Donnerstag, 31. Januar 2013

Tatsächlich trocken?

Die letzten Tage dachte ich ja, der Kindergarten sei der Meinung, wir seien nicht genügend ausgelastet und bräuchten deshalb in regelmäßigen Abständen noch ein paar mehr Ladungen dringend waschbedürftige Kinderkleidung.

Zumindest interpretierte ich die Aussage, dass das kleinste Kind jetzt nach dem Mittagsschlaf in der Kita keine Windel mehr trage und dass wir das Experiment zu Hause gern fortsetzen sollten, in diesem Sinne. Da uns jedes Mal ein Beutel feuchter Wäsche mitgegeben wurde und wir zu Hause auch spätestens nach der zweiten unangekündigten Überflutung wieder zur Windel griffen, schien mir das plausibel.

Hinzu kommen Gedanken an unser armes überlastetes Kinderbetreuungssystem, bei dem die Kinder möglichst lange vor dem dritten Geburtstag möglichst windelfrei in die Gruppe für die großen Kinder übergeben werden. Ich glaube, nur so haben Kindergärten momentan überhaupt eine winzige Personalreserve, um unverhergesehene Notfälle auszugleichen, durch diese kleinen Kinder, die das (viele) Kleinkindgeld) bringen, aber wegen größerer Gruppengröße bei den größeren Kindern nicht ganz so viel kosten.

Wollte schon sauer werden, dass so etwas wieder auf dem Rücken (so ein Korb voll feuchter Wäsche trägt sich ja nicht allein auf den Trockenboden!) der berufstätigen Eltern ausgetragen wird. Da hatten wir heute, ehrlich gesagt erst am vierten Tag des Experiments, die Erfahrung der dritten Art: Erkennen der zappeligen Anzeichen, gelungener Klogang, keine Überschwemmung bis zur Bettgehzeit.

Ich nehm alles zurück. Ihr lieben, guten, meinem Kind wohlgesonnenen Erzieherinnen!

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