Sonntag, 6. November 2011

Furchtlos

Dieses Mal ein Kind mit ohne Angst. Sehr angenehm. Bisher kein Zurückzucken, sondern freundliche Neugier bei Hunden, Ziegen, vielen anderen Tieren. Und wie wir heute feststellten, bei Feuerwerk!

Samstag, 5. November 2011

Zum Glück sind sie so süß, die Kleinen

"Schnell, lass uns was spielen, was wir sonst nicht können, wenn S. (die ganz Kleine) da ist". Also fast jedes Spiel. Denn wenn die Kleinste da ist, können wir nur oben auf dem Esszimmertisch spielen (noch ist das babyfreie Zone - außer wenn sie in ihren Stuhl aufsteht und sich fast auf die komplette Tischplatte legt, natürlich) und/oder müssen damit leben können, dass ein Kleinkind rumgrölt, weil sie auch dahin will, wo die Action ist.

Und danach, himmlisch (jetzt bin ich wirklich Mutter, wenn ich das himmlisch finde!), ungestört die Spülmaschine ausräumen. Mit Kindern reden, die schon recht vernünftig antworten können.

Die Erkenntnis: Es wäre alles so viel einfacher ohne Baby! Und dann kommt sie mit dem Papa zurück. Und schon im Treppenhaus muss ich sie anlachen. So süß, wie sie rumgluckst und mich angrinst. Und wie sie dann mit ihren O-Beinen rummarschiert. Haben die ein Glück, die Kleinen, dass es das Kindchenschema und die Hormone gibt.

Donnerstag, 3. November 2011

Das erste Wort - und die ersten schnellen Schritte

Das erste Wort des kleinsten Kindes ist "Wauwau". Zählt das überhaupt als Wort? Wenn es zumindest jedes Mal mit VIEL Emphase vorgetragen wird? Überhaupt, wenn Hunde gesichtet werden. Oder andere Tiere. Oder andere interessante Dinge: Dieser gerundete Mund, ein Bild des Staunens über diese Welt, der ausgestreckte Finger, damit wir auch ja an diesem Wunder teilhaben können, dessen sie da gewahr wird.

Wauwau nun also. Mama kam früher, wird aber absolut unspezifisch angewendet. Alles kann Mama sein, Dinge, gewünschte Aktionen - und manchmal eben auch die Mama. Ich sage ja, das ist eine Abkürzung für "MAch MAl". Zum Beispiel als sie ihre große Schwester aufforderte, genau DA rum zu laufen, damit die zwei einen Wettlauf machen können. Ohne Wanken mit ausgestrecktem Arm zeigen und Mama rufen, das MUSS doch jeder verstehen, oder? Ging ja dann auch.

Womit wir beim Thema Laufen wären. Ich bilde mir ein, ich hätte hin und wieder eine winzig kleine Flugphase zwischen "ein Fuß hoch - und jetzt der andere" erblickt. Sprich: Das Kind übt wirklich Rennen. Bin ganz begeistert. Sie ist auf jeden Fall viel schneller geworden. Nicht so gut, wenn man mal unbemerkt ins Bad huschen will und normalerweise auf einem Flur von fünf Metern Länge einen bequemen Vorsprung rausarbeiten konnte, ohne sich besonders anstrengen zu müssen. Muss man sich jetzt ein bisschen beeilen.

Oh, aber ganz schnell muss ich von dem bemerkenswerten Kind erzählen, das ich neulich auf dem Trampolin in der Spielscheune sah. Das hüpfte. So richtig auf und ab. Mit Boden verlassen und allem. Sogar im Stand wieder runterkommen. Und war körperlich nicht größer als meine Kleine. Also entweder sehr klein gewachsen - oder motorisch sehr, sehr weit für ihr Alter. Beeindruckend.

Dienstag, 1. November 2011

Trinken

Nachdem wir das Essen behandelt haben, gibt es auch zum Trinken neue Erkenntnisse. Mein Kind war nie die große Trinkerin und hat mir ob fehlender schwerer, nasser Windeln zu Stillzeiten durchaus hin und wieder Sorgen gemacht. Kann das reichen? Kann das genug sein?  Nachdem auch die Wasserflasche keine große Änderung der täglichen (geringen) Trinkmenge brachte - nun die Erkenntnis: Es hat ihr einfach nicht geschmeckt.

Seit vor wenigen Wochen zum ersten Mal Apfelschorle ins Spiel kam, ist kein Halten mehr, wenn sie die großen Geschwister so etwas leckeres trinken sieht. Und da darf es ruhig mal ein bisschen mehr sein. Und da muss Mama sich ganz schön umgewöhnen, doch das ein oder andere Mal zusätzlich ans Wickeln zu denken.

Die Gewissensfrage fürs Wochenende also (Einsendungen werden gerne entgegen genommen): Hart und bei Wasser bleiben? Wenn die Nieren eh an dauerhafte Trockenheit gewöhnt sind? Oder sagen: "Zähne werden sowieso überbewertet" und auf Schorle und ihre noch süßeren Schwestern umsteigen?

Montag, 31. Oktober 2011

Vollwertige Kost?

Gilt es eigentlich als vollständiges und in irgendeiner Weise ausgewogenes Abendessen, wenn das Kleinkind zu sich nimmt:
- eine Banane minus zwei Häppchen (halt, minus eins, das andere hat sie sich gerade doch noch reingedreht
- diverse kleine Apfelstückchen

- zwei dicke Scheiben Gurke
- und zur Krönung des Ganzen einen Sahnejoghurt mit einigen Mini-Stückchen Toastbrot verfeinert.

Gut, der Joghurt hatte, moment, 207 Kalorien. Minus ca. 50 Kalorien, die gegen Ende mitsamt Joghurtbecher auf dem Fußboden gelandet sind. Wie überlebt man mit Kleinkindern ohne Küchenrolle? Ich meine, da gibt es einige Dinge, die ich meinem Wischtuch in Reinform so nicht zumuten würde. Also wie läuft das? "Wasch ich das Ding halt öfter" und ab mitsamt Joghurt in die Waschmaschine gefeuert? Meine Waschmaschine steht vier Treppen entfernt, ich bin froh, wenn der Lappen überhaupt ab und an mal den Weg dorthin findet!

Für wen außer für sehr hungrige Kleinkinder könnte Sahnejoghurt denn überhaupt gedacht sein? Ich meine, ich brauche wirklich keinen Magerjoghurt, aber 10% Fett im Milchanteil???

Schauen wir doch mal, was andere dazu sagen, zum Beispiel die Eltern: "Mit einem Jahr kommt ein Kind täglich mit etwa 850 Kalorien aus, wobei es eine Bandbreite zwischen 550 und 1100 gibt" . Aha. Schon klar, an welchem Ende der Bandbreite mein Kind so steht.

Montag, 17. Oktober 2011

Wennerstorfer Apfeltag

Wunderschönes Wetter, tausende Menschen auf einem kleinen Gehöft, parkende Autoschlangen kilometerweit an den Landstraßen, die nach Wennerstorf führen - das ist der jährliche Wennerstorfer Apfeltag - zumindest, soweit ich das aus dem ersten Besuch dieses Jahr und der langjährigen Lektüre unserer Lokalzeitung schließen kann.

Da wir auf der Suche nach DEM neuen Apfelbaum sind, und dieses Jahr einfach erfolgreich sein MÜSSEN, nachdem es letzten Herbst und dieses Frühjahr nicht geklappt hat, konnten wir nicht anders, als dorthin zu fahren. Wie hunderte Familien mit Kindern (samt unserer Kindergartenleitung) und noch ein paar hundert Rentnerpaare auch. Alle Deutsch. Oder zumindest mitteleuropäisch, denn ich bin mir ziemlich sicher, ich hab einmal Polnisch gehört.

Das heißt, das Essen war Schweinefleisch oder (nur selten) vegetarisch. Nicht einfach für meine Kinder, wenn sogar Speck in der Kürbissuppe ist (Speck? In? Kürbissuppe?). Aber wie gut, dass es auch Kürbiswaffeln gab, das machte alles wieder gut.

Einen Baum haben wir leider nicht mitgenommen, auch wenn die Beratung und Auswahl sehr gut war. ICH weiß ja sowieso schon ganz lange, was ich will. Mal sehen, ob wir das dieses Jahr nun noch schaffen.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Unfassbar, oder?

Ich kann den Leuten, die sich wundern, weshalb Mütter nur Teilzeit und inzwischen sogar weniger Stunden Teilzeit als früher arbeiten, gern erklären, weshalb.

Da kommt die junge Mutter hochmotiviert zurück in den Beruf. Und merkt schnell, dass egal, wie viel sie arbeitet, ob sie nie fehlt wegen Kind-Krank, es doch nicht mehr dasselbe ist wie vor der Teilzeit.

Und fragt sich: Wieso?
Finde nur ich das unlogisch? Sie ist noch genauso schlau und genauso arbeitsam wie früher, will heißen, wie vor dem Kind, wie vor der Teilzeit. Das heißt, sie würde genauso gute Arbeit machen (und man war früher zufrieden damit!), man bräuchte halt nur mehr von ihrer Sorte, um genausoviel wie vorher geschafft zu bekommen.

Sogar mehr, denn ich kann bestätigen, was man auch schon nachlesen kann: Wenn ich um 16.00 Uhr gehen muss, damit der Kindergarten nicht mein Kind an den Straßenrand stellt, weil die Betreuungszeit um ist, dann arbeite ich bis 16.00 Uhr durch. Und weil es ja immer mehr zu tun als Arbeitszeit gibt, arbeite ich so, dass es ein Wunder ist, dass mir die Plastikplättchen nicht von der Tastatur fliegen. Bis zur letzten Minute. Zu Zeiten, als ich Vollzeit arbeitete, gab es doch öfter mal Zeit für eine Kaffeepause.

Also, woran liegt es? Ist das zu mühsam für die Chefs, sich auf mehr Leute einzustellen? Haben die alle Mitleid mit der Personalabteilung wegen des Mehraufwandes? Doch schlechte Erfahrungen gemacht mit Müttern, die dauernd nach Hause mussten wegen Kind-krank und darunter müssen jetzt ALLE Mütter leiden?

Habe inzwischen schon drei Mal gehört, dass Unternehmen ganz überrascht waren, wie viele Bewerbungen sie gekriegt haben auf eine anspruchsvolle (das ist hier das wichtige Wort!) Teilzeitstelle. (Viel mehr als drei Mal kann auch nicht sein, schon mal bei Xing oder so gesucht, was da an Teilzeitstellen angeboten wird?) Und wieso? Weil da hochqualifizierte Mütter sitzen die sich verzehren nach so einem Job. Der ihre Fähigkeiten fordert und nutzt. Und einsieht, dass man beziehungsweise in diesem Fall tatsächlich frau, das auch in 20, 25, 30 oder 35 Stunden pro Woche kann.