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Donnerstag, 5. März 2015

Wechsel der Jahreszeiten

Die Tiere wechseln ihr Fell oder geraten in die Mauser. Wir haben es immerhin schon geschafft, bei zwei von drei Kindern den Schrank größen- und wettermäßig aus- und umzuräumen. Jetzt stehen umfangreiche Neuanschaffungen an, fürchte ich. Die wachsen halt auch wie die Grashalme!

Sonntag, 1. März 2015

So ein Arrgh-Tag

Zwei Mal die Waschmaschine NICHT angeschaltet (und natürlich erst zwei Stunden später gemerkt, als ich die Wäsche rausholen und aufhängen wollte). Dann noch meine Handtasche stehen lassen. Zum Glück auch noch bemerkt und wiederbekommen.

Trotzdem: Mein Hirn scheint überfüllt zu sein, so dass es zu Kurzschlüssen kommt. Muss ich mich mit meinem Stress-Level beschäftigen?

Oder Alzheimer. Nachdem das Einsetzen weiterer körperlicher Gebrechlichkeiten ja langsam auf das Alter hinweist.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Hirnwäsche komplett

Das Etappenziel ist erreicht. Das Kind äußert als Berufswunsch Ingenieurin und plant als Hobbys Geigespielen und Gartenarbeit.

Bitte nicht dran rühren, liebes Leben, liebe Schule, liebe Mitmenschen, wir möchte dieses fragile Ergebnis unserer jahrelangen Einflüsterungen noch eine Weile genießen - bis sie sich dann für Goldschmiedin, Speedmetal und Bis-in-die-Puppen.Ausgehen umentscheidet.

Dienstag, 3. Februar 2015

Ferienbetreuung - hier und andernorts

Betreuung während der Schulferien ist ja in Deutschland ein großes Thema. 12 Wochen Schulferien, aber nur 24-30 Tage Urlaub (ich glaube, es geht sogar noch weniger Urlaub laut Bundesurlaubsgesetz, erschreckend, oder?) . Da muss also eine Ferienbetreuung her.

In Hamburg war das bisher so, dass man, wenn man einen Hortplatz hatte (also Betreuung für nachmittags, wenn die Grundschule um 13.00 Uhr zu Ende ist bis zum hoffentlichen Arbeitsende der Eltern), sich auch um die Ferienbetreuung keine Sorgen machen musste, das haben die mit-erledigt. Allerdings gab es nicht genügend Hortplätze für alle.

Inzwischen sind fast alle Grundschulen auf Ganztagsschule umgestellt. Und ich kann nicht für alle sprechen, aber bei uns läuft das nicht perfekt, aber ganz gut - die Welt berichtet darüber, welche Lücken das System hier, aber vor allem in anderen Bundesländern, noch hat.

In Hamburg bezahlt man das ganze Jahr einen Elternbeitrag, der sich nach dem Einkommen und der Anzahl der Kinder richtet, die in Kita und Ganztagsschule gehen. Dafür wird das Kind in den Ferien umsorgt. Kleinere Mankos: Die Essensauswahl ist eingeschränkt, da das System neu ist, hakt es noch hie und da und man muss sich im Vorhinein fürs ganze Jahr festlegen, wie viele Ferienwochen man wohl braucht. Also besser nicht den Job wechseln oder arbeitslos werden, oder bloß mal umplanen.

Und wie sieht das im Vergleich mit anderen Ländern in Europa aus? Da gibt es natürlich große Unterschiede, allein schon in der Feriendauer. Zum Beispiel: drei Monate Sommerferien in Italien - wie machen es die berufstätigen Eltern da? Großeltern oder bezahlte Betreuung, sagt Die Presse.

Wie das wohl in anderen Ländern aussieht, die uns als leuchtende Vorbilder der kindlichen Außer-Haus-Betreuung vorgestellt werden? Ein paar (etwas ältere) Aussagen dazu findet man hier zu Schweden, Finnland und Frankreich: http://www.kindergartenpaedagogik.de/913.html . Wär schön, da mehr zu wissen.

Freitag, 30. Januar 2015

Schulentscheidungen - mal eben auf den Kopf gestellt

Wenn das Kind, von dem man dachte, man müsse sich um seine Schullaufbahn keine weiteren Sorgen machen, den Tag Zeugnisferien genießt, den es hier zum Schulhalbjahr gibt. Dann dauert es nur noch ca. einen halben Tag bis
- die Mutter spöttelt, dass es an "normalen" Schulen ja Halbjahreszeugnisse gibt
- ihr siedendheiß einfällt, dass wegen 4. Klasse, Übergangszeugnis, eben doch ein Zeugnis im Ranzen lauern müsste
- und das Kind sagt: "Doch, ich hab doch eins. Aber weißt Du, was komisch ist, Mama? Dass da steht, ich soll in die Stadtteilschule gehen".

Und dann dauert es nicht mal eine komplette Sekunde, bis der mütterliche Blutdruck von 110 auf 180 ist, was sie sich aber keinesfalls anmerken lassen darf, denn eigentlich ist es ja egal, ob das Kind Abitur macht oder nicht, hauptsache gesund, sagt man doch heutzutage, oder? Oder war das "Hauptsache glücklich"? Ich weiß es nicht mehr.

Ich weiß nur, dass es ca. eine Stunde dauerte, bis sich aufklärte, dass der Lehrer sich geirrt hat und falsch eingetragen hat (Mein Gott. Das ist ein Kreuz, auf das es ankommt. Klar, da irrt man sich dann halt mal).

Und in dieser Stunde lief quasi in Endlosschleife bei mir: "Weshalb haben die denn nichts gesagt? Die hätten doch was sagen können, dass sie das Kind für nicht gymnasialgeeignet halten. Das hätten sie doch sagen müssen, als wir da im Gespräch so fröhlich raustrompeteten, an welche Schule sie nächstes Jahr gehen soll. Was machen wir denn jetzt? Die Stadtteilschule haben wir uns doch nicht mal mehr angeschaut. Stadtteilschule, weil es heißt, Kinder, die von übermotivierten Eltern aufs Gymnasium geschickt werden, obwohl sie dafür keine Empfehlung haben, scheitern dort und sind dann frustriert bis zum Ende der Schulzeit? Oder doch erst mal Gymnasium und nach der sechsten kann sie immer noch wechseln? Was heißt "kann", wenn sie nicht geeignet ist, muss sie ja. Aber wer in ihrer Klasse ist dann überhaupt geeignet. Und kann ich mich so in meiner Einschätzung geirrt haben? Was ist mit diesen ganzen Tests mit sehr guten Ergebnissen, die das Jahr über zu Unterschrift bei uns eintrudeln.... Heul, WIR HATTEN DOCH ALLES GEPLANT, wieso muss das jetzt alles wieder über den Haufen geschmissen und bis Montag neu entschieden werden?"

Ja. So lief das. War scheiße. Ist ja jetzt vorbei. Und an meiner Coolness Marke "Hauptsache glücklich" muss ich wohl noch ein wenig arbeiten.

Dienstag, 13. Januar 2015

Kinder, Internet - Aufklärung und so

Ja, ja, ich weiß, Herlocken unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. DIE Aufklärung geht auch langsam los bzw. wird intensiviert fortgesetzt - dieses Jahr zu Weihnachten gab es einen Rundumschlag kindergerechte Aufklärungsliteratur.

Aber die Aufklärung, worauf man im Internet so achten sollte, die geht grad auch verstärkt los. Also welche Dinge man bewusst oder unbewusst von sich preisgibt - und bei welchen man das lieber lassen sollte.

Erstes Beispiel: Spielernamen wählen. Kinder sind zum Teil schwer quizduell-abhängig. Ja, auch schon die Kleine, die gar nicht lesen kann, die versaut dann gern mal der Mama den Spieleschnitt (weil sie natürlich noch keinen eigenen Account hat). Ja, Quizduell. Falls Sie's nicht kennen: Man spielt gegen bekannte oder unbekannte Menschen im Internet Günter-Jauch-mäßig jeweils drei Fragen je Wissensgebiet. Mal fängt der eine an mit Antworten und mal der andere. Und am Ende sieht man, wer mehr richtig hatte.

Aber ich schweife ab. Spielername wählen. Macht der Große durchaus schon hin und wieder. Und dann als erstes der Hinweis, dass man aus dem Namen am besten weder den echten Namen, noch das Geschlecht, noch das Alter oder den Wohnort ablesen können sollte. Also besser nicht "RudolfHH2002" (dies ist ein Beispiel, ist hoffentlich klar). Und warum nicht, das sind dann die interessanteren Gespräche. Oder schauen, welche Spiele denn dann unverhofft mit einer Chat-Möglicheit verknüpft sind (unerwarteterweise nämlich: genau: Quizduell) und was da alles schiefgehen kann.

Wir sind also gerade mitten drin im Großwerden im digitalen Zeitalter.

Freitag, 19. Dezember 2014

Stolz sein auf Dinge, die man gar nicht selber kann

Das ermöglichen einem Kinder. Ich werde niemals Radwendeflicflac beherrschen. Nie mehr in diesem Leben. Muss man mal so sagen, find ich ehrlich gesagt auch nicht weiter schlimm (eine andere Geschichte ist, dass ich mich keinen Handstand an der Wand mehr traue. Und mich sehr überwinden musste, um mal eine Rolle um eine niedrige Reckstange herum zu machen).

Aber ich KANN so stolz sein, als könnte ich es selber. Weil mein Kind es kann. Kinder sind schon was großartiges. Und Elternstolz auch.