Donnerstag, 21. Februar 2019

Geschäftsreisen - so anstrengend

Wann ist das Reisen eigentlich so anstrengend geworden? Gestern Berlin, ein ganz normaler Termin. Früher aufstehen als sonst, klar, anstrengend. Vorher nicht gut eingeschlafen. Doof, vielleicht Vollmond?
Zug gebucht, so dass ich nicht umsteigen muss, sondern nach kurzem Frühstück ins Schlaf-Nachhol-Koma fallen kann. Das hilft ein bisschen, aber am nächsten Tag bin ich trotzdem ein ganzes Stück mehr durch als sonst. Wie habe ich das früher gemacht, mit diesen wahnwitzigen Wochen mit 1 Termin in München und ein paar Tage später 1 Termin irgendwo Nähe Stuttgart? Und zwischendurch Vollzeit oder vollzeitnahe Teilzeit arbeiten.

Ist das vielleicht der Grund, war es früher vielleicht einfach ein bisschen viel? Oder ist es dieses Alter, von dem man jetzt so viel hört? Diese Lebensphase, das klingt doch gleich viel netter.

Und irgendwie ja auch schön, wenn man mitkriegt, wie voller Leben und Energie der Nachwuchs steckt, der jetzt jederzeit sagt: "Ach komm, lass uns doch mal eben in die Stadt fahren". Manchmal steckt mich das sogar an. Und manchmal erinnert man sich ein bisschen wehmütig, dass man das früher selbst so gemacht hat. So muss das wohl.

Montag, 28. Januar 2019

Offiziell erwachsen

Rezept für Rosenkohl ausprobiert. War nicht ganz das Wahre, was aber auch daran liegen kann, dass ich nicht ganz ordnungsgemäß alle Zutaten da hatte und ein bisschen improvisiert habe.

Aber Rosenkohl schmeckt mir jetzt. Würde sagen, damit bin ich offiziell erwachsen. Oder kommt da noch was? Und sehe gerade, da kommen noch mehr Rezepte, die ich testen könnte:

Donnerstag, 8. November 2018

Man wird älter, aber schlauer wird man irgendwie nicht

Ich kenne das. Ich kenne das seit Jahren und immer wieder. Und trotzdem überrascht es mich und reißt mich jedes Mal wieder (hoffentlich nur fast) mit in den Abgrund.

Es ist ein ganz normales psychologisches Phänomen, habe ich mal gelesen. Wo? Ah, hier ist es ja. Oder hier. Genau, als ich das erste Mal länger im Ausland war, habe ich das kennengelernt, also in wissenschaftlich.

Gefühlt habe ich es (leider?) schon vorher, zum Beispiel beim Auszug von zu Hause. Euphorie ("Honeymoon"), "Ja, studieren ist wie für mich gemacht! So großartig, Klausuren, selbständig lernen yeah". Kulturschock: Sitzt heulend im 2. Semester in der Studienberatung: "Oh mein Gott, ich werde nie meinen Abschluss schaffen" - der Berater dort war etwas überrascht: "Normalerweise kommen Studierende damit eher so im 8. Semester". Dann Anpassung ("ok, mach ich zumindest was draus, auch wenn ich vielleicht wechsle, vorher nutze ich wenigstens noch mal dieses Auslandssemester") und relativ stabile Phase.

Also: Hütet Euch vor der Anfangseuphorie. Was so schade ist, denn man möchte die ja genießen. Momentan haben wir hier zum Beispiel ein etwas größeres Bauvorhaben. Und zunächst, die ersten Tage: "Oh, super, alles toll, die sind so großartig". Im Hinterkopf schon das Wissen, dass niemand jemals so seine Baustelle dauerhaft beschrieben hat. Und dann geht es natürlich auch schon los mit den kleineren und größeren Malheuren. Jetzt aufmerken, wenn der Schlaf gestört ist, ist das bei mir ein sehr ernstes Warnzeichen. Sicher ist es hilfreich, wenn morgen mal niemand über meinem Kopf rumbohrt, während ich am Schreibtisch sitze. Erst mal wieder sortieren und keine, wiederhole keine (hast Du Dir auch zugehört, Kirsten?) unnötigen oder verschiebbaren zusätzlichen Termine annehmen. Von gar nichts!

Freitag, 14. September 2018

Was bringe ich meinen Töchtern bei?

Vor langer, langer Zeit hat die Washington Post (englisch, nur eine begrenzte Anzahl von Artikeln ist kostenlos) sich über die ganzen Tipps lustig gemacht, die arbeitenden Frauen beigebracht werden (aka "tiefere Stimmlage, nicht entschuldigen, ..)

Kann man es als Frau überhaupt richtig machen? Soll ich meine Mädchen dazu erziehen, durchsetzungsfähiger zu werden? "Männlicher", damit sie in dieser männlichen Welt besser zurechtkommen?

Oder mache ich damit die Welt schlechter? Unnachgiebiger? Egoistischer? Andererseits nervt es schon ein bisschen, wenn jede, wirklich jede Sprecherin erst mal mit einer Entschuldigung anfängt à la "Vielleicht habe ich das nicht richtig verstanden ...", "Auch wenn das schon mal so ähnlich gesagt wurde ..." - oder ist das auch nur wieder die Erziehung und Gewohnheit des männlichen Reinrufens ohne jede Rücksicht auf Vor- und Nachsprechende?

In der Grundschulklasse meiner Tochter wurde das so geregelt: Immer abwechselnd Junge-Mädchen drangenommen, es sei denn, es meldet sich niemand des Geschlechts, das gerade "dran" ist. Auch nicht schlecht, um die LehrerInnen dran zu erinnern. Als Vorbereitung auf das Berufsleben (das in der Grundschule ja noch weit entfernt ist) und die spätere Durchsetzungsfähigkeit: Weiß ich schon wieder nicht ... ändert es die Welt zum Positiven, wenn immer mehr Kinder mitkriegen, dass es so auch läuft und nicht nur "der Lauteste setzt sich durch"? Oder kriegen die dann alle einen Kulturschock, wenn sie aus dem beschützten Raum Schule und z.T. noch Uni rauskommen?

Donnerstag, 6. September 2018

Nervigen Krabbeltieren den Garaus machen

Wenn man mitten in der Nacht heftig hustend aufwacht. Sich wundert, weil man eigentlich gar keinen Husten hat. Wie man sich halt so wundert, halb verschlafen. Das Gefühl hat, dass man irgendwas rausgehustet hat, was da im Hals gekitzelt hat.

Und DANN fallen einem natürlich die Artikel ein, wie viele Spinnen der Mensch angeblich im Schlaf verschluckt. Immerhin, die Chancen stehen nicht schlecht, dass es statt einer Spinne vielleicht die nervige Mücke war, die sich, superklug, immer erst eine halbe Stunde nach Bettzeit in Bewegung setzt und nach dem ersten Verscheuchen für den Rest der wachen Zeit verschwunden blieb. Wäre das also auch mal geklärt, hoffen wir zumindest.

Montag, 3. September 2018

Wie ich mal nicht eingestellt wurde

Mit vor Begeisterung fast beschlagender Brille.

Sitze da wie so eine alberne Vertriebsziege von der großen Firma. Nehme ich zumindest an.

Es passt nicht vom Team her, heißt es hinterher. Klartext: Wir mögen Dich nicht und unser Team würde Dich sicher auch nicht mögen. Autsch!

Mittwoch, 29. August 2018

Ein neues Level an Müdigkeit

Kinder machen Müde. Jede Säuglingsmama wird Euch das bestätigen, die meisten Babyväter vermutlich auch.

Das wird ein wenig besser, auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie ich damals bei den ersten Kindern einen normalen Arbeitstag gewuppt habe nach einer Nacht mit zwei, drei, wenn es schlecht lief, vier Mal aufwachen, um irgendwelche Babysachen zu machen.

Gut, gehen wir vom Idealfall aus, irgendwann schlafen sie alle durch, und man selbst auch.

Dann fängt das an mit dem später ins Bett gehen. Auch da sind die Kinder, wie immer, unterschiedlich, aber meine Kinder sind eher so Langschläfer mit spät-ins-Bett-geh-Tendenzen. Was meine Eltern in den Wahnsinn treibt, rein das Mitanzuschauen, aber das nur nebenbei.

Und plötzlich hat man so Teenager, die irgendwie gar nicht mehr schlafen gehen. Die vielleicht aber noch zu jung sind, um Fernsehsendungen ab 16 zu sehen. Oder mit denen man nicht unbedingt zusammensitzen möchte, wenn es bei "Masters of Sex" explizit wird. Ja, nennt mich altmodisch, genant, was auch immer, aber nein heißt nein und keiner muss, was er nicht will, auch als Eltern nicht!

Tja, und dann kommt es zur Entscheidung: Gehe ich um 22.00 Uhr schlafen und habe eben einfach kein Erwachsenenleben mehr, sehe meinen Mann nie mehr alleine (wie machen das die anderen? Haben die Schlafzimmer in anderen Stockwerken? Jobs, bei denen beide Ehepartner auch mal tagsüber gemeinsam zu Hause sind, wenn alle Kinder in der Schule sind?). Oder ich schlafe halt nie wieder genug, denn von 1 Uhr nachts bis 6.30 Uhr morgendliches Weckerklingeln ist einfach nicht genug Zeit, um danach wirklich wach zu sein. Wo noch hinzukommt, dass ich älter werde und immer schlechter mit zu wenig Schlaf auskomme.