Sonntag, 3. Mai 2015

Piëch ist alt - wo wird dieser Aspekt eigentlich mal erwähnt?

Nicht in allen Artikeln zum derzeitigen Machtkampf bei VW (Piëch gegen Winterkorn, wenn ich das mal so platt zusammenfassen darf) wird Herrn Piëchs Alter erwähnt. 

Hier allerdings schon. Manchmal wird dann der fällige Generationenwechsel angesprochen.Aber kann mal bitte jemand sagen: Ferdinand Piëch ist sehr alt! 78 ist schon nicht mehr grad so im Rentenalter. Das ist fast 80. Das ist richtig, richtig alt. Das ist "hoffentlich brech ich mir nichts mehr"-alt. Oder "oh, werd ich jetzt schon tüdelig"-alt. 

Ich hoffe tatsächlich, dass ich, sollte ich das Glück haben, dieses Alter mal zu erreichen, mir dann Gedanken darum mache (wenn ich mir dann noch so klare Gedanken machen kann), was wirklich wichtig ist im Leben, das aller Wahrscheinlichkeit sehr, sehr bald vorbei sein wird. 

Und wie wichtig ist dann der Millardenkonzern VW? Soweit ich weiß, hat man immer noch keinen Weg gefunden, Geld und Macht mit rüber zu nehmen, oder?

Wegen solcher Gedanken bin ich halt nirgends Vorstands- oder sonstwie-Chefin, ist schon klar.

Freitag, 1. Mai 2015

Familienalltagstipps - geprüft

Birgit Geistbeck sammelt in einer Blogparade Vorschläge für einen entspannteren Familienalltag.  Ich glaub nicht, dass ich noch unbekannte Tipps habe - aber nachlesen wollte ich doch mal, was die anderen so machen, was ich davon schon mache und was ich gern ausprobieren würde.

Ahoipopoi schlägt die 10-Minuten-Regel vor für gemeinsames Aufräumen. Zehn Minuten, alle zusammen und alle machen mit beim Aufräumen (hier sehe ich eine kleine Schwäche des Modells). Die Idee propagiert mein Mann  immer, setzt sich aber nicht durch damit. Das probieren wir definitiv noch mal aus.

Geliebte Ordnung ist für den Wochenkochplan und hat auch Beispiele dafür auf ihrer Webseite, damit man die Einkäufe planen kann und außerdem von der Last des Nachdenkens während der Woche befreit ist. Mir macht das wirklich zu schaffen, dieses ständige "Was gibt es morgen zu essen?" Gute Idee, die ich in meinen Nur-Hausfrauen-Phasen intensiver gelebt habe, inzwischen, weil alle auswärts mittag essen, leider nicht mehr. "Leider", weil dadurch oft am Wochenende entweder verzweifelte Kurzfristeinkäufe anstehen oder aber sonntags leider die wichtigste Zutat für das spontan geplante Mittagessen fehlt.

6Hausgeister hat das Bügeln aufgegeben. Willkommen im Club. Ordentlich die Wäsche aufhängen (und hinterher nicht in den Korb feuern, das muss ich den Kindern noch besser beibringen), dann sind auch gar nicht so viele Falten drin. Unterwäsche, Bettwäsche, Handtücher, wen stören da schon Knitterfalten. Pullis und Jeans: Etwas großzügig drüber hinwegsehen, dann geht das schon. Bügelfalten wollen allerdings neu gemacht werden nach der Wäsche (und gehören eigentlich in die Reinigung, aber wer hat schon Zeit fürs Wegbringen und Abholen) und auch Hemden und Blusen warten im Bügelberg auf ihre Glättung.

Bei der Kellerbande wird Kindergeschirr in Kinderreichweite eingeräumt. Das habe ich sogar noch ausgeweitet: Sämtliches Geschirr, dass wir im Alltag benutzen, steht in Kinderhöhe in den unteren Schubladen. Hervorragend, damit die Kinder die Spülmaschine ausräumen und den Tisch decken können!

Donnerstag, 30. April 2015

Wachstumsschub gewünscht

Bitte, bitte, bitte, nur noch die zwei Zentimeter mehr, die es braucht, damit dem Kind das "große" Fahrrad endlich richtig gut passt und ich nicht immer anschieben muss, sobald die Steigung mehr als 0,02% beträgt!

Ansonsten bin ich natürlich schwerst stolz auf mein großes kleines Kind und freue mich wie wahnsinnig über die Tatsache, dass wir beim nächstbesten Flohmarkt endlich, endlich ein bis zwei Fahrzeuge verkaufen können. Wo doch bisher immer nur neue angeschafft und der Fuhrpark vergrößert wurde.

Bei den Klamotten haben wir das Prinzip "Rauswachsen und Weitergeben" inzwischen schon perfektioniert, nun scheint es endlich auch auf andere Lebensbereiche überzugreifen. Ich sehe mich schon dem neuen Minimalismus zuschweben - so in zehn oder zwanzig Jahren.

Dienstag, 28. April 2015

ToDo-Listen

Wenn wirklich wichtige Dinge verloren zu gehen drohen, dann werden hier To-Do-Listen angelegt. Meistens von mir. Genauso wie Einkaufslisten übrigens, aber das ist noch einmal eine etwas andere Geschichte.

Zettel mit Anmeldefristen und Überweisungsträgern drohen also im Papierstapelchaos verloren zu gehen, außerdem stehen diverse Geburtstage an, für die Geschenke besorgt werden müssen und nebenbei fällt einem ein, dass das dritte Kind endlich auch mal mit einem Sport anfangen könnte.

Alles schön notieren. Nach einer Woche draufschauen und seufzen, wie viel noch zu tun ist. Und zwei Wochen später wundern, dass all die wirklich wichtigen Dinge tatsächlich erledigt wurden. Wenn nicht, kann man sie getrost streichen, so wichtig waren sie dann wohl doch nicht.

Donnerstag, 23. April 2015

Glück und Unglück der Hausfrau

Glück der Hausfrau: Den Boden des Wäschekorbs zu sehen. Yeah, langes Wochenende, maschinenweise Dreckwäsche gesäubert, strike.

Unglück der Hausfrau: Eine halbe Stunde nach dem Glücksgefühl setzt die wochenendliche Badezeit ein und sämtliche Familienmitglieder hinterlassen riesige Haufen an Schmutzwäsche. Grrh.

Dienstag, 21. April 2015

re:publica - Countdown

Große Vorfreude. Zunächst hatte ich gemerkt, dass sehr viele meiner Lieblingsblogs jedes Jahr im Frühling über diese mysteriöse "Re:Publica" schreiben. Dann, letztes Jahr, bin ich endlich mal hingefahren und war total hin und weg, inspiriert und was nicht noch.

Nun fahre ich dieses Jahr wieder. Freue mich schon. Und hab natürlich sofort ein bisschen Angst, ob die Vorfreude auch gerechtfertigt ist. Beim ersten Überfliegen des Programms dachte ich: "Wo sind die Knaller", und wollte schon enttäuscht sein. Aber beim genaueren Durchlesen scheint doch wieder viel dabei zu sein. Ich bin gespannt, welche Themen sich dieses Jahr für mich herauskristallisieren. Letztes Jahr waren es die ganzen journalistischen Projekte wie Hamburg-mittendrin, samt Diskussion zu den Bezahlmodellen von Texten im Netz, dann die Welt der Computerspiele, Computer und Medien im Schuleinsatz und natürlich die Mütter-/Elternblogs.

Als nächstes muss ich dann über meinen Umgang mit meinen Lieblingsbloggerinnen (siehe Blogroll) nachdenken. Man hat das Gefühl, man kennt sie, weil man ja viel über sie und ihr Leben liest (meint man zumindest). Aber die kennen einen ja gar nicht. Einfach anquatschen: "Entschuldigung, ich find so toll/witzig/einfühlsam, was Du so schreibst, wollen wir nicht Freundinnen werden" ist ein bisschen plump.

Wahrscheinlich muss ich mir einfach eingestehen, dass es eine Fan-Beziehung ist (was nicht umsonst ein bisschen klingt wie "Fernbeziehung") - und das mir, wo ich doch selbst als Teenager peinlich vermieden habe, kreischendes Fangirl von irgendwem zu sein!

Sonntag, 19. April 2015

Benjamin Clementine - in aller Munde, nun auch in diesem Blog

Nachdem der Musiker Benjamin Clementine in letzter Zeit in vielen Zeitschriften besprochen wurde, konnte ich mich nicht zurückhalten, ihn mal bei YouTube zu suchen.

Und ja, das ist speziell. Aber ansprechend. Gibt's dafür schon eine Kategorie? Na ja, da mein Musikgeschmack prinzipiell am Ende meiner Jugend stehen geblieben ist, bei mir schon mal nicht!