Sonntag, 21. August 2011

Vielleicht sollte ich das Konzept "Freizeit" überdenken?

Doch, es ist eine Umstellung zurück in die Berufstätigkeit. Es war vorher recht entspannt. Da hat jede natürlich ihre eigene Belastungsgrenze. Bei uns ist Haushalt etc. z.B. weder als Hausfrau noch als nicht-mehr-nur-Hausfrau besonders wichtig. Das mögen andere anders sehen und deshalb auch objektiv mehr Stress beim Putzen, Kochen, Backen haben. Aber egal, von welchem Sockel an Hausarbeit ich ausgehe, ich tue einen ganzen Batzen obendrauf, selbst wenn es "nur" 30 Stunden pro Woche sind, die ich wieder arbeite.

Das merke ich ganz klar an all den Dingen, die plötzlich abends in kürzester Zeit und mit richtiger Überwindung erledigt werden müssen: Schnell mit den Kindern ins Schwimmbad, damit der Seepferdchenkurs nicht umsonst war und das ganze Gelernte wieder vergessen wird (das geht so schnell, unglaublich!). Ins Möbelhaus, um endlich den Schrank zu bestellen. Vielleicht noch mal fahren, um wirklich den richtigen zu erwischen? OMG, noch ein Abend oder ein Samstag "verbraucht".

Vermutlich muss ich wirklich an meinem Konzept von "Freizeit" arbeiten. Freizeit ist alles, was nicht bezahlte Arbeit ist. Rasenmähen? Freizeitvergnügen. Mit Kindern ins Schwimmbad: Aber so was von Spaß. Ist es ja irgendwie auch, macht es auch - aber was ist mit Zeitunglesen, ausruhen, abschalten und still sein?

Kommentare:

  1. In zehn Jahren (wenn wir optimistisch sind) kannst Du wieder lesen, ausruhen und abschalten oder still sein. Sorry - das ist aber denke ich leider realistisch.

    AntwortenLöschen
  2. Ja, ja, ja, ich hab ja auch noch freiwillig mit dem dritten Kind nachgelegt, grad als es ein bisschen wieder möglich wurde ... aber bisschen jammern muss einfach sein. Die Welt muss wissen, dass es anstrengend ist!

    AntwortenLöschen
  3. Und nur diese strahlenden, entspannten, fitten Mütter, die mal wie selbstverständlich nebenbei kurz mal mit ihren 3 Kindern ins Schwimmbad gehen, ihren gestählten braungebrannten Körper ohne Pölsterchen in den kleinen Bikini bekommen und es geniessen gibt es nur in Elternzeitschriften, in der Werbung oder auf einem anderen Planeten. Da sei mal beruhigt!

    AntwortenLöschen
  4. Oh, ja, kennst Du die Werbung, wo der Typ seiner Frau hinterherpfeift und die Kids sagen: "Ja Papi, wir finden Mama auch ganz toll"? Die Frau ist keinen Tag älter als 25 und die Kinder mindestens schon 10 oder so! Na egal. Und immerhin WAR ich ja schon mit drei Kindern im Schwimmbad - der Rest folgt irgendwann - oder auch nicht mehr :-)

    AntwortenLöschen