nur in einem Bruchteil der Zeit zubereitet. Herrlich, ganz großes "Ja" zum Sandwichtoaster aus diesem Haushalt!
Dienstag, 12. Januar 2016
Aufstehen im Besonderen
Nicht dass ich es vergesse: Alle gute Vorbereitung zum halbwegs stressfreien Aufsthen kann natürlich nicht verhindern, dass es manchmal trotzdem doofe Tage gibt. Tage, an denen ich meinen Mann wecke (ja, der darf länger schlafen, dafür arbeitet der auch gern mal bis 2.00 Uhr nachts) mit dem Ruf: "Komm, hilf mir". Manchmal ergänzt durch: "Ich bringe sonst gleich ein Kind um".
Und manchmal geht es auch ganz anders, so wie gestern. Ich komme so eben am Morgen zu mir und überlege, ob ich mal auf den Wecker schielen soll, wie lange ich noch schlafen kann. Jemand kommt aus dem Bad zurück. Ich linse auf die Digitalanzeige: Schockschwerenot, verschlafen! Nur noch knapp 20 Minuten bis zur Abmarschzeit. Jetzt aber hallo: Mann wecken, Kinder wecken, Brote schmieren. Der Mann übernimmt das langsamste Kind. Und siehe da: Unfallfrei und rechtzeitig verlassen wir alle das Haus. Geht doch!
Und manchmal geht es auch ganz anders, so wie gestern. Ich komme so eben am Morgen zu mir und überlege, ob ich mal auf den Wecker schielen soll, wie lange ich noch schlafen kann. Jemand kommt aus dem Bad zurück. Ich linse auf die Digitalanzeige: Schockschwerenot, verschlafen! Nur noch knapp 20 Minuten bis zur Abmarschzeit. Jetzt aber hallo: Mann wecken, Kinder wecken, Brote schmieren. Der Mann übernimmt das langsamste Kind. Und siehe da: Unfallfrei und rechtzeitig verlassen wir alle das Haus. Geht doch!
Montag, 11. Januar 2016
Aufstehen im Allgemeinen
Das Aufstehprogramm für die gesamte Familie ist hier eigentlich selten stressfrei.
1. klingelt der Wecker (meiner) natürlich immer zu früh. 6.10 Uhr, da bin ich einfach nicht wach. Vor Mitternacht ins Bett gehen wäre natürlich eine Maßnahme, aber dann ist meine kinderfreie Zeit am Abend doch so kurz (jammer, jammer), klappt eigentlich so gut wie nie. Versacke immer vor diesem Internet. Wenn das nicht, dann vorm Fernsehprogramm. Von Vorbildfunktion für die Kinder wollen wir mal gar nicht reden. Ich versteh jede Art von Bildschirmsucht, versuche aber trotzdem, das bei den Kleinen im Rahmen zu halten.
2. gibt es kleine Langschläfer unter den zu Weckenden. Also genau einen. Die anderen Kinder brauchen kurzes Antippen oder maximal zwei bis drei Klopfer ans Bettgestellt und schon stehen sie wie kleine Automaten auf, tappsen in Bad und dann Küche, schaufeln sich das Frühstück rein und machen sich dann fertig zum Rausgehen. Das Langschläferkind benötig 5 bis 15 Minuten 1:1-Betreuung mit langsamem Wecken - und dann ist noch nicht garantiert, dass die Laune gut ist oder es lückenlos weitergeht mit Waschen, Essen, Zähneputzen
3. wenn es dann noch gegen Ende im Bad und beim Jacke und Schuhe Anziehen knapp mit der Zeit wird, dann ist mein Stresspegel kurz vor Anschlag. Wenn dann alle glücklich auf dem Weg zu ihrer Tagesbeschäftigung sind, ich mich von den Kindern (oder dem Kind, je nachdem, wie knapp es war, manchmal gehen einzelne schon vor, weil sie keine Lust auf Hektik und Zuspätkommen haben. Richtig, das sind tendenziell die Automaten-Aufsteh-Kinder.) an der Ecke trenne und mich alleine auf dem Weg zur S-Bahn mache - dann atme ich einmal tief durch und denke an meine kinderlosen Kollegen, die gar nicht nachvollziehen können, wie viel Programm man vor Arbeitsbeginn schon durchgezogen haben kann. Klar, bisschen Stolz ist auch dabei, an irgendwas muss man sich ja aufrichten.
Früher - also vor bestimmt fünf Monaten oder einem ähnlich langem Zeitraum, war es allerdings noch schlimmer. Da musste am Morgen regelmäßig rumgeschrien werden (leider von mir) und beinah ausgetickt werden (leider unter anderem auch von mir)
Ausnahmsweise half tatsächlich mal ein Erziehungstipp aus dem Internet. Oder ganz viele Tipps, aus einem Blog mit sehr langem und sehr süßlichen Namen, aber mit vielen guten Ideen:
Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten. Dass mans dem Kind beim Anziehen angenehm kuschlig machen kann, weil Kälte doof ist, vor allem im Winter. Dass es kein Gesetz gibt, dass die Reihenfolge "Waschen, Anziehen, Frühstücken" festlegt, sondern man da durchaus mal flexibel rangehen kann.
Und natürlich der Dauerbrenner-Tipp: Ab und an Zurücktreten und sich fragen, wer hier eigentlich der Erwachsene ist. Und ob man sich wirklich von einem noch nicht mal schulpflichtigen Kind an seine Grenzen bringen lassen will. Außerdem hilfreich: Hin und wieder kleine Pausen. Einfach mal aus dem Zimmer gehen ("Ich mach jetzt erst das und das, dann komm ich zurück und wir machen weiter"). Ehrlich, bei uns hat sich dann mancher Bock einfach in Luft aufgelöst!
1. klingelt der Wecker (meiner) natürlich immer zu früh. 6.10 Uhr, da bin ich einfach nicht wach. Vor Mitternacht ins Bett gehen wäre natürlich eine Maßnahme, aber dann ist meine kinderfreie Zeit am Abend doch so kurz (jammer, jammer), klappt eigentlich so gut wie nie. Versacke immer vor diesem Internet. Wenn das nicht, dann vorm Fernsehprogramm. Von Vorbildfunktion für die Kinder wollen wir mal gar nicht reden. Ich versteh jede Art von Bildschirmsucht, versuche aber trotzdem, das bei den Kleinen im Rahmen zu halten.
2. gibt es kleine Langschläfer unter den zu Weckenden. Also genau einen. Die anderen Kinder brauchen kurzes Antippen oder maximal zwei bis drei Klopfer ans Bettgestellt und schon stehen sie wie kleine Automaten auf, tappsen in Bad und dann Küche, schaufeln sich das Frühstück rein und machen sich dann fertig zum Rausgehen. Das Langschläferkind benötig 5 bis 15 Minuten 1:1-Betreuung mit langsamem Wecken - und dann ist noch nicht garantiert, dass die Laune gut ist oder es lückenlos weitergeht mit Waschen, Essen, Zähneputzen
3. wenn es dann noch gegen Ende im Bad und beim Jacke und Schuhe Anziehen knapp mit der Zeit wird, dann ist mein Stresspegel kurz vor Anschlag. Wenn dann alle glücklich auf dem Weg zu ihrer Tagesbeschäftigung sind, ich mich von den Kindern (oder dem Kind, je nachdem, wie knapp es war, manchmal gehen einzelne schon vor, weil sie keine Lust auf Hektik und Zuspätkommen haben. Richtig, das sind tendenziell die Automaten-Aufsteh-Kinder.) an der Ecke trenne und mich alleine auf dem Weg zur S-Bahn mache - dann atme ich einmal tief durch und denke an meine kinderlosen Kollegen, die gar nicht nachvollziehen können, wie viel Programm man vor Arbeitsbeginn schon durchgezogen haben kann. Klar, bisschen Stolz ist auch dabei, an irgendwas muss man sich ja aufrichten.
Früher - also vor bestimmt fünf Monaten oder einem ähnlich langem Zeitraum, war es allerdings noch schlimmer. Da musste am Morgen regelmäßig rumgeschrien werden (leider von mir) und beinah ausgetickt werden (leider unter anderem auch von mir)
Ausnahmsweise half tatsächlich mal ein Erziehungstipp aus dem Internet. Oder ganz viele Tipps, aus einem Blog mit sehr langem und sehr süßlichen Namen, aber mit vielen guten Ideen:
Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten. Dass mans dem Kind beim Anziehen angenehm kuschlig machen kann, weil Kälte doof ist, vor allem im Winter. Dass es kein Gesetz gibt, dass die Reihenfolge "Waschen, Anziehen, Frühstücken" festlegt, sondern man da durchaus mal flexibel rangehen kann.
Und natürlich der Dauerbrenner-Tipp: Ab und an Zurücktreten und sich fragen, wer hier eigentlich der Erwachsene ist. Und ob man sich wirklich von einem noch nicht mal schulpflichtigen Kind an seine Grenzen bringen lassen will. Außerdem hilfreich: Hin und wieder kleine Pausen. Einfach mal aus dem Zimmer gehen ("Ich mach jetzt erst das und das, dann komm ich zurück und wir machen weiter"). Ehrlich, bei uns hat sich dann mancher Bock einfach in Luft aufgelöst!
Samstag, 2. Januar 2016
Es wird alles gut - bis auf das, was schlecht wird
Was will man über das neue Jahr schon groß sagen? Wer weiß, was alles passiert. Ob ganz schlimme oder ganz schöne Dinge passieren.
Was ich gern hätte: Das Kind soll schwimmen lernen. Dann wäre ich mit meinem Part durch, alle können radfahren und schwimmen. Den Rest kann gern das Leben und die Schule übernehmen. Aber morgen ins Schwimmbad mitfahren mit einer Freundin, die das eine Kind mitnehmen will - ich glaub, das schaff ich nicht.
Das ist ja schon mal ein Super-Start, so überwindungs- und schweinehundmäßig. Scheint, 2016 kann 2015 die Hand reichen: "Super, Kumpel, alles bleibt anders."
Was ich gern hätte: Das Kind soll schwimmen lernen. Dann wäre ich mit meinem Part durch, alle können radfahren und schwimmen. Den Rest kann gern das Leben und die Schule übernehmen. Aber morgen ins Schwimmbad mitfahren mit einer Freundin, die das eine Kind mitnehmen will - ich glaub, das schaff ich nicht.
Das ist ja schon mal ein Super-Start, so überwindungs- und schweinehundmäßig. Scheint, 2016 kann 2015 die Hand reichen: "Super, Kumpel, alles bleibt anders."
Abonnieren
Kommentare (Atom)