Montag, 16. April 2012

Schlechtes Gewissen

Wer noch? Der Mann übernimmt mehr und mehr Aufgaben, die bis vor Kurzem noch eindeutig MEIN Territorium waren. Ich hab vorletztes Jahr noch großspurig getönt, so eine Ladung Wäsche hin und wieder sei kein Problem, die kriege man abends immer noch unter.

Aber immer weniger hab ich Lust, abends noch auf dem kalten Dachboden zu stehen und eine halbe Stunde feuchte Wäschestücke über die Leine zu hängen.

NEIN, ein Wäschetrockner ist keine Option. Oder wäre es keinesfalls, wenn ich allein Herrin der Wäsche wäre.

Tja, noch so ein Punkt: Mit dem Abgeben von Aufgaben fällt auch die Entscheidungshoheit. Plötzlich muss ich begründen, weshalb ich Bio-H-Milch vorziehe, weil jemand anderes sie besorgen und dafür vielleicht einen Umweg machen soll. Und das ist nur einer der kleineren Punkte.

Kommentare:

  1. Schlechtes Gewissen Dir gegenüber? ... deinem Mann? ... der Umwelt?

    Schlechtes Gewissen lohnt sich nicht - egal wem oder was gegenüber.

    Kauft einen stromsparenden Wäschetrockner :) und genießt ... waschen, zusammenlegen, aufräumen musst Du immer noch. Es geht nur schneller und braucht weniger Platz.

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    1. Vielleicht ist es auch nur schlichter Geiz auf meiner Seite :-)

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  2. Ja, Aufgaben abgeben geht immer mit Kontrollverlust einher - wohl durchaus ein Grund, warum so manche Frau entsetzt aufschreit, wenn der Mann anfängt, die Spülmaschine einzuräumen. Ich jedenfalls atme dann einfach tief durch und nutze die gewonnene Zeit zum Entspannen oder wichtigeren Aufgaben. ;)

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