Dienstag, 17. Januar 2012

Wie wichtig ist Frauen der Chefsessel?

Und ist es hormonell bestimmt, dass er der durchschnittlichen Frau vielleicht weniger wichtig ist, als dem durchschnittlichen Mann? Und ist das überhaupt so? Susan Pinker schreibt das wohl, sagt existenzielle.de. Da kommt mir doch der Gedanke aus einem anderen Blog (ich würds verlinken, wenn mir einfiele, wo das war ...): Was ist eigentlich der wichtigere Job, der Entwicklungsingenieur oder die Krankenschwester? Kommt immer drauf an, woran man das misst. Ausbildungsstand, Gehalt, klar, alles Aspekte. Aber bei welchem würde es eher auffallen und hätte sofort Folgen, wenn er/sie nicht zur Arbeit käme? Alles also eine Frage der Bewertungskriterien. Das Interview von Frau Pinker stand in der FAZ.

Meine Meinung war und ist ja, dass Selbständigkeit aus Gründen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehr zu empfehlen ist - und nicht nur den Frauen. Hier nun noch zwei weitere Aspekte von existenzielle, die dafür sprechen:
- Aufhören, denn Mann bzw. das meist männlich besetzte Karrieremuster (14-Stunden-Tage, ) als Standard anzunehmen. Muss man sich natürlich leisten können.
- Und neben dem beruflichen Erfolg andere Dinge in seinem Leben genauso wichtig finden - klingt auch sympathisch, oder?

Kommentare:

  1. Ich habe darüber länger nachgedacht: Frauen wollen auch den Chefsessel - ist meine ganz persönliche Meinung.

    Also ich würde ihn wollen. Aber erst *meine persönliche Meinung* wenn die Kinder "selbstständiger" sind - sagen wir mal ab 12?

    Das heisst aber im Umkehrschluss, dass ich mich bis 12 mit Teilzeit und "Niedriger" Arbeit über Wasser halten muss und damit mit 42 Jahren gar keine Chance habe auf den Chefsessel. Da meine Konkurenz mit Präsenz und Vollzeit-Stunden-Schrubbeln die Position längst bekommen hat.

    Bei einem großen deutschen Telekommunikationsunternehmen wird jetzt geworben mit dem "Teamleitersharing": Zwei Teilzeitler teilen sich einen Teamleiterposten mit klar definierten Zuständigkeiten und klaren Ansprechzeiten. Da kann ich nur kurz lachen ... Hahahahaha .....

    Aber vielleicht liege ich auch falsch - vielleicht klappt es - keine Ahnung.

    Ich bin desillousioniert und tendiere auch zu Deiner Lösung: Selbstständigkeit (die Herausforderung hier ist es aber auch, die Sparte richtig zu wählen und leider ist es nicht gegeben, dass Du dann wirklich mehr "freie" Zeit hast - aber zumindest bist Du selbstbestimmt was Dein Zeitmanagement angeht)

    Und (was ich nie für möglich gehalten habe) tendiere ich in Empfehlungen für meine Töchter dazu, ihnen Lehrberufe nahezulegen (wenn sie dafür Interesse und Eignung zeigen) denn wie zum Teufel schaffen es die anderen Mütter die Ferienzeiten zu betreuuen mit 29,5 Urlaubstagen im Jahr? Aber kennt ihr glückliche Lehrer?

    Unschlüssig - Unschlüssig - Unschlüssig.

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  2. Oh ja, rein pragmatisch wäre Lehrerin gut. Aber jeden Tag eine Meute Kinder bändigen, die nicht mal die eigenen sind ...

    Es geht halt nicht, man muss sich offensichtlich entscheiden: Familie sehen und neben dem Beruf andere wichtige Dinge haben - oder Chef werden. Beides geht nicht, so wie es momentan läuft und ich frag mich nur, ob auch genug Männer Interesse daran haben, dass sich das ändert. Hab grad von einem Oberchef gelesen, wie sein Tagesablauf aussieht. "Aufstehen 4.30 Uhr" und solche Scherze. Abends bleiben, wenn die Kinder tatsächlich um 20.30 Uhr im Bett sind, noch ca. zwei Stunden Freizeit - es sei denn, da hängt er auch wieder an seinen E-Mails. Und wer mehr als sechs Stunden Schlaf braucht, ist wohl auch schon rein biologisch nicht zum Chef-Sein geschaffen.

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