Wie gut, wenn ich meine Vorstellungen, was einen gelungenen Sonntag ausmacht, mal loslassen kann. Oder zumindest etwas flexibler handhaben. Meist bin ich eher etwas angesäuert, wenn man mal wieder eine Kuchenspende von mir verlangt und ich den Sonntag auf irgendeiner Veranstaltung verbringen muss, auf der ich sonst nicht wäre, um meinem Kind beim Turnen zuzuschauen. Ich schau ihm selbstverständlich gerne zu, feuere bei Wettkämpfen an, wo es nötig ist und möchte auch sonst, dass es weiß, dass wir hinter ihm stehen. Aber diese Schauvorführungen auf diversen Stadtteilfesten, muss das sein?
Aber natürlich kann man das alles auch in etwas anderem Licht betrachten. Schließlich rührt es mich jedes Mal fast zu Tränen, wenn ich sehe, wie viel Liebe und Arbeit Ehrenamtliche aufbringen für Dinge, die absolut profitfrei sind. Einfach aus Liebe zur Sache.
Vielleicht liegt das an meiner Arbeit und dem dort so oft vorherrschenden Effizienz-Mantra, dass es mich so berührt. Ich finde das großartig! Und wenn ich dann mal einen ollen Rührkuchen dazu beitragen kann, na bitte! Zuschauer brauchen die auch, Zeit- und Geldspender ebenso, man muss also nicht mal der absolute Ober-Mitmacher und -Organisator sein, damit die Anwesenheit sinnvoll ist.
Außerdem ist so eine Turnhalle mit diversen Vorführungen ein beinah idealer Ort für die Familie (dass ich das mal schreibe ...). Die Kinder sind nicht gezwungen, stillzusitzen wie sonst bei kulturellen Veranstaltungen, sondern können rumlaufen und Quatsch machen. Und zwischendurch Ballett mit klassischer Musik - quasi hochkulturelle Unterwanderung!
Also insgesamt: Ich fand's gut heute, die Sportvereins-Gala. Auch wenn wir von halb drei bis um sechs unterwegs waren, Mittagspause ausfiel und ich auch gern mal einen Sonntag im Freien oder auf einer von mir gewählten Veranstaltung verbringe. Aber heute passte es.
Sonntag, 8. November 2015
Samstag, 7. November 2015
Hieß es nicht, es wird immer leichter?
Nein, hieß es vermutlich nicht, hab ich vielleicht nur geträumt.
Also, bisher wurde es eigentlich immer einfacher, je größer die Kinder wurden. Irgendwann konnten sie sprechen und äußern, was sie wollten, statt einfach nur zu brüllen. Großer Fortschritt! Sie wachten nicht mehr in jeder Nacht mehrmals auf. Sie schliefen in ihren eigenen Betten (meistens). Wir mussten nicht mehr an Schnuller, Kinderwagen, schließlich Windeln denken. Und dann bald auch nicht mehr: "Oh Gott, oh Gott, wo ist das nächste Klo? Wenn sie JETZT muss, was mach ich da?"
Ja. Das war schön. Und ich ging davon aus, dass diese Entwicklung bis zur Pubertät (davor warnte man uns) so weiterlaufen würde. Und dann das: Einschulung des jüngsten Kindes. Plötzlich fühlt es sich an, als seien wir auf eine frühere Stufe zurückversetzt worden. Das Aufstehen (eine Stunde früher als zu Kita-Zeiten) und rechtzeitig aus dem Haus Kommen ist meist sehr anstrengend. Bin ich endlich allein auf dem Weg zur S-Bahn, fühl ich mich, als hätte ich die erste Runde Preisboxen schon hinter mir, und das, noch ehe das, was offiziell "Arbeit" heißt, überhaupt begonnen hat. Kinderbetreuung ist auf einmal wieder teurer geworden! Und das, wo Schule doch eigentlich nix kostet. Mysteriöse amtliche Berechnungen von Ferienbetreuung und Schulessen haben dazu geführt, scheinbar muss das so.
Aber gut, wir wollen nicht nur meckern. Einen positiven Punkt habe ich heute schon einer Kita-Mutter erzählt: Das Kind kann allein nach Hause gehen! Herrlich. Geht so viel schneller als die Abholerei in der Kita, bei der man sich mit Engelsgeduld wappnen und auf jeden Fall den Wintermantel ablegen musste, um nicht körperlich und seelisch zu zerfließen, bis man das Kind endlich auf der Straße hatte.
Also, bisher wurde es eigentlich immer einfacher, je größer die Kinder wurden. Irgendwann konnten sie sprechen und äußern, was sie wollten, statt einfach nur zu brüllen. Großer Fortschritt! Sie wachten nicht mehr in jeder Nacht mehrmals auf. Sie schliefen in ihren eigenen Betten (meistens). Wir mussten nicht mehr an Schnuller, Kinderwagen, schließlich Windeln denken. Und dann bald auch nicht mehr: "Oh Gott, oh Gott, wo ist das nächste Klo? Wenn sie JETZT muss, was mach ich da?"
Ja. Das war schön. Und ich ging davon aus, dass diese Entwicklung bis zur Pubertät (davor warnte man uns) so weiterlaufen würde. Und dann das: Einschulung des jüngsten Kindes. Plötzlich fühlt es sich an, als seien wir auf eine frühere Stufe zurückversetzt worden. Das Aufstehen (eine Stunde früher als zu Kita-Zeiten) und rechtzeitig aus dem Haus Kommen ist meist sehr anstrengend. Bin ich endlich allein auf dem Weg zur S-Bahn, fühl ich mich, als hätte ich die erste Runde Preisboxen schon hinter mir, und das, noch ehe das, was offiziell "Arbeit" heißt, überhaupt begonnen hat. Kinderbetreuung ist auf einmal wieder teurer geworden! Und das, wo Schule doch eigentlich nix kostet. Mysteriöse amtliche Berechnungen von Ferienbetreuung und Schulessen haben dazu geführt, scheinbar muss das so.
Aber gut, wir wollen nicht nur meckern. Einen positiven Punkt habe ich heute schon einer Kita-Mutter erzählt: Das Kind kann allein nach Hause gehen! Herrlich. Geht so viel schneller als die Abholerei in der Kita, bei der man sich mit Engelsgeduld wappnen und auf jeden Fall den Wintermantel ablegen musste, um nicht körperlich und seelisch zu zerfließen, bis man das Kind endlich auf der Straße hatte.
Donnerstag, 5. November 2015
Tagebuch 5. November 2015 - WmdedgT
Auf dem Blog von Frau Brüllen wird jeden Monat am 5. dazu aufgerufen, zu teilen, was man so den ganzen Tag macht. Machen wir doch gerne, wenn wir mal rechtzeitig ran denken!
Ein freier Tag! Die Bitte um Ausschlafen wird erhört. Und bis auf ein kurzes Aufwachen, als das Kind, das sich in der Nacht eingeschlichen hat, aus dem Elternbett gezogen wird, hab ich tatsächlich nichts gehört. Und das obwohl das Bad direkt neben dem Schlafzimmer liegt!
Also Ausschlafen, Spazierengehen mit einer Freundin im schönsten Herbstwetter (allerletzte Herbstblätter-Tage, bald ist alles runter) bei erstaunlicher Wärme. Und dann, nach Frühstück und einer großen Tasse Kaffee tatsächlich die Energie gefunden, mich ans Aufräumen zu machen.
Oh je, da ist noch so viel zu tun. Als das Kinderzimmer wieder im Normalzustand war, musste ich Durchschnaufen und eine kurze Verzweiflungswolke abwehren ob der vielen Baustellen, die da noch bleiben und die in absehbarer Zeit wohl nicht angegangen werden. Aufräumen kann man ja am besten, wenn jedes Ding seinen Platz hat. Tja, soweit die Theorie. In der Praxis sprengt fast jede Spielzeugmenge das ihr zugewiesene Behältnis und es gibt jede Menge Kleinkram, für den es einfach KEINEN Platz gibt. Nun gut, irgendwann mal. Meine Mutter nimmt sich so etwas immer für die langen Winterabende vor.
Gut, Aufräumen durch, Mittagessen war zum Glück noch von gestern da. Da kommt schon das erste Kind heim. Erste Noten auf der neuen Schule, aufregend! Eine Stunde später der Mann und die restlichen Kinder. Ab diesem Augenblick verschwimmt meine Erinnerung und setzt erst wieder ein, als ich im Internet Handy-Nothilfe zusammengoogle und recht stolz bin, dass nur mir, und nicht dem Kind, der "Hard Reset" gelingt.
Ob es was genutzt hat, wissen wir noch nicht, es re-settet noch. Vielleicht ist das schon ein schlechtes Zeichen. Dann soll das erste Kind ins Bett. Ich gebe recht schnell auf, der Vater übernimmt und ich lege als Kompensation (kann doch nicht einfach ein Buch lesen, während er sich abmüht) Wäsche zusammen.
So war das. Ein freier Tag. Einer von den besseren. Ja, ich weiß, früher hätte ich mir das auch anders vorgestellt, aber jetzt bin ich ganz schön zufrieden damit.
Ein freier Tag! Die Bitte um Ausschlafen wird erhört. Und bis auf ein kurzes Aufwachen, als das Kind, das sich in der Nacht eingeschlichen hat, aus dem Elternbett gezogen wird, hab ich tatsächlich nichts gehört. Und das obwohl das Bad direkt neben dem Schlafzimmer liegt!
Also Ausschlafen, Spazierengehen mit einer Freundin im schönsten Herbstwetter (allerletzte Herbstblätter-Tage, bald ist alles runter) bei erstaunlicher Wärme. Und dann, nach Frühstück und einer großen Tasse Kaffee tatsächlich die Energie gefunden, mich ans Aufräumen zu machen.
Oh je, da ist noch so viel zu tun. Als das Kinderzimmer wieder im Normalzustand war, musste ich Durchschnaufen und eine kurze Verzweiflungswolke abwehren ob der vielen Baustellen, die da noch bleiben und die in absehbarer Zeit wohl nicht angegangen werden. Aufräumen kann man ja am besten, wenn jedes Ding seinen Platz hat. Tja, soweit die Theorie. In der Praxis sprengt fast jede Spielzeugmenge das ihr zugewiesene Behältnis und es gibt jede Menge Kleinkram, für den es einfach KEINEN Platz gibt. Nun gut, irgendwann mal. Meine Mutter nimmt sich so etwas immer für die langen Winterabende vor.
Gut, Aufräumen durch, Mittagessen war zum Glück noch von gestern da. Da kommt schon das erste Kind heim. Erste Noten auf der neuen Schule, aufregend! Eine Stunde später der Mann und die restlichen Kinder. Ab diesem Augenblick verschwimmt meine Erinnerung und setzt erst wieder ein, als ich im Internet Handy-Nothilfe zusammengoogle und recht stolz bin, dass nur mir, und nicht dem Kind, der "Hard Reset" gelingt.
Ob es was genutzt hat, wissen wir noch nicht, es re-settet noch. Vielleicht ist das schon ein schlechtes Zeichen. Dann soll das erste Kind ins Bett. Ich gebe recht schnell auf, der Vater übernimmt und ich lege als Kompensation (kann doch nicht einfach ein Buch lesen, während er sich abmüht) Wäsche zusammen.
So war das. Ein freier Tag. Einer von den besseren. Ja, ich weiß, früher hätte ich mir das auch anders vorgestellt, aber jetzt bin ich ganz schön zufrieden damit.
Sonntag, 1. November 2015
Halloween ...
... eine Feiertags-Neuerung, gegen die ich tatsächlich nicht viel einzuwenden habe. So viele kleine liebevoll toupierte und geschminkte Monster. Ja, Eier, das ist nicht so appetitlich - aber dieses Jahr scheint sich hier Rasierschaum als Waffe der Wahl durchgesetzt zu haben und das ist wirklich erträglich.
Samstag, 31. Oktober 2015
Medienerziehung - gelungen?
Nach einer ersten Woche komplett "Das perfekte Dinner" auf Vox treten die Kinder offensichtlich in die Ära der Kochshows ein. "Das große Backen" will geschaut werden (mmh, das sieht aber auch lecker aus), auch diverse Restaurant-Verbesserungs-Sendungen kommen gut an.
Und der Clou: Der Plan des Kindes: "An Mamas Geburtstag kochen wir für sie auch ein perfektes Dinner." Ja, ja, ja!
Und der Clou: Der Plan des Kindes: "An Mamas Geburtstag kochen wir für sie auch ein perfektes Dinner." Ja, ja, ja!
Donnerstag, 8. Oktober 2015
"Regelschule" - ist das so was wie "Schulmedizin"?
Dieser Begriff (Regelschule) taucht gerade gehäuft in der Blogparade von MamaNotes zur Schulwahl auf. Und ich versteh das nicht, dieses Misstrauen gegenüber der staatliche Institution Schule. Ob es daran liegt, dass ich gern zur Schule gegangen bin? Dass meine Kinder bisher auch hauptsächlich gute Erfahrungen damit gemacht haben? Denn wie viel schlechte Erfahrungen muss ich machen, damit ich die ganze Mühe auf mich nehme, mich zu alternativen Schulformen und "Freilernen" zu informieren und das ernsthaft in Erwägung zu ziehen?
Bin ich jetzt hoffnungslos naiv oder hoffnungslos realistisch? Nein, ich glaube nicht daran, dass das System Schule uns willenlos und anpassungsbereit machen soll, um uns auf das Leben in dieser bösen kapitalistischen Welt vorzubereiten - gesponsort von "der" Wirtschaft, die viele kleine genormte Arbeitsknechte braucht. Aber ich glaube, es gibt viele gute "Regelschulen", es gibt viele motivierte Lehrer. Und natürlich, wie in jedem Job, gibt es Leute, die die Arbeit mittel oder nicht so gut machen. Vielleicht ist das die große Kränkung, die aus vielen Beiträgen spricht? Dass vielleicht nur mittelmäßige Menschen auf mein kostbares Kind losgelassen werden? Statt pädagogischer Übermenschen?
Außerdem, Verzeihung, finde ich diese Diskussion zutiefst unsolidarisch. Es klingt ja gut: Lernen freiwillig, nur was einen gerade interessiert, was man braucht, dann bleibt es nämlich überhaupt hängen im Kopf.
Und von wem sollen die Kinder dann lernen? Am besten von Eltern oder anderen Menschen im Bekanntenkreis. Und da sind wir beim Punkt: Welche Menschen hast Du im Bekanntenkreis? Wie viel Zeit haben diese Menschen, Dein Kind zu "beschulen", ihm Dinge zu zeigen und zu erklären? Was hast Du selbst zu bieten an Bildung und Zeit - wie viel Stunden hat Dein außerhäusiger Arbeitstag? Eben. Das ist eine absolut elitäre Diskussion!
Denkt ein bisschen nach und schaut Euch um. Wenn Ihr in einer größeren Stadt wohnt, habt Ihr gute Chancen, dabei Kinder zu entdecken, deren Eltern nicht Schreiben und Lesen können. Wer soll die bilden? Meine Güte, ja, das böse System Schule. Das System Schule, was bisher das beste ist, was wir gefunden haben zum Ausgleich ungleicher Ausgangsbedingungen. Natürlich ist es nicht perfekt und deshalb haut uns das PISA auch jedes Jahr wieder um die Ohren. Dass ungleiche Startbedingungen nur bedingt ausgeglichen werden. Dafür ist PISA ziemlich gut, auch wenn Ihr hauptsächlich "Leistungsdruck" darin seht.
Bei den Alternativen zum System Schule würden die Unterschiede überhaupt nicht mehr ausgeglichen! Um ALLEN Bildung zu verschaffen. Nicht nur den Eliten, denen die Bildung sowieso zufliegt. Wo deutschsprachige Bücher im Regal stehen. Wo überhaupt Bücher im Regal stehen. Um Euch geht es ausnahmsweise mal - nicht.
Mein Kind wird von den Lehrern für seine Kompetenz im Fach Deutsch gelobt. Ja, kein Wunder, studierte Eltern, Deutsch Muttersprache! Das ist jetzt nicht soo verwunderlich, dass er Wörter korrekt konjugieren kann. Bei anderen Kindern mit anderen Voraussetzungen sieht das ganz anders aus!
Ah, Aggression flutet meine Fingerspitzen, ich mach jetzt erst mal ein bisschen Pause.
Bin ich jetzt hoffnungslos naiv oder hoffnungslos realistisch? Nein, ich glaube nicht daran, dass das System Schule uns willenlos und anpassungsbereit machen soll, um uns auf das Leben in dieser bösen kapitalistischen Welt vorzubereiten - gesponsort von "der" Wirtschaft, die viele kleine genormte Arbeitsknechte braucht. Aber ich glaube, es gibt viele gute "Regelschulen", es gibt viele motivierte Lehrer. Und natürlich, wie in jedem Job, gibt es Leute, die die Arbeit mittel oder nicht so gut machen. Vielleicht ist das die große Kränkung, die aus vielen Beiträgen spricht? Dass vielleicht nur mittelmäßige Menschen auf mein kostbares Kind losgelassen werden? Statt pädagogischer Übermenschen?
Außerdem, Verzeihung, finde ich diese Diskussion zutiefst unsolidarisch. Es klingt ja gut: Lernen freiwillig, nur was einen gerade interessiert, was man braucht, dann bleibt es nämlich überhaupt hängen im Kopf.
Und von wem sollen die Kinder dann lernen? Am besten von Eltern oder anderen Menschen im Bekanntenkreis. Und da sind wir beim Punkt: Welche Menschen hast Du im Bekanntenkreis? Wie viel Zeit haben diese Menschen, Dein Kind zu "beschulen", ihm Dinge zu zeigen und zu erklären? Was hast Du selbst zu bieten an Bildung und Zeit - wie viel Stunden hat Dein außerhäusiger Arbeitstag? Eben. Das ist eine absolut elitäre Diskussion!
Denkt ein bisschen nach und schaut Euch um. Wenn Ihr in einer größeren Stadt wohnt, habt Ihr gute Chancen, dabei Kinder zu entdecken, deren Eltern nicht Schreiben und Lesen können. Wer soll die bilden? Meine Güte, ja, das böse System Schule. Das System Schule, was bisher das beste ist, was wir gefunden haben zum Ausgleich ungleicher Ausgangsbedingungen. Natürlich ist es nicht perfekt und deshalb haut uns das PISA auch jedes Jahr wieder um die Ohren. Dass ungleiche Startbedingungen nur bedingt ausgeglichen werden. Dafür ist PISA ziemlich gut, auch wenn Ihr hauptsächlich "Leistungsdruck" darin seht.
Bei den Alternativen zum System Schule würden die Unterschiede überhaupt nicht mehr ausgeglichen! Um ALLEN Bildung zu verschaffen. Nicht nur den Eliten, denen die Bildung sowieso zufliegt. Wo deutschsprachige Bücher im Regal stehen. Wo überhaupt Bücher im Regal stehen. Um Euch geht es ausnahmsweise mal - nicht.
Mein Kind wird von den Lehrern für seine Kompetenz im Fach Deutsch gelobt. Ja, kein Wunder, studierte Eltern, Deutsch Muttersprache! Das ist jetzt nicht soo verwunderlich, dass er Wörter korrekt konjugieren kann. Bei anderen Kindern mit anderen Voraussetzungen sieht das ganz anders aus!
Ah, Aggression flutet meine Fingerspitzen, ich mach jetzt erst mal ein bisschen Pause.
Montag, 5. Oktober 2015
Vorsichtiger Optimismus
Normalerweise ist es ein guter Wasserstandsmelder, was mein familiäres und persönliches Empfinden angeht: Der "Berg" auf der Arbeitsplatte. Ein Gebilde, das von selbst entstanden ist und mal ein Stück abgetragen wird, mal scheinbar ins Unermessliche wächst. All die Zettel, die man bearbeiten müsste, gern Rückläufer von der Schule, der Bank, dem Finanzamt. All die Zeitschriften, in die man noch mal reinschauen müsste - gern Fachliches, was auch irgendwie für die Arbeit gut wäre.
Wenn ich das Gefühl habe, die Übersicht zu verlieren und beginne, wichtige Termine übersehe ("Wie, gestern war Elternabend?"), dann ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, einen Gang runterzuschalten. Freiwillige Aktivitäten auf ein Minimum zu beschränken. Das absolut Notwendige - und zwar mehr davon. Selbst wenn das heißt, am Wochenende keinerlei Pläne außer "Einkaufen, Essen, Aufräumen" zu haben - was auf Dauer auch frustrierend ist. Aber nicht so frustrierend und deprimierend wie das Gefühl, das einem die Herrschaft über sein Leben entgleitet, deshalb muss das manchmal sein.
Nun aber. Heute. Tadaa! Der Berg ist vollständig verschwunden! Ich bin mir noch nicht sicher, was ich daraus mache. Hilft Schilddrüsenhormon tatsächlich so sehr, das Leben in den Griff zu bekommen? Läuft jetzt alles und bleibt das so? Wird das harte Arbeit, kann ich das je wiederholen? Ich bin sehr, sehr gespannt und vorsichtig optimistisch!
Wenn ich das Gefühl habe, die Übersicht zu verlieren und beginne, wichtige Termine übersehe ("Wie, gestern war Elternabend?"), dann ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, einen Gang runterzuschalten. Freiwillige Aktivitäten auf ein Minimum zu beschränken. Das absolut Notwendige - und zwar mehr davon. Selbst wenn das heißt, am Wochenende keinerlei Pläne außer "Einkaufen, Essen, Aufräumen" zu haben - was auf Dauer auch frustrierend ist. Aber nicht so frustrierend und deprimierend wie das Gefühl, das einem die Herrschaft über sein Leben entgleitet, deshalb muss das manchmal sein.
Nun aber. Heute. Tadaa! Der Berg ist vollständig verschwunden! Ich bin mir noch nicht sicher, was ich daraus mache. Hilft Schilddrüsenhormon tatsächlich so sehr, das Leben in den Griff zu bekommen? Läuft jetzt alles und bleibt das so? Wird das harte Arbeit, kann ich das je wiederholen? Ich bin sehr, sehr gespannt und vorsichtig optimistisch!
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