Selbständige Zahnärztin in Gemeinschaftspraxis mit ihrem Mann - Großeltern kommen einmal die Woche zur Kinderbetreuung. Ja, SO könnte es mit der erfüllten Berufstätigkeit auch mit zwei Kinder klappen. So beschrieben in der Burstädter Zeitung (Bürstadt: Neben Worms. Über Mannheim/Ludwigshafen).
Ich denke, ich bin noch auf kein besseres Modell gestoßen, wenn man als Mutter berufstätig bleiben möchte, die weiterhin anspruchsvoll sein soll - und seine Kinder unter der Woche sehen möchte. Oder hat jemand andere Tipps? Hätte man mir das mal jemand gesagt, als ich auf der Suche nach einem geeigneten Studium war - vielleicht wär ich jetzt Zahnärztin!
Dienstag, 10. Januar 2012
Montag, 9. Januar 2012
Freiheit - schon wieder perdü
Da dachte ich: "Jetzt muss ich endlich mal drüber schreiben, wie schön ein babyfreies Schlafzimmer doch ist." Und was ist? Wie ein Bum-bum-bum-bum-Bumerang kommt das Gitterbettchen zu uns zurück, um fürs erste wieder dort zu bleiben.
Also, wehmütig: Es war so schön. So viel Platz, um das Bett herumzugehen. Nicht mehr die schmale Gasse, die dazu führte, dass die frischgestrichene Wand schon wieder Schleifspuren bekam. Kleidungsstücke mit echtem Licht auszusuchen, statt bei indirekter Funzelbeleuchtung aus dem Flur mehr zu raten als zu wissen, was man sich da für den nächsten Tag wieder ausgesucht hat. Wir konnten sogar unseren Alte-Leute-Lichtschalter benutzen. Ja genau den, den man vom Bett aus bedienen kann!
Tja. Dann kam die Kinder-Übernachtungsparty. Dafür musste das kleinste Kind natürlich wieder umziehen. Und da liegt es nun. Die erste Nacht schlief es sogar komplett durch. Aber selbst häufiges Wachwerden in der zweiten Nacht ist ja eher ein Grund, es erst einmal so zu belassen. Denn wer will schon zu Kinderquaken aufstehen und ins Nachbarzimmer gehen müssen. Schauen wir mal.
Also, wehmütig: Es war so schön. So viel Platz, um das Bett herumzugehen. Nicht mehr die schmale Gasse, die dazu führte, dass die frischgestrichene Wand schon wieder Schleifspuren bekam. Kleidungsstücke mit echtem Licht auszusuchen, statt bei indirekter Funzelbeleuchtung aus dem Flur mehr zu raten als zu wissen, was man sich da für den nächsten Tag wieder ausgesucht hat. Wir konnten sogar unseren Alte-Leute-Lichtschalter benutzen. Ja genau den, den man vom Bett aus bedienen kann!
Tja. Dann kam die Kinder-Übernachtungsparty. Dafür musste das kleinste Kind natürlich wieder umziehen. Und da liegt es nun. Die erste Nacht schlief es sogar komplett durch. Aber selbst häufiges Wachwerden in der zweiten Nacht ist ja eher ein Grund, es erst einmal so zu belassen. Denn wer will schon zu Kinderquaken aufstehen und ins Nachbarzimmer gehen müssen. Schauen wir mal.
Mittwoch, 4. Januar 2012
NIEMALS hinsetzen
So lautet mein wichtigster Ratschlag an die berufstätige Mutter, die irgendetwas zu Hause geschafft bekommen möchte - NACH der bezahlten Arbeit.
Wer sitzt, will sich ausruhen, will die Beine hochlegen, vielleicht sogar die Augen schließen. DAS GEHT NICHT.
Erstens nicht, wenn Kinder unter zehn Jahren anwesend sind. Denn da Kinder einen sowas höchstens fünf Minuten am Stück machen lassen, kriegt man schlechte Laune, da sie einen genau dann stören, wenn man gerade wegnickt.
Zweitens kriegt man dann halt nichts geschafft von den vielen Dingen, von denen man morgens, während der Mittagspause und selbst während der Bahnfahrt nach Hause dachte, dass man sie wirklich heute abend machen müsste. Wie etwa die Nebenkostenrechnung bezahlen, bevor das Gas abgestellt wird. Oder die Freundin anrufen, bei der man sich seit sechs Monaten nicht mehr gemeldet hat - und sei es nur um nachzufragen, ob sie noch Freundin ist. Oder die Blumen gießen, solange noch ein Funken Leben in ihnen ist.
Geht leider alles nur, wenn man sich zwischendurch keine Minute Pause gönnt. Denn eine Pause am Abend macht träge. Und faul. Und es ist so zäh und mühsam, sich danach wieder zu erheben, dass man es meistens gleich lässt. Schließlich hat man sich seinen Feierabend ja verdient. Schwierig abzuwägen, was wichtiger ist: Im Kalten ohne Freunde sitzen und von Bergen von Bügelwäsche erschlagen zu werden, dafür aber ausgeruht zu sein? Oder sich einfach nie hinsetzen, am besten noch mal mit den Kindern raus zum Einkaufen oder sonstwohin, Hauptsache raus, Sauerstoff belebt und dann weiter an den Dreck unterm Esstisch, die ausstehenden Überweisungen und das gute Gefühl, doch noch was zu schaffen.
Gestern, nach dem ersten Tag an der Arbeit nach dem Weihnachtsurlaub, konnte ich übrigens kurz nachvollziehen, wieso Männer gar nicht so ungern Vollzeit arbeiten und die Brut dafür abends nicht so lange (wenn überhaupt) sehen (müssen), wenn sie müde von der Arbeit kommen. Hat durchaus auch was, seh ich nun tatsächlich ein - bis auf das IRGENDWER sich aber doch um die Kinder kümmern muss.
Wer sitzt, will sich ausruhen, will die Beine hochlegen, vielleicht sogar die Augen schließen. DAS GEHT NICHT.
Erstens nicht, wenn Kinder unter zehn Jahren anwesend sind. Denn da Kinder einen sowas höchstens fünf Minuten am Stück machen lassen, kriegt man schlechte Laune, da sie einen genau dann stören, wenn man gerade wegnickt.
Zweitens kriegt man dann halt nichts geschafft von den vielen Dingen, von denen man morgens, während der Mittagspause und selbst während der Bahnfahrt nach Hause dachte, dass man sie wirklich heute abend machen müsste. Wie etwa die Nebenkostenrechnung bezahlen, bevor das Gas abgestellt wird. Oder die Freundin anrufen, bei der man sich seit sechs Monaten nicht mehr gemeldet hat - und sei es nur um nachzufragen, ob sie noch Freundin ist. Oder die Blumen gießen, solange noch ein Funken Leben in ihnen ist.
Geht leider alles nur, wenn man sich zwischendurch keine Minute Pause gönnt. Denn eine Pause am Abend macht träge. Und faul. Und es ist so zäh und mühsam, sich danach wieder zu erheben, dass man es meistens gleich lässt. Schließlich hat man sich seinen Feierabend ja verdient. Schwierig abzuwägen, was wichtiger ist: Im Kalten ohne Freunde sitzen und von Bergen von Bügelwäsche erschlagen zu werden, dafür aber ausgeruht zu sein? Oder sich einfach nie hinsetzen, am besten noch mal mit den Kindern raus zum Einkaufen oder sonstwohin, Hauptsache raus, Sauerstoff belebt und dann weiter an den Dreck unterm Esstisch, die ausstehenden Überweisungen und das gute Gefühl, doch noch was zu schaffen.
Gestern, nach dem ersten Tag an der Arbeit nach dem Weihnachtsurlaub, konnte ich übrigens kurz nachvollziehen, wieso Männer gar nicht so ungern Vollzeit arbeiten und die Brut dafür abends nicht so lange (wenn überhaupt) sehen (müssen), wenn sie müde von der Arbeit kommen. Hat durchaus auch was, seh ich nun tatsächlich ein - bis auf das IRGENDWER sich aber doch um die Kinder kümmern muss.
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Weihnachtsfeiern - endlich vorbei?
Es gibt einige Dinge, die sich geändert haben, seit ich ein Kind war und meine Eltern all das für mich tun mussten, was ich jetzt für meine Kinder tue.
Zum Beispiel Frühstücksbrote für die Schule - aber das ist eigentlich ein anderes Thema. Oder war das bei Euch früher so, nicht nur ein olles belegtes Brot, oder auch mal zwei, nein, sondern Möhren, Gurken, Äpfel, gern auch mal Weintrauben oder Mandarinen? Und damit bewegen wir uns am unteren Limit der nach oben offenen Bentobox-Skala. Meine Mutter meinte jüngst, wir hätten ihrer Meinung nach nicht mal ne Dose gehabt für das Brot.
Aber um welche Änderung es mir hier geht, ist die gewünschte Elternbeteiligung bei jeder Art von Weihnachtskinderveranstaltung. Ich meine, gut, ich habe drei Kinder, ein bisschen bin ich wohl selber schuld. Aber trotzdem: Schule (jede Klasse für sich, selbstverständlich), Hort (jede Gruppe für sich, versteht sich), Kindergarten (zwei Mal, da das Kind an einer Aufführung teilnimmt, die zwei Mal vorgeführt wird), Sportverein - irgendwann ist mal gut, oder?
Meine Mutter war in der Grundschule beim Schulfest im Sommer und bei den Elternabenden. Ich glaube nicht, dass zu einem anderen Zeitpunkt erwartet wurde, dass sie auftauchte. Ich kann den Gedanken dahinter verstehen, Eltern im informellen Rahmen kennenlernen, bei Schulveranstaltungen vielleicht noch ein pädagogischer Hintergrund, das Kind im Zusammenspiel mit seiner Familie sehen. Aber kann man das nicht übers Jahr verteilen? Muss das zu einer Zeit sein, wenn man abends eigentlich Geschenkelisten pflegen, Weihnachtskarten schreiben und sonst noch allerlei vorbereiten muss? Und Plätzchen oder Kuchen werden natürlich überall gern als Mitbringsel gesehen - hey, die will ich selber essen!
Zum Beispiel Frühstücksbrote für die Schule - aber das ist eigentlich ein anderes Thema. Oder war das bei Euch früher so, nicht nur ein olles belegtes Brot, oder auch mal zwei, nein, sondern Möhren, Gurken, Äpfel, gern auch mal Weintrauben oder Mandarinen? Und damit bewegen wir uns am unteren Limit der nach oben offenen Bentobox-Skala. Meine Mutter meinte jüngst, wir hätten ihrer Meinung nach nicht mal ne Dose gehabt für das Brot.
Aber um welche Änderung es mir hier geht, ist die gewünschte Elternbeteiligung bei jeder Art von Weihnachtskinderveranstaltung. Ich meine, gut, ich habe drei Kinder, ein bisschen bin ich wohl selber schuld. Aber trotzdem: Schule (jede Klasse für sich, selbstverständlich), Hort (jede Gruppe für sich, versteht sich), Kindergarten (zwei Mal, da das Kind an einer Aufführung teilnimmt, die zwei Mal vorgeführt wird), Sportverein - irgendwann ist mal gut, oder?
Meine Mutter war in der Grundschule beim Schulfest im Sommer und bei den Elternabenden. Ich glaube nicht, dass zu einem anderen Zeitpunkt erwartet wurde, dass sie auftauchte. Ich kann den Gedanken dahinter verstehen, Eltern im informellen Rahmen kennenlernen, bei Schulveranstaltungen vielleicht noch ein pädagogischer Hintergrund, das Kind im Zusammenspiel mit seiner Familie sehen. Aber kann man das nicht übers Jahr verteilen? Muss das zu einer Zeit sein, wenn man abends eigentlich Geschenkelisten pflegen, Weihnachtskarten schreiben und sonst noch allerlei vorbereiten muss? Und Plätzchen oder Kuchen werden natürlich überall gern als Mitbringsel gesehen - hey, die will ich selber essen!
Samstag, 10. Dezember 2011
Erkältungszeit!
Damit erzähle ich sicherlich niemandem etwas Neues. Dass es mich diesen Herbst/Winter schon zum zweiten Mal erwischte, überraschte mich aber schon ein wenig.
Nun lese ich aber, dass ich genau im Trend liege. Nido weiß es (Ausgabe 12/2011, 01/2012), S. 58. Ein Artikel, wie man sich vor Erkältungen halbwegs schützen kann. Nämlich durch Hygiene. Und die schöne Aussage: "Eigentlich bekommen Erwachsene nur etwa zwei Erkältungen pro Jahr - außer, sie haben kleine Kinder. Dann sind sie leicht doppelt so oft krank wie Kinderlose."
So. Weiß ich das also auch. Ist ja auch klar, eine neue Kita, ein Kind neu in der Schule - also drei potenzielle Virenschleudern plus Hort nachmittags, wo noch mal neue Klassenerreger aufeinander treffen. Da muss ja das ein oder andere zu Hause ankommen.
Nun lese ich aber, dass ich genau im Trend liege. Nido weiß es (Ausgabe 12/2011, 01/2012), S. 58. Ein Artikel, wie man sich vor Erkältungen halbwegs schützen kann. Nämlich durch Hygiene. Und die schöne Aussage: "Eigentlich bekommen Erwachsene nur etwa zwei Erkältungen pro Jahr - außer, sie haben kleine Kinder. Dann sind sie leicht doppelt so oft krank wie Kinderlose."
So. Weiß ich das also auch. Ist ja auch klar, eine neue Kita, ein Kind neu in der Schule - also drei potenzielle Virenschleudern plus Hort nachmittags, wo noch mal neue Klassenerreger aufeinander treffen. Da muss ja das ein oder andere zu Hause ankommen.
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Woher kommt das denn?
Im Auto. Radio. Die Glocken von Hells Bells. AC/DC, für alle, die sich da nicht so auskennen. Mein Sohn: "Könnt Ihr die Musik mal lauter machen?" Er ist sieben. Das kann ja heiter werden.
Samstag, 3. Dezember 2011
Apothekenumschau fragt - und alle antworten, was man nicht hören will
Die GfK fragt im Auftrag der Apothekenumschau. Und heraus kommt, was man schon geahnt hat - das traditionelle Familienbild - er arbeitet draußen, sie ist Hausfrau - hat sich mitnichten überlebt, sondern wird von der Hälfte der Männer und Frauen befürwortet
Angesichts der Lebensverhältnisse nicht so ganz die dolle Neuigkeit. Oder sind die unzufriedenen Frauen so präsent, dass man die halbwegs zufriedene Mehrheit einfach übersieht?
Ein Problem wird es ja auch erst da, wo die kleine Mehrheit, die zurzeit schon anderes lebt (Frau hat Teilzeit- oder, hohoho, sogar einen Vollzeitjob), durch diese eine, angeblich vorherrschende - oder zumindest erwünschte - Lebensweise in ihrem Lebensmodell behindert wird.
Ich denke da nur mal wieder an unser Schulsystem, bei dem ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass irgendjemand (Wer wohl? Die Mama, richtig) schon zu Hause sein wird, um Hausaufgaben zu überwachen, alles Unverstandene noch mal aufzuarbeiten und sonstige pädagogisch wertvollen Anregungen zu geben ("Schatz, wir sollten unbedingt mal wieder mit den Kindern auf den Kinderbauernhof". Ja. Das ist abends um halb sechs eher schlecht, im Winterhalbjahr, wenn die Arbeit endlich zu Ende ist.)
Angesichts der Lebensverhältnisse nicht so ganz die dolle Neuigkeit. Oder sind die unzufriedenen Frauen so präsent, dass man die halbwegs zufriedene Mehrheit einfach übersieht?
Ein Problem wird es ja auch erst da, wo die kleine Mehrheit, die zurzeit schon anderes lebt (Frau hat Teilzeit- oder, hohoho, sogar einen Vollzeitjob), durch diese eine, angeblich vorherrschende - oder zumindest erwünschte - Lebensweise in ihrem Lebensmodell behindert wird.
Ich denke da nur mal wieder an unser Schulsystem, bei dem ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass irgendjemand (Wer wohl? Die Mama, richtig) schon zu Hause sein wird, um Hausaufgaben zu überwachen, alles Unverstandene noch mal aufzuarbeiten und sonstige pädagogisch wertvollen Anregungen zu geben ("Schatz, wir sollten unbedingt mal wieder mit den Kindern auf den Kinderbauernhof". Ja. Das ist abends um halb sechs eher schlecht, im Winterhalbjahr, wenn die Arbeit endlich zu Ende ist.)
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