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Freitag, 17. April 2015

Manchmal ist Erziehen wie Theater

Wenn man seinen Text schon kennt und die Zeichen, wann man dran ist. Dabei die nötige Betonung und Ernsthaftigkeit nicht vergessen.

Mit Glück  fühlt es sich hinterher trotzdem richtig an und nicht nur wie aufgesagt.

Wenn man zum Beispiel merkt, wie ein Kind die Versicherung braucht, dass man es lieb hat. Und ja, auch genauso lieb, wie das Geschwister.

Oder natürlich die ernste Ermahnung, vielleicht sogar das Schimpfen. Dann, wenn man ausnahmsweise mal nicht wutschnaubend versucht, pädagogisch korrekt zu bleiben. Sondern merkt, dass die Form jetzt gewahrt werden muss, indem bekannte Verbote bekräftigt werden.

Manchmal muss man sich dabei sogar das Lachen verkneifen. Und manchmal nicht. Dann muss man nur aufpassen, dass das Kind mitlachen kann und sich nicht ausgelacht vorkommt. Was mit langsam einsetzender Pubertät immer schwieriger wird. Ach ja.

Mittwoch, 15. April 2015

Die Systemfrage stellen

Manchmal lese ich Dinge und der Autor rührt da etwas an. Neulich erst zur Finanzkrise, obwohl ich Artikel dazu im Allgemeinen meide.

Und nun hier, in der ZEIT (online stellen sie es wohl erst später, der Print-Artikel ist vom 1. April, siehe hier im Inhaltsverzeichnis: http://leserservice.zeit.de/diesewoche/2015/14/web/):

Der Soziologe Hartmut Rosa (ein häufiger Gastexperte in der ZEIT, wenn man sich mal die Ergebnisse der Internetsuche anschaut) stellt die Systemfrage.

Lebendigkeit bedeutet, der Welt ganz körperlich verbunden zu sein. Arbeit, Kunst, Pflege, Trauer verbinden uns mit der Welt. Lebendigkeit widersetzt sich der "Logik der Steigerung und Optimierung, der Beherrschung und Kontrolle" - und stellt damit eben die Systemfrage!

In welchem System will man leben? Was ist einem Lebendigkeit wert? Bedeutet das beständige Unter-Kontrolle-Halten und optimieren der eigenen Stellung an der Arbeit, beim Sport, in der Gesellschaft ein Versteinern der Lebendigkeit?

Auha, da denken Sie mal in Ruhe drüber nach.

Montag, 13. April 2015

Hochzeit - in modern?

Dieser Frühling bringt einen Schwung (na gut, zwei) Hochzeitseinladungen! Ganz ungewohnt, seit meiner eigenen Hochzeit bin ich gefühlt alle zehn Jahre mal zu so was eingeladen worden. Ob das daran liegt, dass mich keiner einlädt oder dass keiner heiratet in meinem Freundes- und Verwandtenkreis - das lassen wir einfach mal dahingestellt sein.

Und nun? Was macht man nun? Passt das Kleid von der letzten Feier noch, oder sehe ich damit immer noch so schwanger aus wie damals? Kann man auf zwei Hochzeiten im selben Sommer dasselbe Kleid anziehen? Hm, die Gästelisten dürften sich eher weniger überschneiden, das ist schon mal gut. Und was ziehen die Kinder an? Oder fährt man, verwegener Gedanke, mal ohne Kinder?

Und was schenkt man? All diese megawitzigen Ideen, wie man Geldgeschenke verpackt?

Und wie wird gefeiert? Was muss man vorbereiten? Wird überhaupt was erwartet? (Bei den einen mehr, bei den anderen weniger, würde ich sagen.) Wie feiert man überhaupt in modern und stylish? Gibt es da noch alberne Spielchen oder ist das unter unser aller Würde? Aber wie feiert man denn sonst?

Ich bin völlig ungeübt in sowas, man merkt das schon, oder?

Samstag, 11. April 2015

Osternachlese


  • Der erste Korb mit Ostersüßigkeiten leer. Jedes Kind hat einen, das kleinste war am schnellsten. Wobei ich den Startschuss zum großen Hasenvernichten gegeben habe, selber schuld, könnte man also sagen. Vielleicht lernt sie das mit dem Einteilen noch. Oder auch nicht, schließlich ist jeder anders veranlagt, haben mich meine Kinder gelehrt
  • Frühjahrsputz. Ein bisschen juckt es mich in den Fingern. Aber nur ein bisschen. Ich hoffe, mit einmaligem Abtauen des Gefrierschranks habe ich das im Griff und kann mich wieder problemlos auf dem Sofa zurücklehnen.
  • Der Garten geht los. Rasen möchte zum Beispiel gemäht werden, damit diese merkwürdigen dunkel-blütigen Unkräuter sich nicht weiter ausbreiten. Aber was soll man machen? Heute vormittag ist es sonnig, aber wir haben andere wichtige Dinge zu tun. Am Nachmittag soll es regnen. Und morgen ist ja Sonntag mit einzuhaltender Sonntagsruhe. Kann man nix machen, ne?


Donnerstag, 5. März 2015

Wechsel der Jahreszeiten

Die Tiere wechseln ihr Fell oder geraten in die Mauser. Wir haben es immerhin schon geschafft, bei zwei von drei Kindern den Schrank größen- und wettermäßig aus- und umzuräumen. Jetzt stehen umfangreiche Neuanschaffungen an, fürchte ich. Die wachsen halt auch wie die Grashalme!

Sonntag, 1. März 2015

So ein Arrgh-Tag

Zwei Mal die Waschmaschine NICHT angeschaltet (und natürlich erst zwei Stunden später gemerkt, als ich die Wäsche rausholen und aufhängen wollte). Dann noch meine Handtasche stehen lassen. Zum Glück auch noch bemerkt und wiederbekommen.

Trotzdem: Mein Hirn scheint überfüllt zu sein, so dass es zu Kurzschlüssen kommt. Muss ich mich mit meinem Stress-Level beschäftigen?

Oder Alzheimer. Nachdem das Einsetzen weiterer körperlicher Gebrechlichkeiten ja langsam auf das Alter hinweist.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Hirnwäsche komplett

Das Etappenziel ist erreicht. Das Kind äußert als Berufswunsch Ingenieurin und plant als Hobbys Geigespielen und Gartenarbeit.

Bitte nicht dran rühren, liebes Leben, liebe Schule, liebe Mitmenschen, wir möchte dieses fragile Ergebnis unserer jahrelangen Einflüsterungen noch eine Weile genießen - bis sie sich dann für Goldschmiedin, Speedmetal und Bis-in-die-Puppen.Ausgehen umentscheidet.