Es ist mal wieder so weit. Stolz auf Dinge, die man gar selbst zu verantworten hat. Oder nur sehr indirekt, weil wir die Hauptperson quasi hergestellt haben.
Sie lernt jetzt Lesen. Vorschule, kein Druck, sie bringt es sich sozusagen selbst bei. Mein Kind bringt sich gerade Lesen bei. Sätze, die man sich auf der Zunge zergehen lässt. Wobei Nicht-Eltern da im Allgemeinen nicht die angemessene Begeisterung dafür aufbringen können. Weil sie sich an diese vielen mühsamen Schritte nicht erinnern, die zum Lesen gehören. Wie Buchstaben langgezogen werden. Dann zusammengefügt. Und irgendwann ergibt dann IIIISSSSSTT tatsächlich das Wort "ist". Wahnsinn.
Sie schreibt auch. Tapfer hat sie ihre Seite im Freundebuch fast ganz alleine ausgefüllt. "Darin bin ich stark: Schpoat". Genau, Du bist eine kleine Sportskanone!
Ach Mist, ist mir doch schon wieder was ins Auge geflogen.
Donnerstag, 30. Juni 2016
Dienstag, 28. Juni 2016
Die Bücherhallen Hamburg haben mein Leben besser gemacht
Mehr noch, als ICEs.
Büchereien generell (ja, ich weiß, in Hamburg nennt man die Bücherhallen. Wer sich das ausgedacht hat, hat offensichtlich nicht meine Assoziation zu "Trinkhallen") haben mein Leben schon sehr bereichert. Angefangen bei der Gemeindebücherei, die einmal in der Woche eine Stunde geöffnet hatte. Wo ich auslieh, bis ich so gut wie alle Kinder- und Jugendbücher durchhatte. Mich irgendwann an die Erwachsenenwelt rantraute. Eine kurze, aber heftige Romantik-Schmonzette-Phase hatte (Victoria Holt, anyone?), die ich aber auch dort schon überwand. Tatsächlich, von ganz allein und schon als Jugendliche fiel mir auf, dass die Bücher sich doch sehr glichen. Hurra, darauf einen Schnaps!
Büchereien, Bibliotheken, wichtige Anlaufstellen an jedem Wohnort. Heimat. Sehnsuchtsort.
Und nun haben die Hamburger Bücherhallen also die Kategorie "Buch im Gespräch" (oder so ähnlich, auf der Internetseite findet man davon natürlich nix) eingeführt. Wo aktuelle Bestseller und vielbesprochene Feuilleton-Lieblinge stehen. Während vor Kurzem noch "Aktuelle Bücher" extra kosteten zum Ausleihen, stehen sie jetzt also extra sortiert für mich bereit. Zeitunglesen macht noch mal so viel Spaß, wenn man weiß, über welches literarische Werk der Journalist sich gerade so ereifert - und warum. Juli Zehs "Unterleuten" war schon dabei. Miranda Julys "Der erste fiese Typ". Ein bisschen glücklich macht mich das.
Büchereien generell (ja, ich weiß, in Hamburg nennt man die Bücherhallen. Wer sich das ausgedacht hat, hat offensichtlich nicht meine Assoziation zu "Trinkhallen") haben mein Leben schon sehr bereichert. Angefangen bei der Gemeindebücherei, die einmal in der Woche eine Stunde geöffnet hatte. Wo ich auslieh, bis ich so gut wie alle Kinder- und Jugendbücher durchhatte. Mich irgendwann an die Erwachsenenwelt rantraute. Eine kurze, aber heftige Romantik-Schmonzette-Phase hatte (Victoria Holt, anyone?), die ich aber auch dort schon überwand. Tatsächlich, von ganz allein und schon als Jugendliche fiel mir auf, dass die Bücher sich doch sehr glichen. Hurra, darauf einen Schnaps!
Büchereien, Bibliotheken, wichtige Anlaufstellen an jedem Wohnort. Heimat. Sehnsuchtsort.
Und nun haben die Hamburger Bücherhallen also die Kategorie "Buch im Gespräch" (oder so ähnlich, auf der Internetseite findet man davon natürlich nix) eingeführt. Wo aktuelle Bestseller und vielbesprochene Feuilleton-Lieblinge stehen. Während vor Kurzem noch "Aktuelle Bücher" extra kosteten zum Ausleihen, stehen sie jetzt also extra sortiert für mich bereit. Zeitunglesen macht noch mal so viel Spaß, wenn man weiß, über welches literarische Werk der Journalist sich gerade so ereifert - und warum. Juli Zehs "Unterleuten" war schon dabei. Miranda Julys "Der erste fiese Typ". Ein bisschen glücklich macht mich das.
Sonntag, 26. Juni 2016
Endlich Kultur
Hin und wieder erfasst mich ja der Ausgehrausch und ich stelle mit Bedauern fest, dass ich fast niemanden mehr kenne, der mitgehen würde. Natürlich kann ich meinen Mann zwingen, aber während Ramadan ist das auch ein bisschen schwieriger als sonst.
Daher passte uns die Lesung in der Hafencity wunderbar, weil draußen und zu kinder- und sonnenscheinkompatibler Uhrzeit, 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr.
Das Konzept geht auf: Ganz entspannt auf den Magellanterrassen rumlungern, das Panorama genießen und sich dazu belesen lassen. Die Anlage konnte was, wir haben also trotz oft vorbeiröhrender Harleys (Harley Days in Hamburg dieses Wochenende, zum Glück meiden die meine Wohngegend normalerweise) alles gut hören können.
Das Programm:
Alexander Posch. Kannte ich vorher gar nicht. Las mit mäßig unterhaltsame Geschichten aus Hamburg-Rahlstedt - immerhin aktuell (irgendwas Richtung pro und contra Flüchtlinge) und mit Lokalkolorit. Ach guck mal, laut diesem Artikel aus dem Abendblatt hat er ja doch ein paar amüsante Ideen
Rasha Khayat. Von ihrem aktuellen Roman hatte ich viel gelesen und mir von der deutsch-arabischen Melange viel versprochen. Vielleicht hat sie nicht die passendste Stelle aus ihrem Roman "Weil wir längst woanders sind" gewählt. Oder ich bin zu abgebrüht und ein reindeutsches Publikum findet es spannender als ich zu hören, dass auf einem Junggesellenabschied in Saudi-Arabien in der Wüste sehr viel "Yalla" gesagt und Alkohol getrunken und auf Dosen geschossen wird.
Saša Stanišić. Mein persönliches Highlight. Und klar, war ja auch der Star-Autor des Nachmittags. Offensichtlich zahlt sich das Training umfangreicher Lesereisen aus. Und die Geschichte war unterhaltsam.
Daher passte uns die Lesung in der Hafencity wunderbar, weil draußen und zu kinder- und sonnenscheinkompatibler Uhrzeit, 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr.
Das Konzept geht auf: Ganz entspannt auf den Magellanterrassen rumlungern, das Panorama genießen und sich dazu belesen lassen. Die Anlage konnte was, wir haben also trotz oft vorbeiröhrender Harleys (Harley Days in Hamburg dieses Wochenende, zum Glück meiden die meine Wohngegend normalerweise) alles gut hören können.
Das Programm:
Alexander Posch. Kannte ich vorher gar nicht. Las mit mäßig unterhaltsame Geschichten aus Hamburg-Rahlstedt - immerhin aktuell (irgendwas Richtung pro und contra Flüchtlinge) und mit Lokalkolorit. Ach guck mal, laut diesem Artikel aus dem Abendblatt hat er ja doch ein paar amüsante Ideen
Rasha Khayat. Von ihrem aktuellen Roman hatte ich viel gelesen und mir von der deutsch-arabischen Melange viel versprochen. Vielleicht hat sie nicht die passendste Stelle aus ihrem Roman "Weil wir längst woanders sind" gewählt. Oder ich bin zu abgebrüht und ein reindeutsches Publikum findet es spannender als ich zu hören, dass auf einem Junggesellenabschied in Saudi-Arabien in der Wüste sehr viel "Yalla" gesagt und Alkohol getrunken und auf Dosen geschossen wird.
Saša Stanišić. Mein persönliches Highlight. Und klar, war ja auch der Star-Autor des Nachmittags. Offensichtlich zahlt sich das Training umfangreicher Lesereisen aus. Und die Geschichte war unterhaltsam.
Also lustig oder tiefgründig, geht beides bei Lesungen, aber belanglos, das geht nicht. Oder weitschweifig.
Beim letzten Autor und Vorleser (Tilman Ramstedt) mussten wir los, die Kinder, die sich vorher ausgiebig mit dem benachbarten Elbphilharmonie-Pavillon und einem Eis beschäftigt hatten, hatten genug von Kultur und brauchten Bewegung.
Fazit: Für dieses Wetter eine sehr gute Veranstaltungsform. Nächstes Mal kommen zwei Autoren, die mir noch mehr am Herzen liegen, ich habe also große Hoffnungen. Und ein bisschen neidisch bin ich natürlich. Hafencity: Wo man nur aus dem Haus treten muss, um großartige Kultur geliefert zu bekommen. Wer finanziert das eigentlich?
Bisschen mehr Action steht übrigens auch noch auf meiner persönlichen Kulturwunschliste. Vorschläge gern an mich.
Freitag, 24. Juni 2016
6. Geburtstag
Die Kinder werden tatsächlich jedes Jahr anspruchsvoller und können sich länger konzentrieren. Während wir letztes Jahr noch gut mit drei Spielen im Garten und jeder Menge Freispielzeit (was hab ich mich früher darüber lustig gemacht, als ich erstmals im Kindergarten darüber stolperte. zum Glück lernt man ja dazu) dazwischen wunderbar durchkamen, hieß es dieses Mal mehr so: "Und was spielen wir als nächstes?", so dass mir schon Angst und bange wurde, weil meine Spieleliste gar nicht mehr so lang war.
Das Kind hat dabei noch Glück, schon zum zweiten Mal hab ich viel Zeit um seinen Geburtstag herum und stecke nicht im üblichen "ich muss arbeiten, alles muss schnell gehen und darf nicht so anstrengend sein" Modus. Letztes Mal gab es deshalb liebevolle Kuchen, alle aus dem Internet abgeguckt, Buskuchen und Rennautokuchen. Dieses Mal war alles einfacher, das Kind wünschte sich Muffins. Und einen Schokokuchen. Ok, das kann ich. Und bei den Spielen die Klassiker: Eierlaufen und Topfschlagen. Ok, können wir auch.
Ist aber natürlich noch ein bisschen wenig. Und dazu ziehen an meinem inneren Auge Vergleiche mit anderen, im Internet quasi miterlebten Geburtstagen vorbei. Immerhin eine selbstorganisierte Schnitzeljagd bei Alaskagirl. Oder ein Wilde-Kerle-Geburtstag, der für meine Fähigkeiten und Zeit- und Lustressourcen eindeutig zu aufwändig ist. Ich bin nicht so die Bastelmama. Und die Vorbereiten-Mama eigentlich auch nicht. Beides schlecht bei der Festplanung.
Aber, immerhin: Ich bin gewillt, mit den Kindern in den Nahkampf zu gehen. Natürlich geht es einfacher, wenn man ein bisschen Geld in die Hand nimmt und in den Indoorspielplatz geht. Oder auf den Kinderbauernhof, wo das Geburtstagsprogramm schon durchgeplant ist. Und das werden wir in Zukunft auch sicher mal wieder machen. Aber dieses Jahr, ich hier, stolze Eierlaufen-, BlindeKuh- und Kim-Spiele-Mama. Ist doch auch was!
Und klar, was soll auch schiefgehen. Geburtstag im Juni! Es gibt immer frische Erdbeeren! Und draußen. So viel kann selbst ich da nicht verbocken. Je länger ich darüber nachdenke: Ich hätte selber gern im Juni Geburtstag mit frischen Erdbeeren. Und jemandem, der das Fest für mich organisiert!
Das Kind hat dabei noch Glück, schon zum zweiten Mal hab ich viel Zeit um seinen Geburtstag herum und stecke nicht im üblichen "ich muss arbeiten, alles muss schnell gehen und darf nicht so anstrengend sein" Modus. Letztes Mal gab es deshalb liebevolle Kuchen, alle aus dem Internet abgeguckt, Buskuchen und Rennautokuchen. Dieses Mal war alles einfacher, das Kind wünschte sich Muffins. Und einen Schokokuchen. Ok, das kann ich. Und bei den Spielen die Klassiker: Eierlaufen und Topfschlagen. Ok, können wir auch.
Ist aber natürlich noch ein bisschen wenig. Und dazu ziehen an meinem inneren Auge Vergleiche mit anderen, im Internet quasi miterlebten Geburtstagen vorbei. Immerhin eine selbstorganisierte Schnitzeljagd bei Alaskagirl. Oder ein Wilde-Kerle-Geburtstag, der für meine Fähigkeiten und Zeit- und Lustressourcen eindeutig zu aufwändig ist. Ich bin nicht so die Bastelmama. Und die Vorbereiten-Mama eigentlich auch nicht. Beides schlecht bei der Festplanung.
Aber, immerhin: Ich bin gewillt, mit den Kindern in den Nahkampf zu gehen. Natürlich geht es einfacher, wenn man ein bisschen Geld in die Hand nimmt und in den Indoorspielplatz geht. Oder auf den Kinderbauernhof, wo das Geburtstagsprogramm schon durchgeplant ist. Und das werden wir in Zukunft auch sicher mal wieder machen. Aber dieses Jahr, ich hier, stolze Eierlaufen-, BlindeKuh- und Kim-Spiele-Mama. Ist doch auch was!
Und klar, was soll auch schiefgehen. Geburtstag im Juni! Es gibt immer frische Erdbeeren! Und draußen. So viel kann selbst ich da nicht verbocken. Je länger ich darüber nachdenke: Ich hätte selber gern im Juni Geburtstag mit frischen Erdbeeren. Und jemandem, der das Fest für mich organisiert!
Mittwoch, 22. Juni 2016
Kinder lieben für das, was sie sind und nicht für das, was sie tun
Ich muss es schon wieder tun. Auf den Blog mit unaussprechlichen Namen verweisen. Gewünschtestes Wunschkind, Ihr wisst schon. Dabei krieg ich nicht mal Geld dafür. Aber ... nicht Erziehungstipps. Mehr so: Ein neues Erziehungskonzept.
Und das ist den Autorinnen natürlich auch nicht einfach zugeflogen. Sondern es gibt Material dazu. Liebe und Eigenständigkeit von Alfie Kohn
Gleich am Anfang:
Ziel unserer Erziehung kann sehr leicht werden: "den Widerstand unserer Kinder gegenüber unseren Wünschen zu durchbrechen und sie zu bewegen, das zu tun, was wir ihnen sagen. Wenn wir nicht aufpassen, kann das unser Hauptziel werden. Es kann passieren, dass wir uns all den Leuten um uns herum anschließen, die Fügsamkeit und kurzfristigen Gehorsam bei Kindern über alles schätzen."
Gleich auf Seite 9 stellt er da die schwierige Frage:
"Was sind Ihre langfristigen Ziele für Ihre Kinder? Welches Wort oder welcher Ausdruck kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie beschreiben möchten, wie Sie sich Ihre Kinder wünschen würden, wenn sie erwachsen sind?"
Aah, ist das alles schwierig. Aber notwendig. Denn was will ich wirklich für mein Kind. Wenn ich mal drüber nachdenke und nicht einfach aus Reflex und erlernter Erziehung handle. Im ersten Moment möchte ich tatsächlich, dass mein Kind auf mich hört und möglichst wenig auffällt. Vor allem, wenn wir bei meinen Eltern zu Besuch sind!
Aber eigentlich ist das nicht das Ziel, wie das Kind später sein soll: Duckmäuser und möglichst unsichtbar. So bin ich schon selber, davon brauchen wir nicht noch mehr in der Familie.
Im Urlaub vor zwei Jahren. Geführte Wattwanderung für Familien. Zwei Jungs. Bisschen frech und vorlaut, gleichzeitig aber absolut im Rahmen und liebenswert. Die Eltern (vor allem die Mutter) ganz entspannt. Als ob es das normalste der Welt wäre. Nicht wie ich. Ich, die von meinem Mann gesagt bekommen: "Sag nicht immer PSST zu den Kindern, die hört man schon so wenig."
So sollten meine Kinder sein. Ihre eigenen Interessen wahren. Fragen, wenn sie etwas interessiert. Quatsch machen. Denn hey, Kinder!
Wir arbeiten daran und ich kann jetzt schon sagen, es ist wirklich nicht leicht, wenn einem das nicht in die Wiege bzw. die ersten Lebensjahre gelegt wurde. Manche Sachen sind vielleicht auch Aufgaben für Generationen, hoffen wir also, dass meine Kinder irgendwann vorhaben, sich fortzupflanzen (noch nicht! Noch einige viele Jahre nicht, okay!).
Und das ist den Autorinnen natürlich auch nicht einfach zugeflogen. Sondern es gibt Material dazu. Liebe und Eigenständigkeit von Alfie Kohn
Gleich am Anfang:
Ziel unserer Erziehung kann sehr leicht werden: "den Widerstand unserer Kinder gegenüber unseren Wünschen zu durchbrechen und sie zu bewegen, das zu tun, was wir ihnen sagen. Wenn wir nicht aufpassen, kann das unser Hauptziel werden. Es kann passieren, dass wir uns all den Leuten um uns herum anschließen, die Fügsamkeit und kurzfristigen Gehorsam bei Kindern über alles schätzen."
Gleich auf Seite 9 stellt er da die schwierige Frage:
"Was sind Ihre langfristigen Ziele für Ihre Kinder? Welches Wort oder welcher Ausdruck kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie beschreiben möchten, wie Sie sich Ihre Kinder wünschen würden, wenn sie erwachsen sind?"
Aah, ist das alles schwierig. Aber notwendig. Denn was will ich wirklich für mein Kind. Wenn ich mal drüber nachdenke und nicht einfach aus Reflex und erlernter Erziehung handle. Im ersten Moment möchte ich tatsächlich, dass mein Kind auf mich hört und möglichst wenig auffällt. Vor allem, wenn wir bei meinen Eltern zu Besuch sind!
Aber eigentlich ist das nicht das Ziel, wie das Kind später sein soll: Duckmäuser und möglichst unsichtbar. So bin ich schon selber, davon brauchen wir nicht noch mehr in der Familie.
Im Urlaub vor zwei Jahren. Geführte Wattwanderung für Familien. Zwei Jungs. Bisschen frech und vorlaut, gleichzeitig aber absolut im Rahmen und liebenswert. Die Eltern (vor allem die Mutter) ganz entspannt. Als ob es das normalste der Welt wäre. Nicht wie ich. Ich, die von meinem Mann gesagt bekommen: "Sag nicht immer PSST zu den Kindern, die hört man schon so wenig."
So sollten meine Kinder sein. Ihre eigenen Interessen wahren. Fragen, wenn sie etwas interessiert. Quatsch machen. Denn hey, Kinder!
Wir arbeiten daran und ich kann jetzt schon sagen, es ist wirklich nicht leicht, wenn einem das nicht in die Wiege bzw. die ersten Lebensjahre gelegt wurde. Manche Sachen sind vielleicht auch Aufgaben für Generationen, hoffen wir also, dass meine Kinder irgendwann vorhaben, sich fortzupflanzen (noch nicht! Noch einige viele Jahre nicht, okay!).
Montag, 20. Juni 2016
Links, zu denen es etwas zu sagen gäbe
Aus Browser-Tabs, die man gar nicht mehr schließen möchte aus Sorge, ihren Inhalt nicht ausreichend gewürdigt zu haben.
Melinda Gates schreibt bei Medium.com: Wenn man davon ausgeht, dass es 10.000 Stunden intensives Üben braucht, um in einer Sache wirklich gut zu werden. Wenn man weiterhin weiß, dass Frauen aufs Leben hochgerechnet 40.000 Stunden mehr im Haushalt und für die Familie arbeiten als ihre Männer. Tja, dann könnten Frauen John, Paul, George UND Ringo werden, wenn die unbezahlte Mehrarbeit in Haushalt und Familie nicht wäre. Was bleibt zu tun? Tja, als allererstes wohl noch mal überdenken, was welches Kind im Haushalt tut und ob das irgendetwas mit ihrem Geschlecht zu tun hat. Denn ja, das eine Kind ist dann plötzlich nie greifbar. Und das andere macht viel eher, was man ihm sagt.
Dieses Interview mit Jan Philipp Reemtsma enthält so viele wichtige Gedanken, warum gibt es das nicht öfter?
- Warum ist Gewalt so verführerisch? "Gewalt ist ein Machtangebot an den Menschen. Ein Angebot, das diese Gesellschaft nicht zur Verfügung hat, auch nicht haben soll. Wenn jemand kommt und Gewalt im Angebot hat, dann ist das die größte Macht, die man einem Menschen verleihen kann: seinen Mitmenschen töten und tottreten. Nicht jeder fährt darauf ab, aber genug tun es."
- erklärt dann auch diesen Punkt: "Das ist ja das interessante Phänomen: Wenn Sie irgendwo einen Putsch haben, und Sie richten dann kleine Konzentrationslager und Folterkeller ein, haben Sie nie ein Personalproblem. Nicht jeder möchte den Job machen. Aber es sind immer genug."
- Seine Erfahrung in der Gewalt von Entführern und was das mit dem "Ich" macht: "Die Vorstellung vom Ich kann nicht stabil bleiben, wenn die Wirklichkeit anzeigt, dass es darauf gar nicht ankommt."
Melinda Gates schreibt bei Medium.com: Wenn man davon ausgeht, dass es 10.000 Stunden intensives Üben braucht, um in einer Sache wirklich gut zu werden. Wenn man weiterhin weiß, dass Frauen aufs Leben hochgerechnet 40.000 Stunden mehr im Haushalt und für die Familie arbeiten als ihre Männer. Tja, dann könnten Frauen John, Paul, George UND Ringo werden, wenn die unbezahlte Mehrarbeit in Haushalt und Familie nicht wäre. Was bleibt zu tun? Tja, als allererstes wohl noch mal überdenken, was welches Kind im Haushalt tut und ob das irgendetwas mit ihrem Geschlecht zu tun hat. Denn ja, das eine Kind ist dann plötzlich nie greifbar. Und das andere macht viel eher, was man ihm sagt.
Dieses Interview mit Jan Philipp Reemtsma enthält so viele wichtige Gedanken, warum gibt es das nicht öfter?
- Warum ist Gewalt so verführerisch? "Gewalt ist ein Machtangebot an den Menschen. Ein Angebot, das diese Gesellschaft nicht zur Verfügung hat, auch nicht haben soll. Wenn jemand kommt und Gewalt im Angebot hat, dann ist das die größte Macht, die man einem Menschen verleihen kann: seinen Mitmenschen töten und tottreten. Nicht jeder fährt darauf ab, aber genug tun es."
- erklärt dann auch diesen Punkt: "Das ist ja das interessante Phänomen: Wenn Sie irgendwo einen Putsch haben, und Sie richten dann kleine Konzentrationslager und Folterkeller ein, haben Sie nie ein Personalproblem. Nicht jeder möchte den Job machen. Aber es sind immer genug."
- Seine Erfahrung in der Gewalt von Entführern und was das mit dem "Ich" macht: "Die Vorstellung vom Ich kann nicht stabil bleiben, wenn die Wirklichkeit anzeigt, dass es darauf gar nicht ankommt."
Samstag, 18. Juni 2016
Die guten Aufräumtipps ...
... funktionieren hier irgendwie nicht. Von wegen: Immer mit einer Kleinigkeit anfangen. Bester Tipp: "Und wenn es nur eine Schublade ist". Genau, dann sitze ich mit meiner ordentlichen Schublade da, leider folgt dann keine zweite Schublade, sondern nach drei Wochen, wenn ich zum nächsten Mal wieder zum Aufräumen komme - also so zum Tiefenaufräumen, nicht zum oberflächlichen Dinge-Wegräumen, das muss natürlich öfter gemacht werden, wenn wir hier nicht untergehen wollen - also dann kann ich eigentlich wieder mit besagter Schublade anfangen.
Und so kommt man natürlich nicht weit! Treppenhaus, Eingangsbereich, Bad, das sehr nah an der Wohnungstür liegt - wie oft habe ich Euch schon aufgeräumt? Und wie oft bin ich hingegen bis ins Wohnzimmer vorgedrungen? Von den Kinderzimmern im hinteren Teil der Wohnung ganz zu schweigen!
Im Garten ist es ja genauso! Oberflächlich Rasenmähen, das ist immer mal drin. Aber schon das Unkraut wird meist nur ganz vorn entfernt, im Garten hinterm Haus komm ich höchstens mal im Herbst dazu, die Ahorn-Schößlinge, die uns bis dahin wortwörtlich über den Kopf wachsen aus den Büschen zu entfernen.
In meinen Träumen klappt das alles, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Obwohl ich dann alt und langsam bin. Vermutlich wäre am erfolgversprechendsten, die Kinder jetzt schon mehr mit einzubinden. In ihren Zimmern legen sie ja in leider noch sehr unregelmäßigen Abständen bisweilen große Energie an den Tag, den Fußboden freizuräumen. Ich brauche noch Motivationsstrategien, um das auf die Restwohnung auszuweiten!
Und so kommt man natürlich nicht weit! Treppenhaus, Eingangsbereich, Bad, das sehr nah an der Wohnungstür liegt - wie oft habe ich Euch schon aufgeräumt? Und wie oft bin ich hingegen bis ins Wohnzimmer vorgedrungen? Von den Kinderzimmern im hinteren Teil der Wohnung ganz zu schweigen!
Im Garten ist es ja genauso! Oberflächlich Rasenmähen, das ist immer mal drin. Aber schon das Unkraut wird meist nur ganz vorn entfernt, im Garten hinterm Haus komm ich höchstens mal im Herbst dazu, die Ahorn-Schößlinge, die uns bis dahin wortwörtlich über den Kopf wachsen aus den Büschen zu entfernen.
In meinen Träumen klappt das alles, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Obwohl ich dann alt und langsam bin. Vermutlich wäre am erfolgversprechendsten, die Kinder jetzt schon mehr mit einzubinden. In ihren Zimmern legen sie ja in leider noch sehr unregelmäßigen Abständen bisweilen große Energie an den Tag, den Fußboden freizuräumen. Ich brauche noch Motivationsstrategien, um das auf die Restwohnung auszuweiten!
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