Drei Paar Kinderschuhe für den Frühling wurden gekauft. Aber nur, weil der Urlaub in den Frühling führt, sonst hätte das noch ein bis zwei Monate Zeit gehabt. Und jetzt kommt es: Nicht die Tatsache, dass wir im Frühling Urlaub machen ist meine Angeberei. Nein.
Ich war beim Schuhekaufen nicht dabei. Bäääm. Nehmt das, Ihr "ich seh mein Kind nur am Wochenende"-Väter!
Montag, 29. Februar 2016
Sonntag, 28. Februar 2016
Kochen klappt auch nicht immer
Nach totaler Begeisterung über mein indisches Kochbuch in den letzten Wochen kam heute der Dämpfer.
Habe versucht, Paneer herzustellen, also Frischkäse selber zu machen. Las sich ganz einfach. Milch kochen, was Saures rein (Zitronensaft, Essig), damit er gerinnt, Käsebruch auspressen, pressen, fertig (nach einigen Stunden im Kühlschrank).
Nicht erwähnt wurde, dass geronnene Milch eben nach .. geronnener Milch riecht. Also in etwa so, wie, ach, ich möchte das gar nicht weiter ausführen. Nur, dass ich den Versuch heute vormittag unternommen habe, ich leider den Geruch aber immer noch in meiner Nase habe, dazu das Gefühl, dass diese Säure immer mal wieder meinen Hals hochsteigt. Das ist wohl nichts für mich.
Der Käse gelang auch nicht besonders, zu fein, sobald man auspresste, presste man den ganzen Käse wieder mit aus. Ein kümmerliches Restchen von einem Liter Milch steht jetzt im Kühlschrank. Es verlangt mich nicht danach, zu probieren, ob es schmeckt.
Habe versucht, Paneer herzustellen, also Frischkäse selber zu machen. Las sich ganz einfach. Milch kochen, was Saures rein (Zitronensaft, Essig), damit er gerinnt, Käsebruch auspressen, pressen, fertig (nach einigen Stunden im Kühlschrank).
Nicht erwähnt wurde, dass geronnene Milch eben nach .. geronnener Milch riecht. Also in etwa so, wie, ach, ich möchte das gar nicht weiter ausführen. Nur, dass ich den Versuch heute vormittag unternommen habe, ich leider den Geruch aber immer noch in meiner Nase habe, dazu das Gefühl, dass diese Säure immer mal wieder meinen Hals hochsteigt. Das ist wohl nichts für mich.
Der Käse gelang auch nicht besonders, zu fein, sobald man auspresste, presste man den ganzen Käse wieder mit aus. Ein kümmerliches Restchen von einem Liter Milch steht jetzt im Kühlschrank. Es verlangt mich nicht danach, zu probieren, ob es schmeckt.
Donnerstag, 25. Februar 2016
Praktische Solidarität
Ein Aufruf: Liebe andere Eltern.
Könnt Ihr bitte Eure Kinder ordentlich zur Hausarbeit heranziehen? Und laut und deutlich darüber reden? Ich habe nämlich keine Lust, mir ständig: "Aber die anderen müssen keine Wäsche zusammenlegen", von meinen Kindern anzuhören.
Ja, sie tun einem Leid, vor allem, wenn sie so ausdauernd und eindrucksvoll jammern. Die lieben Kleinen haben oft einen vollen Terminkalender und wenn man nachrechnet und gegen den eigenen, eventuell Teilzeit-Erwerbstätigkeitskalender aufrechnet, kommt man vielleicht auf eine höhere Stundenzahl bei den Kindern als bei den Erwachsenen.
Aber
1. ist vieles nachmittags Freizeit, selbst wenn es einen Termin hat. Schwimmen, Turnen, Klavierspielen: Das ist Freizeit! Hobby! Ich hätte auch gern mehr Hobbys, statt ständig in die Waschküche zu rennen. Ich hätte auch mehr Energie für Hobbys, wenn ich nicht ständig in die Waschküche müsste.
2. habe ich damals von meiner Mutter ganz viel Haushalt beigebracht bekommen. Abwaschen war eh ein Selbstgänger, bei dem selbst mein Bruder mitmachen musste (ja, so alt bin ich schon. Und so spät haben meine Eltern erst eine Spülmaschine angeschafft. Nämlich als ich ausgezogen bin!). Aber Bad putzen (bis auf die Toilette, das war Mütterprivileg), Treppenhaus saubermachen, Staub wischen, Socken zusammenlegen. Das war ganz selbstverständlich auch Kinderaufgabe. Und sie hatte dabei überhaupt kein schlechtes Gewissen, obwohl das ihr Hauptjob war (meine Mutter war und ist Hausfrau). Und weshalb auch, wenn man jemandem beibringt, sich um sein Umfeld zu kümmern.
3. müssen sie das ja auch lernen! Ich ärger mich immer noch, wie ungeschickt sich sämtliche Menschen in meiner Familie (Ausnahmen sind natürlich meine Mutter und ich) beim Wäscheaufhängen anstellen. Das kann doch nicht so schwer sein. Aber vielleicht braucht es einfach noch mehr Übung.
Ganz klare Bestätigung des Ziels: die sollen in wenigen Jahren selbständige Menschen sein, die ich guten Gewissens in einen eigenen Haushalt entlassen kann. Oder, wenn sie noch hier wohnen, ihren Anteil, einen erwachsenen Anteil, am gemeinsamen Haushalt übernehmen. Und damit sind nicht nur die Spaßsachen wie Kochen und Backen gemeint.
Ihr mit den großen Kindern dürft gern ein bisschen gutmütig über mich lächeln. Ich probier es trotzdem!
Könnt Ihr bitte Eure Kinder ordentlich zur Hausarbeit heranziehen? Und laut und deutlich darüber reden? Ich habe nämlich keine Lust, mir ständig: "Aber die anderen müssen keine Wäsche zusammenlegen", von meinen Kindern anzuhören.
Ja, sie tun einem Leid, vor allem, wenn sie so ausdauernd und eindrucksvoll jammern. Die lieben Kleinen haben oft einen vollen Terminkalender und wenn man nachrechnet und gegen den eigenen, eventuell Teilzeit-Erwerbstätigkeitskalender aufrechnet, kommt man vielleicht auf eine höhere Stundenzahl bei den Kindern als bei den Erwachsenen.
Aber
1. ist vieles nachmittags Freizeit, selbst wenn es einen Termin hat. Schwimmen, Turnen, Klavierspielen: Das ist Freizeit! Hobby! Ich hätte auch gern mehr Hobbys, statt ständig in die Waschküche zu rennen. Ich hätte auch mehr Energie für Hobbys, wenn ich nicht ständig in die Waschküche müsste.
2. habe ich damals von meiner Mutter ganz viel Haushalt beigebracht bekommen. Abwaschen war eh ein Selbstgänger, bei dem selbst mein Bruder mitmachen musste (ja, so alt bin ich schon. Und so spät haben meine Eltern erst eine Spülmaschine angeschafft. Nämlich als ich ausgezogen bin!). Aber Bad putzen (bis auf die Toilette, das war Mütterprivileg), Treppenhaus saubermachen, Staub wischen, Socken zusammenlegen. Das war ganz selbstverständlich auch Kinderaufgabe. Und sie hatte dabei überhaupt kein schlechtes Gewissen, obwohl das ihr Hauptjob war (meine Mutter war und ist Hausfrau). Und weshalb auch, wenn man jemandem beibringt, sich um sein Umfeld zu kümmern.
3. müssen sie das ja auch lernen! Ich ärger mich immer noch, wie ungeschickt sich sämtliche Menschen in meiner Familie (Ausnahmen sind natürlich meine Mutter und ich) beim Wäscheaufhängen anstellen. Das kann doch nicht so schwer sein. Aber vielleicht braucht es einfach noch mehr Übung.
Ganz klare Bestätigung des Ziels: die sollen in wenigen Jahren selbständige Menschen sein, die ich guten Gewissens in einen eigenen Haushalt entlassen kann. Oder, wenn sie noch hier wohnen, ihren Anteil, einen erwachsenen Anteil, am gemeinsamen Haushalt übernehmen. Und damit sind nicht nur die Spaßsachen wie Kochen und Backen gemeint.
Ihr mit den großen Kindern dürft gern ein bisschen gutmütig über mich lächeln. Ich probier es trotzdem!
Mittwoch, 24. Februar 2016
Erziehen heißt Lernen
Vermutlich haben wir unsere Kinder zunächst deutlich zu autoritär und auf Gehorsam hin erzogen.
Es dauerte einige Zeit (und es war eine sehr unangenehme Zeit mit viel Geschrei auf allen Seiten) bis zu der Erkenntnis, dass das Kind nicht mit Absicht "ungehorsam" ist, um uns Eltern in den Wahnsinn zu treiben. Diese Sicht ist unter anderem so schwer abzulegen, weil UNSERE Eltern das ziemlich genau so gesehen haben - und immer noch sehen. Und nicht nur die Eltern, sondern auch genügend andere Menschen, denen man so begegnet.
Da ist es dann eine echte Erkenntnis, dass das Kind tatsächlich auch ohne nackten Zwang zum Ins-Bett-Gehen kommt. Es dauert ETWAS länger, aber bei Weitem nicht so lange, wie man in seinen schlimmsten Alpträumen befürchtet hätte (oder wie es einem Eltern und Gesellschaft suggeriert hätten - von wegen "Auf der Nase herumtanzen"). Es geht sogar mit der Zeit schneller, weil das Kind mit Ins-Bett-Gehen nicht mehr so etwas schreckliches mit viel Geschrei verbindet, sondern etwas nettes mit Vorlesen undsoweiter.
Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass die Kinder älter und verständiger werden. Auch das lernt man: Man hat es gar nicht so sehr in der Hand, wie man meint. Grundlegende Persönlichkeitsmerkmale kann man vermutlich mit aller Erziehung der Welt nicht grundlegend ändern.
Es dauerte einige Zeit (und es war eine sehr unangenehme Zeit mit viel Geschrei auf allen Seiten) bis zu der Erkenntnis, dass das Kind nicht mit Absicht "ungehorsam" ist, um uns Eltern in den Wahnsinn zu treiben. Diese Sicht ist unter anderem so schwer abzulegen, weil UNSERE Eltern das ziemlich genau so gesehen haben - und immer noch sehen. Und nicht nur die Eltern, sondern auch genügend andere Menschen, denen man so begegnet.
Da ist es dann eine echte Erkenntnis, dass das Kind tatsächlich auch ohne nackten Zwang zum Ins-Bett-Gehen kommt. Es dauert ETWAS länger, aber bei Weitem nicht so lange, wie man in seinen schlimmsten Alpträumen befürchtet hätte (oder wie es einem Eltern und Gesellschaft suggeriert hätten - von wegen "Auf der Nase herumtanzen"). Es geht sogar mit der Zeit schneller, weil das Kind mit Ins-Bett-Gehen nicht mehr so etwas schreckliches mit viel Geschrei verbindet, sondern etwas nettes mit Vorlesen undsoweiter.
Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass die Kinder älter und verständiger werden. Auch das lernt man: Man hat es gar nicht so sehr in der Hand, wie man meint. Grundlegende Persönlichkeitsmerkmale kann man vermutlich mit aller Erziehung der Welt nicht grundlegend ändern.
Montag, 22. Februar 2016
Migrationshintergrund
Grad las ich, dass ein möglicher amerikanischer Präsidentschaftskandidat, Bernie Sanders, Sohn eines polnischen Einwanderers ist. Kurzes Stutzen. Welcher unserer führenden Politiker ist denn Kind eines Einwanderers? Wir haben ja schon viel in der Regierung, Rollstuhlfahrer, Frauen, Homosexuelle, aber Migrationshintergrund? Zählt Philipp Rösler oder ist der als Kind seiner deutschen Adoptiveltern nicht gemeint?
Dann las ich weiter, dass Bernie Sanders' Mutter in den USA geboren ist. Relativiert das? Könnten meine Kinder Kanzlerkandidaten werden? Oder nur Schauspieler, wie Elyas M'Barek? Wo sind denn sonst die sichtbaren Personen "mit Migrationshintergrund"? Einzelne fallen einem ein, aber wenn wirklich 20% der Deutschen einen solchen "Hintergrund" haben, dann müssen das definitiv noch ein paar mehr werden, die da sichtbar werden.
Dann las ich weiter, dass Bernie Sanders' Mutter in den USA geboren ist. Relativiert das? Könnten meine Kinder Kanzlerkandidaten werden? Oder nur Schauspieler, wie Elyas M'Barek? Wo sind denn sonst die sichtbaren Personen "mit Migrationshintergrund"? Einzelne fallen einem ein, aber wenn wirklich 20% der Deutschen einen solchen "Hintergrund" haben, dann müssen das definitiv noch ein paar mehr werden, die da sichtbar werden.
Sonntag, 21. Februar 2016
Fastenzeit - ein Zwischenstand
Dieses Jahr bin ich ja nicht besonders streng mit mir, was sieben Wochen ohne angeht. Kaffee ohne Zucker, das ist für andere ja quasi Naturzustand. Bei mir gibt es das Getränk sowieso erst, seit ich deutlich über 30 bin (das liegt in der Familie) und mit Milch. Gern als Schaum, auch (oder vielleicht gerade deshalb) wenn das ein bisschen an Kleinkindzeiten erinnert. Und Zucker. Viel Zucker. Ich bin nicht gegen bitter an sich, schwarzer Tee schmeckt mir zum Beispiel am besten ohne alles (wenn er mit wirklich kochendem Wasser gemacht wurde, eine wichtige Einschränkung bei Teeautomaten an öffentlichen Orten). Aber Kaffee pur, puh, nicht ganz mein Geschmack.
Und nun teste ich also die kleinen, feinen Unterschiede im "schmeckt mir nicht wirklich". Und der Nespresso an der Arbeit - puh, das schmeckt wie Gottes Art mir zu sagen: "Ein bisschen schwer sein soll es ja, schon, mein Kind, nicht wahr?" Die Zunge ist völlig verschreckt ob dieser Mischung aus bitter und säuerlich. Die Milch macht es noch ein bisschen schlimmer. Erst dachte ich, es liegt vielleicht dran, das in so einem Automatendings die Milch doch in irgendeiner Ecke etwas vor sich hinsäuert, bevor sie zu Schaum gepresst wird. Aber nein, auch der Schluck direkt aus dem Tetra-Pack im Kühlschrank brachte keine deutliche Änderung des Eindrucks "Iih, bitter, sauer und vergoren, alles in einem Schluck, das ist nun wirklich ein bisschen viel."
Wohingegen der heimatliche Filterkaffee ganz anstandslos die Kehle hinunterfloß, mit längerem Aufenthalt auf der Zunge um ganz sicherzugehen, dass ich das doch kann, Kaffee ohne alles trinken. Auch die Milch aus dem heimatlichen Tetra-Pack ging gut. Ob es am Fettanteil liegt, oder alles rein psychologisch ist, kann ich noch nicht beurteilen. Vielleicht packe ich mal einen Porzellan-Filter für unterwegs ein und versuche es so an der Arbeit, dann weiß ich mehr.
Und nun teste ich also die kleinen, feinen Unterschiede im "schmeckt mir nicht wirklich". Und der Nespresso an der Arbeit - puh, das schmeckt wie Gottes Art mir zu sagen: "Ein bisschen schwer sein soll es ja, schon, mein Kind, nicht wahr?" Die Zunge ist völlig verschreckt ob dieser Mischung aus bitter und säuerlich. Die Milch macht es noch ein bisschen schlimmer. Erst dachte ich, es liegt vielleicht dran, das in so einem Automatendings die Milch doch in irgendeiner Ecke etwas vor sich hinsäuert, bevor sie zu Schaum gepresst wird. Aber nein, auch der Schluck direkt aus dem Tetra-Pack im Kühlschrank brachte keine deutliche Änderung des Eindrucks "Iih, bitter, sauer und vergoren, alles in einem Schluck, das ist nun wirklich ein bisschen viel."
Wohingegen der heimatliche Filterkaffee ganz anstandslos die Kehle hinunterfloß, mit längerem Aufenthalt auf der Zunge um ganz sicherzugehen, dass ich das doch kann, Kaffee ohne alles trinken. Auch die Milch aus dem heimatlichen Tetra-Pack ging gut. Ob es am Fettanteil liegt, oder alles rein psychologisch ist, kann ich noch nicht beurteilen. Vielleicht packe ich mal einen Porzellan-Filter für unterwegs ein und versuche es so an der Arbeit, dann weiß ich mehr.
Freitag, 19. Februar 2016
Echter Ganztag
in der Schule, das wär schön. Grundschule hier in Hamburg: Fast das gelobte Land. Zumindest recht zuverlässig bis 16.00 Uhr betreut. Und inzwischen immer öfter mit Anspruch und vielleicht sogar mit einer echten Kantine fürs Mittagessen.
Und trotzdem: Hin und wieder hört man "zwischen den Zeilen", das einige Lehrer (oder die Schulleitung) noch nicht ganz im Ganztag angekommen sind. Wenn darum gebeten wird, die Kinder am freien Tag (weil Konferenz. Oder Lernentwicklungsgespräche. Oder Zeugnisausgabe und früher Schluss) doch wenn möglich zu Hause zu lassen. Sonst gibt es (zähneknirschend wird das zugestanden) die Möglichkeit der Betreuung in der Schule.
Aber jeder liebende Elternteil versteht ganz richtig: Das wollen wir eigentlich nicht. Und deshalb machen wir an einem Tag, an dem etwas weniger Kinder in der Betreuung sind, nicht etwa etwas besonders Schönes, damit die Kinder gern herkommen. Nein, wir machen extra-wenig Personal und Langeweile pur ("geht doch auf dem Hof spielen"), damit die Kinder ja beim nächsten Mal zu Hause jammern und durchsetzen, dass sie nicht "in den Ganztag müssen". Denn so ganz hat man eben noch nicht verinnerlicht, dass Ganztag keine böse Parkmöglichkeit für Kinder ist, deren egoistische Eltern beide unbedingt dem kapitalistischen System huldigen und immer noch mehr Geld verdienen müssen. Sondern dass es eine gute Möglichkeit sein könnte, die Erziehung zu ergänzen, Zeit fürs Lernen und Erleben zu ermöglichen.
Und trotzdem: Hin und wieder hört man "zwischen den Zeilen", das einige Lehrer (oder die Schulleitung) noch nicht ganz im Ganztag angekommen sind. Wenn darum gebeten wird, die Kinder am freien Tag (weil Konferenz. Oder Lernentwicklungsgespräche. Oder Zeugnisausgabe und früher Schluss) doch wenn möglich zu Hause zu lassen. Sonst gibt es (zähneknirschend wird das zugestanden) die Möglichkeit der Betreuung in der Schule.
Aber jeder liebende Elternteil versteht ganz richtig: Das wollen wir eigentlich nicht. Und deshalb machen wir an einem Tag, an dem etwas weniger Kinder in der Betreuung sind, nicht etwa etwas besonders Schönes, damit die Kinder gern herkommen. Nein, wir machen extra-wenig Personal und Langeweile pur ("geht doch auf dem Hof spielen"), damit die Kinder ja beim nächsten Mal zu Hause jammern und durchsetzen, dass sie nicht "in den Ganztag müssen". Denn so ganz hat man eben noch nicht verinnerlicht, dass Ganztag keine böse Parkmöglichkeit für Kinder ist, deren egoistische Eltern beide unbedingt dem kapitalistischen System huldigen und immer noch mehr Geld verdienen müssen. Sondern dass es eine gute Möglichkeit sein könnte, die Erziehung zu ergänzen, Zeit fürs Lernen und Erleben zu ermöglichen.
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