Donnerstag, 5. April 2012

Hausfrauenbund heißt Berufsverband der Haushaltsführenden

Darüber will ich mich gerade lustig machen und schaue natürlich erst mal bei Wikipedia nach.

Lese dann mein Stichwort "Frauenbewegung" und lerne, dass der Verband sich eigentlich eher um Hauswirtschaftlerinnen kümmert, sogar auf Arbeitgeberseite Tarifverträge für in Privathaushalten Beschäftigte verhandelt. Da wird Hausfrau auf jeden Fall breiter betrachtet, als ich mir das vorgestellt hätte.

Vielleicht hätte ich während meiner Elternzeit mal das DHB-Magazin abonnieren sollen, statt planlos im Internet rumzusurfen und mich zu wundern, dass ich dort keine gescheiten Arbeitspläne für den Haushalt finde.

Kommentare:

  1. Dieser Eintrag ist ja nun schon einige Monate alt (leider bin ich erst vor einigen Tagen auf Deinen für mich wirklich großartigen Blog gestoßen - lustigerweise übrigens, als ich mir zum etwa 500sten Mal überlegt habe, ob ich nicht doch einfach Hausfrau und Mutter auf Dauer werde, einfach weil mich diese ständigen Diskussionen zu Fragen wie "wenn J. jetzt wirklich Fieber hat, wer bleibt dann morgen mit ihm zuhause" [und dann der ganze Rattenschwanz, bis wir beim Grundproblem der Geschlechterungerechtigkeit sind, bis dahin hört der Nachbar auch schon problemlos mit und dann endet es auch irgendwann - und nun rate, wer am nächsten Tag zu Hause bleibt] inzwischen nicht nur kränken und schlechtgelaunt machen, sondern tatsächlich auch langweilen - und ich deshalb bei Google "Hausfrau und Mutter" eingegeben habe, hoffend, dass da die Antwort auf meine Lebensentscheidung zu finden ist), aber falls Du noch immer keine Rundumanweisung gefunden hast, wie so ein Haushalt strukturiert abzuwickeln ist, empfehle ich "Nie wieder Chaos" von Cynthia Ewen (auf Amerikanisch unter dem schönen Titel: "House Works") und die dazugehörige Homepage http://organizedhome.com/.

    Das zu lesen hat einen doppelten Effekt: Zum einen kriegst Du unendlich viele Anweisungen, wie Du nicht nur Dein Heim, sondern auch Dein Leben wohlsortiert bekommst. Zum anderen bekommst Du aber auch eine Ahnung, worauf das faktisch hinausläuft - nämlich auf das Leben einer soap-mäßigen, strahlenden, ausgeschlafenen amerikanischen Hausfrau.

    Ich meine das ganz wertfrei. Etwas an diesem Lebensgefühl macht mich mittlerweile TIERISCH an. Aber dann, ganz ehrlich: Wollten wir nicht alle doch irgendwie Schnittstellen zur Gesellschaft beibehalten, die jenseits unseres Gartenzauns liegen? Wollten wir nicht irgendwie immer möglichst WENIG neurotisch durchs Leben gehen? (Und dann wieder: Wäre die Variante "neurotisch und ausgeschlafen" nicht doch irgendwie tausendmal besser als "ein winziges bißchen kreativ oder originell und dauernd überfordert"?)

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    1. Liebe Lebenbogen,
      freu mich tierisch, ab und an zu hören, dass Menschen tatsächlich den Blog lesen wollen und nicht über irgendwelche Linkfallen oder von yandex.ru hergeschickt werden :-) Also Danke fürs Lob!

      Und nein, grad wieder bemerke ich, wie froh ich doch über diverse Schnittstellen zur Außenwelt bin und wie gern ich die noch vermehren möchte. Weiß nicht, woher mich der Energieschub plötzlich erwischt hat, aber suche plötzlich mal wieder kulturellen Input und stelle fest, dass ich inzwischen kaum noch Bekannte habe, die mitkommen würden - weil alle Eltern sind! Mal sehen, wie viele Abende in der Woche mein Mann die Kinder hütet, ohne zu murren :-)

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