Mein Baby musste einige Wochen lang nachts fast ohne seine Mutter auskommen. Meine Kinder haben nämlich die Eigenschaft, anfangs sehr laut zu sein. Und dank mütterlicher Hormone (anders kann ich mir das echt nicht erklären, auch wenn ich sonst nicht auf so biologische und biologistische Argumente stehe) kann ich dann kein Auge zu tun.
Wie soll ich den "Lärm" beschreiben? Es war was in Richtung "Knurren". Hatte wohl auch was mit der Verdauung zu tun und definitiv was mit dem Aufwachen. Allerdings nicht das praktische "Oh, das Kind wacht gleich auf, kann ich mich ja schon mal auf die nächste Mahlzeit vorbereiten", sondern das eher unpraktische "es klingt, als ob das Kind gleich aufwacht, aber vielleicht auch erst in 10 Minuten oder in einer Viertelstunde oder in einer halben Stunde oder in einer Stunde". Wenn das Kind vorher auch nur eine (stille) Tiefschlafphase von 1 Stunde hatte, war das nicht hilfreich für den Gesamtschlafhaushalt der Mutter. Deshalb die Ausquartierung.
Freundlicherweise hat der Vater sich angeboten, das Baby zu sich zu nehmen und im Wohnzimmer zu schlafen. DEN hat es nämlich komischerweise nicht gestört, wenn das Kind Radau machte (also knurrte, echtes Geschrei hat er schon gehört).
So wurde mir das Baby nachts dann ganz herrschaftlich zum Stillen angereicht. Fühlt sich großartig an. Und erst kürzlich stand im ZEIT Magazin ein Artikel über eine Kinderkrankenschwester, die sich mit so einem Service selbständig gemacht hat. Nämlich tagsüber, aber wenn gewünscht auch nachts da zu sein in Familien mit Neugeborenen. Die reicht die Babys dann bestimmt auch an. Hieß "Die Babyflüsterin". Tarife hat sie leider nicht verraten, aber im Artikel war von "wohlhabenden Familien" die Rede.
Um zum Schluss zu kommen: Seit ca. Anfang/Mitte August ist Ruhe. Die Kleine schläft wie eine Große (na ja, bis auf die ein, zwei, drei Mal, selten vier Mal pro Nacht, die mit echten Bedürfnissen aufgewacht wird). Und eine Freundin mit größerem Baby sagte uns beim Besuch in den ersten Babylebenswochen: "Oh, hatte ich ganz vergessen, solche Geräusche hat meiner anfangs auch gemacht". Deshalb mal notiert für Euch alle, denen das noch bevorsteht: Es dauert vier bis sechs Wochen. Und die gehen vorbei. Versprochen.
Montag, 6. September 2010
Freitag, 3. September 2010
Hausfrau die zweite
Nachdem ich gestern die neue Bedeutung von Haus-Frau-Sein entdeckt habe, darf ich heute morgen schon wieder ein Stück weiterdenken - wie schön, wenn der Geist ein wenig in Trab gehalten wird.
Ich muss nämlich zugeben, dass ich es mir ein wenig leichter gemacht habe, als die meisten Hausfrauen und Mütter: Ich habe eine Putzfrau. Seit knapp einem halben Jahr. Und es war SOO SCHÖN. Ja, "es war". Denn heute morgen rief sie an und sagte, dass sie jetzt vormittags einen anderen Job hat und leider nicht mehr kommen kann.
Leichte bis mittlere Betrübnis macht sich in mir breit. Ich kann mich nur wiederholen, es war wirklich so schön. Es war so gut angelegtes Geld. Es steigerte meine Zufriedenheit einfach enorm. Nun gut. Seufz. Also zurück an Feudel und Staubsauger.
Aber ein bisschen Jammern muss noch sein: Es war nie so sauber bei mir wie in diesen fünf Monaten. Die Türen waren gewischt worden. Jemand wischte Staub. Ab und an wurden die Fenster geputzt. Nun, muss ich als überlegen, wie es weitergeht. Mache ich mich an die übliche oberflächliche wöchentliche Reinigung? Gewöhne ich mir gründlichere Putzgewohnheiten an? Oder suche ich mir jemand anderes, der mir dabei hilft. Ich tippe fast auf letzteres. Aber da wir morgen Besuch erwarten, wird mir wohl heute nichts anderes übrig bleiben, als die ersten beiden Optionen näher zu beleuchten.
Ich muss nämlich zugeben, dass ich es mir ein wenig leichter gemacht habe, als die meisten Hausfrauen und Mütter: Ich habe eine Putzfrau. Seit knapp einem halben Jahr. Und es war SOO SCHÖN. Ja, "es war". Denn heute morgen rief sie an und sagte, dass sie jetzt vormittags einen anderen Job hat und leider nicht mehr kommen kann.
Leichte bis mittlere Betrübnis macht sich in mir breit. Ich kann mich nur wiederholen, es war wirklich so schön. Es war so gut angelegtes Geld. Es steigerte meine Zufriedenheit einfach enorm. Nun gut. Seufz. Also zurück an Feudel und Staubsauger.
Aber ein bisschen Jammern muss noch sein: Es war nie so sauber bei mir wie in diesen fünf Monaten. Die Türen waren gewischt worden. Jemand wischte Staub. Ab und an wurden die Fenster geputzt. Nun, muss ich als überlegen, wie es weitergeht. Mache ich mich an die übliche oberflächliche wöchentliche Reinigung? Gewöhne ich mir gründlichere Putzgewohnheiten an? Oder suche ich mir jemand anderes, der mir dabei hilft. Ich tippe fast auf letzteres. Aber da wir morgen Besuch erwarten, wird mir wohl heute nichts anderes übrig bleiben, als die ersten beiden Optionen näher zu beleuchten.
Donnerstag, 2. September 2010
Haus-Frau in neuer Bedeutung
Oh Du meine Güte. Der Begriff "Hausfrau" bekommt eine ganz neue Bedeutung - wenn man tatsächlich demnächst ein Haus hat!
Morgen kriegen wir den Schlüssel. Bin so aufgeregt. Natürlich haben wir das Haus besichtigt. Aber als ich heute mit einer Freundin vorbei gegangen bin, hatte ich ein bisschen Hemmungen, aufs Grundstück zu gehen. Ab morgen nicht mehr! Einfach so! Na gut, nachdem wir einen Riesenbatzen Geld dafür hingelegt haben.
Ich freu mich. Und dann geht's los. Architekt/in suchen für den Umbau. Und dauernd dort rumhängen und überlegen, was man alles damit machen könnte. So spannend!
Morgen kriegen wir den Schlüssel. Bin so aufgeregt. Natürlich haben wir das Haus besichtigt. Aber als ich heute mit einer Freundin vorbei gegangen bin, hatte ich ein bisschen Hemmungen, aufs Grundstück zu gehen. Ab morgen nicht mehr! Einfach so! Na gut, nachdem wir einen Riesenbatzen Geld dafür hingelegt haben.
Ich freu mich. Und dann geht's los. Architekt/in suchen für den Umbau. Und dauernd dort rumhängen und überlegen, was man alles damit machen könnte. So spannend!
Montag, 30. August 2010
Das gute Alter
Das gesegnete Alter von zwei+ Monaten eines ganz normalen Babys: Die ersten unruhigen Wochen ohne jegliches Zeitgefühl des Säuglings sind vorbei. Langsam ist ein Rhythmus zu beobachten, nach kurzer morgendlicher Wachheit eine lange Schlafphase zum Beispiel. Noch nicht in Stein gemeißelt, auch nicht jeden Tag um die selbe Zeit, aber man kann sich schon einigermaßen darauf einstellen. Und dazu ein großes Schlafbedürfnis, so dass die Mutter gut Zeit für andere Dinge hat. Irgendwann muss ja schließlich auch der Elterngeldantrag erledigt werden und ähnlicher Papierkram mehr.
Donnerstag, 26. August 2010
Kind hat in zwei Wochen 500g zugenommen.
Man muss die Schokoladenzufuhr der Mutter übrigens sehr sorgfältig dosieren, damit das Gewicht an den Oberschenkeln des Kindes landet und nicht an denen der Mutter. Die Frage ist also: 1, 2 oder 3 Tafeln am Tag.
HA, jetzt seid Ihr Kinderlosen hoffentlich ein bisschen neidisch! :-)
Mittwoch, 25. August 2010
Montag ist mein Sonntag - zwei von drei Kindern wieder anderweitig beschäftig. Darf man sich noch "liebende Mutter" nennen, wenn man so was sagt? Ich mach heut einfach mal gar nix - außer Baby, Wäsche, Kinder irgendwann wieder abholen ... Die Definition von "gar nix" hat sich in den letzten sechs Jahren ganz schön verändert!
Dienstag, 24. August 2010
Zahnarzt im Kindergarten
Als ich im Kindergarten war, gabs dort noch keine Zahnarzttermine, wenn ich mich richtig erinnere, erst in der Schule musste sich jeder einmal im Jahr in den Mund schauen lassen. Dann gab's schön den Zettel. Aber nur für die, die Löcher hatten. Konnte man also gut sehen, wer hat ein Papier (ich glaub, das war sogar rosa, damit es auch garantiert kein Mitschüler übersieht), wer hat die zerfressenen Zähne. Waren natürlich immer die üblichen Kandidaten.
Gefühlt kommen die Zahnärzte inzwischen alle naselang in der KiTa meiner Kinder vorbei - dafür ist in der Schule im ganzen ersten Schuljahr keiner aufgetaucht.
Und: Jedes Kind kriegt einen Zettel mit dem Untersuchungsergebnis. Das Blatt ist so zusammengetackert, dass neugierige Miteltern schon sehr dreist sein müssten, um zu sehen, ob ein Kind Karies hat oder nicht.
Zähne, das soziale Unterscheidungsmerkmal, heute wie gestern (oder wer kann und will sich eine teure Zahnspange leisten?) - aber schön zu sehen, das sich zumindest kleine Dinge bessern.
Gefühlt kommen die Zahnärzte inzwischen alle naselang in der KiTa meiner Kinder vorbei - dafür ist in der Schule im ganzen ersten Schuljahr keiner aufgetaucht.
Und: Jedes Kind kriegt einen Zettel mit dem Untersuchungsergebnis. Das Blatt ist so zusammengetackert, dass neugierige Miteltern schon sehr dreist sein müssten, um zu sehen, ob ein Kind Karies hat oder nicht.
Zähne, das soziale Unterscheidungsmerkmal, heute wie gestern (oder wer kann und will sich eine teure Zahnspange leisten?) - aber schön zu sehen, das sich zumindest kleine Dinge bessern.
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