Montag, 5. Oktober 2015

Vorsichtiger Optimismus

Normalerweise ist es ein guter Wasserstandsmelder, was mein familiäres und persönliches Empfinden angeht: Der "Berg" auf der Arbeitsplatte. Ein Gebilde, das von selbst entstanden ist und mal ein Stück abgetragen wird, mal scheinbar ins Unermessliche wächst. All die Zettel, die man bearbeiten müsste, gern Rückläufer von der Schule, der Bank, dem Finanzamt. All die Zeitschriften, in die man noch mal reinschauen müsste - gern Fachliches, was auch irgendwie für die Arbeit gut wäre.

Wenn ich das Gefühl habe, die Übersicht zu verlieren und beginne, wichtige Termine übersehe ("Wie, gestern war Elternabend?"), dann ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, einen Gang runterzuschalten. Freiwillige Aktivitäten auf ein Minimum zu beschränken. Das absolut Notwendige - und zwar mehr davon. Selbst wenn das heißt, am Wochenende keinerlei Pläne außer "Einkaufen, Essen, Aufräumen" zu haben - was auf Dauer auch frustrierend ist. Aber nicht so frustrierend und deprimierend wie das Gefühl, das einem die Herrschaft über sein Leben entgleitet, deshalb muss das manchmal sein.

Nun aber. Heute. Tadaa! Der Berg ist vollständig verschwunden! Ich bin mir noch nicht sicher, was ich daraus mache. Hilft Schilddrüsenhormon tatsächlich so sehr, das Leben in den Griff zu bekommen? Läuft jetzt alles und bleibt das so? Wird das harte Arbeit, kann ich das je wiederholen? Ich bin sehr, sehr gespannt und vorsichtig optimistisch!

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