Freitag, 22. Juli 2011

Mütter arbeiten Teilzeit - und immer weniger Wochenstunden

In mehreren Medien las ich nun schon, dass die durchschnittliche Wochenarbeitszeit (also bezahlte Arbeit) von Müttern in Deutschland immer weiter zurückgeht. Selbst im Osten. Zum Beispiel hier.

Selbst wenn die Kinder älter werden, kehren drei Viertel nicht mehr Vollzeit in den Beruf zurück. Woran liegt das nun? Mögliche Gründe:
  • Der Wiedereinstieg nach so langer Zeit ist schwierig. Diese These setzt voraus, dass vorher eine vollständige Pause vorlag. Das ist bei den meisten Frauen aber nicht so, die arbeiten ja Teilzeit.
  • Möglich also, dass nach so langer Teilzeittätigkeit in oft weniger qualifizierten Bereichen (viele Teilzeitstellen sind weniger anspruchsvoll, weil sich das Vorurteil hält, dass Teilzeitbeschäftigte für anspruchsvollere Fähigkeiten nicht so gut zu gebrauchen sind, warum eigentlich? Ist das die Eifersucht verschmähter Liebe, "die hat einen anderen Bereich des Lebens, der ihr mindestens genauso wichtig ist wie die Arbeit"? Hier ein Gegenbeispiel, dass aber gut die gängigen Probleme illustriert) der Übergang in eine richtig anspruchsvolle Vollzeitstelle unmöglich ist oder erscheint
  • Oder ist es sogar eine gute Nachricht, bedeutet es doch, dass Frauen/Familien es sich leisten können, dass einer (leider meistens "eine") deutlich weniger arbeitet?
  • Vielleicht liegt's auch an der schwimmelpilzartigen Vermehrung von 400-Euro-Stellen beziehungsweise Umwandlung von Mehrstundenstellen zu diesen Billigststellen.

Bezeichnend: In der April-Nido: Die einzige Beispielfrau, die keine Probleme mit Vereinbarkeit von Vollzeitberuf und Kind hatte, war eine Selbständige.

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