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Mittwoch, 26. August 2015

Urlaub

Der Aufenthalt in anderen Gefilden relativiert ja immer aufs Schönste dieses dauernde Gerede von Hamburg als der schönsten Stadt der Welt. Ja, genau, nicht mal die Rückkehr ins eigene Zuhause konnte mich versöhnlicher stimmen.

Schon gar nicht die Rückkehr in den eigenen Garten. Der Rasen kritzegrün, unbenommen, dank großzügiger Regenfälle. Die Tomaten dafür von einer besonders aggressiven Art der Braunfäule betroffen, die innerhalb von drei Tagen zu völligem Vertrocknen und eben Braunwerden samt Ungenießbar-Werden der sehnsüchtig erwarteten Früchte führt. War ich nicht grad im Land, wo die Zitronen ... nicht nur blühn, sondern gerade heranreifen? Feigenbäume Früchte tragen? Hach.

Donnerstag, 13. August 2015

Einhörner

"Mama, wenn ein Fünfhorn ein Horn verliert, dann ist es nur noch ein Vierhorn."

Ja, so ist das wohl. Das zählen wir durch bis zum Letzten, das Vierhorn wird zum Dreihorn, zum Zweihorn, zum Einhorn. Dann will Mama witzig sein und sagt: "Und wenn das Einhorn sein Horn verliert, dann wird es zum Kein-Horn." Brüller, oder?

Nein, werde ich verbessert: "Nein, Mama, das wird doch dann ein Pferd!"

Ach so! Endlich klärt mich jemand auf! Lauter ungeschickte ehemalige Fünfhörner, die hier über die Erde traben!

Freitag, 7. August 2015

Gartenfreuden

So viele schöne Ernte-Bilder finde ich momentan in den Blogs, die ich lese. Gut, zum Teil entschuldigt das Wetter hier in Norddeutschland, dass wir deutlich zurückliegen und die Tomaten gerade erst anfangen, etwas Farbe zu bekommen. Zum Teil vermute ich aber inzwischen, dass es bei uns mit dem grünen Daumen nicht so weit her ist. Die kurze Überlebensdauer von Zimmerpflanzen hätte uns da schon einen ersten Hinweis drauf geben können. Neulich hat es unsere Aralie dahingerafft - immerhin nach vielen Jahren, in denen sie klaglos meist ohne Dünger im immer gleichen kleinen Topf vor sich dahinvegetierte. Und auch eine Grünlilie mickert hier eher vor sich hin, obwohl die eigentlich sogar einen Atomschlag überleben würden.

Nun gut, unsere Versuche im Garten. Irgendwann werde ich mal zusammenrechnen, was das alles kostet und was wir dadurch an Supermarkt-Ware einsparen. Ich weiß schon, dass diese Rechnung rein wirtschaftlich nicht in unserem Sinne ausfallen wird, aber ist ja Hobby, wie meine Mutter immer so schön (und klug) sagt.

Mehltau. Davon sieht man selten was in den privaten Gartenblogs, da sind mehr so die Ernteerfolge zu bewundern. Aber in den Gartenforen sieht man schon, dass die Frage relevant ist.

Angeblich hilft verdünnte Milch, aufgesprüht. Die Diskussionen, ob echte Frischmilch oder ob H-Milch erinnert mehr an Diskussionen unter Globuli-Anhängern und offenbaren, dass niemand wirklich weiß, welche Wirkstoffe da wohl zum Tragen kommen. Aber egal, steht halt ausnahmsweise mal die länger haltbare "Frischmilch" in unserem Kühlschrank - das ist das naturnächste, was es in mehreren hundert Metern Umkreis zu kaufen gibt. Ob es hilft? Andere Tipps zur Mehltau-Bekämpfung beinhalten, stark befallene Blätter zu entfernen. Wie lange eine blattlose Zucchini-Pflanze überleben kann, steht da aber nicht. Wir werden es posten, wenn wir es herausgefunden haben, versprochen!

Mittwoch, 5. August 2015

Analog-Kaffee

Was bin ich froh. Die Zeit hat uns recht gegeben. Während ich vor ca. sieben Jahren eine Kollegin lästern hörte: "So Filtermaschinen, das haben ja eigentlich nur noch unsere Eltern", ist es ja jetzt wieder der letzte Schrei, der handgebrühte Kaffee.

Wir haben natürlich die gute alte Kaffeemaschine nie in den Ruhestand geschickt. Ich würde gerne sagen: In weiser Voraussicht. Aber eigentlich sind wir nur sehr, sehr langsam. So langsam, dass die Mode uns tatsächlich manchmal von hinten überholt und wir wieder voll im Trend liegen.

Sonntag, 2. August 2015

Zölibat für Wirtschaftslenker

Zölibat ausweiten! Nicht abschaffen. Nein. Wenn der ursprüngliche Gedanke dahinter ist, dass sich ein Priester, ein von Gott Berufener, seiner Berufung nur voll und ganz widmen kann, wenn er nicht  von einer Familie abgelenkt wird - dann sollten wir diesen Gedanken weiterspinnen.

Es ist eine absolut überlegenswerte Lebensform für diejenigen, die so sehr für ihren Beruf "brennen".  Es gibt dann diejenigen, die sich ganz ihrer Arbeit widmen. Unabgelenkt von Familie und ähnlichem Kleinkram. Gönnen wir ihnen auch noch jemanden zum Haushalt-Führen.

Und unsereins muss sich  keine Gedanken mehr darum machen, weshalb diese ganze "Vereinbarkeit" von Familie und Job so schlecht klappt. Keiner verlangt das von einem. Entweder entscheidet man sich für diesen "Brennen"-Karrieretrack, dann aber ohne Familie, die man ja sowieso so gut wie gar nicht sehen würde. Oder eben den ganz normalen Job, der sich dann aber ohne Probleme zeitlich verkürzen ließe, so dass auch das normale Leben zu seinem Recht käme. Und nicht dieser unheilvolle Anspruch, es ließe sich alles in einem Leben und möglichst auch noch gleichzeitig schaffen!

Sonntag, 26. Juli 2015

Wie früher

Beim Friseur gewesen. Viel kürzer. Trotzdem muss man die liebe Familie natürlich darauf aufmerksam machen, dass man anders aussieht. Daraufhin das eine Kind: "Mama, Du siehst aus wie früher."

Das ist doch mal ein schönes Kompliment.

Dienstag, 21. Juli 2015

Diätaufklärung

Habe meiner Tochter (aus gegebenem Anlass, sie machte irgendeine Bemerkung der Art "werde dick") alles erzählt, was es zum Thema Diäten zu wissen gibt.

- Sie funktionieren meistens nicht
- Momentan ist sie weit entfernt von irgendwie dick, das ist also ein Thema ohne Relevanz für sie
- Dick oder dünn sein macht einen nicht zu einem anderen oder besseren Menschen, da sollte man sich lieber mit anderen Eigenschaften beschäftigen, die man vielleicht verändern möchte
- Voraussichtlich wird sie niemals wieder so dünn sein wie jetzt. Gilt für fast jeden Zeitpunkt im Leben. Also lieber genießen, was man hat statt sich zu grämen um was man nicht hat und auch nicht haben wird.

Hätte ich mir so ein Gespräch mit meiner Mutter auch mal gewünscht?

Den letzten Punkt, den hätte ich mal gern ein bisschen eher gewusst. Das hat aber, glaub ich, Heilwig von der Mehden oder irgendeine andere Autorin relativ früh in irgendeinem Buch mit lustigen kleinen Geschichten erledigt (ja, sowas hab ich als Kind und junge Jugendliche gelesen).

Ansonsten war es wohl nicht nötig, weil ich in einer ernährungsnormalen Umgebung ohne Diäten im engeren Umfeld aufgewachsen bin - eine Sache, die ich gern an meine Tochter weitergeben möchte.

Glaube ich, dass es das letzte Gespräch zum Thema sein wird?

Nein, dazu ist das Thema Dicksein oder "Schwabbel" an Bauch und Oberschenkel schon zu verbreitet unter den Kindern, vor allem den Mädchen. Ja, auch bei den sieben-, acht- und neunjährigen Mädchen.