Freitag, 13. April 2012

Wie das Kind mit Geld umgeht

Es gibt angeblich (und aus der Beobachtung bestätigt) verschieden Arten, wie Menschen generell mit Geld umgehen. Geldspeicher à la Dagobert Duck oder Konto-Überziehen sind die beiden Extreme.

Interessant, wie sich diese Arten, die ich aus meiner Geschwisterzeit kenne, bei meinen Kindern wiederfinden lassen. Und wie gehe ich mit dem Umgang mit Geld um, der meinem so gar nicht entspricht?

Kann man das noch irgendwie ändern? Das grundsätzliche Gefühl für Geld vermutlich nicht. Kann man daran arbeiten, dass diese Art des Umgangs mit Geld irgendwie verträglicher und zukunftssicherer wird? Ich glaube, so langsam wird klar, welchem Extrem ICH  angehöre. Muss ich also irgendwie lernen, damit umzugehen, dasss andere anders leben als ich. Aber mein eigenes Kind?! Muttersein. Wachsenlassen. Loslassen?

Donnerstag, 12. April 2012

Uah, Ostern

Ostern heißt morgens um sechs im Garten rumschleichen - weil man nicht weiß, wann die Kinder dank erhöhtem Geschenkeblutspiegel aufstehen. Kalt wars - und danach war ich zu wach, um noch mal die Stunde zu schlafen, die meine Jüngste mir gegönnt hätte. Aber schön war's doch, wie sie mir grinsend mit gefülltem Korb entgegen kam, nachdem sie verstanden hatte, dass man die Schokoeier alle AUS dem Nest IN den Korb umfüllen soll. So Aufgaben lieben sie ja. Umfüllen, Auskippen und immer so weiter - außer dass Schokoeier inzwischen auch schon zielgerichtet in den Mund gehen.

Dienstag, 10. April 2012

Deutschland - eine Liebeserklärung

Morgens im Berufsverkehr. Eine Bahn muss ausgefallen sein, denn die, in der ich bin, ist ungewöhnlich gut gefüllt, selbst an meiner Station, die ziemlich weit draußen ist, nur noch Stehplätze.

Genauso quillt die Menschenmenge dann natürlich an den zentralen Haltestellen nach draußen. Aber alles  zivilisiert. Und dann die Rolltreppe. Blitzschnell hat sich die Menge geteilt. Eine Hälfte steht brav rechts, die andere steigt gemächlich die Stufen links daran vorbei.

Ja, ich bin von hier. Ja, ich stehe dazu: Ich mag das. Links gehen, rechts stehen - und die Schönheit des Augenblicks, wenn das alle so machen. Hat was vom Bienenstock. Honig mag ich übrigens auch.

Donnerstag, 5. April 2012

Hausfrauenbund heißt Berufsverband der Haushaltsführenden

Darüber will ich mich gerade lustig machen und schaue natürlich erst mal bei Wikipedia nach.

Lese dann mein Stichwort "Frauenbewegung" und lerne, dass der Verband sich eigentlich eher um Hauswirtschaftlerinnen kümmert, sogar auf Arbeitgeberseite Tarifverträge für in Privathaushalten Beschäftigte verhandelt. Da wird Hausfrau auf jeden Fall breiter betrachtet, als ich mir das vorgestellt hätte.

Vielleicht hätte ich während meiner Elternzeit mal das DHB-Magazin abonnieren sollen, statt planlos im Internet rumzusurfen und mich zu wundern, dass ich dort keine gescheiten Arbeitspläne für den Haushalt finde.

Dienstag, 3. April 2012

Die Natürlichkeit des Seins

Die prinzipielle Körperlichkeit des Menschen. Die prinzipielle Abhängigkeit von anderen. Ich glaube, das können Männer eher verdrängen als Frauen, da sich diese "Schwächen" im gesunden Normalfall zwischen Kleinkind- und Greisenalter selten zeigen. Daher vermutlich auch der Anspruch an den Körper, wie eine Maschine zu funktionieren.

Frauen werden öfter auf diese Tatsache zurückgeworfen. Allein einmal pro Monat (danke Muttergöttin oder wer immer DAFÜR verantwortlich ist). Aber dann auch und vor allem natürlich durch Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. Allein schon schwanger sein! Was für eine Zumutung, was für eine unglaubliche Art, sich fortzupflanzen. Das männliche Unbehagen daran kennt man - die Alien-Filme erwähnte ich ja bereits. Dann die Geburt, diese reine Überwältigung, Schleim, Blut, ach, niemand möchte hier in die Details gehen.

Könnte das ein Grund für doch spürbare Unterschiede zwischen Männern und Frauen sein? Um mal ein wenig abzukommen von dem reinen Biologie oder Umwelt?

Montag, 2. April 2012

Was man nur macht, wenn man Kindern hat

Es gibt einige Dinge, die man ab dem Alter von 18 eigentlich nicht mehr macht, obwohl sie Spaß machen. Zum Beispiel Schlittschuhlaufen! Wir in der Eishalle. Außer Familien mit Kindern nur Jugendliche. Ach, süßer Vogel Jugend, wer wäre nicht in der Eisdisco gewesen. Ansonsten keinerlei alleinstehende Erwachsene in Sicht. Dabei ist es so ein Spaß, Schlittschuh zu fahren - selbst wenn man nie ein großer Läufer war und es auch jetzt mehr schlecht als recht kann.

Und noch eine ganz andere Sache, die erst mit Kindern klappt: Regelmäßig einmal die Woche die Fluor-Zahncreme benutzen. Konnte ich mir früher nie merken. Deshalb ist meine Paste auch kurz grad mal kurz vor dem Ablaufdatum. Aber jetzt haben wir ja die Kinder mit der Monstertube, sobald mein kleines Dingsda aufgebraucht ist.

Freitag, 30. März 2012

Maria Montessori - hast Du das so gemeint?

"Hilf mir, es selbst zu tun", my a..

In der Theorie natürlich toll und richtig und pädagogisch und was weiß ich nicht noch alles. Im Kindergarten legen sie darauf auch besonderen Wert: Kinder bei den Dingen, die sie selbst entscheiden können, mitentscheiden lassen. Und natürlich finden sie es gut, wenn die Kinder schnell lernen, sich selber an- oder auszuziehen, muss ja bei einer Gruppe 0-3-Jähriger, die man nach Draußen zum Spielen verfrachten will.

Und dann sitzt man in der Praxis. Das kleine Kind mit seinen kleinen dicken Fingern versucht sich die Strumpfhose über seine kleinen dicken Füße zu ziehen. Natürlich mit Po-Teil nach vorn. Jeder Versuch, zu helfen wird mit wütendem Schreien beantwortet. Selbst Umdrehen der Strumpfhose ist nicht erlaubt. Och menno. Na ja, noch ein, zwei Jahre maximal, oder was meint Ihr?