Sonntag, 10. April 2016

Konfirmation

Fix und fertig - vermutlich vom ausgiebigen In-Der-Sonne-Sitzen bei der Konfirmation meines Patenkindes. Nachmittags war es so schön, dass die Kaffeetafel nach draußen verlegt wurde.

Tja. Da war ich für immerhin ein Jahr Patentante. "Godel", wie es bei uns so schön heißt. Ein Wort, dass ich fast vergessen hatte, bis es letztes Jahr so weit war.

Jetzt, mit der Konfirmation, soll das Kind ja dann groß und (religions-) mündig sein. Aber ein Geburtstagsgeschenk ist sicherlich weiterhin drin.

Freitag, 8. April 2016

Erholung benötigt

Entschuldigung, ich muss mein Hirn etwas schonen. Es wurde leider, hoffentlich reparabel, beschädigt, als ich heute zeitweise die Barbie-Agenten im Fernsehen mitschauen musste.

Ich weiß, man macht anderen nicht das Essen auf ihrem Teller madig. Und vermutlich auch nicht die Fernsehsendung. Ich weiß noch, wie peinlich berührt ich selber von der Dümmlichkeit der Dialoge von Grey's Anatomy war, als wir das mal bei meinen Eltern schauten - die uns auch nur erstaunt ansahen, was wir da für Zeugs gucken.

Aber so als Eltern, da ist es doch meine Pflicht, ein bisschen zu sticheln und zu hoffen, dass sich dadurch eine gewisse kritische Reflexion bei den Kindern einsetzt - irgendwann einmal. Oder?

Mittwoch, 6. April 2016

Lebensstile und Vorurteile

Ich hätte geschworen, bei Durchsicht dieser Fotos von der unglaublichen Wohnung von Gianna Possehl (Interview auf femtastics), dass diese Frau keine Kinder hat. Wie dort alles an seinem Platz steht! Und so viel geschmackvolle Deko! Und sauber!

Dann kamen, ziemlich weit unten, die Fotos vom Kinderzimmer. Bäm, Vorurteile, die Frau hat einfach andere Prioritäten!

Aber wie geht denn das? Selbst IM Kinderzimmer alles clean. Nur ein Fensterbrett voller Bücher, wo sich bei uns die Hochregale türmen. Wo ist die Lego-Kiste, die häßlichen Plastikspielzeuge? Und in der Küche? Wo sind die Papierberge, die Brote, die nicht mehr in Kühlschrank oder Brotkasten passen? Wo hängt der Stundenplan des Kindes, die Erinnerung an den nächsten Wettkampf, der Flyer von der Fußpflege, wo man irgendwann, vielleicht im nächsten Leben, mal hingehen will?

Gut, klar, wenn der Fotograf kommt, gibt man sich natürlich Mühe und räumt noch mal besonders gut auf. Aber trotzdem. Natürlich muss ich es mal wieder einsehen: Es gibt einfach Menschen, deren Leben ist so ganz anders als meins. Und ein bisschen bewundere ich das und beneide sie. Muss aber auch zugeben, dass ich das niemals könnte (und wollte). Und hoffen, dass ich dafür irgendetwas anderes habe, mache, nicht brauche. Oder Demut. Das soll ja auch eine Tugend sein.

Dienstag, 5. April 2016

WasHabeIchHeuteEigentlichGemacht?

Will Frau Brüllen ja jeden Monat am 5. wissen.

Eine Entscheidung getroffen!

Aber der Reihe nach. Aufstehen normal. Kinderwahnsinn normal. Wir haben nämlich Morgende "mit Stress" und Morgende "ohne Stress" - manchmal sogar mit Ansage durch das Kind: "Mama, heute mache ich mal keinen Stress". Heute also ohne Stress, das heißt, das Aufstehen, Waschen, Anziehen, Frühstücken, aus dem Haus gehen des anhänglichsten Kindes ging relativ problemlos über die Bühne und ohne dass irgendjemand laut werden musste.

Seit das Büro in die Innenstadt umgezogen ist, habe ich morgens so viel Zeit, dass ich meist noch in irgendeinem dieser schicken Kaffeeläden einen Cappuccino trinke. Denn warum sollte ich früher zur Arbeit kommen, wenn ich dadurch ja doch nicht früher nach Hause gehe? Macht man einfach nicht. Gewohnheit, Dummheit, Trägheit, wer kann das schon so genau sagen. Von daher: Sehr genossene 20 Minuten Ruhe am Morgen.

Gearbeitet. Verabredungen mit ehemaligen Kollegen und anderen interessanten und hilfsbereiten Menschen für die nächsten Tage und Wochen getroffen. Warum braucht es eigentlich immer einen besonderen Anlass, damit ich sowas in Angriff nehme? Immerhin nehme ich es gerade.

Noch ein Kaffee-Gespräch mit einen Kollegen geführt, über Wege zur Entscheidungsfindung betreffs eines neuen Jobs philosophiert. Und eine Entscheidung getroffen. Fühlt sich gut an. Bleibt die Umsetzung. Und Entscheidung ist natürlich noch kein Garant für Erfolg, das hängt leider nicht an mir allein. Aber zumindest versuchen muss ich es, günstigere Ausgangsbedingungen sind kaum vorstellbar.

Ja, natürlich werde ich mich weniger nebulös ausdrücken, wenn sich da endlich was getan hat.

Montag, 4. April 2016

Fastenzeit vorbei - schade

Dann muss ich wohl privat in die Verlängerung gehen.

Versteht mich nicht falsch, es hat sehr gut geklappt, auf Zucker im Kaffee zu verzichten. Ich habe dabei festgestellt, wie grottenschlecht der Kaffee im Büro schmeckt - musste mir das sogar noch von dritten bestätigen lassen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich meinen Geschmacksnerven wirklich trauen kann. Aber nein, die sind offensichtlich sogar feiner gepolt als die von so manchem, der sich selbst im Krankenhaus den Automatenkaffee ohne Milch und Zucker in den Hals kippen kann.

Das hat also gut geklappt und, wie es im Idealfall ja sein sollte, zusätzliche Handlungsoptionen für die Zeit nach der Fastenzeit eröffnet, denn man muss ja nicht unbedingt im selben Trott weitermachen wie bisher.

Aber so Programme, die einen selber daran hindern, zu bestimmten Zeiten auf Facebook und ähnliche Seiten zu gehen, damit man mal was geschafft kriegt, ohne sich ständig selber abzulenken. Die gibt es ja, die haben absolut ihre Berechtigung, würde ich meinen (auch wenn ich ihnen früher eher überheblich gegenüber stand) und sind ja auch eine Art Fasten. Vielleicht muss ich mich damit noch mal genauer auseinander setzen, wenn meine Willenskraft tatsächlich nicht ausreicht zu "erst spielen, wenn mindestens ein Post geschrieben wurde".

Sonntag, 3. April 2016

Ich mach das jetzt auch so

Ich finde das eh immer spannend, wenn jemand eine Meinung etwas abseits des Mainstreams hat und offensiv vertritt (ja, zugegeben, das fällt mir leichter, wenn die Meinung eher nach links abdriftet als nach rechts).

Von daher finde ich diese Aussage super: Immer erst mal prüfen (bevor man sich selbst in Frage stellt): Ist vielleicht einfach der Kapitalismus Schuld? Oder die 40-Stunden-Woche (die ja auch aus "dem Kapitalismus" stammt)

Sehr beeindruckende Frau, jedenfalls diesem Interview zufolge: Anwältin Helene Klaar.

Freitag, 1. April 2016

Übereinstimmung

Freu mich ja, seit ich mit Kindern in Animationsfilme gehen kann, die mir selber Spaß machen. Zugegeben, das jüngste Kind wurde vielleicht etwas zu früh mitgeschleppt, aber so geht das den dritten Kindern eben, die müssen so einiges einfach mitmachen, wo man sich beim ersten noch pädagogisch wertvoll zurückgehalten hat. Dafür saß ich mit dem ersten Kind dann auch im "Mondbär" und musste mich stark zurückhalten, um nicht vor Langeweile in die Stuhllehne zu beißen.

Nun, zumindest gibt es viele Pixar-Filme, auf die wir uns alle einigen können. Zuletzt "Alles steht Kopf", den hat dann sogar der Osterhase noch mal auf DVD vorbeigebracht. Was soll ich sagen: Man kann ihn tatsächlich öfter schauen und er ist immer noch bezaubernd.

Und ich stimme mit meiner Tochter überein, dass man den Anfang sehr, sehr oft schauen kann, das Ende beim ersten, zweiten Mal auch toll ist, die Action ("Oh, wir müssen in die Zentrale zurück") gegenüber dem Anfang und diesem Zauber des "Ach so kann man die Hirnfunktion und Gefühle ganz einfach erklären" ein Stück weit abfällt.

Freut mich, wenn man seinen Geschmack im Kind wiedererkennt. Und natürlich bin ich gespannt auf all die Sachen, wo die Geschmäcker ganz unterschiedlich sein werden.